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In diesen Vierteln schlägt Lissabons Herz

Die an der Flussmündung des Tejo gelegene Stadt Lissabon gehört zu den ältesten Städten Europas. Sie weist eine reiche Kultur, zahlreiche historische Gebäude und jede Menge Wahrzeichen auf. Zugleich ist die portugiesische Metropole modern, farbenfroh und kreativ. Jedes der insgesamt 162 Stadtviertel besitzt seinen ganz eigenen Charme und eigene Besonderheiten. Hier kommen fünf Stadtviertel, die man bei einem abwechslungsreichen City-Trip nach Lissabon besuchen sollte.

Baixa in Lissabon – das historische Zentrum

Der Stadtteil Baixa ist das historische Zentrum von Lissabon. Er ist, anders als die anderen Stadtteile, relativ flach. Da das Viertel nach seiner fast völligen Zerstörung durch das Erdbeben von 1755 wieder aufgebaut werden musste, konnten breite Prachtstraßen und großzügige Plätze angelegt werden – so ist etwa die Avenida da Liberade rund 90 Meter breit.

Heute bildet Baixa das Geschäftsviertel Lissabons, wo Besucher die wichtigsten Einkaufsstraßen finden, unter anderem die Rua Augusta. Diese verbindet die beiden bedeutendsten Plätze Baixas miteinander: den mit dem Triumphbogen Arco da Rua Augusta beginnenden Praça do Comércio sowie den Rossio. Für Touris lohnt sich der Aufstieg auf den Triumphbogen mit Rundumblick über die Stadt sowie der Besuch des Centro Interpretativo da História do Bacalhau (Interpretationszentrum zur Geschichte des Stockfischs) und des Lisboa Story Centres.

Parca do Comercio in Lissabon, Portugal
Praça do Comércio © Turismo de Lisboa

Altstadt und Nachtleben vereint im Stadtteil Bairro Alto

Oberhalb von Baixa liegt das Lissabonner Stadtviertel Bairro Alto. Anders als Baixa überstand dieses Viertel das Erdbeben zum großen Teil unbeschadet und zeichnet sich noch heute durch seine enge Altstadtgassen aus. Autoverkehr ist nur für Anwohner erlaubt. Am besten ist die „Oberstadt“ mit den Standseilbahnen Ascensor da Glória und Elevador da Bica zu erreichen. Früher waren hier viele Zeitungen und Druckereien ansässig, die zahlreiche Intellektuelle anzogen.

Bis heute ist Bairro Alto geprägt durch Künstler, Kunsthandwerker und sonstige Kreative. Tagsüber geht es hier eher ruhig und entspannt zu. Erst zum späten Nachmittag hin öffnen Restaurants, Clubs, Kneipen und Bars und verwandeln Bairro Alto in ein lebendiges Partyviertel mit viel verschiedener Musik und ausgelassener Stimmung. Entlang der kopfsteingepflasterten Straßen reiht sich eine Bar an die nächste. Das wahre Nachtleben findet jedoch auf der Straße statt.

Schick und vornehm – Principe Real

Nördlich von Bairro Alto befindet sich der Lissabonner Stadtteil Principe Real. Er gehört zu den schicksten und vornehmsten Vierteln der Tejo-Metropole. Sein Bild wird primär von traditionellen Stadthäusern und charaktervollen Gebäuden geprägt. Hier laden Boutiquen und edle Restaurants zum Verweilen ein. Mitten im Viertel Principe Real befindet sich ein romantischer Park. Der 1863 angelegte Jardim do Príncipe Real ist ein urbanes Refugium mit einem riesigen schirmartigen Zedernbaum. Die Äste des Baumes werden mit Spezialkonstruktionen an Ort und Stelle gehalten, wodurch sie einen natürlichen Schirm gegen die Sonne formen.

Und wer auf dem Miradouro São Pedro de Alcântara der Sonne beim Untergehen zusieht, dem bietet sich von hier aus freie Sicht bis zum gegenüberliegenden alten Lissabon mit dem Castelo de São Jorge und den engen Gassen des Stadtteils Alfama.

Castelo de São Jorge
Castelo de São Jorge © Turismo de Lisboa

Lissabon entdecken: Kultur in Chiado

Im Westen Lissabons liegt das Altstadtviertel Chiado. Es zählt zu dem kulturellen Zentrum der portugiesischen Metropole. Hier versammelten sich einst Literaten und Künstler wegen der vielen Verlage und Redaktionen. Auch befindet sich hier die älteste Buchhandlung der Welt, die Livraria Bertrand.

Zu den ältesten Cafés der Stadt zählt auch das Café A Brasileira. Hierhin kamen die portugiesischen Schriftsteller Fernando Pessoa, Aquilino Ribeiro und Alfredo Pimenta, um Gedanken auszutauschen und Inspiration zu kriegen. Fernando Pessoa sitzt als Bronzestatue immer noch draußen auf der Terrasse, jederzeit bereit, um ein Foto mit Urlaubern zu schießen. In Chiado findest Du auch zahlreiche Azulejos, die farbenfrohen Geschichtenerzähler Lissabons.

