Lissabon ist nicht nur für seine Azulejos, gelbe Straßenbahnen, architektonischen Wahrzeichen, und spektakulären Aussichten bekannt. Auch die besondere und international bekannte Straßenkunst (oder eben Street Art) Lissabons verleiht der portugiesischen Hauptstadt ihren besonderen Flair. Überall in den Gassen der Tejo-Metropole sind die außergewöhnlichen und facettenreichen Kunstwerke zu finden. Selbst die Lissabonner Metrostationen zieren einmalige Wandmalereien.
Street Art in der Lissabonner Metro
Seit der Einführung der Lissabonner Metro im Jahr 1959 verliehen namhafte Künstler jeder Lissabonner Metro-Station ihre einzigartige Gestaltung. So verwandelten elf internationale Künstler – im Rahmen der Expo 1998 – die eigens für die Weltausstellung errichtete Haltestelle „Oriente“in eine Kunsthalle.
Die Station „Laranjeiras“ (Orangenbäume) verzierte der portugiesische Künstler Rolando Sá Nogueira gänzlich im Sinne des Stationsnamens. Beim Bahnhof „Jardim Zoológico“ dominiert als Motiv die tropische Flora und Fauna. Jeder U-Bahn-Stopp ist jeweils einem individuellen Thema gewidmet, was dem Lissabonner Untergrund seinen ganz eigenen Charme verleiht.
Namhafte Künstler verewigten sich auch auf diversen Schiffsanlegern, Mauern, Hausfassaden oder Müllcontainern. Dadurch machten sie Lissabon zu einem der wichtigsten Orte der Street Art. Und das europaweit. Insbesondere die Werke Alexandre Fartos aka Vhils und Pixel Panchos erfreuen sich weltweiter Bekanntheit.
Vhils arbeitet mit Hammer und Meißel. Mit diesen Werkzeugen lässt er auf Fassaden überdimensionale Portraits entstehen. Pixel Pancho hingegen reichert sie mit seiner Graffiti-Kunst an. So etwa schmückt das alte Zollamtgebäude im Garten „Jardim do Tabaco“ ein beeindruckendes Bildnis der beiden Künstler.
Interessierte können bei verschiedenen Touren tiefer in die populäre Lissabonner Street-Art eintauchen und dabei natürlich auch jede Menge Hintergrundinformationen zu Kunst und Künstlern erhalten.
Quelle: presseportal.de Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH
Madeira ist nicht nur für malerische Landschaften und eine üppige Natur bekannt, sondern auch für die faszinierenden Naturpools. Vor Jahrtausenden floss bei einem Vulkanausbruch auf Madeira Lava ins Meer und erkaltete – heute können Besucher inmitten der dadurch entstandenen Felsformationen im Meerwasser schwimmen.
Die portugiesische Insel beherbergt vier solcher natürlichen Salzwasserbecken aus Vulkangestein. Beeindruckende Vulkanfelsen rahmen die Becken ein und trennen sie vom Atlantischen Ozean. Trotz ihrer massiven Erscheinung sind die Felsen durchlässig genug, um den natürlichen Austausch von Meerwasser durch Wellen und Gezeiten zu ermöglichen, und tragen so zur Frische und Reinheit der Naturpools bei. Jeder der vier Naturpools auf Madeira hat seine eigenen Besonderheiten, doch sie alle versprechen ein einmaliges Badeerlebnis mit atemberaubender Aussicht auf den Atlantik und die umliegende Landschaft.
Die Naturpools von Porto Moniz sind am bekanntesten. Der weitläufige Schwimmbereich von 3.800 Quadratmetern und die große Sonnenterrasse bieten den Badegästen hervorragende Voraussetzungen für einen entspannten Badetag. Die hervorragende Infrastruktur, darunter Umkleideräume, eine Bar, ein Erste-Hilfe-Posten, ein Parkplatz und ein barrierefreier Zugang, tragen zum Komfort der Gäste bei. Darüber hinaus verfügt die Anlage über ein Kinderbecken und einen Spielplatz.
Unweit von Porto Moniz liegen die Naturpools Cachalote, die vor allem durch ihre Unberührtheit bestechen. Mit ihrer natürlichen Umgebung laden sie die Badegäste ein, die Schönheit des Atlantiks hautnah zu erfahren und gelten als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.
Die Naturpools Poças das Lesmas in der Gemeinde Seixal zeichnen sich durch ihre Ruhe und Abgeschiedenheit aus. Die liebevoll restaurierten Becken und ihre Umgebung wurden behutsam gestaltet, um die einzigartige Naturschönheit dieses Ortes zu bewahren. Ein Besuch der Naturpools lässt sich gut mit einer Erkundungstour der vielfältigen und atemberaubenden Region rund um Seixal verbinden.
