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Die besten Aussichtspunkte in Porto 

Es gibt wohl tausende Aussichtspunkte in Porto. Doch von diesen erlebst Du die Stadt in ihrer vollen Pracht. Jeder einzelne Aussichtspunkt (bis auf den letzten) hat mich berührt und hat sich in meinem Herzen ganz tief verankert.

Porto bei Nacht: Brücke und Kloster

Mosteiro da Serra do Pilar: Steht man auf dem Gelände des historischen Nonnenklosters der Nossa Senhora da Serra do Pilar, so hat man die wahrscheinlich schönste Aussicht auf ganz Porto. Und das, auch wenn man sich hier genau genommen gar nicht mehr in Porto befindet, sondern auf der anderen Flussseite – in Vila Nova de Gaia. Als ich dort oben stand, war es schon dunkel und ich durfte die tausend Lichter der Stadt erblicken. Von dort hörte ich sogar die Sängerin, die ihre eigenen Songs am Flussufer von Porto sang.

Ein wunderbarer Aussichtspunkt in Porto: Das historische Nonnenkloster Mosteiro da Serra do Pilar
Auf diesem Bild sind beide Aussichtspunkte vereint: Hier stehe ich auch der Ponte Dom Luís I und fotografiere den Mosteiro da Serra do Pilar. Der Ausblick auf die Stadt ist im Teaserbild zu sehen.

Ponte Dom Luís I: Da diese Brücke sich ganz in der Nähe des Klosters Mosteiro da Serra do Pilar befindet, kann man das historische Bauwerk auch von hier aus wunderbar begutachten. Darüber hinaus scheint man regelrecht über dem Fluss Douro zu schweben, während man auf der „zweiten Etage“ der Ponte Dom Luís I steht. Von hier aus hatte ich den Panoramablick über Porto und auch Vila Nova de Gaia. Die Brücke selbst ist natürlich ebenfalls ein wahrer Hingucker. Geplant wurde sie nämlich von Théophile Seyrig – Gustave Eiffels Geschäftspartner.

Aussichtspunkte in Porto, die ich nie vergessen werde

Igreja e Torre dos Clérigos: In dieser Kirche kann man ein kleines Kirchenmuseum und nachts die „Spiritus“-Lichtershow besuchen. Beides habe ich gemacht – am besten gefiel mir jedoch der Ausblick aus dem Kirchturm. Nach dort oben führen ein paar Treppen und ist man erstmal im Turm angekommen, kann man über die gesamte Stadt blicken. Ein fantastischer Aussichtspunkt – und das mitten in der City.

Panoramablick über die gesamte Stadt: Porto im Nebel
Porto badete im Nebel… Das Reisen außerhalb der Saison hat aber auch etwas Gutes: Es sind viel weniger Menschen unterwegs und man lernt viele Einheimische kennen.

Vom Boot: Wird in einer Stadt, durch die ich gerade reise, eine Bootsfahrt angeboten, dann bin ich am Start. Auch während meiner Kunstreise habe ich mehrere Bootsfahrten gemacht, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Die jeweiligen Ausblicke sind anders wild – so insbesondere der Ausblick auf Porto und dessen Promenade. Mit dem Boot machte ich eine große Runde auf dem Douro und durfte währenddessen sogar ein paar Fakten zu den Brücken erfahren. Die Stadtgeschichte kam bei dieser Rundfahrt ebenfalls nicht zu kurz.

Während meiner Bootstour konnte ich diese Stadt in Portugal aus einer ganz neuen Perspektive sehen.
Die kleinen Häusergruppen waren das Süßeste, das ich je gesehen hatte. Ich hatte in dieser Stadt einfach durchgehend Glücksgefühle.