Stadtteil Chiado in Lissabon, Portugal
Chiado © Turismo de Lisboa

Ältester Teil Lissabons mit vielen Sehenswürdigkeiten – Alfama

Der älteste Stadtteil Lissabons, Alfama, wurde auf einem der sieben Hügel erbaut. Das einstige Herz von Lissabon hat verwinkelte und enge Gassen, die zum höchsten Punkt mit einer tollen Aussicht über die Stadt führen, dem Castelo de São Jorge. Die historische Straßenbahnlinie 28E schlängelt sich quer durch Alfama hinauf bis hoch zur Burg. Arabische Einflüsse prägen das Viertel, was auch heute noch sichtbar ist. Denn das Viertel blieb von dem Erdbeben vornehmlich verschont, wodurch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und historische Zeugnisse die Zeit überdauern konnten.

Catedral Sé Patriarcal
Catedral Sé Patriarcal © Turismo de Lisboa

So ist Alfama der ursprünglichste und traditionellste Stadtteil Lissabons und weist die höchste Dichte an Sehenswürdigkeiten auf. Neben dem Castelo de São Jorge gehört etwa die Catedral Sé Patriarcal, die älteste Kirche Lissabons, zu den wichtigsten Denkmälern der Vergangenheit. Sehenswert ist auch der Largo das Portas do Sol (Platz des Sonnentors). Dort stand früher eines der sieben Stadttore, die in die arabische Alfama führten. Von dort genießen Besucher eine herrliche Aussicht über die Stadt und den Fluss Tejo. Erfahre hier mehr über das Naturwunder Tejo, das größtes Feuchtbiotop Lissabons.


Quelle:

presseportal.de: Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH: „Städtetrip Lissabon: Fünf Stadtteile, die man besucht haben muss“

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Azulejos: Die farbenfrohen Geschichtenerzähler Lissabons

Lissabon ist bekannt für seine Kacheln, die sogenannten Azulejos. Diese kunstvollen Fliesen zieren seit Jahrhunderten die Stadt und verleihen ihr einen unverwechselbaren Charme. Die farbenfrohe Pracht gibt es an Hausfassaden, in Kirchen, auf Plätzen und in vielen öffentlichen und privaten Gebäuden zu bewundern.

Die Azulejos, ein Erbe der maurischen Kultur, haben sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem integralen Bestandteil der portugiesischen Kunst und Architektur entwickelt. Lissabon ist ein wahres Freiluftmuseum dieser Kunstform. In Vierteln wie Alfama, Mouraria und Bairro Alto leuchten die Fassaden der Häuser in kräftigen Farben und komplexen Mustern. Diese handbemalten Kacheln erzählen Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten, der portugiesischen Kultur und Traditionen und reflektieren das kulturelle Erbe Lissabons.

Wie in Lissabon, so auch in Porto: Solche kleinen szenischen Fassaden findet man praktisch überall
Hausfassade im Stadtteil Chaido: Solche kleinen, szenischen Fassaden findet man praktisch überall – wie in Lissabon, so auch in Porto. ©Turismo de Lisboa

Azulejos schmücken Kirchen, Klöster und Co.

Auch viele Kirchen und Klöster sind mit prächtigen Azulejos geschmückt. Darunter das Kloster São Vicente de Fora und die Kirche Igreja de São Roque. Die kunstvollen Fliesen zeigen religiöse Szenen und historische Ereignisse. Selbst ich habe bei mir im Zimmer eine Kachel mit dem hl. Antonius von Padua hängen. Diese brachte ich von meiner Reise durch Porto mit.

Doch zurück nach Lissabon. Sogar die Verkehrsknotenpunkte der Stadt, wie etwa der Bahnhof Rossio und zahlreiche Metrostationen, sind mit Azulejos verziert. Diese Orte verbinden moderne Funktionalität mit traditioneller Kunst und schaffen so eine einzigartige Atmosphäre. Auch Plätze wie der Praça do Comércio und der Rossio-Platz sowie viele Brunnen der Stadt sind mit bunten Kacheln dekoriert.

Azulejos: Kirche aus Gold und Kacheln in Lissabon
Igreja da Madre de Deus ©Museu Nacional do Azulejo

Ein Museum, das man in Lissabon gesehen haben muss

Ein absolutes Muss für jeden Kunstliebhaber ist das Museu Nacional do Azulejo. Dieses Museum, untergebracht im ehemaligen Kloster Madre de Deus, widmet sich vollständig der Geschichte und Entwicklung der Azulejos. Die Sammlung umfasst Werke vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart und bietet einen Überblick über die Techniken und Stile, die diese Kunstform geprägt haben.

Grande Panorama de Lisboa ©Museu Nacional do Azulejo

Die Ausstellung des Museums führt die Besucher durch die verschiedenen Epochen. Sie zeigt, wie sich die Designs im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt haben. Ein Highlight ist das Panorama von Lissabon aus Azulejos, das einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Architektur der Stadt vor dem großen Erdbeben von 1755 bietet.


