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Bad Homburg: Hier habe ich herumgelungert

In Bad Homburg vor der Höhe hatte ich jede Menge Spaß. Ich trudelte dort spätnachmittags ein und ging planlos durch die Straßen. Das ist die Taktik, die ich immer anwende, wenn ich eine neue Stadt besuche. Enttäuscht hat sie mich noch nie. Nach der 20-minütigen Fahrt aus Frankfurt fand ich in Windeseile einen angemessenen Parkplatz. Dann machte ich mich auf zu den spitzen Dächern, die ich bereits aus der Ferne sah.

Diese Kirche besuchte ich in Bad Homburg

Nach einem kleinen Fußmarsch durch den Schnee strandete ich in der Katholischen Pfarrkirche St. Marien – dort endete gerade eine „wilde Party“. Während die Menschen aus dem Gotteshaus strömten, konnte ich mich reinschleichen, um die Innenarchitektur zu begutachten. Erbaut wurde diese Kirche 1892-1895 von Ludwig Becker, einem Dombaumeister aus Mainz. Die Architektur wurde eindeutig von der Früh- und Hochgotischen Bauweise inspiriert.

Die Marienirche hat einen Grundriss mit einem einschiffigen Innenraum. Dieser Raum ist in zwei Teile geteilt: einen langen Hauptraum und einen besonderen Bereich mit kurzen Seiten. Im hinteren Teil gibt es einen fünfeckigen Abschnitt. Auch die Vorderseite der Kirche ist ein wahrer Augenfang. Die Wand des langen Hauptraums hat eine gigantische  Maßwerk-Rose – also, ein rundes Fenster in Form einer Blume.

Marienkirche in Bad Homburg – Außenansicht, Froschperspektive
So sieht die Bad Homburger Marienkirche von außen aus.

Wer hätte das gedacht? Noch eine Kirche

Weiter ging es zu einer anderen Kirche, die sich in unmittelbarer Nähe von der Marienkirche befindet. Die Evangelische Erlöserkirche, erbaut 1903-1908 von Franz Schwechten nach Plänen von Max Spitta, haute mich um. Selten berührt „moderne“ Architektur mein Herz – doch diese Kirche hat mich ergriffen. Vor allem, als ich sie betrat.

Runde Kuppel mit Jesusbildnis in der Evangelischen Erlöserkirche
Ist sie nicht absolut atemberaubend? Ich ging mit offenem Munde durch das Kirchenschiff der Erlöserkirche und erregte mit meiner Benommenheit die Aufmerksamkeit eines Kaffeekränzchens aus 5 Damen. Die Kränzchenanführerin erklärte den anderen gerade, warum diese Kirche nichts mit byzantinischer Architektur zu tun hatte, doch untermauerte ihre Argumente nicht mit Fakten. Sehr sympathisch.

Die dunkle Atmosphäre in der Erlöserkirche in Bad Homburg hatte etwas tief spirituelles. Winzige Mosaiksteinen aus Türkis oder mit Goldpigmenten zierten den gesamten Innenraum der Kirche. Hinzu kamen ornamentale Deckenmalereien, eine runde Kuppel und auch Glasfenster, wie ich sie nur in der Nürnberger St. Lorenz Kirche erlebt hatte. Ich habe noch nie etwas ähnliches gesehen. Schon gar nicht in Deutschland. Schon gar nicht aus diesem Jahrhundert. Mich überkam eine Euphorie und ich beschloss, Bad Homburg zu DER Kurstadt in Deutschland zu benennen. Doch es sollte anders kommen.

Schloss und Schlosspark Bad Homburg – und dann die Innenstadt

Nachdem ich nicht ins Bad Homburger Schloss reinkam, weil geschlossen, aber dennoch schlau genug war, von der anderen Seite in den Schlossgarten zu gelangen, stand ich da und betrachtete diese wunderbare, verschneite Natur. Unterhalb des Schlosses befindet sich nämlich ein Park mit See und Enten.

Ich entschied mich, eine Runde durch die Stadt zu drehen. Gleich fiel mit die Gepflegtheit der Häuser auf. Sie sahen aus, als seien sie alle frisch renoviert und frisch gestrichen worden. Inmitten dieser ordentlicher, kleiner, farblich aufeinander abgestimmter Häuschen fanden sich auch hessische Fachwerke, die das Stadtbild Bad Homburgs märchenhaft gestalteten. Hie und da sah ich auch das eine oder andere Türmchen – vermutlich Wassertürmchen (aber ohne Gewehr). Dann betrat ich die Innenstadt und wurde sogleich ernüchtert. Nur mal zum Vergleich: Baden-Baden hat mich noch nie ernüchtert und bleibt (für mich) daher die schönste Kurstadt Deutschlands.

