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Alles Wissenswerte über Frankfurt am Main

Frankfurt am Main – die bevölkerungsreichste Stadt Hessens und die fünftgrößte Deutschlands – ist ein faszinierender Schmelztiegel der Kulturen. Mit ihren 773.068 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2022) zählt die Stadt Frankfurt zu einer kleinen Großstadt, die für ihre Vielfalt und Multikulturalität bekannt ist.

Frankfurts reiche Geschichte

Schon seit dem Mittelalter spielt Frankfurt eine bedeutende Rolle in der Geschichte Deutschlands. Im Jahr 794 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und war seit 1372 eine Reichsstadt. Über die Jahrhunderte hinweg wurden hier die meisten römisch-deutschen Könige gewählt und seit 1562 auch gekrönt. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 entwickelte sich Frankfurt weiter und wurde zum politischen Zentrum des Deutschen Bundes. Die Stadt war Sitz der Bundesversammlung und der Nationalversammlung von 1848/49.

Frankfurt am Main: Vom Aufstieg zur Europastadt

Nach dem Deutschen Krieg im Jahr 1866 wurde die Freie Stadt Frankfurt von Preußen annektiert, und die Industrialisierung brachte einen enormen Bevölkerungszuwachs. Seit 1875 hatte Frankfurt über 100.000 Einwohner, und seit 1928 sogar mehr als 500.000. Im Jahr 1998 nahm die Stadt den Titel „Europastadt“ an, als Zeichen ihrer Verpflichtung zur europäischen Einigung.

Wirtschaftliches Schwergewicht

Frankfurt am Main ist nicht nur für seine Geschichte bekannt, sondern auch als internationaler Finanzplatz und ökonomische Weltstadt. Hier haben die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und die Frankfurter Wertpapierbörse ihren Sitz. Zahlreiche Finanzinstitute wie die Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank und KfW sind hier ansässig.

Die Messe Frankfurt beherbergt die weltberühmte Frankfurter Buchmesse, die mich persönlich auf mein Leben traumatisiert hat, und die Musikmesse. Beide sollen als Weltleitmessen gelten.

Frankfurt ist auch ein Verkehrsdrehkreuz

Dank seiner zentralen Lage ist Frankfurt am Main ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und Europa. Der Frankfurter Flughafen, der Hauptbahnhof und das Frankfurter Kreuz spielen eine entscheidende Rolle im deutschen Verkehrsnetz.

Die Mainhattan-Skyline von Frankfurt am Main

Eine Besonderheit von Frankfurt ist die beeindruckende Hochhaus-Skyline, die zu den höchsten Europas gehört. Deshalb wird die Stadt oft scherzhaft als „Mainhattan“ bezeichnet.

Außer der gläsernen Innenstadt hat Frankfurt viele weitere Facetten. So musste ich während meinen Erkundungstouren durch FFM feststellen, dass die Stadt zahlreiche Gebiete hat, die nur aus kleinen, süßen, hessischen Häuschen bestehen. Mein persönlicher Favorit in FFM sind jedoch die Eiermann-Türme in Niederrad.

Eine weitere Besonderheit der Mainmetropole ist, dass mehr als 40 Prozent des Stadtgebiets von Parks und Landschaftsschutzgebieten bedeckt sind, darunter der Frankfurter Grüngürtel mit dem seit 1372 im Besitz der Stadt befindlichen Frankfurter Stadtwald.