Die Naturpools Doca do Cavacas, auch Poças do Gomes genannt, befinden sich auf der Südseite der Insel. Auch in Funchal, der Hauptstadt der Insel, haben sich durch vulkanische Aktivitäten Salzwasserbecken an der Küste gebildet. Von hier aus haben Badegäste nicht nur direkten Zugang zum Meer, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf das höchste Kap Europas, das Cabo Girão, sowie den Strand Praia Formosa. Entdecke hier auch die schönsten Wasserfälle auf der Insel Madeira.
Die an der Flussmündung des Tejo gelegene Stadt Lissabon gehört zu den ältesten Städten Europas. Sie weist eine reiche Kultur, zahlreiche historische Gebäude und jede Menge Wahrzeichen auf. Zugleich ist die portugiesische Metropole modern, farbenfroh und kreativ. Jedes der insgesamt 162 Stadtviertel besitzt seinen ganz eigenen Charme und eigene Besonderheiten. Hier kommen fünf Stadtviertel, die man bei einem abwechslungsreichen City-Trip nach Lissabon besuchen sollte.
Baixa in Lissabon – das historische Zentrum
Der Stadtteil Baixa ist das historische Zentrum von Lissabon. Er ist, anders als die anderen Stadtteile, relativ flach. Da das Viertel nach seiner fast völligen Zerstörung durch das Erdbeben von 1755 wieder aufgebaut werden musste, konnten breite Prachtstraßen und großzügige Plätze angelegt werden – so ist etwa die Avenida da Liberade rund 90 Meter breit.
Heute bildet Baixa das Geschäftsviertel Lissabons, wo Besucher die wichtigsten Einkaufsstraßen finden, unter anderem die Rua Augusta. Diese verbindet die beiden bedeutendsten Plätze Baixas miteinander: den mit dem Triumphbogen Arco da Rua Augusta beginnenden Praça do Comércio sowie den Rossio. Für Touris lohnt sich der Aufstieg auf den Triumphbogen mit Rundumblick über die Stadt sowie der Besuch des Centro Interpretativo da História do Bacalhau (Interpretationszentrum zur Geschichte des Stockfischs) und des Lisboa Story Centres.
Altstadt und Nachtleben vereint im Stadtteil Bairro Alto
Oberhalb von Baixa liegt das Lissabonner Stadtviertel Bairro Alto. Anders als Baixa überstand dieses Viertel das Erdbeben zum großen Teil unbeschadet und zeichnet sich noch heute durch seine enge Altstadtgassen aus. Autoverkehr ist nur für Anwohner erlaubt. Am besten ist die „Oberstadt“ mit den Standseilbahnen Ascensor da Glória und Elevador da Bica zu erreichen. Früher waren hier viele Zeitungen und Druckereien ansässig, die zahlreiche Intellektuelle anzogen.
Bis heute ist Bairro Alto geprägt durch Künstler, Kunsthandwerker und sonstige Kreative. Tagsüber geht es hier eher ruhig und entspannt zu. Erst zum späten Nachmittag hin öffnen Restaurants, Clubs, Kneipen und Bars und verwandeln Bairro Alto in ein lebendiges Partyviertel mit viel verschiedener Musik und ausgelassener Stimmung. Entlang der kopfsteingepflasterten Straßen reiht sich eine Bar an die nächste. Das wahre Nachtleben findet jedoch auf der Straße statt.
Schick und vornehm – Principe Real
Nördlich von Bairro Alto befindet sich der Lissabonner Stadtteil Principe Real. Er gehört zu den schicksten und vornehmsten Vierteln der Tejo-Metropole. Sein Bild wird primär von traditionellen Stadthäusern und charaktervollen Gebäuden geprägt. Hier laden Boutiquen und edle Restaurants zum Verweilen ein. Mitten im Viertel Principe Real befindet sich ein romantischer Park. Der 1863 angelegte Jardim do Príncipe Real ist ein urbanes Refugium mit einem riesigen schirmartigen Zedernbaum. Die Äste des Baumes werden mit Spezialkonstruktionen an Ort und Stelle gehalten, wodurch sie einen natürlichen Schirm gegen die Sonne formen.
Und wer auf dem Miradouro São Pedro de Alcântara der Sonne beim Untergehen zusieht, dem bietet sich von hier aus freie Sicht bis zum gegenüberliegenden alten Lissabon mit dem Castelo de São Jorge und den engen Gassen des Stadtteils Alfama.
Im Westen Lissabons liegt das Altstadtviertel Chiado. Es zählt zu dem kulturellen Zentrum der portugiesischen Metropole. Hier versammelten sich einst Literaten und Künstler wegen der vielen Verlage und Redaktionen. Auch befindet sich hier die älteste Buchhandlung der Welt, die Livraria Bertrand.