Quelle: Pressemitteilung Turismo de Lisboa/Global Communication Experts GmbH

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Historische Ingenieurskunst: Levadas auf Madeira

Madeira ist für seine üppigen Wälder, beeindruckenden Felsformationen und tiefen Täler bekannt. Doch was heute als Magnet für Reisende und Naturliebhaber gilt, war für die ersten Siedler auf der Insel eine Herausforderung. Denn neben gemäßigtem Klima und fruchtbarem Boden erwartete die Siedler auch eine ungleiche Verteilung von Wasser auf der Insel. Durch die Rauheit des Geländes war diese nur schwer zu meistern. Somit begannen die Siedler mit dem Bau der Levadas. Hierbei handelt es sich Bewässerungssysteme, die das Wasser von schwerzugänglichen Orten aus über den Rest der Insel verteilen.

Geschichte und Entstehung der Levadas

Die Levadas von Madeira wurden im 15. Jahrhundert entwickelt. Sie leiteten das Wasser von den regenreichen Gebirgsregionen zu den trockeneren südlichen Teilen der Insel. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Siedler die zentrale Bergkette zu durchbohren und umfangreiche Tunnel zu bauen. Ziel war es, Wasserwege von der Nord- zur Südseite der Insel zu öffnen. Einige der ältesten Levadas sind noch immer in Betrieb und sorgen weiterhin dafür, das Wassergleichgewicht auf der Insel aufrechtzuerhalten.

Heute erstrecken sich diese künstlichen Wasserläufe mit einer Gesamtlänge von 3.100 Kilometern über die Insel. Sie sind für die Wasserversorgung und Stromerzeugung auf Madeira entscheidend. Sie sind ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Wasserwirtschaft und ein Symbol für die kreative Ingenieurskunst der frühen Siedler Madeiras.

Madeira ist für seine üppigen Wälder, beeindruckenden Felsformationen und tiefen Täler bekannt. Doch was heute als Magnet für Reisende und Naturliebhaber gilt, war für die ersten Siedler auf der Insel eine wahre Herausforderung. Denn neben gemäßigtem Klima und fruchtbarem Boden erwartete die Siedler eben auch eine ungleiche Verteilung von Wasser auf der Insel, die durch die Rauheit des Geländes nur schwer zu meistern war. Somit begannen sie mit dem Bau der Levadas – Bewässerungssysteme, die das Wasser von schwerzugänglichen Orten aus über den Rest der Insel verteilen.
Levadas: Rechts im Bild sehen wir den künstlichen Wasserlauf entlang des Wanderpfades. ©Francisco Correia

Insel Madeira entdecken – entlang der künstlichen Wasserläufe

Neben ihrer praktischen Nutzung haben sich die Levadas zu einem Paradies für Wanderer entwickelt. Parallel zu den künstlichen Wasserläufen verlaufen schmale Pfade, auf denen Besucher die Landschaft Madeiras erkunden, die Wälder des Laurissilva-Nationalparks durchqueren und spektakuläre Ausblicke auf die Berglandschaften und Küsten genießen können. Hier erfährst du alles über die 5 spektakulärsten Wasserfälle Madeiras.

Entlang des Wassers eröffnen sich Besuchern Wege und Orte, die sonst nur schwer zugänglich wären. Das macht die Levada-Wanderungen zu einer der beliebtesten Aktivitäten auf Madeira. Die gut markierten Wege bieten Wanderern aller Schwierigkeitsgrade unvergessliche Erlebnisse. Hier hat man die Möglichkeit, die vielfältige Flora und Fauna der Insel zu erleben.

Madeira ist für seine üppigen Wälder, beeindruckenden Felsformationen und tiefen Täler bekannt. Doch was heute als Magnet für Reisende und Naturliebhaber gilt, war für die ersten Siedler auf der Insel eine wahre Herausforderung. Denn neben gemäßigtem Klima und fruchtbarem Boden erwartete die Siedler eben auch eine ungleiche Verteilung von Wasser auf der Insel, die durch die Rauheit des Geländes nur schwer zu meistern war. Somit begannen sie mit dem Bau der Levadas – Bewässerungssysteme, die das Wasser von schwerzugänglichen Orten aus über den Rest der Insel verteilen.
©Francisco Correia

Auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe

Aufgrund ihrer außergewöhnlichen historischen und kulturellen Bedeutung wurden die Levadas für die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert. Sie wären somit die zweite von der UNESCO ausgezeichnete Sehenswürdigkeit auf Madeira. Bereits 1999 wurde der Laurisilva-Wald zum Weltnaturerbe erklärt. Der Lorbeerwald, der 20 Prozent der Insel bedeckt und über 15 Millionen Jahre alt ist, gilt weltweit als der größte Wald seiner Art.

Über die Insel Madeira

Die autonome Region Madeira, die zu Portugal gehört, liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Knapp vier Stunden fliegt man von Deutschland hier her. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen und malerische Fischerdörfer. Dabei Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel Madeira zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel. Aber auch Kulturbegeisterte oder Strandurlauber kommen etwa in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten.


Quelle: presseportal.de, Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH.