Kultur und Bildung in der Mainmetropole

Das kulturelle Leben in Frankfurt ist geprägt von bürgerlichen Stiftungen, Privatinitiativen und mehr. Dies hat zu den Städtischen Bühnen mit Oper Frankfurt und Schauspiel Frankfurt geführt, ebenso wie zum Frankfurter Museumsufer, dem Senckenberg Naturmuseum, der Schirn Kunsthalle und dem Museum für Moderne Kunst. Des Weiteren findet man in Frankfurt folgende Museen:

Goethe-Uni in Frankfurt: Nobelpreisträger und Aktivisten

Dann gibt es in Frankfurt noch die Goethe-Universität, gegründet im Jahr 1914. Sie hat Leibniz- und Nobelpreisträger hervorgebracht und ist eine wichtige deutsche Bildungseinrichtung. Heute macht die Goethe-Uni Schlagzeilen damit, dass sie die alte Dondorf-Druckerei nicht rausrücken will. Erfahre hier alles Wissenswerte zum Gebäude der Dondorf-Druckerei, das im Besitz der Uni steht, jedoch vorübergehend von Aktivisten besetzt wurde.

Zusätzlich gibt es sieben weitere Hochschulen in der Stadt Frankfurt mit über 60.000 Studenten.
Frankfurt am Main ist eine Stadt voller Geschichte, Vielfalt und wirtschaftlicher Bedeutung, die Besucher und Einwohner gleichermaßen fasziniert. Vorausgesetzt, sie landen nicht im Bahnhofsviertel. Entdecke hier meine absoluten Lieblingsorte in Frankfurt.


Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Geprüft und überarbeitet wurde er von mir am 26. Dezember 2023. Habe ich die eine oder andere Stelle unzureichend recherchiert, freue ich mich auf einen kurzen, sachlichen Hinweis. Danke.

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Museum für Angewandte Kunst – ein Fall für sich

Gestern war ich im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt. Durch seine Sammlungen will das Kunsthaus verborgene Schätze ans Licht bringen und Verbindungen zwischen den Geschichten und Ereignissen rund um die Objekte herstellen. Die wechselnden Ausstellungen erzählen von kulturellen Werten und den sich verändernden Lebensbedingungen.

Die Ausstellungen des Museums stellen außerdem immer die Frage, was angewandte Kunst in der heutigen Zeit sein kann. Dabei soll das Spannungsfeld zwischen Funktionalität und ästhetischem Mehrwert oftmals in den Vordergrund rücken. Es geht nicht mehr nur darum, die Objekte aus historischer Sicht zu betrachten, sondern auch zeitgemäße und unzeitgemäße Perspektiven miteinzubeziehen.

Eine verspiegelte Kommode im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
Kommode im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt: Dieser Raum gehört zu der Historischen Villa Metzler, die an das moderne Gebäude angeknüpft ist.

Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst

Während meines Besuchs lief die Ausstellung „Was wir sammeln“. Hier sah ich Alltagsgegenstände, die Gestalter aus dem Großraum Frankfurt privat gesammelt hatten: Leuchtreklame, bunte Spülschwämme, Sand, Plastikbesteck und viel mehr wurde ausgestellt und als Kunstobjekte präsentiert. 

Ausstellung "Was wir sammeln": Sammlung von bunten Schwämmen im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
Ausstellung „Was wir sammeln“: Kollektion bunter Schwämme

Die Idee an sich fand ich interessant und musste zwangsläufig daran denken, was ich so sammle: Bücher, Kunst-Postkarten, Kühlschrankmagnete und Spiegel mit güldenen Rahmen. Das was meine Mutter sammelt, finde aber interessanter: Designervasen und Weihnachtsfiguren aus Porzellan – sie hat mittlerweile so viele, dass ich mir hin und wieder Sorgen mache. Ich frage mich, ob wir alle eine Veranlagung dazu haben, Dinge zu sammeln. Schreibe in die Kommentare, was du sammelst, oder schon mal gesammelt hast.

Um ganz ehrlich zu sein, hat mich die Ausstellung „Was wir sammeln“ ästhetisch nicht wirklich angesprochen, mich dafür aber zum Nachdenken angeregt. Lese hier von der schlimmsten Ausstellung, die ich je gesehen habe.