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Romantische Altstadt in Hanau-Steinheim

In der Hanau-Steinheim Altstadt landete ich direkt nach meinem Ausflug in die Alte Fasanerie. Die aufregende Architektur der beiden prominenten Türme (Alte Pfarrkirche und Schloss Steinheim) bemerkte ich bereits von der Autobahn aus. Im Ort angekommen, ging ich durch die Gassen, während es um mich herum schon zu Dämmern anfing. Diese wunderbaren Sehenswürdigkeiten habe ich dort entdeckt:

Altstadt in Hanau-Steinheim: Alte Pfarrkirche

Das erste Gebäude, das ich sah, war die Alte Pfarrkirche Sankt Johann Baptist. Man erwähnte die mittelalterliche Kirche erstmals im Jahr 1329 in einer Urkunde, zunächst als Kapelle. 1449 wurde das Gebäude unter Dietrich Schenk von Erbach, Kurfürst-Erzbischof von Mainz, zur Pfarrkirche erhoben. Die gotische Saalkirche hat viele Veränderungen durchgemacht. Zwischen 1504 und 1509 wurde auch noch ein Chor mit einem speziellen Abschluss und einem besonderen Gewölbe hinzugefügt.

Der Turm der Kirche sieht im Vergleich zur zierlichen gotischen Architektur sehr stark und historisch aus. Er hat zwar keinen Helm, aber er ist mit vier kleinen Türmchen an den Ecken verziert. Dadurch erinnerte er mich etwas an eine mittelalterliche Burg. Im Jahr 1876 bis 1879 wurde die Kirche gründlich renoviert. Pierre Cuypers leitete die Renovierung, wodurch sich das Aussehen der Kirche stark veränderte. Zum Beispiel wurde das Gewölbe im Kirchenschiff durch eine Holzdecke ersetzt. Später, im Jahr 1950, wurde die Kirche erneut renoviert.

Alte Pfarrkirche in der Altstadt in Hanau-Steinheim
Ebendiese vier Türmchen da oben sah ich bereits von der Autobahn aus. Eine wirklich außergewöhnliche Architektur.

Die Pressmauer von Steinheim

Die Altstadt in Hanau-Steinheim überraschte mich erneut, als ich vor einer großen, alten Mauer stand. 1320 errichtete man diese Pressmauer. Die dicke Mauer war einst die Wehranlage von Steinheim. Möglicherweise entstand der Name „Pressmauer“, weil die Häuser wegen der Enge an die Stadtmauer gedrängt wurden.

Pressmauer mit Blick auf Schloss Steinheim
Ein Abschnitt der Pessmauer und die mittelalterliche Burg. Rechts im Bild (hinter der Laterne) ist der neuere Anbau zu sehen.

Schloss Steinheim in der Hanauer Altstadt

Vom einen Ende der Pressmauer aus sieht man am anderen Ende das Steinheimer Schloss. Man erwähnte das Steinheimer Schlossburg erstmals im Jahr 1222. Damals waren die Herren von Eppstein in ihre Besitzer. Früher nannten sie sich „von Hainhausen“ und besaßen außerdem auch einiges an Land in der Umgebung. Landvogt Ulrich I. von Hanau eroberte die Burg um 1300 in einem „Streit“ zwischen König Albrecht I. und dem Mainzer Erzbischof Gerhard II. von Eppstein und zerstörte sie teilweise. Nur wenige Jahre später wurde sie wieder aufgebaut.

Wahrscheinlich hatten die Eppsteiner finanzielle Probleme und mussten die Burg zur Hälfte an die Grafen von Katzenelnbogen (kein Scheiß, die heißen wirklich so) und die Herren von Hanau verpfänden. Nachdem die Burg einige Male den Besitzer gewechselt hatte, baute man sie später zu einer Art Schloss aus. Im Jahr 1572 fügte man dem Hauptgebäude einen Treppenturm hinzu, der mit dem Wappen von Daniel Brendel von Homburg verziert war. Die Architektur des Schlossartigen Gebäudes passt nicht im Geringsten mit der mittelalterlichen Burg zusammen. Aber das kommt bei europäischen Schlössern oft vor. Vor allem wenn neue Herrscher einzogen und den Flair ihrer Epoche einbringen wollten. Zumeist taten sie das mithilfe von Bauwerken.

