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Van Huong: Ein Spaziergang durch Vietnams Geisterstadt

Auf der Halbinsel Van Hương angekommen, merkte ich gleich die Stille, die dort herrschte. Mein Plan war es eigentlich im Meer zu baden und faul am Strand zu liegen, aber ich entschied mich dazu, die Halbinsel, die größer war als vermutet, zu Fuß zu erkunden.

Dort begegnete ich nur sehr wenigen Menschen. Es war der wahrscheinlich friedlichste Ort, an dem ich seit Langem war. Doch ich verstand nicht ganz, was auf Van Huong abging. Einerseits hatte ich den Eindruck, dass die Insel mitten in der Bebauungsphase sei, damit dort eines Tages ein touristisches Zentrum entsteht. Andererseits sahen viele Häuser und einige Baustellen verlassen aus, ohne jemals belebt gewesen zu sein. Das eine oder andere Luxushotel war zwar in Betrieb – außer als ein paar Bauarbeitern und Snackverkäufern bin ich jedoch nicht begegnet.

Fischerboote im stillen Wasser.
So ruhig hier… Sogar des Meeres Wellen scheinen zu schlummern.

Diese Menschenleere führte dazu, dass ich den wenigen Anwesenden noch mehr auffiel, als in den sonstigen nicht-touristischen Gegenden Haiphongs. Ich kann nicht sagen, dass mir das Gefühl besonders gefiel. Aber die Vietnamesen begegneten mir zu jedem Zeitpunkt meiner Reise mit vollem Respekt, Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit. Viets, wenn ihr mich lest: ich liebe euch und eure Kultur.

Ein Blick auf die Karte. Fest stand, dass ganz in meiner Nähe wohl eine künstliche Insel in der Form einer Blume entstand. „Nichts wie hin“, dachte ich mir und betrat den trockenen, staubigen Weg, der mich dort hin führen sollte. Keine Menschenseele weit und Breit. Nur Sonne, Palmen, die staubige Straße und ich. Die Entfernung habe ich wie so oft unterschätzt und ging lang und stur zu meinem Ziel. Bald würde ich es erreichen, oder?

Vietnam: Allein (?) auf der Halbinsel Van Huong

Felder und künstliche Seen, ein paar quakende Enten, in der Ferne ein vielgeschossiges Hotel mit eigenem Strand. Ich ging weiter, genoss dabei die Sonne auf meiner Haut. Ein Lkw mit Schotter kam mir entgegen. Schnurgerade blickte ich daran vorbei und tat so, als wäre ich gar nicht da. Plötzlich hupt der Fahrer. In mir zieht sich alles zusammen. Er zeigt mir Handgesten, dass es da nicht weitergeht. Erzwingen wollte ich es nicht und ging brav zurück in Richtung Ghost-town.

Nachdem ich meine große Runde gedreht, mich in einem verlassenen Hotel umgesehen habe und bis zur vordersten Spitze der Halbinsel gegangen war, hatte ich Hunger und wollte wieder unter Menschen sein. Ein Taxifahrer fuhr mich zurück in die Innenstadt von Haiphong.

Auch spannend: Mitten in der Ha Long Bay kommen mir die Tränen.


Was ist los auf der Halbinsel Van Huong?

Die Halbinsel Van Huong liegt im Stadtbezirk Do Son, etwa 20 Kilometer südlich des Zentrums von Haiphong, der drittgrößten Stadt Vietnams, die ich vollumfassend erkunden konnte. Einst galt Do Son als beliebter Erholungsort für französische Kolonialbeamte, später als Treffpunkt der vietnamesischen Elite. Heute jedoch scheint vieles auf der Halbinsel im Dornröschenschlaf zu liegen.

Einfach unfassbar, diese Architektur.

Van Huong: Großprojekte mit ungewisser Zukunft

Eines der größten Vorhaben ist die künstliche Insel Hoa Phuong Island. Das Projekt wurde erstmals 2003 angekündigt. Geplant war ein luxuriöses Tourismuszentrum mit Villensiedlungen, 5‑Sterne-Hotels, Yachthafen, Einkaufszentren und künstlichen Seen – teilweise in Form einer Blume (Hoa Phuong bedeutet Flamboyant, die Stadtblume von Haiphong).

