Vom 5. bis 8. Februar 2026 findet die art karlsruhe mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern statt. Und avecMadlen ist mit dabei! Juhu. Hier geht’s zum Rückblick auf die vergangene Karlsruher Kunstmesse.
Die Messe richtet ihren kuratorischen Blick auf aktuelle Entwicklungen des Kunstmarkts. Ein zentrales Thema ist der Dialog zwischen historischer und zeitgenössischer Kunst. Von Ernst Ludwig Kirchner bis Mary-Audrey Ramirez, von Joan Miró bis hin zu einer interaktiven KI-Installation spannt die Messe einen Bogen über 125 Jahre Kunstgeschichte und versteht sich als offenes Forum für Austausch und Entdeckungen.

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Neben langjährig vertretenen Galerien sind auch neue Teilnehmer und Rückkehrer vertreten. Gleichzeitig wächst das Interesse internationaler Galerien weiter. Für den Beirat der art karlsruhe ist das ein Zeichen dafür, dass die Messe für Galerien, Publikum und Markt gleichermaßen relevant bleibt.
art karlsruhe: Offizieller Start mit prominenten Gästen
Der offizielle Auftakt ist das art:opening am 5. Februar um 14:30 Uhr in Halle 3. Staatssekretär Arne Braun, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Messegeschäftsführerin Britta Wirtz sowie das Leitungsteam der art karlsruhe, Olga Blaß und Kristian Jarmuschek werden anwesend sein.
Im Mittelpunkt steht die Verleihung des art karlsruhe Preises, der vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe vergeben wird. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis zeichnet die überzeugendste one:artist Show aus. Alle one:artist-Präsentationen der Messe sind automatisch nominiert. Das ausgewählte Werk wird vom Kunstmuseum Karlsruhe (ehemals Städtische Galerie Karlsruhe) angekauft.
Skulptur als prägendes Element
Seit ihren Anfängen spielt die Skulptur eine zentrale Rolle auf der Kunstmesse. Auch 2026 bleibt sie ihr charakteristisches Medium. In den Hallen 1, 2 und 4 sind insgesamt 18 großzügige Skulpturenplätze eingerichtet, die Raum für unterschiedliche Materialien und Ausdrucksformen bieten. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Skulpturenspots in den Messeumläufen.

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Kunst sammeln: Zugänge und Einstiegsformate
Ein weiteres Anliegen der art karlsruhe ist das Thema Kunstsammeln. Damit richtet sich die Messe auch an Menschen, die sich erstmals intensiver mit dem Thema beschäftigen wollen. Der start:block zeigt Werkvorschläge für den Einstieg.
re:discover und re:frame
Mit den Formaten re:discover und re:frame rückt die art karlsruhe Künstlerbiografien und Nachlässe in den Fokus, die bislang wenig Aufmerksamkeit erhalten haben oder neu betrachtet werden sollen.
Vera Mercer, Kevin Clarke, Detel Aurand oder Oliver Braig stehen 2026 exemplarisch für diesen Ansatz. re:frame zeigt zudem, wie Nachlassarbeit aktiv gestaltet werden kann, etwa durch das Schaulager Adlmannstein oder den Nachlass des 2024 verstorbenen Karlsruher Künstlers Andreas Lau.
Sonderausstellungen mit thematischem Fokus
Sonderausstellungen wird es ebenfalls geben. Die LBBW präsentiert unter dem Titel Digital Traces künstlerische Positionen zur digitalen Gegenwart, darunter Arbeiten von Isa Genzken und Avery Gia Sophie Schramm.
Eine von Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, kuratierte Ausstellung widmet sich dem Werk des international bekannten Karlsruher Künstlers Rolf Behm. Die Sammlung Dietmar Kohlrusch zeigt erstmals in Karlsruhe zentrale Werke der Pop Art, unter anderem von Andy Warhol, Keith Haring und Roy Lichtenstein.
Rahmenprogramm und Gespräche
Begleitend zur Messe werden täglich geführte Rundgänge mit Kunsthistorikern angeboten, darunter Touren zu aktuellen Tendenzen, Sonderausstellungen oder als Orientierungshilfe für den Einstieg ins Sammeln. Auf mehreren Bühnen stehen Gespräche und Panels auf dem Programm. Das ARTIMA art meeting widmet sich Fragen des zeitgenössischen Sammelns.
Museumsvertreter geben Einblicke in ihre Arbeit und die Herausforderungen institutioneller Sammlungen. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Themen wie Künstlermarketing, Künstliche Intelligenz oder dem Zugang junger Positionen zum Markt.

Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob
Kunst in der Stadt
Während der Messetage reicht das Programm über die Hallen hinaus in die Stadt. Am 5. Februar findet die Eröffnungsparty im Foyer des ZKM statt. Das Kunstrauschen folgt am 6. Februar und geht in eine lange Nacht der Projekträume, mit über 20 beteiligten Offspaces, über. Am selben Abend lädt die After art Party im Nachtwerk mit internationalem DJ-Line-up ein. Am Samstag, 7. Februar, öffnen Karlsruher Galerien zur gallery:night mit anschließendem Afterglow im Hirschhof. Ein kostenloser Shuttle verbindet Messe und Innenstadt.

Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob
Weitere Infos auf art-karlsruhe.de.
Titelbild Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob
Quelle: Pressemitteilung der art Karlsruhe