Dauerausstellung „Elementarteile“  im Museum

Besonders gut gefallen hat mit im Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Elementarteile“, die 2014 eröffnet wurde. Diese Dauerausstellung ist sozusagen das Herzstück des Museums. Interessant finde ich, dass Objekte aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen räumlich ganz nah nebeneinander ausgestellt werden. Dadurch wird eine besondere Verbindung zwischen den einzelnen Exponaten hergestellt.

Chinesisches Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
Chinesisches Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen aus der Qing-Zeit / Qianglong-Perioden – Kupfer und Kupferstegen. Hörner, Schwanz und Ohren des Tieres sind aus vergoldeter Bronze gefertigt. Die Satteldecke in Cloisonné-Dekor ist eine separate Arbeit. Der Sattel selbst ist aus vergoldetem Kupfer – so auch der abnehmbare Knauf.

Das eine oder andere Highlight war schon dabei – wie etwa ein Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen aus China (Mitte 18. JH) oder der Entwurf für einen Liebestempel um 1750 aus Deutschland. Erfahre hier, welches Frankfurter Museum in umliegender Nähe sich viel mehr lohnt als das für Angewandte Kunst.

Das Artikelbild des zu einem Liegestuhl umgebauten Einkaufswagen, war übrigens auch in der Ausstellung „Elementarteile“. Das Design ist von Mike Bouchet, der 1970 in Kalifornien geboren wurde, jedoch in Frankfurt lebt.

Museum für Angewandte Kunst – Architektur

Besonders aufregend fand ich die Architektur des Kunsthauses. Beim Bau orientierte sich der 1934 geborene Architekt Richard Meier an die Bauweise der Klassischen Moderne. Diese ist bekannt für ihre sachliche Form und die klar gegliederten Raumkörper.

Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt Außenansicht bei Nacht
Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt: Außenansicht bei Nacht

Ich besuchte das Museum für Angewandte Kunst am Abend, konnte mir jedoch sehr gut vorstellen, wie lichtdurchflutet es tagsüber sein muss. Riesige Glasflächen und zahlreiche weiße Bauteile dominieren das gesamte moderne Bauwerk. Du bist in Frankfurt? Diese 5 Dinge musst du dort unbedingt gemacht haben.

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Kunst

Dondorf-Druckerei historisch bedeutsam? Das spricht dagegen

Nach meiner Reportage zur Dondorf-Druckerei muss ich herausfinden, ob das in Frankfurt stehende Gebäude historisch bedeutsam ist. Nachdem ich mir das ehemalige Fabrikgelände von innen und außen angesehen habe, muss ich sagen: Einen ästhetischen und funktionellen Wert hat das Bauwerk durchaus. Es muss nur etwas aufgefrischt werden.

Update vom 14. Dezember, 9:00 Uhr: Die Dondorf-Druckerei wird derzeit von der Polizei geräumt. Es seien auch Hubschrauber im Einsatz.

Das "Atelier" in der Druckerei Donbach in Frankfurt. Ein großer Raum mit Malereien und Graffiti an den Wänden
Dondorf-Druckerei heute: Ich kann dieses Bild nicht genug zeigen. Ich verliebte mich sofort in das helle Atelier mit den bunten Wandmalereien.

Wann die Dondorf-Druckerei erbaut wurde

1873 erbaute B. Dondorf ein Fabrikgebäude in Frankfurt-Bockenheim. Das Grundstück hat 6.000 Quadratmetern Fläche und der hohe Schornstein zeugt noch heute von der damaligen Dampfmaschinentechnik. Genutzt wurde das Gebäude zur Produktion der gleichnamigen Spielkarten. 

1929 wurde die Druckerei nach Plänen des Architekten Johann Wilhelm Lehr für 300.000 Mark umgebaut. Ich denke mal, dass das ziemlich viel ist und schließe daraus, dass der Umbau umfangreich ausfiel.

Der gute alte Schornstein der Dondorf-Druckerei. Der historischste Teil des gesamten Fabrikgeländes – aber dazu komme ich gleich.