Weitere Informationen zu Madeira: www.visitmadeira.com/de/

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Reisen

Die schönsten Wasserfälle auf Madeira

Madeira, die portugiesische Insel im Atlantik, birgt eine Vielfalt an natürlichen Schönheiten. Unter den zahlreichen Naturerlebnissen stechen besonders die vielen Wasserfälle heraus. Von gigantischen Wasserstürzen bis zu romantischen Wasserläufen – die eindrucksvollen Kaskaden faszinieren mit ihrer Schönheit und bieten gleichzeitig unvergessliche Momente für Abenteuerlustige. Einige der Wasserfälle sind bequem mit dem Auto erreichbar. Hier sind die Top 5 Wasserfälle auf Madeira:

Wasserfall auf Madeira: Levada das 25 Fontes

Der Wasserfall Levada das 25 Fontes beeindruckt mit einem spektakulären Anblick von 25 Quellen, die in ein smaragdgrünes Becken fließen. Naturliebhaber und Hobbyfotografen können sich an den zahlreichen kleinen Wasserfällen, die sanft über die Felswände plätschern, erfreuen.

Wer mutig und kälteresistent ist, kann nach der Wanderung eine Abkühlung im See der 25 Quellen genießen. Der Weg dorthin führt entlang der berühmten Levadas. Hierbei handelt es sich um künstliche Wasserläufe, die das Wasser aus den Bergen zu den Bewässerungskanälen der Insel leiten. Die mittelschwere Route startet in Rabaçal, ein Naturschutzgebiet, das von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Levada das 25 Fontes © Francisco Correia

100 Meter in die Tiefe stürzt der Risco-Wasserfall

Der Risco-Wasserfall ist einer der höchsten Madeiras und stürzt ganze 100 Meter in die Tiefe. Die Wanderung zum Risco kann gut mit der Levada das 25 Fontes kombiniert werden. Die beiden Wasserfälle teilen sich nämlich den Anfang des Wanderwegs in Rabaçal. Die knapp zweistündige Route wird als leicht eingestuft. Ziel ist der Aussichtspunkt und Wasserfall Risco. Er ragt senkrecht in die Höhe und bildet eine weiße Linie, die im Kontrast zu den dunklen Felsen steht. Hier bietet sich eine idyllische und sehr fotogene Kulisse.

Risco © Nuno Andrade

Véu da Noiva: Dieser Wasserfall fällt in den Ozean

Bereits der Name dieses Wasserfalls, übersetzt „Brautschleier“, vermittelt seine elegante Schönheit. Der Véu da Noiva stürzt sich wie ein zarter Vorhang von einer Klippe hinab und mündet im Atlantischen Ozean. Auch dieser Wasserfall ist bequem mit dem Auto erreichbar – zwischen Seixal und São Vicente an der Nordküste. Ein kurzer Spaziergang führt zum Aussichtspunkt Véu da Noiva, von dem aus dieses Naturschauspiel bewundert werden kann.

Véu da Noiva © Tiago Machado

Mehrstufige Kaskaden: Cascata da Dona Beija

Der Wasserfall Dona Beija befindet sich im westlichen Teil der Insel Madeira. Er zeichnet sich durch seine mehrstufigen Kaskaden aus, die in einen idyllischen See fließen. Der Zugang zu diesem Wasserfall ist recht einfach und liegt auf der Route des Wanderweges Levada do Alecrim – mit Startpunkt in Rabaçal. Dieser Weg führt durch eine malerische Landschaft mitten in der Natur. Wer will, kann sich im See abkühlen.

Dona Beija © Simon Zino

Es geht noch tiefer: Wasserfall Garganta Funda

Mit seinem imposanten 140-Meter-Freifall wirkt es, als ob das Wasser des Garganta Funda in eine Kehle eintaucht. Was auch die deutsche Übersetzung seines Namens „Tiefe Kehle“ erklärt. Der Fußweg zum Aussichtsplatz des Wasserfalls beginnt im Wandergebiet Pedregal. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg von etwa 600 Metern. Wer stattdessen lieber Wandern möchte, kann in der Gemeinde Ponta do Pargo starten. Von hier aus ist auch der historische Leuchtturm Ponta do Pargo sichtbar, der auf einer 312 Meter hohen Klippe steht. Die grüne Kulisse der umgebenden Berge macht diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Garganta Funda © Luis Freitas

Auch interessant: Lese hier alles über meinen ersten Tag in Porto.

Über die autonome Insel Madeira

Die autonome Region Madeira, die zu Portugal gehört und knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt ist, liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen, malerische Fischerdörfer, Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel Madeira zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel. Aber auch Kulturhungrige oder Strandurlauber kommen zum Beispiel in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten.


Quelle: presseportal.de, Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH.