Ausblick auf die gesamte Stadt

Kleine Aussichtsplattform neben der Igreja da Misericórdia: Diesen Aussichtspunkt entdeckte ich völlig unverhofft. Doch er berührte mich um so mehr, da es mein erster Tag in Porto war. Als Orientierungspunkt habe ich mir die Kirche aus dem 16. JH gemerkt – die Igreja da Misericórdia. Es war ein schönes Erlebnis – und vor allem auch ein unvergesslicher Ausblick über all die roten Dächer Portos. Obwohl es regnete hatte ich hier ein breites, wenn auch nasses, Grinsen im Gesicht.

Ausblick von einer Aussichtsplattform in Porto. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche, die ich im Text beschreibe.
Ist das nicht traumhaft? Auf dieser kleinen Aussichtsplattform spürte ich erstmals den Spirit von Portugal.

Seilbahn neben dem Mosteiro da Serra do Pilar: Da wären wir wieder – bei dem historischen Nonnenkloster in Vila Nova de Gaia. Unterhalb des gigantischen Bauwerks befindet sich eine Seilbahn. Ich wette ein Tütchen Gras darauf, dass man von hier aus einen ganz berauschenden Ausblick auf Porto und den Douro hat. Ich selbst bin die Seilbahn nicht gefahren, denn ich kam buchstäblich eine Minute nach Feierabend. Aber wäre ich nicht zu spät gekommen, hätte ich nie diese Bekanntschaft gemacht.

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Klassiker: Ich blamiere mich in einer polnischen Kirche

Wie ich so bin, musste ich mir während meiner Kunstreise durch Amsterdam, Hamburg, Berlin und Breslau natürlich auch die Kirchen in der jeweiligen Stadt ansehen. So kam es auch in Polen dazu, dass ich eine betrat, die mich schon von außen besonders angesprochen hat. 

Breslauer Kirche von innen: Man sieht den seitlichen Altar, die sakralen Gemälde und auch die Skulpturen
Die Breslauer Kirche von innen: Dieses Foto entstand Sekunden vor meiner Peinlich-Aktion

In der Breslauer Kirche: Ich dachte, ich sei allein

Da saß, stand und ging ich nun durch die sakralen Räume der Kirche in Breslau. Es war still und ich war allein. Scheinbar. Wie aus dem Nichts stürmten etwa 8 bis 10 junge Menschen in das Gotteshaus und platzierten sich auf den Bänken. Sobald sie knieten, fing es an: Ich hörte die schönsten Singstimmen, die ich seit Langem gehört hatte und befand mich wohl mitten in einem Gottesdienst. 

Unter der Gruppe der Singenden war nur ein Mädchen. Sie war etwa in meinem Alter und hellte den Gesang ihrer Kameraden auf. Ich wurde starr. Durfte ich überhaupt hier sein? Wäre es komisch, wenn ich jetzt ginge? Ich war etwas unentschlossen und darüber hinaus auch die einzige Person in der Kirche, die weder kniete noch sang. Sollte ich mitsingen? 

Peinlicher Abgang aus dem Gotteshaus in Breslau

Nachdem ich wieder bei Sinnen war, entschied ich mich zu gehen. Ich hoffte, die singenden Engel würden es mir nicht übelnehmen. Ich machte mich langsam aus dem Staub. Aber natürlich gelang es mir nicht, unauffällig zu verschwinden. Ich knallte mehrfach gegen die Kirchenbänke und kam einfach nicht mehr klar auf meine Tollpatschigkeit. Die knarrende Kirchentür war mir bei meinem dramatischen Abgang auch nicht gerade behilflich. Doch sie hinter mir zuzuziehen, brachte ich nicht übers Herz. 

So stand ich also mit dem Gesicht in der Kirche und mit dem Rest meines Körpers bereits in der eisigen Kälte. Die Sängerin bemerkte meinen bewundernden Blick und lächelte, während sie das Gebet weiter sang. Ich hätte bleiben sollen. 