Der Bauträger war das Unternehmen Glexhomes, das zur Gleximco Group gehört, einem mächtigen vietnamesischen Mischkonzern unter Leitung von Vũ Văn Tiền, einem der reichsten Männer des Landes. Die Bauarbeiten begannen Anfang der 2000er, kamen jedoch nie über erste Aufschüttungen und einige Rohbauten hinaus. Immer wieder wurden neue Etappen angekündigt – zuletzt 2021. Dennoch bleibt das Gelände bis heute weitgehend leer.

Die Geisterstadt von Do Son

Wer sich auf der Halbinsel umsieht, entdeckt halbfertige Gebäude, verlassene Zufahrtsstraßen und leerstehende Baucontainer. Teilweise scheint das Projekt komplett eingestellt – offizielle Stellungnahmen dazu gibt es kaum. Auch das benachbarte Projekt Hon Dầu Resort, das ursprünglich botanische Gärten, Themenparks und Konferenzzentren vorsah, entwickelt sich nur schleppend. Einzelne Bereiche – wie ein künstlicher Strand oder kleinere Resorts – sind bereits in Betrieb. Der Rest wirkt wie aus der Zeit gefallen.

Auf der Halbinsel Van Huong: Luxushotel in Betrieb
Dieses Resort schien mir in Betrieb zu sein.

Eine Halbinsel im Schwebezustand

Laut Plänen der Stadt Haiphong soll Do Son als Küstenstadt mittelfristig wieder touristisch belebt werden. Dazu gehören:

  • ein Fokus auf Vier-Jahreszeiten-Tourismus (Konferenzen, Wellness, Sport),
  • der Ausbau des internationalen Fährhafens in Lạch Huyen,
  • und langfristig der Anschluss an die großen Investitionen im nördlichen Wirtschaftsraum.

Doch die fehlende Investitionssicherheit und veränderte geopolitische Prioritäten scheinen diese Entwicklungen zu bremsen. Einige Flächen sind zudem ökologisch sensibel – der Sandaufschüttung für künstliche Inseln steht oft Widerstand von Umweltorganisationen entgegen.

Van Huong ist also ein Ort voller Widersprüche. Die Visionen von Luxustourismus und wirtschaftlichem Aufschwung stehen leerstehenden Hotelruinen und verlassenen Bauprojekten gegenüber. Während Haiphong rasant wächst, bleibt die Halbinsel in einer Art Warteschleife. Doch genau das macht sie in meinen Augen zu einem verwunschenen Ort, den man unbedingt gesehen haben sollte, wenn man im schillernden Haiphong unterwegs ist. Diese Atmosphäre, der (nicht ganz fertiggestellte) Prunk und die verdächtige Ruhe machen das Erlebnis unvergesslich.


Der Fakten-Teil dieses Beitrags wurde mithilfe von ChatGPT übersetzt und recherchiert. Auf diese Quellen wurde dabei Bezug genommen:

  1. Vietnam Investment Review, „Glexhomes launches Hoa Phuong Island tourism complex“
  2. Vietnam Tonkin Travel, „Hon Dau – A new significant attraction in Haiphong City“
  3. Haiphong.gov.vn (EN) Haiphong develops four-season tourism
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Kunst

War Henri Matisse für die Kunst bestimmt?

Der Maler Henri Matisse, geboren am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis im Nordosten Frankreichs, war eigentlich für eine andere Karriere bestimmt. Wie er selbst sagte, sollte er als „Sohn eines Samenhändlers“ im Geschäft seines Vaters nachfolgen.

Henri Matisse: Vase d'anémones, 1946 auf der Art Basel 2024
Henri Matisse: Vase d’anémones (1946) – eines seiner Werke, die ich erst neulich sehen durfte. Dieses fand ich auf der Art Basel 2024.

