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Fünf unvergessliche Aktivitäten auf Madeira

Madeira ist wie gemacht für Reisende, die Natur, Bewegung und eine entspannte Zeit verbinden möchten. Zwischen wilden Küsten, geheimnisvollen Lorbeerwäldern und vulkanischen Landschaften entsteht eine Kulisse, die inspiriert und entschleunigt. Dies fünf Aktivitäten zeigen, wie abwechslungsreich die portugiesische Insel Madeira ist.

Wale und Delfine hautnah erleben

Leinen los für eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse Madeiras: eine Bootstour zu den Walen und Delfinen. In den Gewässern rund um die Insel leben verschiedene Arten, wie etwa Fleckendelfine, Tümmler, Pilot- und Pottwale. Hier hat man beste Voraussetzungen für Sichtungen. Die Tiere kann man in freier Wildbahn erleben und mit etwas Glück auch Meeresschildkröten oder die geschützten Mönchsrobben der Desertas-Inseln entdecken. Dank ganzjährig angenehmer Temperaturen ist dieses Abenteuer zu jeder Jahreszeit möglich.

Abenteuer an der Küste: Kajak und Schnorcheln

Ein Ausflug mit der Fähre nach Porto Santo ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Nach der Überfahrt eröffnet sich ein fast neun Kilometer langer goldener Sandstrand. Dessen feiner Sand und das kristallklare Wasser laden zu einem perfekten Strandtag ein. Wer es lieber aktiv mag, kann die Küste beim Kajakfahren erkunden; dabei versteckte Buchten entdecken und die beeindruckende Küstenlandschaft vom Meer aus genießen.

Auch auf Madeira selbst ist das Inselgefühl stets präsent. Beim Schnorcheln tauchen Reisende in eine faszinierende Unterwasserwelt ein. In den klaren, angenehm milden Gewässern begegnet man farbenfrohen Fischschwärmen und beeindruckenden Felsformationen, oft in geschützten Naturreservaten. Kajaktouren entlang der Küste eröffnen zudem immer wieder neue, spektakuläre Ausblicke.

Wanderungen auf Madeira

Madeiras Wanderwege bieten viele einfache Touren für Amateure, oder Leute, die gerade noch eine Knieverletzung beklagen. Ein Klassiker ist der PR11 „Vereda dos Balcões“ bei Ribeiro Frio – kurz, unkompliziert und mit großem Panorama-Finale. Entlang einer Levada führt der Weg durch den üppigen Lorbeerwald bis zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Täler und Berge. Etwas länger, aber ebenfalls gut machbar, ist der PR 6.2 Levada do Alecrim im Gebiet von Rabaçal. Auf rund 3,5 Kilometern geht es durch abwechslungsreiche Natur auf etwa 1.300 Metern Höhe – inklusive eines kleinen Wasserfalls und eines natürlichen Beckens, das unterwegs für eine erfrischende Pause sorgt.

PR 11_Vereda dos Balcões ©Francisco Correia

Traditionelle Korbschlittenfahrt

Einsteigen, festhalten und los geht’s: Die berühmten Korbschlitten von Madeira bescheren Reisenden ein ebenso nostalgisches wie überraschend rasantes Erlebnis.

Carreiros do Monte ©miguelmoniz

Seit dem 19. Jahrhundert gleiten die handgefertigten Wagen die steilen Straßen hinab, gelenkt von den traditionell gekleideten „Carreiros“, die mit viel Geschick und ihren Gummisohlen bremsen und steuern. Auf der rund zwei Kilometer langen Strecke erlebt man eine Mischung aus Nervenkitzel, Tradition und spektakulären Ausblicken über Funchal und den Atlantik.

Natürliche Lavapools in Porto Moniz

Die Naturschwimmbecken von Porto Moniz zählen zu den bekanntesten Ausflugzielen der Insel. Über Jahrtausende in vulkanischem Gestein entstanden und kontinuierlich vom Atlantik gespeist, verbinden sie ursprüngliche Landschaft mit Infrastruktur. Neben dem Naturerlebnis gibt es auch den nahegelegenen Strand von Seixal: Ein schwarzer Sandstrand, eingerahmt von steilen Klippen und üppiger Vegetation, der mit seiner geschützten Lage und seiner außergewöhnlichen Kulisse zu den schönsten der Insel zählt.

Piscinas naturais do Cachalote ©JoanaCarvalho

Über die portugiesische Insel Madeira

Die autonome Region Madeira, die zu Portugal gehört und knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt ist, liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen, malerische Fischerdörfer, Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel Madeira zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel. Aber auch Kulturhungrige oder Strandurlauber kommen zum Beispiel in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten.


Weitere Informationen zu Madeira: www.visitmadeira.com/de/
Quelle: presseportal.de

Titelbild: Piscinas naturais do Cachalote ©JoanaCarvalho


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Alqueva-See – Portugals stille Wasserlandschaft im Alentejo

Der Alentejo im Süden Portugals gilt mit seiner Weite und ruhigen Atmosphäre vielerorts noch als Geheimtipp. Mitten in dieser Landschaft liegt der Alqueva-See. Er gilt als eine der größten künstlichen Wasserlandschaften Europas und ist zugleich ein Ort, an dem sich Naturerlebnis und achtsames Reisen miteinander verbinden. Hier bestimmen jahrhundertealte Traditionen, nachhaltige Lebensweisen und eine enge Verbindung zur Natur bis heute den Alltag. Die verzweigten Ufer, ruhigen Buchten und offenen Horizonte schaffen einen Raum, der sich vom klassischen Reisetakt abhebt.