Weitere Infos unter: www.gce-agency.com

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Reisen

Naturwunder Tejo: Lissabons größtes Feuchtbiotop

Die portugiesische Hauptstadt Lissabon zieht durch ihr unvergleichliches Flair und die gelassene Atmosphäre Besucher aus aller Welt an. Insbesondere der Fluss Tejo, der die Stadt durchquert, bietet eine idyllische Kulisse für Entspannung und Erholung. Mit über 1.000 Kilometern Länge ist er einer der drei großen Flüsse der Iberischen Halbinsel. Er entspringt in Spanien, durchquert Portugal und mündet bei Lissabon in den Atlantik. Diese Aktivitäten können Reisende in Lissabon im und um den Tejo erleben:

Fluss Tejo in Lissabon: Bootstour bei Sonnenuntergang

Wer in Lissabon auf Entdeckungstour geht, sollte unbedingt mit dem Boot über das ruhige Wasser des Tejo fahren. Viele Bootsfahrten sind am Terminal Sul e Sueste, nahe Praça do Comércio im Zentrum, buchbar.

Sul e Sueste © Turismo de Lisboa

Egal ob ein klassisches Passagierschiff, Katamaran, Segelboot oder Speedboot – während den Fahrten können viele Sehenswürdigkeiten aus einer neuen Perspektive entdeckt werden. Alternativ starten Touren mit alten Segelbooten in der Nähe des Torre de Belém, im Stadtteil Belém. Hier werden das Denkmal Padrão dos Descobrimentos, Ponte 25 de Abril und dem Cristo Rei vom Fluss aus besichtigt.

Paradies in Portugal: Bootstour auf dem Tejo in Lissabon
Bootstour auf dem Tejo © Turismo de Lisboa

Tejo: Naturschutzgebiet am Mündungsdelta

Das Naturschutzgebiet am Mündungsdelta des Tejos ist das größte Feuchtbiotop in Portugal und mit Schlick und Sumpf durchsetzt. Zugvögel rasten hier auf ihren langen Flügen, andere Arten leben hier das ganze Jahr. Während der Vogelflugzeit verweilen mehr als 120.000 Vögel im Mündungsgebiet. Vor allem Säbelschnäbler machen es sich hier gemütlich. Über 20 Prozent der gesamten Population im westeuropäischen Raum legen hier einen Zwischenstopp ein. Im Herbst ist die Ankunft tausender Flamingos ein Schauspiel von einzigartiger Schönheit.

Blick auf den Tejo © Turismo de Lisboa

Das Tejo-Naturschutzgebiet erstreckt sich bis zum Marschland von Vila Franca de Xira. Hier sind markierte Wege, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto erkundet werden können. Reisende können das Gelände auch bei einem Ausflug mit einem der typischen „Fragatas“ erforschen. Hierbei handelt es sich um Barkschiffe, die früher Personen und Waren über den Fluss transportiert hatten.

Hafen © Turismo de Lisboa

Lissabon entdecken: Stand-Up-Paddeln auf dem Tejo

Für jene, die aktive Entspannung anstreben, bietet sich Stand-Up-Paddeln auf dem Tejo an. Sanft über das ruhige Wasser gleiten und dabei die Stadt erleben. Ob beim Treiben lassen auf dem Board oder mit einer geführten Stand-Up-Paddel-Tour – hier können die Strände und die Festung vom Meer aus betrachtet werden. Die Touren sind für alle Erfahrungsstufen geeignet, ohne Vorkenntnisse.

Hier erfährst du alles über meine Fahrradtour von A Ver-o-Mar nach Porto.

Quelle: presseportal.de „Lissabon: Die Top drei Aktivitäten auf dem Fluss Tejo“

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Die besten Aussichtspunkte in Porto 

Es gibt wohl tausende Aussichtspunkte in Porto. Doch von diesen erlebst Du die Stadt in ihrer vollen Pracht. Jeder einzelne Aussichtspunkt (bis auf den letzten) hat mich berührt und hat sich in meinem Herzen ganz tief verankert.

Porto bei Nacht: Brücke und Kloster

Mosteiro da Serra do Pilar: Steht man auf dem Gelände des historischen Nonnenklosters der Nossa Senhora da Serra do Pilar, so hat man die wahrscheinlich schönste Aussicht auf ganz Porto. Und das, auch wenn man sich hier genau genommen gar nicht mehr in Porto befindet, sondern auf der anderen Flussseite – in Vila Nova de Gaia. Als ich dort oben stand, war es schon dunkel und ich durfte die tausend Lichter der Stadt erblicken. Von dort hörte ich sogar die Sängerin, die ihre eigenen Songs am Flussufer von Porto sang.

Ein wunderbarer Aussichtspunkt in Porto: Das historische Nonnenkloster Mosteiro da Serra do Pilar
Auf diesem Bild sind beide Aussichtspunkte vereint: Hier stehe ich auch der Ponte Dom Luís I und fotografiere den Mosteiro da Serra do Pilar. Der Ausblick auf die Stadt ist im Teaserbild zu sehen.

Ponte Dom Luís I: Da diese Brücke sich ganz in der Nähe des Klosters Mosteiro da Serra do Pilar befindet, kann man das historische Bauwerk auch von hier aus wunderbar begutachten. Darüber hinaus scheint man regelrecht über dem Fluss Douro zu schweben, während man auf der „zweiten Etage“ der Ponte Dom Luís I steht. Von hier aus hatte ich den Panoramablick über Porto und auch Vila Nova de Gaia. Die Brücke selbst ist natürlich ebenfalls ein wahrer Hingucker. Geplant wurde sie nämlich von Théophile Seyrig – Gustave Eiffels Geschäftspartner.