Henri Matisse: Der lange Weg zu seiner Kunst

Matisse war kein Wunderkind wie Pablo Picasso; statt dessen entwickelte er seine Kunst langsam und kontinuierlich aus seiner Begeisterung für Farbe, Licht und Raum. Seine Eltern Emile Matisse und Héloïse Matisse (geb. Gérard) betrieben ein Lebensmittelgeschäft in Bohain mit angeschlossenen Samen- und Farbenabteilungen.

Ursprünglich absolvierte Matisse humanistische Studien am Henri-Martin-Gymnasium in Saint-Quentin (1882-1887). Es folgte ein zweijähriges Jurastudium in Paris. An wen erinnert uns das nur? Im Jahr 1889 wurde er Anwaltsgehilfe in Saint-Quentin.

Porträt des französischen Künstlers Henri Matisse; schwarz weiß
Henri Matisse, Ende der 1940er Jahre in Frankreich. Copyright: IMAGO/teutopress

Geschenk der Mutter entfacht Henris Leidenschaft

Einen entscheidenden Wendepunkt stellte eine lange Krankheitsphase dar, während der ihm seine Mutter einen Malkasten schenkte, um ihn aufzumuntern. Dieses Geschenk entfachte sein Interesse an der Malerei weiter. Denn es stellte sich heraus: Er hatte bereits zuvor Zeichenkurse besucht.

Nachdem er sich endgültig für die Malerei entschieden hatte, kehrte er spätestens Anfang 1891 nach Paris zurück, um sich auf der Académie Julian zu lernen. Trotz einer ersten gescheiterten Aufnahmeprüfung an der Ecole des Beaux-Arts, ließ Matisse sich nicht entmutigen. Schließlich wurde er im März 1895 offiziell als Schüler des symbolistischen Malers Gustave Moreau an der Kunstschule akzeptiert.

„Ich bemühe mich darum, eine Kunst zu schaffen, die für jeden Beschauer verständlich ist.“

Henri Matisse

Einflüsse: Die Entwicklung seines eigenen Malstils

Henri Matisse entdeckte den Impressionismus durch seinen Nachbarn und Kollegen Emile Wéry. Diese Entdeckung führte zu einer leidenschaftlichen Begeisterung für die Farben des Regenbogens, die Matisse etwa in seinem Werk „Servierter Tisch“ zum Einsatz brachte. Es ist ein von Camille Pissarro beeinflusster, maßvoller Impressionismus, der die Hinkehr zur reinen Farbe ahnen lässt.

Das wachsende Interesse von Matisse für diese Richtung der Malerei muss Gustave Moreau mit seiner symbolistischen Auffassung geärgert haben. Die Achtung des Lehrers für den Schüler erlitt dadurch dennoch keinen Bruch, da Interieurs, Porträts, Stillleben und Landschaften weiterhin dem System der Valeurs1 unterworfen blieben. Im Jahre 1897 verteidigte Moreau sogar den „Servierten Tisch“, der im „Salon de la Nationale“ ausgestellt wurde, gegen Kritiker.

Henri Matisse: Servierter Tisch
Henri Matisse: Der Servierte Tisch (1897), Öl auf Leinwand; Copyright: Volkmar Essers – Matisse (Taschen Verlag, 1986)

Henri Matisse: Eine neue Ära der Farben und Darstellungen

Matisse heiratete Amélie-Noémie-Alexandrine Parayre. Sie hatten eine Tochter, Marguerite, und zwei Söhne, Jean und Pierre. Im Jahr 1898 verließ Matisse die Ecole des Beaux-Arts. Dann fuhr er nach Korsika, wo er den Frühling und Sommer in Ajaccio verbrachte. Dort wurde seine Begeisterung für den Süden geweckt. Landschaftsbilder, Stillleben und Interieurs entstanden in zumeist kleinem Format. Das Licht des Mittelmeers hellte die Farbskala immer mehr auf.

