Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Hätte ich mich vor meiner Reise nach Teneriffa über die Wetterverhältnisse im April informiert, wüsste ich wahrscheinlich, dass es durchaus kalt, windig, regnerisch und dann wieder heiß und sonnig werden kann. Die Sonne empfand ich als relativ aggressiv. Nach meinem ersten Sonnenbad auf dem „verbotenen Strand“ hatte ich recht heftige Rötungen im Gesicht. So gut wie alle Touris, die dort rumlaufen, waren feuerrot. An meinem ersten Tag in Puerto de la Cruz hingegen fror ich mir regelrecht den Allerwertesten ab. Wer also im April reist, sollte das gesamte Klamottenspektrum einpacken und sich auf wildes „ADHS-Wetter“ gefasst machen.

Strandurlaub auf Teneriffa? Fehlanzeige.
Dass der Playa Jardin wegen Abwasserproblemen geschlossen hat, wusste ich zuvor schon. Doch dass es auch so gut wie der einzige Strand der Stadt ist, war eine kleine Überraschung für mich. Wer sich also einen klassischen Strandurlaub herbeisehnt, ist auf Teneriffa wahrscheinlich nicht so ganz richtig. Mir persönlich machte hier das Wandern und Entdecken mehr Spaß. Nun ja. Was heißt hier „einziger Strand“? Immerhin gibt es einige Badestellen, es gibt natürlich auch den „verbotenen Strand“, der zu dem Zeitpunkt, wie ihr es sicherlich schon ahnen könnt, nicht betreten werden durfte.
Eine Möglichkeit besteht auch, direkt am Hafen zu baden. Doch auch wenn da so gut wie gar kein Verkehr stattfindet, finde ich sowas immer ein bisschen zu arg. Der Rest der Küste, zumindest all das, was ich dort sah, besteht aus Riffs (??) Baden praktisch unmöglich. Zumal der Atlantische Ozean ja ohnehin etwas schroffer ist als andere Gewässer. Was mir aber nichts ausmachte, weil ich dort sowieso genug zu tun hatte.

Die Natur auf der Kanarischen Insel Teneriffa
Definitiv nicht vorbereitet war ich auf die Vielfalt der Natur. Die hat mich komplett von den Socken gehauen. Das Gelände selbst verändert sich gefühlt alle 25 Kilometer. Mal ist es Steppe, mal ist es eine Hügellandschaft, mal sind es spitze Berge, mal dichter Wald. Und hoch oben in der Nähe des Vulkans Teide, ist es kahl, vulkanig, riecht hier und da etwas verbrannt. Es war wunderschön und ich komme wieder.
Hier geht’s zu meinen anderen Teneriffa-Abenteuern:
- Teneriffa: Einfach planlos durch die Gegend ziehen
- Reisen ohne Internet: So war’s auf Teneriffa
- Herrschaft des Ozeans
- Ein kleiner Tod: Der Abschied von Teneriffa
Titelbild von David Dvořáček auf Unsplash