Mittelalterlicher Turm des Schlosses Steinheim in der Hanauer Altstadt
Hier nochmal die Burg in ihrer Vollen Pracht. Wie bei der Alten Pfarrkirche auch, sehen wir hier diese mehreckigen kleinen Türmchen oberhalb des Bauwerks – entzückend.

Heutige Nutzung des Schlosses in der Altstadt in Hanau-Steinheim

Im Hauptgebäude des Schlosses gibt es heutzutage Wohnräume und das Museum Schloss Steinheim. Dieses zeigt vor allem die Geschichte von Steinheim und auch die Geschichte der Region, besonders die Zeit bevor es die Stadt Hanau überhaupt gab. Leider kam ich eine Minute nach Feierabend. Man kann auch den Turm des Schlosses besichtigen, wenn man an einer Führung teilnimmt.

Des Weiteren sah ich den Marstall, spazierte durch die süßen Gässlein mit den traditionellen Fachwerkhäusern und genoss die friedliche Atmosphäre des Samstagabends. Es war wirklich schön und ich komme garantiert wieder, um diesen Ort jemandem zu zeigen.


Quellen:

  • Wikipedia / St. Johann Baptist (Steinheim)
  • Beschilderung an der Pressmauer mit historischem Hinweis
  • Wikipedia / Schloss Steinheim
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Reisen

Alte Fasanerie – meine Highlights im Wildpark

Der Wildpark Alte Fasanerie ist ein Wildgehege, das sich bei von Klein-Auheim befindet, einem Stadtteil von Hanau. Das Gehege erstreckt sich über eine Fläche von 107 Hektar und beheimatet eine vielfältige Gruppe von etwa 40 Tierarten aus Mittel- und Nordeuropa. Die Ursprünge dieses Geheges reichen bis ins Jahr 1705 zurück, als Erzbischof Lothar Franz von Schönborn die Fasanerie gründete. Heute ist das ein schönes Ausflugsziel mit Erlebnis-Faktor. Von Frankfurt fuhr ich 26 Minuten.

Hier sieht man, wie ich ein Pony durch die Alte Fasanerie führe
Ein süßer Moment vorweg: Ich durfte mir für 4 Euro ein Pony ausleihen und es eine kleine Runde um das Gehege führen. Es war ziemlich stur und uneinsichtig – aber ich habe es geliebt. Warum es einen Maulkorb trägt? Nun, entweder weil es a) ein bissiges Pony ist, oder b) weil es während des Rundgangs unter keinen umständen etwas vom Boden fressen darf. *

Alte Fasanerie: Ein fantastischer Tag in Hanau

Ich schrieb bereits einige Male über das tierische Treiben in der Alten Fasanerie. Heute beschloss ich jedoch, mir das ganze aus der Nähe anzusehen und fuhr nach Hanau. Mich erwartete ein riesiger Park mit süßen Tierchen und extrem wenig Besuchern, obwohl es Samstag war. Ich gehe davon aus, dass die winterlichen Außentemperaturen viele eingeschüchtert hatten. Doch ich wollte unbedingt wieder die kalte Luft an meinem Gesicht brennen spüren und verbrachte in dem Wildpark mehrere Stunden. 

Der Eintritt kostet 8 Euro. Für 2 weitere Euro gibt es an der Kasse Futter, womit man die Mufflons, Hirsche und Wildschweine füttern kann. Los geht’s: Das erste was ich sah, waren freilaufende Pfauen. Schöne Tiere… Sie fraßen anderen Besuchern den getrockneten Mais aus der Hand, der in dem Futter – das eigentlich für die anderen Tiere bestimmt war – mit drin war. Ich traute mich nicht, weil ich nicht genau wusste, ob das den prachtvollen Vögeln nicht schadet. 

Wildpark in Hanau: Von Auerochsen bis Wildkatzen

Nachdem ich von den Mufflons vollständig ignoriert wurde, ging ich weiter zu den Auerochsen. Ich erkannte sie sofort von Weitem, weil ich letztens über ihren Nachwuchs berichtet hatte. Die kleinen Kälber waren absolut niedlich. In der Zwischenzeit muss noch ein drittes Kälblein hinzugekommen sein. Es war kleiner, als die beiden anderen und seine Fellstruktur war glatter und welliger. Ich schätze, es war zu diesem Zeitpunkt nur wenige Tage alt.