Aussichtspunkte in Porto, die ich nie vergessen werde

Igreja e Torre dos Clérigos: In dieser Kirche kann man ein kleines Kirchenmuseum und nachts die „Spiritus“-Lichtershow besuchen. Beides habe ich gemacht – am besten gefiel mir jedoch der Ausblick aus dem Kirchturm. Nach dort oben führen ein paar Treppen und ist man erstmal im Turm angekommen, kann man über die gesamte Stadt blicken. Ein fantastischer Aussichtspunkt – und das mitten in der City.

Panoramablick über die gesamte Stadt: Porto im Nebel
Porto badete im Nebel… Das Reisen außerhalb der Saison hat aber auch etwas Gutes: Es sind viel weniger Menschen unterwegs und man lernt viele Einheimische kennen.

Vom Boot: Wird in einer Stadt, durch die ich gerade reise, eine Bootsfahrt angeboten, dann bin ich am Start. Auch während meiner Kunstreise habe ich mehrere Bootsfahrten gemacht, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Die jeweiligen Ausblicke sind anders wild – so insbesondere der Ausblick auf Porto und dessen Promenade. Mit dem Boot machte ich eine große Runde auf dem Douro und durfte währenddessen sogar ein paar Fakten zu den Brücken erfahren. Die Stadtgeschichte kam bei dieser Rundfahrt ebenfalls nicht zu kurz.

Während meiner Bootstour konnte ich diese Stadt in Portugal aus einer ganz neuen Perspektive sehen.
Die kleinen Häusergruppen waren das Süßeste, das ich je gesehen hatte. Ich hatte in dieser Stadt einfach durchgehend Glücksgefühle.

Ausblick auf die gesamte Stadt

Kleine Aussichtsplattform neben der Igreja da Misericórdia: Diesen Aussichtspunkt entdeckte ich völlig unverhofft. Doch er berührte mich um so mehr, da es mein erster Tag in Porto war. Als Orientierungspunkt habe ich mir die Kirche aus dem 16. JH gemerkt – die Igreja da Misericórdia. Es war ein schönes Erlebnis – und vor allem auch ein unvergesslicher Ausblick über all die roten Dächer Portos. Obwohl es regnete hatte ich hier ein breites, wenn auch nasses, Grinsen im Gesicht.

Ausblick von einer Aussichtsplattform in Porto. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche, die ich im Text beschreibe.
Ist das nicht traumhaft? Auf dieser kleinen Aussichtsplattform spürte ich erstmals den Spirit von Portugal.

Seilbahn neben dem Mosteiro da Serra do Pilar: Da wären wir wieder – bei dem historischen Nonnenkloster in Vila Nova de Gaia. Unterhalb des gigantischen Bauwerks befindet sich eine Seilbahn. Ich wette ein Tütchen Gras darauf, dass man von hier aus einen ganz berauschenden Ausblick auf Porto und den Douro hat. Ich selbst bin die Seilbahn nicht gefahren, denn ich kam buchstäblich eine Minute nach Feierabend. Aber wäre ich nicht zu spät gekommen, hätte ich nie diese Bekanntschaft gemacht.

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Mit dem Fahrrad nach Porto – eine „kleine“ Reise

Portugal badet in Regenschauern – und ich bin mitten drin. Meine Mutter macht sich Sorgen, aber ich beruhige sie mit den Worten „Eine Reise lässt sich planen – ein Abenteuer nicht“. Nach 28 Jahren hinterfragt sie gar nichts mehr von dem, was ich von mir gebe. Ich entschied mich dazu, mit dem Rad von A Ver-o-Mar nach Porto zu fahren. Zunächst legte ich aber einen Fußmarsch von anderthalb Stunden zurück, um zum nächsten Fahrradverleih zu kommen. Dort angekommen ging die Reise los.

Das Navi zeigte circa 2 Stunden Fahrradfahrt an – die gesamte Kurzreise sollte sich entlang des Strandes erstrecken. Also vertraute ich auf meine Intuition und ließ Google Maps ausgeschaltet, um Akku zu sparen. Vier Stunden später war ich noch immer unterwegs. Ich dachte, dass mein Hintern sich bald von mir verabschiedet und verkündet, dass wir nun getrennte Wege gehen sollten.

Auf dem Bild ist ein Holzsteg zu sehen, der sich entlang des Atlantischen Ozeans in Portugal erstreckt. Er ist mit Sand bedeckt und der Himmel ist grau.
Der Blick zurück: Im Hintergrund siehst du den monströsen Wellenbrecher von Póvoa de Varzim unter grauem Himmel.

Der Weg nach Porto: Ein Naturerlebnis mit Ozeanblick

Doch was ich während der verhältnismäßig langen Fahrt erlebt habe, kann ich nur schwer in Worte fassen. An der Küste Portugals finden Fußgänger zahlreiche Holzstege, die mitten durch die Natur führen. Von den meisten Stegen kann man den Atlantischen Ozean in all seiner Kraft und Pracht sehen. Nicht auf allen Wegen sind Fahrräder erlaubt, aber es gibt immer Möglichkeiten, sie zu umfahren. 