Druckerei Dondorf geprägt von tragischem Familienschicksal

Was die historische Relevanz erhöht, ist auf jeden Fall die Geschichte eines seht tragischen Schicksals. Ehemals gehörte die Druckerei der jüdischen Familie Dondorf, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

„Eine der vier Töchter dieser Familie, Helene Dondorf, wurde 1941 in das Ghetto Łódź verschleppt und starb dort drei Monate später. Die anderen drei konnten ins Ausland fliehen und überlebten den Krieg. Zuvor verkauften Dondorf die Druckerei, in der später das nationalsozialistische Frankfurter Volksblatt gedruckt wurde“, schrieb ich zuvor bei t-online.

Druckereigebäude größtenteils zerstört

Jetzt kommt der springende Punkt: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Dondorf-Druckerei zerstört. Dabei wurde das repräsentative Verwaltungsgebäude dem Erdboden gleichgemacht. Das Backsteingebäude brannte aus, blieb jedoch in Teilen erhalten. Unversehrt und somit auch authentisch blieb nur der Schornstein.

Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau der Druckerei. Seit 1961 wurden die Gebäude durch die benachbarte Goethe-Uni Frankfurt genutzt. Laut der Benny Fischer, Presseperson der Aktivistengruppe, die die Druckerei derzeit besetzt hat, wurden die Räumlichkeiten der Druckerei Dondorf als Archiv der Universität genutzt.

Protest gegen Abriss: Dondorf-Druckerei in Frankfurt wieder besetzt I hessenschau
So fing es am Samstag, den 9.12.2023 an – bis zu diesem Moment (14.12.2023 00:36 Uhr) befinden sich die Aktivisten in den Räumlichkeiten der Dondorf-Druckerei.

Abriss oder nicht Abriss? Das ist hier die Frage

Nun wollen Uni und Stadt die Druckerei abreißen und wieder neu bauen. Die neue Fassade soll dabei der bestehenden ähneln. 

Ich tendiere stark dazu, zu sagen, dass die Druckerei erhalten werden sollte. Auch wenn sie in meinen Augen wegen dem Nachkriegswiederaufbau kein authentisches Bauwerk des späten 19. Jahrhunderts ist und demnach auch kein historisches Gebäude ist. Doch sie repräsentiert ein Zeitalter der Industrialisierung und erinnert an die Geschichte der Familie Dondorf, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Das Gebäude sollte in meinen Augen nicht abgerissen werden. Trotz fehlender Barrierefreiheit und trotz hoher Energiekosten bleibe ich bei dieser Einschätzung. Hier kannst du über meinen Tag in der Dondorf-Druckerei nachlesen.

Diesen gruseligen Raum zeigte mir Benny Fischer bei unserem Rundgang durch die Dondorf-Druckerei. Es war finster und der Gestank des Verbrannten kroch ziemlich tief in meine Nase. Benny machte die Uni verantwortlich dafür, das es zu so etwas kommen musste. In der Obhut der Aktivisten wäre das Dondorf-Gebäude vor solchen Grausamkeiten verschont geblieben, so Benny.

Das Gymnasium in die den Hauptsitz der Alten Börse konnte die Stadt Frankfurt doch finanzieren, obwohl einige der Meinung waren, das sei eine Schnapsidee. Warum denn nicht auch die Erhaltung dieser armen Fabrik? Immerhin ist sie die letzte ihrer Art in ganz Frankfurt am Main.

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Deshalb ist Berlin die geilste Stadt Deutschlands

Ich weiß, ich weiß – schwieriges Thema. Mit meiner Argumentation habe ich allerdings sogar mal einen Hamburger davon überzeugt, dass Berlin der geilste Scheiß der Bundesrepublik ist. 

Wenn eine Person für die Kunst lebt, dann wird sie in Berlin vor lauter Emotionen und Eindrücken ertrinken. Die Stadt zählt insgesamt 175 Museen, in denen man mit Kunst, Geschichte, Kultur und Wissen in Kontakt kommt. Eine Perle der alten Meister ragt dabei besonders heraus: Die Gemäldegalerie (bitte mit Engelsgesang im Hintergrund lesen).