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Meine Kunstreise: Art, Drugs and Rock ’n‘ Roll

Eines Tages brannte mir die Sicherung durch. Ich packte mein Geld und fuhr los. Der Plan war der, keinen richtigen Plan zu haben. Also fuhr ich nach Amsterdam, um vom dortigen Marihuana noch planloser zu werden. Da ich Kunst sehen wollte, wusste ich bereits zu Beginn meines Trips, dass das eine Kunstreise werden sollte. Zunächst besuchte ich die wichtigsten Museen der Stadt – bis auf das Van-Gogh-Museum, das habe ich nämlich noch vor mir.

Meine Kunstreise durch vier Städte: Man sieht den Kanal von Amsterdam durch ein Bullauge, das zu dem kleinen Hausboot gehört, auf dem ich gelebt habe.
Diesen Ausblick konnte ich in Amsterdam von meinem Bett aus genießen. Ich werde dieses Abenteuer niemals vergessen.

Meine Kunstreise startete in Amsterdam

Was soll ich sagen? Ich liebe diese Stadt. Ihre Dynamik, Offenheit, ihre Hausboote und die aufeinander abgestimmte Architektur gefielen mit schon immer. Ich verbrachte dort Tage des Glückes und lebte selbst auf einem kleinen Hausboot. Das fühlte sich so surreal an ­– vor allem in diesen Momenten, als ich von meinem Bett aus durch das Bullauge auf den Kanal blickte. In diesen Momenten verliebte ich mich aufs Neue in mich selbst und war dankbar für meine Spontanität, die Fähigkeit immer und überall alleine sein zu können und natürlich auch für meine Furchtlosigkeit vor Planlosigkeit.

Während meiner Kunstreise war ich im Rijksmuseum in Amsterdam. Dort habe ich Rembrandts Nachtwache gesehen.
Rembrandt van Rijn im Rijksmuseum, Amsterdam: Die Nachtwache, 1642 – Öl auf Leinwand (Ausschnitt)

Nachdem ich am letzten Tag in Amsterdam zwei weitere Kunsthäuser und den Hortus Botanicus besucht hatte, machte ich etwa vier bis fünf Bootstouren. Dann wurde es aller höchste Eisenbahn, meine Kunstreise nach Hamburg zu versetzen. Um nicht unnötig Zeit und Geld zu verschwenden, verzichtete ich zwischen den Städten auf Hotelzimmer. Ich buchte mir nächtliche Flixbusse und schlief während der Fahrt – nur zu empfehlen, wenn du einen trainierten Rücken hast, der es dir ermöglicht, in komplett verkrüppelten Positionen zu schlafen. 

Weiter geht’s nach Deutschland: Hamburger Kunsthalle

In Hamburg angekommen, ging ich in die Kunsthalle. Die dortige Ausstellung hieß „Femme Fatale“ und war sagenhaft. Am Abend ging ich auf die Reeperbahn – dort war auch mein Hotel – und kaufte mir eine absolut nuttige Hose in Hochglanz. Ich habe es voll gefühlt. In Hamburg blieb ich zwei Tage.

Herrmann Kaulbach (1846-1909) in der Hamburger Kunsthalle: Lucrezia Borgia, 1882 – Öl auf Leinwand

Ursprünglich wollte ich vom Hamburger Flughafen nach Portugal fliegen, doch habe es mir anders überlegt, als ich die Last-Minute-Preise sah. Laut einer Flughafenmitarbeiterin seien diese nach der Corona-Pandemie in die Höhe geschossen. Aus diesem Grund flog ich erst einige Monate später nach Porto – und war absolut überwältigt von dieser geilen Stadt.

Ich setzte meine Kunstreise in Berlin fort

Doch zunächst musste ich improvisieren. Kurzerhand entschied ich mich dazu, nach Berlin zu fahren. Dort würde ich in einer netten Absteige 3 Nächte verbringen und pflichtgemäß im „Homeoffice“ arbeiten. In Berlin tobte ich mich aus. Ich war in der Gemäldegalerie, im Museum für Kunstgewerbe und in der Neuen Nationalgalerie. Es war himmlisch. Die Gemäldegalerie ist mitunter einer der Gründe, weshalb ich Berlin zu der geilsten Stadt Deutschlands erklärt habe

Während meiner Reise sag ich in der Berliner Gemäldegalerie Giovanni Bellinis Madonna
Halleluja! Gleich in der zweiten Halle der Gemäldegalerie blieb ich wie angewurzelt stehen. Denn ich sah: Giovanni Bellinis Maria mit dem Kind (etwa 1460) – Tempera auf Pappelholz.