Blick über den Alqueva-See im Alentejo, Portugal, mit ruhigem Wasser, sanften Hügeln und typischer Landschaft der größten künstlichen Seenlandschaft Europas – beliebtes Reiseziel für Natur, Wassersport und Sternenbeobachtung.

Panorama des Alqueva-Sees im Alentejo in Portugal mit weitem Wasserblick und mediterraner Natur. Der Stausee zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region und zieht Urlauber, Naturliebhaber und Wassersportler an.
©fredericducoutphotography

Der Alqueva-See: Zwischen Wasser und Weite

Die verzweigte Wasserfläche des Alqueva-Sees fügt sich harmonisch in die offene Landschaft des Alentejo ein. Wer hier unterwegs ist, erlebt den See in ganz unterschiedlichen Facetten: im Kajak durch stille Buchten, unter Segeln oder vielleicht sogar vom Deck eines Hausboots – dort, wo sich die Landschaft langsam vorbeibewegt. Der Alqueva-See wirkt dabei fast wie ein Binnenmeer – ruhig, weit und von ungewöhnlicher Stille geprägt.

Entlang der Ufer wechseln sich kleine Anlegestellen, naturbelassene Abschnitte und historische Orte ab. Besonders Monsaraz, auf einem Hügel oberhalb des Sees gelegen, prägt das Bild der Region. Zwischen engen Gassen, weiß getünchten Häusern und weiten Ausblicken wird klar, wie Natur, Kultur und Alltag rund um den Alqueva-See miteinander verbunden sind. Im Juli verwandelt sich das Dörfchen in ein Open-Air Museum, wo man die Sitten und Bräuche des Alentejos kennenlernen kann. Doch auch die weniger bekannten, und dadurch auch ruhigeren Dörfer, sind einen Besuch wert.

©Visit Alentejo

Gleichzeitig steht der Alqueva-See für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Portugals: Er sichert die Wasserversorgung einer trockenen Region, ermöglicht landwirtschaftliche Nutzung und trägt zur Energiegewinnung bei. Die Entwicklung rund um den See zeigt, wie sich nachhaltige Ressourcennutzung, regionale Wertschöpfung und touristisches Erleben miteinander verbinden lassen.

Die Wunder Portugals: Slow Travel am Wasser

Die enge Verbindung von Landschaft, Alltag und regionaler Kultur prägt auch die Art des Reisens rund um den Alqueva-See. „Slow Tourism“ ist hier weniger Konzept als gelebter Alltag. Statt voller Tagesprogramme bestimmen kleine Dörfer, regionale Küche und eine offene Landschaft den Rhythmus des Aufenthalts. Die Atmosphäre lädt dazu ein, lokale Weine und traditionelle Produkte kennenzulernen. Viele Unterkünfte sind familiär geführt und mit der Umgebung verbunden – oft geprägt von regionaler Architektur, lokaler Handwerkskunst und einem bewussten Umgang mit Ressourcen. Wochenmärkte, lange Abende unter freiem Himmel und Wege durch die offene Landschaft gehören ebenso zum Erlebnis wie die Nähe zur Natur.

Wenn die Dunkelheit leuchtet: Dark Sky Alqueva

Mit dem Einbruch der Dunkelheit eröffnet sich rund um den Alqueva-See eine ganz besondere Sicht auf den Sternenhimmel. Dark Sky Alqueva gilt als ein Ort, an dem die Nacht zum Erlebnis wird. Es ist die weltweit erste Region, die als „Starlight Tourism Destination“ zertifiziert wurde. Hier eröffnet sich ein Nachthimmel, wie ihn viele Menschen in Europa kaum noch kennen: klar, tief und schier unendlich. Die Milchstraße ist sichtbar und die Sternbilder wirken greifbar nah. Ob bei geführten Beobachtungen oder in stiller Eigenregie – der Blick nach oben wird hier zu einem der eindrucksvollsten Reiseerlebnisse überhaupt.

©Miguel Claro

Zwischen Weltkulturerbe und gelebter Tradition

Rund um den Alqueva-See verbindet sich Naturerlebnis mit kulturellen Ausflügen: So liegt die Stadt Évora mit ihrem römischen Tempel, einer gotischen Kathedrale, verwinkelten Gassen und lebendigen Plätzen nur etwa eine Autostunde entfernt. Die Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird 2027 den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt tragen.

Neben Évora ergänzt auch Elvas mit historischen Festungen das kulturelle Umfeld rund um den Alqueva-See. Die UNESCO-Welterbestadt zählt zu den am besten erhaltenen Festungsstädten Europas. Ihre sternförmigen Wälle, Bastionen und Aquädukte repräsentieren die strategische Rolle des Alentejo als Grenzregion.

Évora ©Visit Alentejo

Lieder über das Leben, die Arbeit und Geschichte: Die Stimmen des Alentejo

Rund um den Alqueva ist der Cante Alentejano bis heute fester Bestandteil der regionalen Kultur. Dabei handelt es sich um einen traditionellen mehrstimmigen Chorgesang, der meist ohne Instrumentalbegleitung vorgetragen wird. In Tavernen, auf Dorfplätzen und bei lokalen Festen singen die Menschen gemeinsam Lieder über das Leben, die Arbeit und die Geschichte des Alentejo. Seit 2014 gehört der Cante Alentejano zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Die meist männlichen Chöre singen in langsamen, mehrstimmigen Harmonien von Arbeit, Sehnsucht und dem Leben auf dem Land. Der Cante entsteht ohne große Inszenierung und gehört bis heute ebenso zu festlichen Anlässen wie zu lokalen Zusammenkünften.