Gemäldegalerie Berlin: Ein rundes Gemälde von Sandro Botticelli. Darauf abgebildet ist die Madonna mit Kind und mehreren singenden Engeln
Sandro Botticelli in der Gemäldegalerie: Madonna mit dem Kind und singenden Engeln, oder auch Madonna mit Lilien und acht Engeln – um 1477.

Gemäldegalerie: Unfassbare Mengen Kunst in Berlin

Die Gemäldegalerie hat mich für andere Kunstsammlungen verdorben. Wenn ich auch gestehen muss, dass die Alte Pinakothek in München oder auch die Stuttgarter Staatsgalerie überaus konkurrenzfähig sind.

Neben der fantastischen, überragenden und Aufsehen erregenden Gemäldegalerie – die das Zuhause von etlichen Rembrandts und einigen eindrücklichen Bellinis, Caravaggios Amor, Cranachs Jungbrunnen, Tizians Venus und weiteren 1.000 Werken ist – hat Berlin etliche renommierte Kunsthäuser, die nur darauf warten, dass du dich in ihnen verlierst:

Das sind ein paar der Museen, die ich bereits ausfindig gemacht habe und sagen muss: Ich liebe diese Stadt mit jeder Faser meiner Seele. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie casual und unscheinbar diese Millionengemälde da vor sich her hängen, als wäre dies keine Besonderheit – da einen halben Meter weiter ein weiterer Künstler von Welt hängt. Und wo die Kunst in den Museen aufhört, fängt die Kunst im Alltag an. 

Das ist der Berliner Goldhot aus der Bronzezeit. Ein Artefakt, aus dünnem Goldblech, das zu einer Gruppe dreier weiterer Goldhüte gehört, die jedoch bei weitem nicht so gut erhalten sind, wie das vorliegende Exemplar.

Berliner Straßen: Glas, Gold, gigantische Säulen

Berlin ist unverschämt… Hunderttausende eilen täglich an atemberaubenden Wandmalereien und Fresken in abgeranzten Treppenhäusern vorbei, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken. Diese Art von Kontrasten habe ich bisher nur in Russland erlebt. Und wo die Kunst im Alltag aufhört, fängt die Architektur im Alltag an. Unendlich hohe Decken, gigantische Säulen, Skulpturen, Gold, Glas, Marmor, Brutalismus – während zwei Meter weiter prachtvolle Bauten aus dem 16. Jahrhundert stehen. Solange du in Berlin bist, kommst du aus dem Staunen nicht mehr raus. 

Ich wette, du findest 1.000 andere Gründe, warum Berlin die geilste Stadt in Deutschland ist – und ebensoviele, warum sie es nicht ist. Schreib mir gerne deine Sicht der Dinge, ich freue mich auf deine Mitteilung. 

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Hier findest du Antiquitäten in Baden-Baden

Baden-Baden beherbergt eine wahre Schatzkammer für Vintage-Liebhaber und Antiquitäten-Enthusiasten. Wenn du aus der Kurstadt kommst, weißt du genau, was jetzt folgt.

Während ich in Baden-Baden, der Stadt, die für ihre Eleganz und ihren kulturellen Reichtum bekannt ist, lebte, musste ich so manch einen Scheißjob machen – und das natürlich für extrem wenig Geld. Meine Liebe zum Schönen und Wunderbaren war dabei keineswegs geringer, als sie es heute ist. Der großartige Laden, den ich dir nun vorstellen will, ist ein Juwel und ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die auf der Suche nach einzigartigen Schätzen sind, sich aber finanziell nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen können. Oder wollen.