Entdecke hier ein paar Impressionen aus der Matisse-Ausstellung in der Fondation Beyeler

Paul Cézanne übte zwischen 1900 und 1904 einen entscheidenden Einfluss auf Matisses Werk aus, wie etwa der Männliche Akt „Der Knecht“ zeigt. Männliche Aktbilder gibt es bei Matisse nur in der kurzen Periode von 1899 bis 1903, die mit der Phase seiner intensiven Cézanne-Begeisterung zusammenfällt. Über die Art, das Motiv zu behandeln, notierte er: „Ich betone seinen Charakter und scheue nicht das Risiko, den Charme dranzugeben, um eine größere Standfestigkeit zu erzielen.“

Henri Matisse, Männlicher Akt: Der „Knecht“ (1900), Öl auf Leinwand. Copyright: Volkmar Essers – Matisse (Taschen Verlag, 1986)

Was bei Bildern wie dem „Männlichen Akt“ an Cézanne erinnert, ist die Darstellungsart. Matisse wählte keine Ruhestellung, sondern eine Körperhaltung voll Spannung. Die gespreizte Stellung der Beine gewährt den festen Stand, von dem er sprach. Die Eleganz weicht der Konstruktion mit Farbflächen. Die Ebenen stoßen hart aneinander.


Quelle: Volkmar Essers – Matisse (Taschen Verlag, 1986)

  1. Das System der Valeurs (oder deutsch: Wertesystem) der Literatur und Kunst ist ein System der geistigen und künstlerischen Werte, die sich in literarischen und künstlerischen Werken kristallisiert haben und der Seele, dem Intellekt und der Persönlichkeit dienen. Das Wertesystem der Literatur und Kunst besteht aus zehn Werten, darunter Widerspiegeln der Tatsachen, Kreativität, Menschlichkeit, Nation usw. Mehr dazu liest du hier↩︎
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Reisen

Vietnams schwebende Dörfer: Ha Long Bay

Dass ich hier heute lande, hätte ich nicht gedacht: ich sitze gerade auf einem schwimmenden Dorf in der Ha Long Bay und trinke das beste warme Bier meines Lebens. Mich begleitet ein französisches Paar. Beide sind – danke Gott dafür – sehr reserviert, aber freundlich und aufgeschlossen. Wir sehen unserem Captain gerade zu, wie er versucht mittels einer einzelnen Nylonschnur Fische aus dem Meer zu fangen. Die Sonne scheint auf uns herab und wir werden von hunderten, wenn nicht tausenden steinernen Inseln umgeben.

Ohne Eile trinken wir aus. Der Franzose lädt mich freundlicherweise sogar ein. Unser Schiff wartet schon auf uns, nun holt der Captain seine Zigaretten raus und raucht. Eben zeigte uns der Betreiber des Cafés auf einem der schwimmenden Grundstücke, wie er fischt. Riesige Karpfen fing der Mann heute bereits, die er uns stolz präsentierte.

Weiter geht’s. Während unserer Fahrt durch die Inseln weinte ich. Ich fragte mich andauernd, wie man nur so gesegneter und glücklicher Mensch sei kann, wie ich. Dass ich diese Schönheit der Natur mit meinen eigenen Augen sehen darf, das berührt mich bis in die Mitochondrien.

Ha Long Bay: Zwischen schwimmenden Dörfern und Kalkstein

Kaum ein Ort in Südostasien vereint so viel landschaftliche Poesie mit kultureller Tiefe wie die Ha Long Bay im Norden Vietnams. Mit über 1.600 Kalksteininseln, die wie Skulpturen aus dem smaragdgrünen Wasser ragen, ist sie nicht nur eines der meistfotografierten Naturwunder Asiens, sondern auch ein UNESCO-Weltnaturerbe – und das bereits seit 1994.

Schiffchen fährt durch die Ha Long Bay

„Ha Long“ bedeutet übersetzt „Bucht des herabsteigenden Drachen“. (Witzig, dass ich das jetzt gerade selbst erfahre, mir aber auf der Insel Cat Ba, zu der die Ha Long Bay gehört, einen Drachen habe tätowieren lassen.) Der Legende nach sandten die Götter eine Drachenmutter mit ihren Jungen auf die Erde, um das vietnamesische Volk vor Invasoren1 zu schützen. Die Drachen spuckten Juwelen und Jade2, die sich in Inseln verwandelten und eine natürliche Barriere gegen Feinde bildeten. Als der Frieden gewahrt war, blieben Mutter und Kinder – und legten sich zur Ruhe in den Gewässern der heutigen Bucht.