Über den Alentejo

Zwischen Lissabon und der Algarve, bis hin zur spanischen Grenze, erstreckt sich im Süden Portugals der Alentejo – eine Region mit weiten Horizonten, weiß getünchten Dörfern und spürbarer Authentizität. Im Zentrum liegt der große See von Alqueva, ein beeindruckendes Binnengewässer am Fluss Guadiana, das sich zum Herzen der Region entwickelt hat. Hier vereinen sich Sternenbeobachtung unter einem der dunkelsten Himmel Europas, entspannte Wassererlebnisse, Weinberge und Olivenhaine sowie ikonische Hügeldörfer wie Monsaraz zu einer Kulisse, die wie geschaffen ist für entschleunigtes Reisen und intensive Begegnungen mit der lokalen Kultur.

©fredericducoutphotography

Von Korkverarbeitung, Keramik, gewebten Textilien und Korbflechterei bis hin zu Stickerei und regionaler Gastronomie: in der gesamten Region begegnen Besucher lebendigen Traditionen und handwerklicher Kunstfertigkeit. Diese werden von den lokalen Gemeinschaften bewahrt und zugleich mit zeitgenössischer Kreativität neu interpretiert.

Die internationale Vermarktung des Alentejo, umgesetzt durch die ARPTA, wird durch die Europäische Union im Rahmen der Programme Alentejo 2030 und Portugal 2030 unterstützt. Diese Förderung dient der Finanzierung der Positionierung der Region als internationales Reiseziel und steht im Einklang mit den Zielen der Kohäsionspolitik der Europäischen Union in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Kultur und Tourismus.


Quelle: Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH
Doris Palito | Frederike Fahr
Hanauer Landstr. 184
60314 Frankfurt
www.visitalentejo.pt, www.gce-agency.com

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Madeira, das Paradies für Achtsamkeit und Erholung

Madeira, die „Insel des ewigen Frühlings“, begeistert mit majestätischen Bergen, Levadas und grünen Küstenpfaden. Zwischen all den Abenteuerorten offenbart sich eine sanfte, fast meditative Seite: ein Refugium für Achtsamkeit und Erholung. Dank des ganzjährig milden Klimas finden Reisende auf der portugiesischen Inselgruppe ideale Bedingungen, um innezuhalten und die Natur zu spüren. Wer das Besondere sucht, entdeckt auf Madeira und deren kleine Schwesterinsel Porto Santo einzigartige Formen der Entspannung.

Madeira: Waldbaden im UNESCO-Naturpark

Ein Großteil Madeiras ist als Naturpark geschützt und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Lorbeerwälder, moosbewachsene Steinen und sanft plätschernden Bächlein finden wir hier an jeder Ecke. Die Natur hier bietet den idealen Rahmen fürs Waldbaden – eine Praxis, die Körper und Seele ins Gleichgewicht bringt.

Atemübungen, Meditationen unter mächtigen Baumstämmen oder stille Pausen auf sonnengefluteten Lichtungen lassen uns die heilsame Kraft der Insel intensiv spüren. Der Duft der Pflanzenvielfalt, das Lichtspiel und die Ruhe der Natur entfalten eine heilsame Wirkung.

©Henrique Seruca

Yoga und Klangreisen am Atlantik

Die Lage Madeiras im Atlantischen Ozean macht die Insel zu einem einzigartigen Ort für Yoga, Meditation und Klangreisen. Umgeben von der Weite des Meeres, der klaren Luft und sattem Grün entsteht eine Atmosphäre, die Körper und Geist zur Ruhe kommen lässt. Das Rauschen der Wellen wirkt wie eine reinigende Kraft, die Spannungen löst und neue Energie schenkt. Ob auf einer Klippe hoch über dem Atlantik, an einem schwarzen Sandstrand oder auf einer einsamen Waldlichtung – fast überall auf Madeira lässt sich die Yogamatte ausrollen und bewusst durchatmen. Entsprechende geführte Kurse sind vor Ort ebenfalls schnell gefunden.

©Savoy Signature

Wellness-Innovationen in Funchal

Auch für Regeneration und Gesundheit gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Neben klassischen Massage- und Wellnessangeboten, die nach einem aktiven Tag wohltuend wirken, finden zunehmend moderne Methoden ihren Platz: Lichttherapien, Kältekammern oder Sauerstoffanwendungen. Ergänzt wird das durch traditionelle Verfahren, ganzheitliche Retreats wie die Thalassotherapie, bei der die Wirkung des Meeres für Stressabbau oder zur Linderung von Beschwerden wie Rheuma oder Arthritis genutzt wird. Einige Hotels bieten ein breites Spektrum dieser Behandlungen an, sodass man gar nicht lange suchen muss.

Heilsamer Sand auf Porto Santo

Ein Geheimtipp für Wellnessreisende liegt nur wenige Kilometer entfernt, auf der Nachbarinsel Porto Santo. Während Madeira mit Bergen und Wäldern begeistert, ist Porto Santo für seinen goldgelben Sandstrand bekannt. Der feine, goldene Sand der Insel ist reich an Mineralien und bekannt für seine therapeutischen Eigenschaften und lädt zu einem wohltuenden Sandbad ein.

Madeira: Sandstrand, Erholung, Spa und Co.
Praia do Porto Santo ©Francisco Correia

Ein paar Worte zu Madeira

Die autonome Region Madeira, die zu Portugal gehört und knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt ist, liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen, malerische Fischerdörfer, Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel Madeira zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel. Aber auch Kulturverliebte und Strandurlauber kommen etwa in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten.