Second-Hand Möbel und Antiquitäten in Baden-Baden

Den Laden namens „Heinzelmännchen-Service & Licht und Hoffnung e.V.“ kennt wohl jeder Baden-Badener. Er bietet eine beeindruckende Auswahl an Second-Hand Möbeln, die von Rustikal bis Modern reicht. Von Barock über Biedermeier bis hin zu Art Déco findest Du hier Stücke, die Geschichten erzählen und deinen Wohnraum mit ihrem zeitlosen Charme bereichern. Vintage-Sofas, Retro-Schränke, liebevoll restaurierten Esstische oder antike Kommoden – hier gibt es für jeden Geschmack und Stil das Richtige. Dabei geht der Erlös an einen guten Zweck. 

Zeichnung eines französischen Büros in den 1920er Jahren. Ausgestattet ist der Raum mit Art déco Möbelstücken. Besonders auffällig sind dabei die beiden Sessel.
Art déco (Symbolbild): Die Zeichnung eines kleinen Pariser Büros um 1925. Flächige und symmetriebetonte Motive sind typisch für Art déco. Die „Einfachheit“ der – damals neuen – Formen lässt sie bis heute modern erscheinen. Copyright: IMAGO

Sofern ich mich richtig erinnere, steht der Verein „Licht und Hoffnung“ für drogenkranke Menschen ein. Dort bekommen sie die Chance, sich handwerklich zu betätigen, indem sie kleinere und größere Reparaturarbeiten an Möbeln vornehmen. Im Gegenzug bekommen Unterstützung vom Verein. Die Arbeit dieser Menschen ermöglicht den Erwerb qualitativ hochwertiger Möbel – und das obwohl sie teilweise schon einige Jahrzehnte alt sind.

Kunst und Bücher kaufen in Baden-Baden

Damals holte ich mir dort alles Mögliche an Vintage-Möbeln und Antiquitäten. In Erinnerung geblieben ist mir eine Stehlampe aus den 1940er Jahren, diverse Kunstdrucke, CDs, Uhren, Vasen und natürlich meine heilige Goethe-Sammlung im Inselverlag. Schneeweißer, fester Einband – unbezahlbarer Inhalt. 

Ja, Bücherwürmer und Kunstliebhaber werden in diesem Geschäft ihr Paradies finden. Die umfangreiche Sammlung seltener Bücher und Gemälde ist Highlight-verdächtig. Hier kannst du in vergangenen Zeiten und vergessenen Welten schwelgen. Ein ehemaliger Nachbar meiner Mutter, Kunstsammler, erzählte mal, wie er dort angeblich ein Millionenkunstwerk für unter zehn Euro erworben hatte. Ich vergaß inzwischen, um welchen Künstler es sich dabei handelte, wage aber zu vermuten, dass es ein französischer Impressionist war.

Mit etwas Glück, nimmt die eine oder andere Verkäuferin dein Interesse für antike Bücher wahr und öffnet dir die „geheime Schranktür“, hinter der sich Erstausgaben, Unikate und andere Schätze befinden.

Porzellan und Co.: Antiquitäten-Alarm bei „Heinzelmännchen“

Das „Heinzelmännchen“ bietet eine erlesene Auswahl an Geschirr und Tischkultur. Von klassischem Porzellan über Vintage-Vasen in den verrücktesten Formen und Farben bis hin zu einmaligen Besteck-Sets aus vergangenen Epochen ist hier jedes kleine Detail dabei, mit dem Du dein Zuhause dekorieren und verschönern kannst. 

Ich holte mit damals Porzellantöpfe, -tassen und anderen Krimskrams. Das zweckentfremdete ich dann als Blumentöpfe. Waren mir die Behältnisse wiederum „zu weiß“, malte ich mit Acrylfarben auf ihnen. So erinnere ich mich an meine Version der Sternennacht von Van Gogh und eine AK-47 in Regenbogenfarben.

Zu finden ist der einzigartige Laden mit den Antiquitäten in der Ooser Hauptstraße 17a, 76532 Baden-Baden. Eine eigene Website gibt es nicht – oder aber ich habe sie nicht gefunden.

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