Auerochsen in der Alten Fasanerie – dem Wildpark in Hanau. Neulich hatten die Tiere Nachwuchs – ich durfte die kleinen Kälber begutachten.
Das kleine Kälblein hat einfach das Heu vom Rücken des Auerochsen gefressen. Das Jungtier war so tollpatschig und verspielt – ich wollte dort gar nicht mehr weg…

Als nächstes ging ich zu den Wildkatzen. Da ich auch über sie berichtet hatte, war ich ganz aufgeregt, sie zu sehen. Ich sah nur eine – sitzend auf einem Baum – und war sehr erstaunt darüber, wie winzig sie war. Das Bild des Wildkaters, das ich in meinem Bericht verwendete, ließ mich mutmaßen, dass es sich hierbei um Tiere handelt, die so groß sind, wie Labradore. Doch die vom Aussterben bedrohten Wildkatzen sind kaum größer als Hauskatzen.

Die Alte Fasanerie klärt darüber auf, dass die Reviere der Wildkatzen gefährdet sind. Der Bau von Straßen zerschneidet ihre Lebensräume – wie den vieler anderer Tiere auch. Laut Wildpark ist der einzige Weg, das Überleben der Katzen zu sichern, neue Waldgebiete zu schaffen. 

In einem Gehege: Wildkatze sitzt auf einem Baum

Ein Hirsch frisst mir aus der Hand

Nachdem ich mich von den Samtpfoten verabschiedet hatte, ging ich weiter zu den Hirschen. Ein Exemplar fraß mir das Futter direkt aus der Hand. Der Hirsch war so vergnügt mit den Leckereien, dass er meinen kleinen Finger auch fast für eines hielt. Es war ein wirklich schönes Erlebnis, dieses große, wilde Tier so nah zu sehen und seine vorsichtigen Bisse durch den Handschuh zu spüren. Richtig „wild“ auf das Futter waren auch die Wildschweine. Sie kamen mit der ganzen Familie angerannt, um davon zu kosten. 

Hirsch frisst mir aus der Hand
Lecker… Dieser Hirsch hat mit viel Genuss an den Leckerlis geknuspert. Definitiv ein Highlight in der Alten Fasanerie, das ich nicht vergessen werde.

Alte Fasanerie: Wölfe aus der Tundra

Nachdem ich mir einen Kräutertee geholt habe, ging ich zu den Tundrawölfen – auch über diese anmutigen Tiere habe ich bereits berichtet. Bisher habe ich noch nie einem Wolf in die Augen geblickt. In der Alten Fasanerie war meine Premiere. Es fühlte sich sehr ungewöhnlich an. Mir war klar, dass eine Begegnung in der freien Wildbahn durchaus  tödlich enden könnte. Gleichzeitig bewunderte ich ihren wilden, gefährlichen und ungezügelten Blick. 

Der Tundrawolf in der Alten Fasanerie
Schönes Raubtier… Ich denke, der Tundrawolf war mein größtes Highlight in dem Wildpark.

Der Tundrawolf ist in Finnland und Russland verbreitet. Jungtiere werden vom gesamten Rudel großgezogen. Nach ein bis drei Jahren verlassen die Jungtiere ihr Rudel. Sie siedeln sich in der Nähe an, oder wandern fort. Die weißen Wölfe erbeuten Rehe, Rothirsche und Wildschweine. In manchen Regionen sollen sie sogar Jagd auf Hirsche machen. In der Alten Fasanerie leben zwei Exemplare: sie sind Geschwister. Erstaunlich fand ich es, wie schnell und leise sie sich durch ihr Quartier bewegten. Kaum machte es den Anschein, als läge das Tier schlummernd auf dem Waldboden, schon sprang es geräuschlos auf und lief ans andere Ende des großen Geheges. Absolut sehenswert!

Ich konnte trotz aller Anstrengungen nicht den gesamten Park und bei weitem nicht alle Tierarten erkunden. Die Alte Fasanerie beherbergt zusätzlich zu den bereits erwähnten Tieren auch Heckrinder, Wisente, Europäische Wölfe und Luchse. Neben Wildtieren sind auch verschiedene Haustierrassen wie Rhönschafe, Thüringer Waldziegen, Bentheimer Landschweine und Skudden zu bewundern. In kleineren Gehegen findet man Wildkatzen, Waschbären, Füchse, Dachse, Frettchen und Steinmarder. Die Vogelvolieren beherbergen Gold-, Silber- und Jagdfasan, Uhus, Schnee-Eulen, Krähen, Kolkraben sowie verschiedene Taubenarten. Ich freue mich schon riesig auf meinen nächsten Ausflug in den Hanauer Wildpark.


b)… es ist b).