Bild- und Textquelle: Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH (Madeira Promotion Bureau)

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Eine Reise durch Portugal: Póvoa de Varzim mit allen Sinnen

Sturm, Regen, heulender Wind: In Portugal neigte sich der November seinem Ende zu. Um den meterhohen Wellen des Atlantischen Ozeans näher zu sein, begab ich mich auf den gigantischen Wellenbrecher in Póvoa de Varzim. Ich war so gerne dort, dass ich auch meine Bekanntschaft, die ich später kennenlernen würde, dort hin brachte.

Am Ende des Wellenbrechers stand ich schon beinahe mitten im Ozean. Die Wellen türmten sich vor mir auf und zerschlugen auf dem mit Algen bedeckten Beton in hunderttausende Tropfen, die ich auf meinem Gesicht spüren konnte. Der Blick in die Ferne brachte nur noch mehr aufkommende Wellen, während die Luft nach Salz und der kalten frische des Atlantischen Ozeans roch.

Portugal, Atlantischer Ozean: Ein kleines Fischerschiff fährt auf See hinaus. Im Hintergrund sieht man die Stadt Póvoa de Varzim.
Hier sah ich, wie die Tiefseefischer auf See hinausfuhren. Ich hätte einiges dafür gegeben, um dort an Bord gewesen zu sein.

Während ich in Portugal war, vergaß ich Frankfurt

In meinen Ohren machte sich das laute Rasseln der mächtigen Wassermengen breit. Im Hintergrund hörte ich eine Fischverkäuferin am Strand, die die Möwen mit ihrer Krücke abwehrte. Wahrscheinlich rief sie den Vögeln, die es auf ihre Fische abgesehen hatten, die eine oder andere Drohung zu. Da sich die Szene auf portugiesisch abspielte, kann ich die Bedeutung ihrer Zurufe nur erahnen.

Mal schlug der Regen mehr in mein Gesicht, mal weniger – doch das Salz der Atlantik konnte er nicht von mir spülen. Mit dem Blick in die hundert Blautöne des Ozeans spürte ich, wie ich alles vergaß, was auf mich in Frankfurt wartete. Ich würde mich erst wieder daran erinnern, wenn ich in Frankfurt landen würde.

Am Ende eines Wellenbrechers in Póvoa de Varzim, Portugal, steht ein kleiner, rot-weiß gestreifter Leuchtturm. Im Hintergrund befindet sich der Arlantische Ozean mit seinen großen Wellen.
Diesen kleinen Leuchtturm sah man nachts bis nach A Ver-o-Mar.

Póvoa de Varzim: Dieses Restaurant hat mich überwältigt

Am Abend war es an der Zeit, mich verwöhnen zu lassen. Ich entschied mich für das Restaurant Marinheiro in Póvoa de Varzim und trudelte dort am Abend ein. Mich erwartete dort der charmante Oberkellner, eine tolle Location und guter, schwerer Rotwein aus Portugal, wie ich ihn gerne habe. Als kleine Vorspeise wurden Riesengarnelen serviert. Ich schmeckte heraus, dass die Biester noch um die Mittagszeit im Ozean herumlungerten. 

Das Restaurant Marinheiro in Póvoa de Varzim, Portugal: Vier aneinander gereihte, leuchtend orange-rote Riesengarnelen scheinen in die Kamera zu starren, während sie auf einem Teller liegen.
Der Tisch war großzügig gedeckt und die Spezialitäten des Hauses waren traditionell und einzigartig im Geschmack.

Die Hauptspeise ließ danach auch nicht lange auf sich warten. Ich entschied mich für die Rotbrasse, die mir glasiertem Kohl und anderem Gemüse serviert wurde. Filetiert wurde der Fisch sehr elegant am Tisch. Der Service war aufmerksam und freundlich, während die Rotbrasse zart und leicht war. Als Dessert bestellte ich Pão-de-ló de Ovar – ein Biskuit-Küchlein, das entfernt an ein Soufflé erinnert, das ich mache, da wahrscheinlich die gleiche Eiermenge drin ist. Ich werde dieses Restaurant nie vergessen. 

Zurück zum Hotel ging ich zu Fuß, denn es hatte endlich aufgehört zu regnen. Auf dem Weg lernte ich einen Straßenkater kennen, der sich zunächst an mich ran kuschelte, dann aber mit voller Wucht in meine Hand biss. Ich nehme ihm das nicht übel.

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Tag 1 in Porto: Das habe ich unternommen

Als ich in einem kleinen Zimmer in Porto aufwachte, wusste ich noch nicht, was mich an diesem Tag erwarten würde. Es regnete ziemlich heftig und ich ließ das Fahrrad stehen. Porto liegt auf einem ziemlich steilen Hügel und mit einem Fahrrad, dessen Bremsen nicht das Gelbe vom Ei sind, wollte ich diesen nicht erkunden. Also ging ich zu Fuß los. Was mir gleich auffiel, war diese entzückende Architektur: Kleine, rechteckige Häuser – bedeckt mit bunten Fliesen in allen möglichen Mustern und Farben. Ein wirklich schöner Ausflug für das Auge.

Eine Häuserreihe in einem steilen Gässchen der portugiesischen Stadt Porto. Bunte Vielfalt, Kopfsteinpflaster und parkende Autos.
Eine kleine Gasse in Porto. Hier sieht man schön, wie steil die Straßen dieser Stadt sind – und auch, wie lebendig die Architektur der kleinen Häuser ist.