Eines Morgens packte mich der Berlin-Vibe und ich stellte mich oberkörperfrei auf die Fensterbank. Ich blickte durch das offene Fenster über Charlottenburg, über die Autofahrer und Passanten hinweg ­– und sie blickten zu mir herauf. Aber fremde, nackte Frauen waren sie wohl alle gewohnt, weshalb es mir noch mehr gefiel, dort oben stehen zu bleiben und den Morgen anzutreffen.

Ab nach Breslau – ich bin zum ersten Mal in Polen

Wo sollte die nächste Reise hingehen? Ich hatte noch zwei Tage Zeit, bis unserer Redaktion endgültig der Homeoffice gestrichen wurde und fuhr spontan nach Polen. Nachts am Bahnhof in Breslau (polnisch: Wrocław) angekommen, hoffte ich darauf, Geld wechseln zu können – sonst wäre ich im Arsch. Dort hatte um die Uhrzeit tatsächlich alles offen und der Geldwechsel klappte binnen Sekunden. Ich hielt erstmals Złoty in meiner Hand. Jetzt konnte es losgehen. Die Innenstadt von Breslau gefiel mir sehr gut. Bunte, gepflegte Häuschen, wenig Touristen, Sauberkeit – soweit das Auge reicht. 

Bunte Häuserreihe, die ich während meiner Kunstreise in Breslau fotografiert habe.
Die ganze Innenstadt von Breslau sieht so aus – wie in einem kleinen, polnischen Märchen.

Es war ein netter Trip – mein erstes Mal in Polen übrigens. Doch die Museen haben mich dort nicht umgehauen. Denn im Breslauer Rathaus-Museum, wo ich war, warben die Aussteller mit Dalí und Miró. Ausgestellt wurden jedoch Werke von Amateurkünstlern, die sich von Dalí und Miró haben inspirieren lassen. Vielleicht war das auf dem Ausstellungsbanner auch so deklariert, das aber hätte ich gar nicht verstehen können. Egal – dafür habe ich dank anderen Exponaten, die dort dauerausgestellt waren, etwas über die Stadtgeschichte gelernt.

Besonders gefallen hat mir der unvergessliche Blick über die gesamte Stadt auf dem Turm einer Kirche. Von dort konnte man fast bis in die unendliche Weite sehen. Auch habe ich üppige Architektur bestaunen können. Insbesondere die Außenarchitektur von Kirchen fand ich in Breslau sehr ansprechend. Erfahre hier, wie ich mich blamiert habe, als ich eine der Polnischen Kirchen betreten habe.

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Wen ich in Porto kennenlernte

Meine Bekanntschaft in Porto – Als ich lange nach der Dämmerung noch in Porto unterwegs war, wollte ich mir die Stadt von oben ansehen. Es war ein traumhafter Anblick, als ich am Mosteiro da Serra do Pilar stand und rüber auf das andere Ufer sah. Deutlich spürte ich das Leben, das unten tobte und war in dem Moment so glücklich, dass ich wiederum etwas traurig wurde, dass ich all das mit niemandem teilen konnte. 

Als ich mich dazu entschied, eine Runde mit der Seilbahn über Porto zu schweben, war ich genau eine Minute zu spät, um mir Tickets an der Kasse holen zu können. Also beschloss ich die Stadt weiterhin aus der Höhe zu betrachten und begab mich auf die Brücke in unmittelbarer Nähe. Dabei handelte es sich um die Ponte Dom Luís I, einer Fachwerk-Bogenbrücke über den Douro zwischen Porto und Vila Nova de Gaia. Erbaut wurde sie von François Gustave Théophile Seyrig (* 19. Februar 1843 in Berlin; † 5. Juli 1923). 1869 gründete er zusammen mit Gustave Eiffel das Unternehmen „Eiffel et Cie.“. 10 Jahre später trennten sich beide wieder.

