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Kunst & Architektur

Barock: Wie du die prunkvolle Epoche sofort erkennst

Üppige Gemälde, güldene Altäre und theatralische Schnörkel-Elemente – der Barock macht keine halben Sachen. Wer einmal weiß, worauf er achten muss, wird diese opulente Stilrichtung überall entdecken: in Kirchen, Schlössern, auf Gemälden und in der Musik.

Der Trevibrunnen (italienisch Fontana di Trevi) ist ein Monumentalbrunnen auf der Piazza di Trevi vor dem Palazzo Poli in Rom. Er wurde in den Jahren 1732–1762 vom Architekten Nicola Salvi für Papst Clemens XII. geschaffen und gilt als Meisterwerk des Barock.
Der Trevibrunnen auf der Piazza di Trevi in Rom. Er wurde in den Jahren 1732–1762 vom Architekten Nicola Salvi für Papst Clemens XII. geschaffen. Foto von Mike Hsieh auf Unsplash

Was ist Barock?

Der Barock ist eine Kunstepoche, die etwa zwischen 1600 und 1750 in Europa vorherrschte. Sie entstand im Anschluss an die Renaissance und wurde vor allem von der katholischen Kirche als Antwort auf die Reformation gefördert. Ziel war es, durch prunkvolle, emotionale Kunst, Gläubige zu beeindrucken und zu inspirieren. Das Wort „Barock“ stammt vermutlich vom portugiesischen barroco – eine unregelmäßig geformte Perle – und war zunächst abwertend gemeint.

Foto von Mohadese Rezaei auf Unsplash

Checkliste: So erkennst du die Stilrichtung auf den ersten Blick

  1. Dramatik und Bewegung: In der Malerei wie in der Architektur ist nichts statisch. Figuren sind in Bewegung, Emotionen stark, Licht und Schatten wechseln sich in dramatischen Kontrasten ab.
  2. Prunk und Pracht: Goldverzierte Altäre, aufwendig geschwungene Formen, üppige Deckenmalereien… Barock ist niemals schlicht. Er will beeindrucken.
  3. Zentrale Perspektive: In vielen barocken Werken wird der Blick des Betrachters in die Tiefe gezogen, oft auf einen göttlichen Mittelpunkt hin.
  4. Theatralik: Barock liebt das Spektakel – ob auf der Bühne, im Kirchenraum oder im Schlossgarten. Alles ist inszeniert.
  5. Vergänglichkeit und Ewigkeit: Häufige Themen sind Tod, Erlösung, die Macht Gottes; aber auch weltlicher Reichtum und die Eitelkeit des Lebens (Vanitas-Motive).
Foto von Antonio Sessa auf Unsplash

Wichtige Stationen des Barock

  • 1600: Beginn der Epoche in Italien, vor allem durch Maler wie Caravaggio (berühmt für sein dramatisches Licht).
  • 1610–1680: Hochbarock mit Künstlern wie Gian Lorenzo Bernini (Architekt des Petersplatzes in Rom) und Peter Paul Rubens, dem belgischen Maler voller Bewegung und Sinnlichkeit. Hier kannst du Rubens‘ Venus sehen. Für mich ist sie die Verkörperung einer barocken Schönheit.
  • 1700–1750: Spätbarock, in Deutschland auch als Rokoko bekannt – hier wird alles noch verspielter und dekorativer, etwa im Schloss Sanssouci in Potsdam.
  • In der Musik: Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel oder Antonio Vivaldi prägen das barocke Klangbild. Meine Musiker erzählen mir gerne, dass sie Barock lieben, weil er sich so schön interpretieren ließe, etwa im Gegensatz zu Romantik. Wie genau sie das meinen, verraten sie mir jedoch nie.
Mein persönlicher Favorit: Caravaggios Judith

Barock erleben: Wo du die Spuren der Epoche sehen kannst


Quellen:

  • Deutsche Digitale Bibliothek / Themenportal Barock
  • Museum Barberini Potsdam – Einführung zur Barockkunst
  • Wikipedia (de/en) – Artikel „Barock“ + Einzelbiografien (Rubens, Caravaggio etc.)

Titelbild von RUT MIIT auf Unsplash

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