Mein erster Tag in Porto verlief planlos

Planlos ging ich durch die Straßen, um das Leben der Portugiesen in Porto aufzufangen. Natürlich ist es anders, als in A Ver-o-Mar, wo ich die Tage zuvor verbracht hatte. Es läuft schneller, ist energischer und bunter. Ich sah viele schöne Menschen, kreative Geschäfte und diese freundlich lockende Kulisse des bunten Meeres aus Fliesenfassaden und roten Dächern. Ich ging in eine Gasse und landete plötzlich auf einem kleinen Aussichtspunkt neben der Igreja da Misericórdia. Ich sah über die gesamte Stadt bis nach Vila Nova de Gaia, während im Hintergrund der Regen rauschte und die Möwen ihre frechen Zwischenrufe absonderten. In diesem Moment wusste ich, dass der „ewig lange“ Weg von A Ver-o-Mar sich in jedem Sinne gelohnt hatte.

Blick über die portugiesische Stadt Porto. Zu sehen sind bunte Häuser, Kirchen, Kathedralen und Co.
Als ich die architektonische Pracht Portos erblickte, war ich kurz sprach- und atemlos. Man beachte nur die Harmonie, Ausgeglichenheit und den Farbreichtum der einzelnen Häuser.

Gefrühstückt hatte ich mitten in der Fußgängerzone. Wahllos ging ich in ein kleines Café und landete einen Volltreffer. Da Fußgängerzone, waren meine Erwartungen aufs Minimalste heruntergeschraubt. Um so mehr wusste ich den guten Kaffee, den ich dort bekam und das köstliche Pastel de Nata (oder Pastel de Belém) zu schätzen. Bestens gelaunt ging es weiter durch die Straßen von Porto.

Portugal: Diese Kirchen habe ich in Porto entdeckt

Wenn ich eine schöne Kirche sehe – dann gehe ich rein. Ich hatte bereits als Kind eine ausgeprägte Affinität für Gotteshäuser, ohne dabei besonders gläubig aufgewachsen zu sein. Klar, liebte ich es damals, mit meiner Mutter in Sochi in eine Kirche zu gehen, um Kerzen aufzustellen, russisch-orthodoxe Ikonen zu begutachten und den engelsgleichen Stimmen der Kirchensänger zu lauschen. Doch die Kunstgeschichte und die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten von Kirchenbauten sowie auch Bibelinhalten hob dieses Interesse auf ein ganz anderes Level.

Also fand ich auch in Porto zwei Kirchen, die mich schwer beeindruckt hatten. Die erste fiel mir durch ihre beachtliche Größe und massive Architektur ins Auge – zumindest im Vergleich zu den zierlichen, farbenfrohen Häuschen, die sie umgaben. Es handelt sich hierbei um die barocke Igreja dos Clérigos mit dem zugehörigen Torre dos Clérigos. Das Innenleben ist an Detailreichtum kaum zu überbieten. Die güldene Orgel, rosafarbenen Säulen und die zart ausgearbeiteten Figuren aus Marmor verleihen der Kirche ihre Einzigartigkeit und geben einen schönen Einblick in den Glauben der Portugiesen im 18. Jahrhundert. Für 8 Euro kannst du das kleine aber feine Kirchenmuseum besuchen und auch den Turm hochwanden, von dem du die Stadt im Panorama-Modus sehen kannst. Hier geht’s zu den besten Aussichtspunkten in Porto.

Innenleben der Kirche Igreja dos Clérigos in Porto, Portugal. Auf dem Bild ist der Altar zu sehen, sowie auch  die charakteristischen barocken Säulen und Goldelemente.
Eine kleine Impression aus der Igreja dos Clérigos. Die barocke Pracht beeindruckt mit ihrer symmetrischen Meisterarbeit. Für mich war der portugiesische Charakter hier deutlich spürbar

Gold im Übermaß: In diese Kirche ging ich als nächstes

Die zweite Kirche zog mich mit ihrer mystischen Dunkelheit und der Menge an Gold in ihren Bann. Ich liebe diesen „Gold-in-die-Fresse-Effekt“. Diesen konnte ich hier gut auskosten, denn die Rokoko-Kirche Igreja Do Carmo hat genug davon. Wie mir ein junger Mann, der dort arbeitete, verriet, handelt es sich bei der inneren Gestaltung um Holzarbeiten, die zunächst rot und dann gold gefärbt worden waren. Die wunderbaren Spiralsäulen sollen dabei eine Hommage an die Vatikankirche sein. 

Die Rokoko-Kirche Igreja Do Carmo von innen. Dem Betrachter fällt gleich das viele Gold und die kleinen Detailarbeiten auf. Zwei Besucher haben sich auf die Bänke platziert und fotografieren die sakralen Künste.
Klein, aber fein: Die Igreja Do Carmo von innen. Hier fiel mir auf, dass in den meisten portugiesischen Kirchen, die ich besuchte, im Hintergrund der Gesang eines Kirchenchors läuft.

In der Igreja Do Carmo in Porto finden Besucher auch etwas, das nicht so ganz zum Rest der Kirche passt. Neben der filigran ausgearbeiteten Marmor-Figuren stehen hie und da auch Holzfiguren, die durch den entstehenden Stilbruch etwas vom Rest der Kirche herausragen. Laut dem jungen Mann soll es sich dabei um Holzfiguren aus dem 19. Jahrhundert handeln. Diese sollen dort irgend wann installiert worden sein und später ihre bunten Gewänder bekommen haben. Seinem Gesicht konnte ich entnehmen, dass er diese ebenso ästhetisch fand, wie ich. 