Also fuhr ich durch die kleinen Dörfer, durch die Dünen und durch all die Landschaften, die mein Auge noch nie erblickt hatte, während ich die Zeit, die Arbeit und all das andere, was mich davon abhält, wild zu sein, vergaß. Hier in Portugal ist es wirklich schwer, nicht stehen zu bleiben und inne zu halten. Mir begegneten viele Menschen, die auf einer Anhöhe standen und mit dem freien Blick in den Ozean in seine gigantischen Wellen hinein meditierten.

Zwei kleine Häuser mit Fliesenfassaden in einem portugiesischen Dorf auf dem Weg nach Porto.
Hier fuhr ich durch eines der portugiesischen Dörfer. Da ich dort zur Zeit der Siesta entlang fuhr, nahm ich die wunderbarsten Düfte der regionalen Küche wahr.

Ein Moment in Portugal: Die Macht des Ozeans

Als ich ihrem Beispiel folgte und meine Gedanken im Ozean versenkte, spürte ich diese aufkommende innere Freude. Sie entflammte allerdings aus dem Abgründen meiner Seele. Während ich die meterhohen Wellen nämlich bestaunte, war ich mir dessen völlig bewusst, dass jede davon mich mit Leichtigkeit verschlucken könnte. Dieser Gedanke ließ mich so bedeutungslos wie nur selten fühlen und die Erkenntnis dessen machte mich frei von all dem, was noch nie eine Rolle gespielt hatte.

Wie lange dieses Gefühl anhalten würde, war unklar. Deutlich spürte ich aber dieses Leuchten in meinen Augen, das ich auch bei meinem Vater beobachtete, während er durch die stürmischen Wellen des Schwarzen Meeres segelte. Es ist jedes Mal das Wasser und dessen Macht über den Menschen, das sich in den Augen widerspiegelt.

Der Atlantische Ozean und ein Holzsteg, der an der Küste entlang führt umgeben von Pflanzen und Gestein.
Die Schönheit dieser Natur ließ mich erstarren. Ich verliebte mich sofort in das Zusammenspiel der Gesteine, der scheinbar unberührten Natur und natürlich des Ozeans.

So lange brauchte ich mit dem Fahrrad nach Porto

Diese lockende, gar beängstigende Schönheit des Ozeans ist hypnotisierend und offenbar auch der beste Grund dafür, weshalb ich von A Ver-o-Mar nach Porto knapp fünf Stunden gebraucht hatte. Könnte natürlich aber auch teilweise daran gelegen haben, dass in einem Abschnitt der Holzsteg komplett mit Sand überschüttet war und ich das Fahrrad ein paar Kilometer lang schieben musste. Vielleicht war der – teilweise heftige – Wind für diesen sandigen Zwischenfall verantwortlich – vielleicht war es aber auch so gedacht. Ich werde es wohl nie erfahren.

Mit dem Fahrrad nach Porto: Ein Einmaliger Ausblick auf den rauschenden Atlantischen Ozean
Auch war ein Wegabschnitt des Holzsteges mit Treppen versehen, was mich dazu brachte, das Fahrrad zu packen und damit über das am Rande liegende Gestein zu klettern. Nichts für schwache Schultern – oder Nerven.

Aber ich genoss auch das Fahrrad-Schieben durch den scheinbar ewigen Sand. So konnte ich die Agaven, Kakteen und Silbergräser besser bestaunen und lernte auf meinem Weg auch einen hilfsbereiten Einheimischen kennen. Mir fiel schnell auf, dass die Portugiesen, die mir begegneten, sehr freundlich, interessiert und aufmerksam waren. In ihrem Land fühlte ich mich zu jeder Zeit willkommen und war von ihrer offenen, entspannten und lebendigen Art sehr angetan.

Mit dem Fahrrad nach Porto: Am Ende des Tages wartete auf mich der schönste Sonnenuntergang
Hier sah ich die untergehende Sonne in Porto und plötzlich wurde es ganz still um mich. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich noch gar nicht ahnen können, dass das erst der Beginn eines Abenteuers war.

Nachdem ich mich halbwegs traute, in den Wellen des Ozeans baden zu gehen, erreichte ich zum Sonnenuntergang Porto und buchte mir dort auf die Schnelle eine Übernachtung in einem Hostel. Am nächsten Morgen regnete es den ganzen Tag, doch dieses Abenteuer sollte dort auf mich warten.

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Wen ich in Porto kennenlernte

Meine Bekanntschaft in Porto – Als ich lange nach der Dämmerung noch in Porto unterwegs war, wollte ich mir die Stadt von oben ansehen. Es war ein traumhafter Anblick, als ich am Mosteiro da Serra do Pilar stand und rüber auf das andere Ufer sah. Deutlich spürte ich das Leben, das unten tobte und war in dem Moment so glücklich, dass ich wiederum etwas traurig wurde, dass ich all das mit niemandem teilen konnte. 