Zu den ältesten Cafés der Stadt zählt auch das Café A Brasileira. Hierhin kamen die portugiesischen Schriftsteller Fernando Pessoa, Aquilino Ribeiro und Alfredo Pimenta, um Gedanken auszutauschen und Inspiration zu kriegen. Fernando Pessoa sitzt als Bronzestatue immer noch draußen auf der Terrasse, jederzeit bereit, um ein Foto mit Urlaubern zu schießen. In Chiado findest Du auch zahlreiche Azulejos, die farbenfrohen Geschichtenerzähler Lissabons.
Ältester Teil Lissabons mit vielen Sehenswürdigkeiten – Alfama
Der älteste Stadtteil Lissabons, Alfama, wurde auf einem der sieben Hügel erbaut. Das einstige Herz von Lissabon hat verwinkelte und enge Gassen, die zum höchsten Punkt mit einer tollen Aussicht über die Stadt führen, dem Castelo de São Jorge. Die historische Straßenbahnlinie 28E schlängelt sich quer durch Alfama hinauf bis hoch zur Burg. Arabische Einflüsse prägen das Viertel, was auch heute noch sichtbar ist. Denn das Viertel blieb von dem Erdbeben vornehmlich verschont, wodurch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und historische Zeugnisse die Zeit überdauern konnten.
So ist Alfama der ursprünglichste und traditionellste Stadtteil Lissabons und weist die höchste Dichte an Sehenswürdigkeiten auf. Neben dem Castelo de São Jorge gehört etwa die Catedral Sé Patriarcal, die älteste Kirche Lissabons, zu den wichtigsten Denkmälern der Vergangenheit. Sehenswert ist auch der Largo das Portas do Sol (Platz des Sonnentors). Dort stand früher eines der sieben Stadttore, die in die arabische Alfama führten. Von dort genießen Besucher eine herrliche Aussicht über die Stadt und den Fluss Tejo. Erfahre hier mehr über das Naturwunder Tejo, das größtes Feuchtbiotop Lissabons.
Quelle:
presseportal.de: Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH: „Städtetrip Lissabon: Fünf Stadtteile, die man besucht haben muss“
Lissabon ist bekannt für seine Kacheln, die sogenannten Azulejos. Diese kunstvollen Fliesen zieren seit Jahrhunderten die Stadt und verleihen ihr einen unverwechselbaren Charme. Die farbenfrohe Pracht gibt es an Hausfassaden, in Kirchen, auf Plätzen und in vielen öffentlichen und privaten Gebäuden zu bewundern.
Die Azulejos, ein Erbe der maurischen Kultur, haben sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem integralen Bestandteil der portugiesischen Kunst und Architektur entwickelt. Lissabon ist ein wahres Freiluftmuseum dieser Kunstform. In Vierteln wie Alfama, Mouraria und Bairro Alto leuchten die Fassaden der Häuser in kräftigen Farben und komplexen Mustern. Diese handbemalten Kacheln erzählen Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten, der portugiesischen Kultur und Traditionen und reflektieren das kulturelle Erbe Lissabons.
Auch viele Kirchen und Klöster sind mit prächtigen Azulejos geschmückt. Darunter das Kloster São Vicente de Fora und die Kirche Igreja de São Roque. Die kunstvollen Fliesen zeigen religiöse Szenen und historische Ereignisse. Selbst ich habe bei mir im Zimmer eine Kachel mit dem hl. Antonius von Padua hängen. Diese brachte ich von meiner Reise durch Porto mit.
Doch zurück nach Lissabon. Sogar die Verkehrsknotenpunkte der Stadt, wie etwa der Bahnhof Rossio und zahlreiche Metrostationen, sind mit Azulejos verziert. Diese Orte verbinden moderne Funktionalität mit traditioneller Kunst und schaffen so eine einzigartige Atmosphäre. Auch Plätze wie der Praça do Comércio und der Rossio-Platz sowie viele Brunnen der Stadt sind mit bunten Kacheln dekoriert.
Ein Museum, das man in Lissabon gesehen haben muss
Ein absolutes Muss für jeden Kunstliebhaber ist das Museu Nacional do Azulejo. Dieses Museum, untergebracht im ehemaligen Kloster Madre de Deus, widmet sich vollständig der Geschichte und Entwicklung der Azulejos. Die Sammlung umfasst Werke vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart und bietet einen Überblick über die Techniken und Stile, die diese Kunstform geprägt haben.
Die Ausstellung des Museums führt die Besucher durch die verschiedenen Epochen. Sie zeigt, wie sich die Designs im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt haben. Ein Highlight ist das Panorama von Lissabon aus Azulejos, das einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Architektur der Stadt vor dem großen Erdbeben von 1755 bietet.