Hier habe ich in Porto gegessen

Zu Mittag aß ich in einem authentischen Restaurant – „Solar Minho de Vento“. Es gab frisch gefangene Sardinen als Vorspeise und Kabeljau als Hauptgang. Sehr klarer Geschmack, tolle Oliven und aromatisches Gemüse. Hier verstand ich, dass ich rote Paprika doch nicht so hasse, wie bisher vermutet. Zufrieden schlenderte ich weiter durch die Straßen in die Richtung des Museu Nacional de Soares dos Reis

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Kunst Reisen

Insel-Schätze: Kunst und Handwerk auf Madeira

Madeira, bekannt für seine atemberaubenden Landschaften und das milde Klima, bietet weit mehr als nur natürliche Schönheit. Die portugiesische Insel beeindruckt mit einer facettenreichen Kunst- und Handwerkstradition, die tief in ihrer Geschichte verwurzelt ist. Zugleich lässt die Tradition Raum für moderne Kreativität. Filigrane Stickereien, bemalte Türen oder zeitgenössische Kunst in Museen – Madeiras kreative Szene spiegelt die Vielseitigkeit der Insel wider.

Madeira-Stickerei als traditionelles Handwerk

Die Madeira-Stickerei steht als Symbol für Tradition und Kunstfertigkeit. Ihre Wurzeln reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück– in die Zeit der ersten Besiedlung Madeiras. Schon damals wurden Haushaltsgegenstände, Kleidung und Kirchen mit den detailreichen, von der Inselnatur inspirierten Motiven verziert. Diese Handwerkskunst wurde zunächst wohl von adeligen Damen ausgeführt. Über die Jahrhunderte entwickelte sie sich dann zu einem „Markenzeichen“ des Atlantikarchipels.

Im 19. Jahrhundert erlangte die Madeira-Stickerei durch den Export nach Großbritannien internationale Anerkennung. Die Stickerei erfordert außerordentliche Präzision und Geschick. Verarbeitet werden Materialien wie Leinen und Seide. Wobei Techniken wie der Richelieu- und Knopflochstich für höchste Qualität sorgen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Von Tischdecken und Bettwäsche über Kleidung bis hin zu exklusiven Designerstücken. Mit rund 1.000 Stickerinnen bleibt dieses Kunsthandwerk ein lebendiger Ausdruck madeirensischer Identität.

Korbflechterei auf Madeira

Auch die Korbflechterei hat ihren festen Platz in der madeirensischen Kultur. Sie hat ihren Ursprung in der Gemeinde Camacha, wo die wasserreichen Böden ideale Bedingungen für den Anbau von Weidenbäumen bieten. Seit 1850 werden Körbe, Möbel und die berühmten Korbschlitten von Monte aus den biegsamen Ästen gefertigt. Während der Export heute kaum noch eine Rolle spielt, bewahren einige Handwerker diese traditionsreiche Technik und halten ein Stück Kulturerbe am Leben.

Korbflechterei © Miguel Moniz

Kunst zwischen Geschichte und Moderne 

Madeira vereint auch in der Kunst Tradition und Innovation. Im Museum für sakrale Kunst in Funchal erzählen flämische Gemälde, vergoldete Skulpturen und liturgische Gewänder von der kulturellen Blütezeit der Insel und ihrer historischen Verbindung zu Flandern. Die Quinta das Cruzes, einst Wohnsitz des Madeira-Entdeckers João Gonçalves Zarco, zeigt Möbel, exotische Holzarbeiten und luso-orientalische Kunstwerke. Ein Höhepunkt sind die detailreichen Krippenfiguren aus dem 18. Jahrhundert.

Museum für sakrale Kunst in Funchal © VisitMadeira

Moderne Kunst hat ebenfalls ihren festen Platz auf der Insel. Das MAMMA – Museum für Moderne Kunst Madeira – und die Casa das Mudas in Calheta präsentieren zeitgenössische Werke, die sich mit Themen wie Natur und Identität auseinandersetzen. Besonders die spektakulär über der Steilküste gelegene Casa das Mudas beeindruckt mit ihrer Architektur und einzigartigen Atmosphäre.

Kunst begegnet einem auf Madeira jedoch nicht nur in Museen. Die bemalten Türen in Funchals Altstadt, gestaltet im Rahmen des Projekts „Portas Pintadas“, haben die Stadt in eine lebendige Open-Air-Galerie verwandelt. Die farbenfrohen Werke verschönern das Stadtbild und verbinden architektonische Tradition mit moderner Kunst.

Ein paar Worte über die Insel des ewigen Frühlings

Die autonome Region Madeira gehört zu Portugal und ist knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt. Sie liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen, malerische Fischerdörfer, Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel.

Aber auch Kulturhungrige oder Strandurlauber kommen etwa in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten. Weitere Informationen zu Madeira: visitmadeira.com


Quelle: Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH

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Abseits des Mainstreams: Madeiras versteckte Schätze

Madeira hat weit mehr zu bieten als die bekannten Sehenswürdigkeiten und Wanderwege. Wer sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt, entdeckt eine Insel voller Überraschungen. Von versteckten Buchten und vulkanischen Höhlen bis hin zu traditionellen Dörfern und kulinarischen Schätzen ist alles dabei. Bei tüll & trüffel findest du die besten Geheimtipps für die atemberaubende Insel Madeira.


Textquelle: Global Communication Experts GmbH
Bildquelle: Praia da Laje © Henrique Seruca

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Reisen

Lazy Days in Portugal: Das tat ich bei Regen

Ich stand vor dem Spiegel und trug mehr Make-Up auf, als die Tage zuvor. Meine Mutter hatte mich nämlich angerufen und mein äußeres Erscheinungsbild kritisiert. Ich würde mich wie ein Tomboy kleiden, meinte sie in ihren eigenen Worten und war ganz und gar nicht glücklich, dass ich mir einen Regen-Poncho geholt habe, der mich in ein undefinierbares Etwas verwandelte. Recht hatte sie irgend wie und wir wissen ja (fast) alle, was so ein bisschen Make-Up mit unserer „inneren Göttin“ machen kann.