Als ich mich dazu entschied, eine Runde mit der Seilbahn über Porto zu schweben, war ich genau eine Minute zu spät, um mir Tickets an der Kasse holen zu können. Also beschloss ich die Stadt weiterhin aus der Höhe zu betrachten und begab mich auf die Brücke in unmittelbarer Nähe. Dabei handelte es sich um die Ponte Dom Luís I, einer Fachwerk-Bogenbrücke über den Douro zwischen Porto und Vila Nova de Gaia. Erbaut wurde sie von François Gustave Théophile Seyrig (* 19. Februar 1843 in Berlin; † 5. Juli 1923). 1869 gründete er zusammen mit Gustave Eiffel das Unternehmen „Eiffel et Cie.“. 10 Jahre später trennten sich beide wieder.

Die Brücke Ponte Dom Luís I in Porto bei Nacht – mit Blick über die gesamte Stadt
Das ist die Schönheit – erbaut wurde sie 1881-1886. Die Gesamtlänge beträgt 385,25 Meter und die Höhe etwa 60 Meter.

Eine Bekanntschaft in Porto: Wir begegneten uns auf der Brücke

Als ich auf diesem monströsen Bauwerk aus Metall stand, hörte ich – wie so selten in vergangener Zeit – russische Sprache. Zwei Touristen waren dabei, Fotos vor dem erhöhten Kloster Mosteiro da Serra do Pilar zu machen. Die Frau sagte zum Mann, der, wie sich kurze Zeit später herausstellte, ihr Sohn war, dass sie gerne ein Foto mit ihm zusammen hätte. Ich drehte mich zu den beiden um und bot meine Dienste an. Und so machte ich eine Bekanntschaft in Porto.

„Woher kommst du?“ Fragte mich Irina. In vergangener Zeit versetzt mich diese Frage in Schockstarre. Ich antwortete vorsichtig: „Aus Sochi.“ Es stellte sich heraus, dass die beiden aus St. Petersburg stammen. Eine Stadt, die ich liebe und ehre. Vor circa 18 Jahren seien die beiden ausgewandert und haben ihr leben in Finnland aufgebaut. Der Sohn, Alexej, lebt derzeit auf den Ålandinseln – einer Inselgruppe, die aus über 6700 Inseln und Schären besteht und zwischen Finnland und Schweden liegt.

Madlen Trefzer vor dem Mosteiro da Serra do Pilar in Porto, Portugal, bei Nacht. Das Kloster ist hell beleuchtet.
Natürlich revanchierte sich meine neue Bekanntschaft bei mit mit einem Foto von mir. Obwohl ich mich bis zuletzt dagegen gewehrt hatte; gegen Irinas Überredungskünste hatte ich keinerlei Chancen.

Meine Bekanntschaft und ich: Wir trafen uns am nächsten Tag

Eins führte zum anderen und meine neue Bekanntschaft und ich zogen zusammen durch die nächtliche Stadt. Wir erzählten einander von unserem Leben und teilten unsere Begeisterung für Porto. Ein Tag zuvor seien Irina und Alexej in Lissabon gewesen. Eine Stadt, die ich in den nächsten 2-3 Jahren auch unbedingt erleben will. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Es hatte aufgehört zu regnen und wir schlenderten durch die Gässchen, während ich von meiner langen Fahrradtour von A Ver-o-Mar nach Porto erzählt hatte, die ich ein paar Tage zuvor gemacht habe.

Am nächsten Tag überredete ich meine neue Bekanntschaft dazu, mit mir zusammen den Ozean anzusehen. Wir trafen uns in Póvoa de Varzim – und ich schleppte sie den ganzen Weg zu Fuß nach A Ver-o-Mar, bis ich um ein Haar meinen Flug zurück nach Frankfurt verpasst hatte. 

Atlantischer Ozean in Portugal: Der Strand von A Ver-o-Mar bei schönem Wetter.
Diese fantastische Aussicht auf den Atlantischen Ozean durfte ich mit Irina und Alexej teilen. Hier waren wir ungefähr auf halbem Wege von Póvoa de Varzim nach A Ver-o-Mar.

Das Teaserbild, das du oben siehst, ist übrigens auch auf unserem „kleinen“ Spaziergang an der Küste entstanden. Hier sieht man einen der vielen kleinen Holzstege, die oftmals entlang des Strandes führen.

Wir halten den Kontakt aufrecht

Irina und Alexej waren begeistert, von der Schönheit der Natur Portugals. Obwohl es all die Tage zuvor in Strömen geregnet hatte – das habe ich in Portugal übrigens bei Regenwetter unternommen – kam nun zu meinem Abschied die Sonne raus. 

Alexej und ich schreiben hin und wieder mal. Ich hatte den beiden versprochen, dass wenn sie jemals nach Deutschland kommen sollten, ich ihnen eine Städte- und Museumstour der Extraklasse organisiere. Vielleicht werden wir uns aber auch in Finnland wiedersehen. Wer weiß, welche Lieder das Leben noch spielt. 

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