Die Brücke Ponte Dom Luís I in Porto bei Nacht – mit Blick über die gesamte Stadt
Das ist die Schönheit – erbaut wurde sie 1881-1886. Die Gesamtlänge beträgt 385,25 Meter und die Höhe etwa 60 Meter.

Eine Bekanntschaft in Porto: Wir begegneten uns auf der Brücke

Als ich auf diesem monströsen Bauwerk aus Metall stand, hörte ich – wie so selten in vergangener Zeit – russische Sprache. Zwei Touristen waren dabei, Fotos vor dem erhöhten Kloster Mosteiro da Serra do Pilar zu machen. Die Frau sagte zum Mann, der, wie sich kurze Zeit später herausstellte, ihr Sohn war, dass sie gerne ein Foto mit ihm zusammen hätte. Ich drehte mich zu den beiden um und bot meine Dienste an. Und so machte ich eine Bekanntschaft in Porto.

„Woher kommst du?“ Fragte mich Irina. In vergangener Zeit versetzt mich diese Frage in Schockstarre. Ich antwortete vorsichtig: „Aus Sochi.“ Es stellte sich heraus, dass die beiden aus St. Petersburg stammen. Eine Stadt, die ich liebe und ehre. Vor circa 18 Jahren seien die beiden ausgewandert und haben ihr leben in Finnland aufgebaut. Der Sohn, Alexej, lebt derzeit auf den Ålandinseln – einer Inselgruppe, die aus über 6700 Inseln und Schären besteht und zwischen Finnland und Schweden liegt.

Madlen Trefzer vor dem Mosteiro da Serra do Pilar in Porto, Portugal, bei Nacht. Das Kloster ist hell beleuchtet.
Natürlich revanchierte sich meine neue Bekanntschaft bei mit mit einem Foto von mir. Obwohl ich mich bis zuletzt dagegen gewehrt hatte; gegen Irinas Überredungskünste hatte ich keinerlei Chancen.

Meine Bekanntschaft und ich: Wir trafen uns am nächsten Tag

Eins führte zum anderen und meine neue Bekanntschaft und ich zogen zusammen durch die nächtliche Stadt. Wir erzählten einander von unserem Leben und teilten unsere Begeisterung für Porto. Ein Tag zuvor seien Irina und Alexej in Lissabon gewesen. Eine Stadt, die ich in den nächsten 2-3 Jahren auch unbedingt erleben will. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Es hatte aufgehört zu regnen und wir schlenderten durch die Gässchen, während ich von meiner langen Fahrradtour von A Ver-o-Mar nach Porto erzählt hatte, die ich ein paar Tage zuvor gemacht habe.

Am nächsten Tag überredete ich meine neue Bekanntschaft dazu, mit mir zusammen den Ozean anzusehen. Wir trafen uns in Póvoa de Varzim – und ich schleppte sie den ganzen Weg zu Fuß nach A Ver-o-Mar, bis ich um ein Haar meinen Flug zurück nach Frankfurt verpasst hatte. 

Atlantischer Ozean in Portugal: Der Strand von A Ver-o-Mar bei schönem Wetter.
Diese fantastische Aussicht auf den Atlantischen Ozean durfte ich mit Irina und Alexej teilen. Hier waren wir ungefähr auf halbem Wege von Póvoa de Varzim nach A Ver-o-Mar.

Das Teaserbild, das du oben siehst, ist übrigens auch auf unserem „kleinen“ Spaziergang an der Küste entstanden. Hier sieht man einen der vielen kleinen Holzstege, die oftmals entlang des Strandes führen.

Wir halten den Kontakt aufrecht

Irina und Alexej waren begeistert, von der Schönheit der Natur Portugals. Obwohl es all die Tage zuvor in Strömen geregnet hatte – das habe ich in Portugal übrigens bei Regenwetter unternommen – kam nun zu meinem Abschied die Sonne raus. 

