Upserl, Beitragsbild ungünstig AUSGESCHNITTEN höhö, aber egal, ich darf. Meine Süßen, ich habe in letzter Zeit so viel über das Leben anderer geschrieben. Nicht nur auf avecMadlen – auch in größeren Medien ging es immer wieder um fremde Positionen und Weltanschauungen. So oft und so viel, dass mein eigenes Leben dabei fast ein bisschen in Privatsphäre versinken musste.
Dabei habe ich euch noch nicht einmal erzählt, wie ich Silvester in Budapest im Bett mit einer Flöte gefeiert habe. Klingt nach einer Metapher, ist aber keine. Ihr auch noch gar nicht, wie die Pariser Fashion Week war, wie ich nach meinem Unfall Teile des Himalayas bestiegen habe und welche völlig verrückten Begegnungen und Abenteuer mir sonst noch widerfahren. Ich gebe mir Mühe, euch schon bald von all dem zu erzählen. Und vielleicht, aber nur vielleicht, stelle ich mir doch manchmal die Frage: FML, wo ist hier eigentlich die Bremse?








2: München, Carlas Geburtstag :-*
3: Die Neue Fledermaus in Karlsruhe
4: Oldtimer fahren am heißesten Tag des Jahres
5: Blödsinn machen am Battert
6: Das Hundele darf natürlich auch nicht fehlen
7: Verheult im Krankenhaus
8: Geburtstag feiern in Istanbul
Ich hab keine Zeit und ich liebe es
Im Moment ist einfach wahnsinnig viel los: Viele neue Menschen, Interviews, immer mehr Verantwortung, der immer größere Wunsch, alles strenger auszusortieren, meine Themenfelder auf das Wesentliche einzuschränken; begleitet von dem Bedürfnis, sich selbst keine Einschränkungen zu setzten. Ich komme nicht nach, meine Reisen niederzuschreiben. Ich klage aber auch nicht darüber. Ganz im Gegenteil: Bitte mehr davon. Zwar könnt ihr noch nicht viel von meinen Abenteuern lesen, dafür könnt ihr die meisten davon auf TikTok verfolgen.
Es geht mir gut, macht euch keine Sorgen. Ich merke das daran, dass in meiner Brust ein wohliges, warmes Gefühl aufblüht. Dass ich gut schlafe, weniger esse und alles, was mich umgibt, zu schätzen weiß. Dass ich von meinem Perfektionismus abgelassen habe – zumindest in den meisten Bereichen meines Lebens. Dass ich einfach zufrieden bin, im Moment lebe und vom Leben gesättigt bin. Dass ich erkannt habe, Menschen zu haben, die mich lieben und schätzen. Mein Glück ist dabei beides: laut und euphorisch wie auch still und unsichtbar. Scheiße, ich hoffe, dieser Zustand bleibt mir noch ein bisschen erhalten.




2: Monkey-Temple in Kathmandu, Nepal
3: 2. Tag im nepalesischen Dschungel – da weiß ich noch nicht, was mir schon sehr bald geschieht
4: Sonnenuntergang über den Dächern von Bandipur, Nepal
Dennoch vermisse ich es, all das mit euch zu teilen. Weil ich einfach üblicherweise gegen Mitternacht ins Bett falle und einfach out of order bin. Überhaupt würde ich gerade gerne viel mehr von euch hören. Vor allem von den avecMadlen-Lesern, die ich noch nicht kenne. Schreibt mir einfach „hi“ oder wünscht euch ein Thema, das ich näher beleuchten soll. Gebt ein Lebenszeichen. Ich weiß, ihr seid mittlerweile 11K – und das jeden Monat. Einige von euch Wiederholungstäter. Danke dafür. Ich liebe euch über alles. Ich schwöre, ich liebe euch.
Nicht alles ist so Pillepalle, wär ja auch komisch
Natürlich sind da auch Dinge, die mich beschäftigen und über die ich hier nicht (mehr) alles erzähle. Ja, es gibt sie. Dieser eine Teil meines Lebens, bei dem meine Glückseligkeit immer auch eine Kehrseite hat: meine Familie, deren Lebensrealität aus Schüssen, Drohnen und Explosionen besteht. Innerlich zerreißt mich das. Dennoch bin ich zufrieden, dass es mich zumindest nicht physisch zerreißt.
Vielleicht macht auch das etwas mit dem eigenen Blick auf das Leben. Vielleicht weiß ich deshalb gerade so genau, was ich habe. Denn auch wenn ich voller Sorge bin, habe ich erstmals das Gefühl, mein eigenes Leben zu leben. Und ich würde mit niemand anderem auf der ganzen Welt tauschen wollen.
Meine Energie-Orte
Es sind die unspektakulären Orte, an denen ich mich gerade besonders sehr nach mir selbst fühle: mein altes Auto, mein Arbeitszimmer, der Lift, den ich täglich betrete, um mich ins nächste Abenteuer zu stürzen. Aber das ist auch nur ein Ausschnitt der letzten drei Tage. Nicht mehr. Glücklich bin ich überall.
Und vielleicht kommt gerade eine Version von mir zum Vorschein, die ich selbst noch gar nicht vollständig kenne: die zufriedene, glückliche, die okay mit sich selbst und allem ist, was sie umgibt. Es gibt gerade genug zu erleben und manches davon berührt mich gerade emotional mehr, als ich zuzugeben bereit bin.




2-4: Biennale 2026
Ich fühl mich dumm, aber das ist schon ok 🙂
Intellektuell bin ich gerade ein bisschen in einem Vakuum, aber das ist schon in Ordnung so. Man kann sich nicht gleichzeitig in alle Richtungen entwickeln. Gerade ist es mein (Über)mut und das seelische Wachstum, die mich primär beschäftigen. Ich weiß nicht, was morgen ist, aber ich hab zum Glück auch keine Zeit, darüber nachzudenken. Außerdem hat das morgen meistens ja auch gar keine Wahl, als sich früher oder später zu zeigen.
Und dann ist da dieser Gedanke, der sich gerade überraschend stabil anfühlt: Ich habe irgendwie recht wenig zu verlieren, denn ich habe mich an meiner Seite gewonnen und so wie ich mich kenne, werde ich mich selbst auch nicht so schnell los. Haha, Spaß, vielleicht reichts mir bald und ich ghoste mich für alle Tage. Kann auch passieren. Aber ja. Mal sehen, was noch kommt.
Bisous, eure Madlen.