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Reisen

Greffern? Wtf ist Greffern?

Greffern: Die Nähe zu Baden-Baden und Rastatt macht diesen Ort besonders attraktiv, aber lässt ihn auch gleichzeitig etwas verblassen. Denn Natur, Wald und Gewässer gibt es in dieser Region en masse. Greffern hat jedoch etwas Einzigartiges an sich, das es nur dort zu finden gibt – nämlich künstliche Gewässer und Wanderwege in beträchtlicher Anzahl.

Kleines Boot treibt auf dem Baggersee in Greffern
Die stille Idylle im Winter: An diesem Ort hört dich niemand schreien – Spaß, da sind schon viele Gassi-Gänger unterwegs.

Das ist die Geschichte von Greffern

Greffern, seit 1974 ein Ortsteil von Rheinmünster, ist ein kleines Dorf in Baden-Württemberg. Im Jahr 2018 zählte es 2051 Einwohner und ist damit der größte Ortsteil in der Gemeinde. Das Dorf liegt rechtsrheinisch am Rhein und grenzt unmittelbar an Frankreich. Südwestlich erstreckt sich der Altrheinarm Kirchhöfel, während westlich der Grefferner Altrhein zu finden ist. Auf der anderen Seite des Rheins liegen Dalhunden und Drusenheim.

Greffern im Sommer: Ein kleiner Steg am Wasser und der sich andeutende Sonnenuntergang in der Ferne
Der Traum im Sommer: Dank der vielen Gewässer ist auch die Flora und die Fauna entsprechend vielfältig – auf diesem kleinen Steg traf meine Mutter mal auf eine Wasserschlange. Sie kommt bis heute nicht auf diese Begegnung klar.

Die Geschichte von Greffern ist eng mit dem Rhein verbunden. Vor der Rheinbegradigung musste das Dorf mehrmals verlegt werden, aufgrund der ständig wechselnden Flussverläufe. Im Jahr 2005 wurde der Polder Söllingen/Greffern fertiggestellt, um die unbesiedelten Rheinauen zwischen Freistett und Hügelsheim gezielt zu überfluten und somit zum Hochwasserschutz beizutragen. Das bedeutet, dass während wir hier in Hessen halber ertrinken – zumindest die Schafe – die Bewohner von Greffern friedlich durch die Wälder wandern können, ohne dabei auf Hochwasser zu stoßen.

Sommerliche Pflanzen an einem klaren See
Auch diese Aufnahme machte ich im Sommer – zu dieser Jahreszeit gibt es natürlich viel mehr Action an den Gewässern. Endeckt habe ich dort schon sämtliche Enten, Schwäne, Fische, Insekten, ein Ree, einen verwöhnten Chihuahua und weitere.

Mit der Fähre nach Frankreich

Die Geschichte von Greffern reicht bis in die römische Zeit zurück. In der Nähe der Schule wurde ein römisches Fundstück, vermutlich ein Altarstein, öffentlich aufgestellt und zeugt von dieser langen Geschichte. Obwohl ich mit Valentina dort hin und wieder Gassi gehe, habe ich diesen Stein noch nie gesehen. Egal, nächstes Mal achte ich besser drauf. Erfahre hier, wo der Hund in Frankfurt am liebsten Gassi geht.

Von Greffern aus gibt es eine Fähre, die den Rhein nach Drusenheim in Frankreich überquert. Dies verbindet die beiden Gemeinden auf charmante Weise und ermöglicht eine grenzüberschreitende Erkundung. Natürlich ist auch der Spaßfaktor nicht gerade gering, wenn man innerhalb von 5-10 Minuten Bootsfahrt in einem anderen Land steht.

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Kunst & Architektur

Impressionen: Nürnberger St. Lorenz Kirche

Für drei Tage und zwei Nächte hatte ich das Vergnügen, im schönen Nürnberg zu sein. Ich sah mir die Operette „Die Fledermaus“ im Staatstheater an, besuchte natürlich das bedeutsame Germanische Nationalmuseum und sah mir die St. Lorenz Kirche genauer an. Viel Zeit hatte ich nicht, aber ich konnte folgende Eindrücke sammeln:

Was für ein Anblick... Ich habe die St. Lorenz Kirche in Nürnberg bei gutem Wetter erwischt
Die St. Lorenz Kirche in Nürnberg ist eine gotische Kirche. Sie ist dem Heiligen Lorenz gewidmet.