Quelle:Pressemitteilung Turismo de Lisboa/Global Communication Experts GmbH
Madeira ist für seine üppigen Wälder, beeindruckenden Felsformationen und tiefen Täler bekannt. Doch was heute als Magnet für Reisende und Naturliebhaber gilt, war für die ersten Siedler auf der Insel eine Herausforderung. Denn neben gemäßigtem Klima und fruchtbarem Boden erwartete die Siedler auch eine ungleiche Verteilung von Wasser auf der Insel. Durch die Rauheit des Geländes war diese nur schwer zu meistern. Somit begannen die Siedler mit dem Bau der Levadas. Hierbei handelt es sich Bewässerungssysteme, die das Wasser von schwerzugänglichen Orten aus über den Rest der Insel verteilen.
Geschichte und Entstehung der Levadas
Die Levadas von Madeira wurden im 15. Jahrhundert entwickelt. Sie leiteten das Wasser von den regenreichen Gebirgsregionen zu den trockeneren südlichen Teilen der Insel. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Siedler die zentrale Bergkette zu durchbohren und umfangreiche Tunnel zu bauen. Ziel war es, Wasserwege von der Nord- zur Südseite der Insel zu öffnen. Einige der ältesten Levadas sind noch immer in Betrieb und sorgen weiterhin dafür, das Wassergleichgewicht auf der Insel aufrechtzuerhalten.
Heute erstrecken sich diese künstlichen Wasserläufe mit einer Gesamtlänge von 3.100 Kilometern über die Insel. Sie sind für die Wasserversorgung und Stromerzeugung auf Madeira entscheidend. Sie sind ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Wasserwirtschaft und ein Symbol für die kreative Ingenieurskunst der frühen Siedler Madeiras.
Entlang des Wassers eröffnen sich Besuchern Wege und Orte, die sonst nur schwer zugänglich wären. Das macht die Levada-Wanderungen zu einer der beliebtesten Aktivitäten auf Madeira. Die gut markierten Wege bieten Wanderern aller Schwierigkeitsgrade unvergessliche Erlebnisse. Hier hat man die Möglichkeit, die vielfältige Flora und Fauna der Insel zu erleben.
Aufgrund ihrer außergewöhnlichen historischen und kulturellen Bedeutung wurden die Levadas für die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert. Sie wären somit die zweite von der UNESCO ausgezeichnete Sehenswürdigkeit auf Madeira. Bereits 1999 wurde der Laurisilva-Wald zum Weltnaturerbe erklärt. Der Lorbeerwald, der 20 Prozent der Insel bedeckt und über 15 Millionen Jahre alt ist, gilt weltweit als der größte Wald seiner Art.
Die autonome Region Madeira, die zu Portugal gehört, liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Knapp vier Stunden fliegt man von Deutschland hier her. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen und malerische Fischerdörfer. Dabei Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel Madeira zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel. Aber auch Kulturbegeisterte oder Strandurlauber kommen etwa in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten.
Quelle: presseportal.de, Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH.
Madeira, die portugiesische Insel im Atlantik, birgt eine Vielfalt an natürlichen Schönheiten. Unter den zahlreichen Naturerlebnissen stechen besonders die vielen Wasserfälle heraus. Von gigantischen Wasserstürzen bis zu romantischen Wasserläufen – die eindrucksvollen Kaskaden faszinieren mit ihrer Schönheit und bieten gleichzeitig unvergessliche Momente für Abenteuerlustige. Einige der Wasserfälle sind bequem mit dem Auto erreichbar. Hier sind die Top 5 Wasserfälle auf Madeira:
Wasserfall auf Madeira: Levada das 25 Fontes
Der Wasserfall Levada das 25 Fontes beeindruckt mit einem spektakulären Anblick von 25 Quellen, die in ein smaragdgrünes Becken fließen. Naturliebhaber und Hobbyfotografen können sich an den zahlreichen kleinen Wasserfällen, die sanft über die Felswände plätschern, erfreuen.
Wer mutig und kälteresistent ist, kann nach der Wanderung eine Abkühlung im See der 25 Quellen genießen. Der Weg dorthin führt entlang der berühmten Levadas. Hierbei handelt es sich um künstliche Wasserläufe, die das Wasser aus den Bergen zu den Bewässerungskanälen der Insel leiten. Die mittelschwere Route startet in Rabaçal, ein Naturschutzgebiet, das von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
100 Meter in die Tiefe stürzt der Risco-Wasserfall
Der Risco-Wasserfall ist einer der höchsten Madeiras und stürzt ganze 100 Meter in die Tiefe. Die Wanderung zum Risco kann gut mit der Levada das 25 Fontes kombiniert werden. Die beiden Wasserfälle teilen sich nämlich den Anfang des Wanderwegs in Rabaçal. Die knapp zweistündige Route wird als leicht eingestuft. Ziel ist der Aussichtspunkt und Wasserfall Risco. Er ragt senkrecht in die Höhe und bildet eine weiße Linie, die im Kontrast zu den dunklen Felsen steht. Hier bietet sich eine idyllische und sehr fotogene Kulisse.