Das Dumme ist, dass über A Ver-o-Mar – und anderen Teilen Portugals – den ganzen Tag das fieseste Pisswetter herrschte. Beinahe hätte meine Faulheit gesiegt und ich wäre im Hotel geblieben. Doch es kam anders. Mein erster Versuch aus dem Haus zu gehen, endete erfolgreich am Strand. Ich beobachtete einen Surfer, der auf seinem Brett Dinge machte, die ich mich niemals trauen würde. Die Wellen schienen ihn zu verschlucken und wieder auszuspucken. Später hatte ich das unerwartete Glück, ihn Oberkörperfrei zu sehen, was mich einerseits faszinierte, andererseits aber schnell in die Flucht trieb, weil mich solche Situationen einfach viel zu nervös machen.

Regen in Portugal: Auf dem Strand von A Ver-o-Mar haben sich Möwen und andere Vögel versammelt.
Der Atlantische Ozean in Portugal: Zu sehen ist der Surfer zwar nicht, dafür aber jede Menge Möwen und Enten (?).

Planlos durch den Regen in Portugal

Beim zweiten Versuch, das Hotel zu verlassen, schnappte ich das Fahrrad, mit dem ich wenige Tage zuvor nach Porto gefahren bin, und fuhr planlos durch den Regen. Natürlich zog ich dafür meinen geilen Regenponcho an und schickte meiner Mutter ein Foto davon. Als ich es machte, bekam ich einen heftigen Lachanfall. Ich fühle mich jedes Mal witzig, wenn ich auch nur im Geringsten gegen das Weltbild meiner Mutter rebellierte. Bis heute ist das so und ich kann nichts dagegen tun, auch wenn ich genau weiß, dass ich für diese Art von Gefühlen viel zu alt bin.

Regen in Portugal: Madlen Trefzer lacht in die Kamera mit ihrem Regenponcho über den Kopf gezogen.
Mein Regenponcho und ich – ein einmaliges Team. Muttern ist da fehl am Platz.

Lachend fuhr ich weiter durch den Regen. Mein Ziel war ein Objekt in Póvoa de Varzim, das ich am Tag zuvor aus der Ferne gesehen hatte. Ich konnte mir ausmalen, was es war, doch ich wollte es genau wissen. Als ich an jenem Ort ankam, bewahrheiteten sich meine Vermutungen. Es war eine Aussichtsplattform auf einem Felsen. Doch da der Ozean stürmisch war, war auch der Zutritt zu der Plattform überschwemmt. Angst davor, nass zu werden, hatte ich nicht – der Regen hatte bereits dafür gesorgt.

Die Atlantik zog mich wieder in ihren Bann

So stand ich also starr im Regen und am Strand, das Augenmerk auf die hölzerne Plattform auf dem Felsen gerichtet, die von stürmischen Salzwasser-Explosionen umringt war. Es war wie der beste Film, den ich seit Langem gesehen hatte. Die Macht der Wellen ist vor allem während der Winterzeit in Portugal so ausschlaggebend. Davon hatte man mit schon einige Male erzählt, aber das mit eigenen Augen zu sehen, ist mit nichts zu vergleichen. 

Regen in Portugal: Auf einem Felsen steht eine hölzerne Aussichtsplattform. Der Himmel sieht bedrohlich grau aus, gleichzeitig sind aber Sonnenstrahlen zu sehen. Eine riesige Welle explodiert förmlich in unmittelbarer Nähe der Plattform. Das Foto wurde am Strand aufgenommen von Póvoa de Varzim.
Jetzt schau sich einer diese Macht der Wellen an. Ich werde ihren Duft, ihren Klang und ihre Kraft niemals vergessen.

Der Atlantische Ozean zog mich also in seinen Bann und ließ gar nicht mehr los. Besessen von dem Gedanken, auf die kleine Plattform zu klettern, um den meterhohen Wellen noch näher zu sein, stand ich da und sah, dass dieses Vorhaben auch durchaus gefährlich werden könnte.

Portugal: Das Unvorhersehbare des Ozeans

Es war die Macht der Wellen, die genau vor der Treppe zum Felsen aufeinander schlug, die mir Sorgen bereitete. Dies geschah offenbar regelmäßig, denn die ersten drei steinernen Treppen waren von der Kraft des Salzwassers bereits gänzlich abgetragen. Lange wartete ich auf einen Moment, in dem die stürmischen Wellen abklangen, doch er kam nicht. Viel eher wurden sie größer, je später es wurde. 

Als ich mich dennoch näherte passierte es plötzlich: Die Wellen deckten mich kniehoch in ihr kaltes nass ein. Angenehm. War aber nicht das erste Mal, dass ich das Unvorhersehbare des Ozeans in Portugal unterschätzte. Ich gestehe, ich traute mich letztlich nicht auf den Felsen. Stattdessen fuhr ich weiter durch den Regen und landete an diesem tollen Ort in Póvoa de Varzim.


Transparenzhinweis: Diese Geschichte fand Ende November/ Anfang Dezember 2023 statt und wurde auch da verfasst.

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Kunst Reisen

Lissabon: Europas Street-Art-Hotspot

Lissabon ist nicht nur für seine Azulejos, gelbe Straßenbahnen, architektonischen Wahrzeichen, und spektakulären Aussichten bekannt. Auch die besondere und international bekannte Straßenkunst (oder eben Street Art) Lissabons verleiht der portugiesischen Hauptstadt ihren besonderen Flair. Überall in den Gassen der Tejo-Metropole sind die außergewöhnlichen und facettenreichen Kunstwerke zu finden. Selbst die Lissabonner Metrostationen zieren einmalige Wandmalereien.