Geologische Meisterleistung

Die Ha Long Bay ist das Ergebnis von über 500 Millionen Jahren tektonischer und klimatischer Prozesse. Die bizarren Kalkfelsen und Karstformationen entstanden durch Erosion, Verwitterung und den Einfluss des tropischen Meeresklimas. Dort findet man auch Höhlen. Die Hang Sửng Sốt (Surprise Cave) oder die Đầu Gỗ Cave zählen zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen der Region – voller Tropfsteine, die wie eingefrorene Wasserfälle wirken. Die sehe ich mir dann beim nächsten Mal an.

In der Bucht finden wir mehrere schwimmende Dörfer, darunter Cửa Vạn oder Vung Viêng. Die Menschen hier leben traditionell vom Fischfang und der Austernzucht, viele Familien bewohnen seit Generationen Hausboote. Der Zugang zu Bildung, Strom und Trinkwasser war lange Zeit prekär. Inzwischen werden jedoch mobile Schulen, Solaranlagen und staatliche Programme zur nachhaltigen Entwicklung eingesetzt. Dennoch droht vielen Dörfern die Umsiedlung, teils aus Umwelt-, teils aus Tourismusgründen.

Tourismus: Chance und Herausforderung

Ha Long Bay zieht jährlich rund 14 Millionen Besucher an – davon etwa die Hälfte internationale Reisende wie meine Wenigkeit. Während luxuriöse Kreuzfahrten mit Kajakausflügen, Seafood-Dinnern und Sonnenuntergang an Deck die romantische Vorstellung vom Leben auf See bedienen, kämpfen die Behörden gleichzeitig mit den Folgen des Massentourismus: Müll im Wasser, Lärm, Korallensterben. Um dem entgegenzuwirken, hat die Provinz Quảng Ninh strenge Regulierungen eingeführt. Nur lizensierte Boote dürfen in bestimmten Zonen verkehren, Einwegplastik ist auf vielen Schiffen verboten, und der Zugang zu besonders sensiblen Höhlen wird stark kontrolliert.

Gleichzeitig mehren sich die Initiativen für sanfteren Tourismus. Einige Anbieter setzen auf Zero-Waste-Konzepte, Bildungsangebote zu Ökosystemen oder die Integration lokaler Fischer in geführte Programme. Auch Ha Longs Status als UNESCO-Erbe zwingt zum Handeln: 2019 drohte die Aberkennung des Titels, sollte die Bucht nicht besser geschützt werden. Seither ist die Umweltpolitik deutlich sichtbarer geworden.

Ha Long Bay ist überwältigend schön. Einfach Gänsehaut. Aber sie ist weit mehr als ein Postkartenmotiv. Sie ist ein lebendiges Naturwunder, kulturelles Symbol und ökologisches Mahnmal zugleich. Wer sie bereist, sollte wissen, dass er Teil eines fragilen Systems wird – und entsprechend respektvoll handeln. Denn die Zukunft dieses ruhenden Drachen liegt nicht in alten Mythen, sondern in heutigen Entscheidungen.


  1. Invasoren sind Eindringlinge, meist in einem militärischen oder feindlichen Zusammenhang. Der Begriff bezeichnet Gruppen oder Staaten, die gewaltsam in ein fremdes Gebiet eindringen, um es zu besetzen oder zu erobern. ↩︎
  2. Jade ist ein Sammelbegriff für zwei verschiedene, aber ähnlich aussehende Mineralien: Nephrit und Jadeit. Beide gelten als wertvolle Schmuck- und Heilsteine.
    Jadeit ist seltener und härter, oft intensiv grün, aber auch in Lavendel, Weiß, Gelb oder Rosa zu finden. Nephrit ist meist grünlich oder weißlich und etwas weicher.
    Jade wird seit Jahrtausenden besonders in China, Mittelamerika und Neuseeland als kulturell bedeutsamer Stein verwendet – für Schmuck, Werkzeuge, Statuetten oder Rituale. Sie steht symbolisch oft für Reinheit, Weisheit und Harmonie. ↩︎

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