Véu da Noiva: Dieser Wasserfall fällt in den Ozean
Bereits der Name dieses Wasserfalls, übersetzt „Brautschleier“, vermittelt seine elegante Schönheit. Der Véu da Noiva stürzt sich wie ein zarter Vorhang von einer Klippe hinab und mündet im Atlantischen Ozean. Auch dieser Wasserfall ist bequem mit dem Auto erreichbar – zwischen Seixal und São Vicente an der Nordküste. Ein kurzer Spaziergang führt zum Aussichtspunkt Véu da Noiva, von dem aus dieses Naturschauspiel bewundert werden kann.
Der Wasserfall Dona Beija befindet sich im westlichen Teil der Insel Madeira. Er zeichnet sich durch seine mehrstufigen Kaskaden aus, die in einen idyllischen See fließen. Der Zugang zu diesem Wasserfall ist recht einfach und liegt auf der Route des Wanderweges Levada do Alecrim – mit Startpunkt in Rabaçal. Dieser Weg führt durch eine malerische Landschaft mitten in der Natur. Wer will, kann sich im See abkühlen.
Mit seinem imposanten 140-Meter-Freifall wirkt es, als ob das Wasser des Garganta Funda in eine Kehle eintaucht. Was auch die deutsche Übersetzung seines Namens „Tiefe Kehle“ erklärt. Der Fußweg zum Aussichtsplatz des Wasserfalls beginnt im Wandergebiet Pedregal. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg von etwa 600 Metern. Wer stattdessen lieber Wandern möchte, kann in der Gemeinde Ponta do Pargo starten. Von hier aus ist auch der historische Leuchtturm Ponta do Pargo sichtbar, der auf einer 312 Meter hohen Klippe steht. Die grüne Kulisse der umgebenden Berge macht diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die autonome Region Madeira, die zu Portugal gehört und knapp vier Flugstunden von Deutschland entfernt ist, liegt vor der Westküste Afrikas im Atlantischen Ozean. Beeindruckende Flora und Fauna, ganzjährig milde Temperaturen, malerische Fischerdörfer, Wandermöglichkeiten auf bis zu 1.800 Höhenmeter sowie außergewöhnliche Ausblicke auf Steilküsten, Felsformationen und Wasserfälle machen die Blumeninsel Madeira zum idealen ganzjährigen Outdoor-Ziel. Aber auch Kulturhungrige oder Strandurlauber kommen zum Beispiel in der historischen Hauptstadt Funchal oder an den inseltypischen schwarzen Sandstränden auf ihre Kosten.
Quelle: presseportal.de, Pressemitteilung der Global Communication Experts GmbH.
Die portugiesische Hauptstadt Lissabon zieht durch ihr unvergleichliches Flair und die gelassene Atmosphäre Besucher aus aller Welt an. Insbesondere der Fluss Tejo, der die Stadt durchquert, bietet eine idyllische Kulisse für Entspannung und Erholung. Mit über 1.000 Kilometern Länge ist er einer der drei großen Flüsse der Iberischen Halbinsel. Er entspringt in Spanien, durchquert Portugal und mündet bei Lissabon in den Atlantik. Diese Aktivitäten können Reisende in Lissabon im und um den Tejo erleben:
Fluss Tejo in Lissabon: Bootstour bei Sonnenuntergang
Wer in Lissabon auf Entdeckungstour geht, sollte unbedingt mit dem Boot über das ruhige Wasser des Tejo fahren. Viele Bootsfahrten sind am Terminal Sul e Sueste, nahe Praça do Comércio im Zentrum, buchbar.
Egal ob ein klassisches Passagierschiff, Katamaran, Segelboot oder Speedboot – während den Fahrten können viele Sehenswürdigkeiten aus einer neuen Perspektive entdeckt werden. Alternativ starten Touren mit alten Segelbooten in der Nähe des Torre de Belém, im Stadtteil Belém. Hier werden das Denkmal Padrão dos Descobrimentos, Ponte 25 de Abril und dem Cristo Rei vom Fluss aus besichtigt.
Das Naturschutzgebiet am Mündungsdelta des Tejos ist das größte Feuchtbiotop in Portugal und mit Schlick und Sumpf durchsetzt. Zugvögel rasten hier auf ihren langen Flügen, andere Arten leben hier das ganze Jahr. Während der Vogelflugzeit verweilen mehr als 120.000 Vögel im Mündungsgebiet. Vor allem Säbelschnäbler machen es sich hier gemütlich. Über 20 Prozent der gesamten Population im westeuropäischen Raum legen hier einen Zwischenstopp ein. Im Herbst ist die Ankunft tausender Flamingos ein Schauspiel von einzigartiger Schönheit.