Alexej und ich schreiben hin und wieder mal. Ich hatte den beiden versprochen, dass wenn sie jemals nach Deutschland kommen sollten, ich ihnen eine Städte- und Museumstour der Extraklasse organisiere. Vielleicht werden wir uns aber auch in Finnland wiedersehen. Wer weiß, welche Lieder das Leben noch spielt. 

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Deshalb ist Berlin die geilste Stadt Deutschlands

Ich weiß, ich weiß – schwieriges Thema. Mit meiner Argumentation habe ich allerdings sogar mal einen Hamburger davon überzeugt, dass Berlin der geilste Scheiß der Bundesrepublik ist. 

Wenn eine Person für die Kunst lebt, dann wird sie in Berlin vor lauter Emotionen und Eindrücken ertrinken. Die Stadt zählt insgesamt 175 Museen, in denen man mit Kunst, Geschichte, Kultur und Wissen in Kontakt kommt. Eine Perle der alten Meister ragt dabei besonders heraus: Die Gemäldegalerie (bitte mit Engelsgesang im Hintergrund lesen).

Gemäldegalerie Berlin: Ein rundes Gemälde von Sandro Botticelli. Darauf abgebildet ist die Madonna mit Kind und mehreren singenden Engeln
Sandro Botticelli in der Gemäldegalerie: Madonna mit dem Kind und singenden Engeln, oder auch Madonna mit Lilien und acht Engeln – um 1477.

Gemäldegalerie: Unfassbare Mengen Kunst in Berlin

Die Gemäldegalerie hat mich für andere Kunstsammlungen verdorben. Wenn ich auch gestehen muss, dass die Alte Pinakothek in München oder auch die Stuttgarter Staatsgalerie überaus konkurrenzfähig sind.

Neben der fantastischen, überragenden und Aufsehen erregenden Gemäldegalerie – die das Zuhause von etlichen Rembrandts und einigen eindrücklichen Bellinis, Caravaggios Amor, Cranachs Jungbrunnen, Tizians Venus und weiteren 1.000 Werken ist – hat Berlin etliche renommierte Kunsthäuser, die nur darauf warten, dass du dich in ihnen verlierst:

Das sind ein paar der Museen, die ich bereits ausfindig gemacht habe und sagen muss: Ich liebe diese Stadt mit jeder Faser meiner Seele. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie casual und unscheinbar diese Millionengemälde da vor sich her hängen, als wäre dies keine Besonderheit – da einen halben Meter weiter ein weiterer Künstler von Welt hängt. Und wo die Kunst in den Museen aufhört, fängt die Kunst im Alltag an. 

Das ist der Berliner Goldhot aus der Bronzezeit. Ein Artefakt, aus dünnem Goldblech, das zu einer Gruppe dreier weiterer Goldhüte gehört, die jedoch bei weitem nicht so gut erhalten sind, wie das vorliegende Exemplar.

Berliner Straßen: Glas, Gold, gigantische Säulen

Berlin ist unverschämt… Hunderttausende eilen täglich an atemberaubenden Wandmalereien und Fresken in abgeranzten Treppenhäusern vorbei, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken. Diese Art von Kontrasten habe ich bisher nur in Russland erlebt. Und wo die Kunst im Alltag aufhört, fängt die Architektur im Alltag an. Unendlich hohe Decken, gigantische Säulen, Skulpturen, Gold, Glas, Marmor, Brutalismus – während zwei Meter weiter prachtvolle Bauten aus dem 16. Jahrhundert stehen. Solange du in Berlin bist, kommst du aus dem Staunen nicht mehr raus. 

Ich wette, du findest 1.000 andere Gründe, warum Berlin die geilste Stadt in Deutschland ist – und ebensoviele, warum sie es nicht ist. Schreib mir gerne deine Sicht der Dinge, ich freue mich auf deine Mitteilung. 

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