Street Art in der Lissabonner Metro

Seit der Einführung der Lissabonner Metro im Jahr 1959 verliehen namhafte Künstler jeder Lissabonner Metro-Station ihre einzigartige Gestaltung. So verwandelten elf internationale Künstler – im Rahmen der Expo 1998 – die eigens für die Weltausstellung errichtete Haltestelle „Oriente“ in eine Kunsthalle.

Die Station „Laranjeiras“ (Orangenbäume) verzierte der portugiesische Künstler Rolando Sá Nogueira gänzlich im Sinne des Stationsnamens. Beim Bahnhof „Jardim Zoológico“ dominiert als Motiv die tropische Flora und Fauna. Jeder U-Bahn-Stopp ist jeweils einem individuellen Thema gewidmet, was dem Lissabonner Untergrund seinen ganz eigenen Charme verleiht.

Street Art in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon
©Turismo de Lisboa

Straßenkünstler Vhils und Pixel Pancho

Namhafte Künstler verewigten sich auch auf diversen Schiffsanlegern, Mauern, Hausfassaden oder Müllcontainern. Dadurch machten sie Lissabon zu einem der wichtigsten Orte der Street Art. Und das europaweit. Insbesondere die Werke Alexandre Fartos aka Vhils und Pixel Panchos erfreuen sich weltweiter Bekanntheit.

Vhils arbeitet mit Hammer und Meißel. Mit diesen Werkzeugen lässt er auf Fassaden überdimensionale Portraits entstehen. Pixel Pancho hingegen reichert sie mit seiner Graffiti-Kunst an. So etwa schmückt das alte Zollamtgebäude im Garten „Jardim do Tabaco“ ein beeindruckendes Bildnis der beiden Künstler.

Interessierte können bei verschiedenen Touren tiefer in die populäre Lissabonner Street-Art eintauchen und dabei natürlich auch jede Menge Hintergrundinformationen zu Kunst und Künstlern erhalten.


Quelle: presseportal.de Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH

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Entdecke Madeiras faszinierende Naturpools

Madeira ist nicht nur für malerische Landschaften und eine üppige Natur bekannt, sondern auch für die faszinierenden Naturpools. Vor Jahrtausenden floss bei einem Vulkanausbruch auf Madeira Lava ins Meer und erkaltete – heute können Besucher inmitten der dadurch entstandenen Felsformationen im Meerwasser schwimmen.

Baden inmitten von Vulkangestein: Das sind Madeiras Naturpools ©Henrique Seruca

Die portugiesische Insel beherbergt vier solcher natürlichen Salzwasserbecken aus Vulkangestein. Beeindruckende Vulkanfelsen rahmen die Becken ein und trennen sie vom Atlantischen Ozean. Trotz ihrer massiven Erscheinung sind die Felsen durchlässig genug, um den natürlichen Austausch von Meerwasser durch Wellen und Gezeiten zu ermöglichen, und tragen so zur Frische und Reinheit der Naturpools bei. Jeder der vier Naturpools auf Madeira hat seine eigenen Besonderheiten, doch sie alle versprechen ein einmaliges Badeerlebnis mit atemberaubender Aussicht auf den Atlantik und die umliegende Landschaft.

©JoanaCarvalho

Naturpools Porto Moniz und Cachalote auf Madeira

Die Naturpools von Porto Moniz sind am bekanntesten. Der weitläufige Schwimmbereich von 3.800 Quadratmetern und die große Sonnenterrasse bieten den Badegästen hervorragende Voraussetzungen für einen entspannten Badetag. Die hervorragende Infrastruktur, darunter Umkleideräume, eine Bar, ein Erste-Hilfe-Posten, ein Parkplatz und ein barrierefreier Zugang, tragen zum Komfort der Gäste bei. Darüber hinaus verfügt die Anlage über ein Kinderbecken und einen Spielplatz.

Naturpool Poniz aud der portugiesischen Insel Madeira
Naturpool Porto Moniz auf Madeira ©LuciaBarros

Unweit von Porto Moniz liegen die Naturpools Cachalote, die vor allem durch ihre Unberührtheit bestechen. Mit ihrer natürlichen Umgebung laden sie die Badegäste ein, die Schönheit des Atlantiks hautnah zu erfahren und gelten als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.

Auch interessant: Entdecke die historische Ingeneurskunst der Levadas auf Madeira.

Die einzigartische Schönheit der Natur

Die Naturpools Poças das Lesmas in der Gemeinde Seixal zeichnen sich durch ihre Ruhe und Abgeschiedenheit aus. Die liebevoll restaurierten Becken und ihre Umgebung wurden behutsam gestaltet, um die einzigartige Naturschönheit dieses Ortes zu bewahren. Ein Besuch der Naturpools lässt sich gut mit einer Erkundungstour der vielfältigen und atemberaubenden Region rund um Seixal verbinden.

Naturpool Seixal auf Madeira
Naturpool Seixal auf Madeira ©Carlos Gouvia

Die Naturpools Doca do Cavacas, auch Poças do Gomes genannt, befinden sich auf der Südseite der Insel. Auch in Funchal, der Hauptstadt der Insel, haben sich durch vulkanische Aktivitäten Salzwasserbecken an der Küste gebildet. Von hier aus haben Badegäste nicht nur direkten Zugang zum Meer, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf das höchste Kap Europas, das Cabo Girão, sowie den Strand Praia Formosa. Entdecke hier auch die schönsten Wasserfälle auf der Insel Madeira.


Quelle: Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH

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