Das Tejo-Naturschutzgebiet erstreckt sich bis zum Marschland von Vila Franca de Xira. Hier sind markierte Wege, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto erkundet werden können. Reisende können das Gelände auch bei einem Ausflug mit einem der typischen „Fragatas“ erforschen. Hierbei handelt es sich um Barkschiffe, die früher Personen und Waren über den Fluss transportiert hatten.
Für jene, die aktive Entspannung anstreben, bietet sich Stand-Up-Paddeln auf dem Tejo an. Sanft über das ruhige Wasser gleiten und dabei die Stadt erleben. Ob beim Treiben lassen auf dem Board oder mit einer geführten Stand-Up-Paddel-Tour – hier können die Strände und die Festung vom Meer aus betrachtet werden. Die Touren sind für alle Erfahrungsstufen geeignet, ohne Vorkenntnisse.
Larnaca – eine Hafenstadt im Südosten Zyperns, die ich sofort ins Herz schloss. Ich will nicht behaupten, dass sie die schönste Stadt der Mittelmeerinsel ist, aber sie hat es in sich. Durch die gute Anbindung (Hafen und Airport) ist sie wahrscheinlich besonders international und zählt über 52.000 Einwohner. Was ich dort gemacht habe? Nichts. Ich chillte am Strand und arbeitete hart daran, meine Augenringe loszuwerden. Der Plan ging auf. Nicht eine einzige Museums-Action startete ich in Larnaca. Und ja, ich habe es halbwegs überlebt. Wenn auch so semi.
Große Überraschung am Flughafen in Larnaca
Als wir dort landeten und zum Autoverleih gingen, stellten wir fest: oh, upsi – man fährt in Zypern ja auf der linken Straßenseite, während das Lenkrad rechts im Auto ist. Überraschung! Meine Mutter schaute mich mit großen Augen an und ich wusste: meine Sternstunde hat geschlagen. Mit Wahrheiten und Unwahrheiten überzeugte ich sie nachdrückend davon, mir das Steuer zu überlassen. Ich war wohl einfach viel zu geil drauf, etwas Neues zu fühlen. Zu meiner eigenen Überraschung hatte ich keine Schwierigkeiten damit, mich an die neue Fahrweise zu gewöhnen. Eine Abenteuerfahrt bis zum Hotel war es aber dennoch.
Aus dem kleinen Leihwagen steigend kam mir schon die warme Meeresluft entgegen. Der Hund liebte es auch so hart wie ich. Dann schlafen, frühstücken, komatös am Strand zur Besinnung kommen, Frankfurt vergessen und im Anschluss die neue Gegend erkunden. In Larnaca kann man offensichtlich bei der Wahl des Speiselokals nichts falsch machen. Alles schmeckt, und zwar überall. An meinem ersten Abend aß ich Muscheln und Grünzeug mit Meeresblick – es war perfekt.
Wenn der heilige Hund glücklich ist, dann bin ich es auch.
Larnaca: Alter, ich liebe Zypern
Wir gingen die hölzernen Wanderpfade entlang, sammelten in unseren Schuhinnenräumen Sandanlagerungen und verbrannten in der Sonne. Naja, eigentlich nur ich. Muttern ist da wesentlich robuster. Natürlich probierte ich auch sofort die ganzen Trainingsgeräte aus, die entlang des Strandes an verschiedenen Stellen installiert sind. Training mit Eigengewicht – nicht sonderlich schwer, aber dafür umso spaßiger.
Als wir in den kommenden Tagen auch andere Ecken von Larnaca erkundeten, genoss ich vor allem den Ausblick auf die dicken Villen, Bungalows, Pools und Palmen. Die Mietkosten in Larnaca scheinen meinen ersten Recherchen nach etwas geringer als in Frankfurt zu sein, jedoch auch etwas höher als in anderen zypriotischen Städten. Warum, kann ich auf Anhieb nicht beantworten, aber: auf Zypern lässt es sich offensichtlich gut Leben. Die Menschen sind geladen, glücklich und hart am Chillen.
Muttern ist mal wieder am Muttern
Kurzer Zwischenschub: Deshalb war avecMadlen down
Gott, bin ich jetzt in diesem Moment froh, wieder in die Tasten zu hauen. Die letzten Wochen war avecMadlen wegen technischer Schwierigkeiten innerhalb der Domain deaktiviert und mein Herz blutete. Jeden Tag. Jetzt weiß ich auch, warum ich mich so beschissen und deprimiert fühlte. Ok, ich übertreibe. Es war erträglich, aber nicht erfüllend.
Endlich wurde das Problem mithilfe eines netten Callcenter-Mitarbeiters behoben, wenn auch noch nicht bis zum Schluss, und ich kann wieder (auf)atmen. Die Leserzahlen auf das Niveau von vor dem Desaster zu bringen, wird sicher ein bitterer Spaß. Aber egal. Wird schon wieder. Zurück zu Larnaca.
Zeitreise durch Larnaca: Die bedeutsame Geschichte Zyperns
Machen wir eine kleine Zeitreise. Das ehemalige Stadtkönigreich Kition, bekannt für seine beeindruckenden antiken Ruinen aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. (!), zieht immer mehr Historiker und Archäologen an. Gelegen im heutigen Larnaca, war Kition einst das Zentrum eines mächtigen phönizischen Königreiches. Auch der Tempel von Melkart (Ešmun), der in der römischen Ära als Äskulap oder Herkules bekannt war, sowie der Tempel Artemis Paraliabieten besonders faszinierende Einblicke in die Vergangenheit dieser zypriotischen Stadt. Beide habe ich natürlich nicht gesehen, schrieb sie wütend. Nächstes Mal dann.
Archäologische Schätze aus der Antike begeistern hier seit dem 19. Jahrhundert die Welt der Kunsthistoriker. Besonders faszinierend sind die Überreste von Heiligtümern und Zyklopenmauern von Larnaca, die Forscher nach und nach freilegen konnten.
Zypern entdecken: Sehenswürdigkeiten in Larnaca
Zwar habe ich kein einziges, bis auf die Strandpromenade, davon gesehen, aber das sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Larnaca:
„Maddl mit dem Paddel“ – 10 Euro für eine Stunde Spaß in den wogenden Wellenan meinem letzten Tag in Larnaca.
In neuerer Zeit hat sich Larnaca zu einem wichtigen Handelszentrum entwickelt. Die Stadt ist Sitz mehrerer europäischer Konsulate geworden. Nach der türkischen Invasion 1974 und der Schließung des Hafens von Kyrenia und des Flughafens Nikosia hat die Bedeutung dieser Hafenstadt weiter zugenommen.
Heute ist sie nicht nur ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum, sondern auch ein Schauplatz reicher antiker Geschichte, der sowohl für Historiker als auch für Touristen von großem Interesse ist.
Es gibt wohl tausende Aussichtspunkte in Porto. Doch von diesen erlebst Du die Stadt in ihrer vollen Pracht. Jeder einzelne Aussichtspunkt (bis auf den letzten) hat mich berührt und hat sich in meinem Herzen ganz tief verankert.
Porto bei Nacht: Brücke und Kloster
Mosteiro da Serra do Pilar: Steht man auf dem Gelände des historischen Nonnenklosters der Nossa Senhora da Serra do Pilar, so hat man die wahrscheinlich schönste Aussicht auf ganz Porto. Und das, auch wenn man sich hier genau genommen gar nicht mehr in Porto befindet, sondern auf der anderen Flussseite – in Vila Nova de Gaia. Als ich dort oben stand, war es schon dunkel und ich durfte die tausend Lichter der Stadt erblicken. Von dort hörte ich sogar die Sängerin, die ihre eigenen Songs am Flussufer von Porto sang.
Auf diesem Bild sind beide Aussichtspunkte vereint: Hier stehe ich auch der Ponte Dom Luís I und fotografiere den Mosteiro da Serra do Pilar. Der Ausblick auf die Stadt ist im Teaserbild zu sehen.
Ponte Dom Luís I: Da diese Brücke sich ganz in der Nähe des Klosters Mosteiro da Serra do Pilar befindet, kann man das historische Bauwerk auch von hier aus wunderbar begutachten. Darüber hinaus scheint man regelrecht über dem Fluss Douro zu schweben, während man auf der „zweiten Etage“ der Ponte Dom Luís I steht. Von hier aus hatte ich den Panoramablick über Porto und auch Vila Nova de Gaia. Die Brücke selbst ist natürlich ebenfalls ein wahrer Hingucker. Geplant wurde sie nämlich von Théophile Seyrig – Gustave Eiffels Geschäftspartner.
Aussichtspunkte in Porto, die ich nie vergessen werde
Igreja e Torre dos Clérigos: In dieser Kirche kann man ein kleines Kirchenmuseum und nachts die „Spiritus“-Lichtershow besuchen. Beides habe ich gemacht – am besten gefiel mir jedoch der Ausblick aus dem Kirchturm. Nach dort oben führen ein paar Treppen und ist man erstmal im Turm angekommen, kann man über die gesamte Stadt blicken. Ein fantastischer Aussichtspunkt – und das mitten in der City.
Porto badete im Nebel… Das Reisen außerhalb der Saison hat aber auch etwas Gutes: Es sind viel weniger Menschen unterwegs und man lernt viele Einheimische kennen.
Vom Boot: Wird in einer Stadt, durch die ich gerade reise, eine Bootsfahrt angeboten, dann bin ich am Start. Auch während meiner Kunstreisehabe ich mehrere Bootsfahrten gemacht, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Die jeweiligen Ausblicke sind anders wild – so insbesondere der Ausblick auf Porto und dessen Promenade. Mit dem Boot machte ich eine große Runde auf dem Douro und durfte währenddessen sogar ein paar Fakten zu den Brücken erfahren. Die Stadtgeschichte kam bei dieser Rundfahrt ebenfalls nicht zu kurz.
Die kleinen Häusergruppen waren das Süßeste, das ich je gesehen hatte. Ich hatte in dieser Stadt einfach durchgehend Glücksgefühle.
Ausblick auf die gesamte Stadt
Kleine Aussichtsplattform neben der Igreja da Misericórdia: Diesen Aussichtspunkt entdeckte ich völlig unverhofft. Doch er berührte mich um so mehr, da es mein erster Tag in Portowar. Als Orientierungspunkt habe ich mir die Kirche aus dem 16. JH gemerkt – die Igreja da Misericórdia. Es war ein schönes Erlebnis – und vor allem auch ein unvergesslicher Ausblick über all die roten Dächer Portos. Obwohl es regnete hatte ich hier ein breites, wenn auch nasses, Grinsen im Gesicht.
Ist das nicht traumhaft? Auf dieser kleinen Aussichtsplattform spürte ich erstmals den Spirit von Portugal.
Seilbahn neben dem Mosteiro da Serra do Pilar: Da wären wir wieder – bei dem historischen Nonnenkloster in Vila Nova de Gaia. Unterhalb des gigantischen Bauwerks befindet sich eine Seilbahn. Ich wette ein Tütchen Gras darauf, dass man von hier aus einen ganz berauschenden Ausblick auf Porto und den Douro hat. Ich selbst bin die Seilbahn nicht gefahren, denn ich kam buchstäblich eine Minute nach Feierabend. Aber wäre ich nicht zu spät gekommen, hätte ich nie diese Bekanntschaft gemacht.
Kirchentor zu einer Kirche in Breslau. Hier habe ich mich etwas blamiert...
Wie ich so bin, musste ich mir während meiner Kunstreise durch Amsterdam, Hamburg, Berlin und Breslau natürlich auch die Kirchen in der jeweiligen Stadt ansehen. So kam es auch in Polen dazu, dass ich eine betrat, die mich schon von außen besonders angesprochen hat.
Die Breslauer Kirche von innen: Dieses Foto entstand Sekunden vor meiner Peinlich-Aktion
In der Breslauer Kirche: Ich dachte, ich sei allein
Da saß, stand und ging ich nun durch die sakralen Räume der Kirche in Breslau. Es war still und ich war allein. Scheinbar. Wie aus dem Nichts stürmten etwa 8 bis 10 junge Menschen in das Gotteshaus und platzierten sich auf den Bänken. Sobald sie knieten, fing es an: Ich hörte die schönsten Singstimmen, die ich seit Langem gehört hatte und befand mich wohl mitten in einem Gottesdienst.
Unter der Gruppe der Singenden war nur ein Mädchen. Sie war etwa in meinem Alter und hellte den Gesang ihrer Kameraden auf. Ich wurde starr. Durfte ich überhaupt hier sein? Wäre es komisch, wenn ich jetzt ginge? Ich war etwas unentschlossen und darüber hinaus auch die einzige Person in der Kirche, die weder kniete noch sang. Sollte ich mitsingen?
Peinlicher Abgang aus dem Gotteshaus in Breslau
Nachdem ich wieder bei Sinnen war, entschied ich mich zu gehen. Ich hoffte, die singenden Engel würden es mir nicht übelnehmen. Ich machte mich langsam aus dem Staub. Aber natürlich gelang es mir nicht, unauffällig zu verschwinden. Ich knallte mehrfach gegen die Kirchenbänke und kam einfach nicht mehr klar auf meine Tollpatschigkeit. Die knarrende Kirchentür war mir bei meinem dramatischen Abgang auch nicht gerade behilflich. Doch sie hinter mir zuzuziehen, brachte ich nicht übers Herz.
So stand ich also mit dem Gesicht in der Kirche und mit dem Rest meines Körpers bereits in der eisigen Kälte. Die Sängerin bemerkte meinen bewundernden Blick und lächelte, während sie das Gebet weiter sang. Ich hätte bleiben sollen.