Das Rosettenfenster, das du nur auf dem Bild der Außenfassade siehst, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg restauriert. Dies konnte erfolgen, weil Originalteile des Fensters im Depot des Germanischen Nationalmuseums gefunden wurden. In diesem Museum habe ich übrigens einige Lucas Cranachs gesichtet.

Bau der St. Lorenz Kirche in Nürnberg braucht über 200 Jahre

Der Bau der dreischiffigen Basilika begann um 1250. Der spätgotische Hallenchor wurde 1477 vollendet. Als ich vor diesem gigantischen Bauwerk stand, wurde mir klar, wie unbedeutend und klein ich bin.

Innenräume der St. Lorenz Kirche in Nürnberg
Seit der Reformation ist die Lorenzkirche neben der Sebalduskirche eine der beiden großen evangelischen Stadtkirchen Nürnbergs, die beide zum Dekanat Nürnberg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gehören. 

Kirchenfenster in der St. Lorenz Kirche zu Nürnberg

Im Chor und im Langhaus der Kirche gibt es wichtige spätgotische Bleiglasfenster. Die Fenster im Hallenchor wurden im Jahr 1476/77 von Michael Wolgemut gestaltet. Teilweise basieren sie auf den Entwürfen von Hans Pleydenwurff, der im Jahr 1472 verstorben war. Wolgemut hatte zu dieser Zeit die Werkstatt von Pleydenwurff übernommen. Einer der Lehrlinge, die dort später von 1486 bis 1490 arbeiteten, war – halt dich fest – Albrecht Dürer:

Kirchenfenster in Nürnberg
Schmidtmayer-Fenster (von Albrecht Dürer und Hans Süß von Kulmbach)
Kirchenfenster, Malereien
Wenn jemand eine Ahnung davon hat, wessen Fenster das ist, gerne in die Kommentare schreiben.

Als ich durch diese wunderbare Kirche ging, hatte ich eine heftige Reizüberflutung. Mein Auge musste sich erstmal an die leuchtenden Farben der Kirchenfenster gewöhnen. Gleichzeitig sind die Gedanken von der Höhe der Kirchendecke überwältigt. Ich musste meinen Kopf ganz weit nach hinten fallen lassen, um die Schönheit der Gewölbe zu erblicken. Dabei versuchte ich natürlich meinen Mund zuzuhalten, denn ich kam aus dem Staunen gar nicht raus.

Kirchenfenster in der Nürnberger St. Lorenz Kirche
Hier sieht man den Annenaltar (1510, von Hans Süß von Kulmbach). Dahinter befinden sich die
Haller-Fenster (links) und die Knorr-Fenster (links).

Einzigartige Feinarbeit: Ein 20 Meter hohes Tabernakel

Das Sakramentshaus St. Lorenz, entstanden zwischen 1493 und 1496, ist ein rund 20 Meter hohes und zirka 3,40 Meter breites Tabernakel. Hier werden die geweihten Hostien aufbewahrt. Oberhalb des eigentlichen Sakramentsschränkchens sind verschiedene Szenen des Leidens Christi dargestellt.
Im Zweiten Weltkrieg wurden Dach und Gewölbe stark beschädigt. Der Bau wurde jedoch wiederhergestellt. Die sehr bedeutende spätgotische Ausstattung blieb durch Auslagerung weitgehend erhalten.
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Meine Kunstreise: Art, Drugs and Rock ’n‘ Roll

Eines Tages brannte mir die Sicherung durch. Ich packte mein Geld und fuhr los. Der Plan war der, keinen richtigen Plan zu haben. Also fuhr ich nach Amsterdam, um vom dortigen Marihuana noch planloser zu werden. Da ich Kunst sehen wollte, wusste ich bereits zu Beginn meines Trips, dass das eine Kunstreise werden sollte. Zunächst besuchte ich die wichtigsten Museen der Stadt – bis auf das Van-Gogh-Museum, das habe ich nämlich noch vor mir.

Meine Kunstreise durch vier Städte: Man sieht den Kanal von Amsterdam durch ein Bullauge, das zu dem kleinen Hausboot gehört, auf dem ich gelebt habe.
Diesen Ausblick konnte ich in Amsterdam von meinem Bett aus genießen. Ich werde dieses Abenteuer niemals vergessen.

Meine Kunstreise startete in Amsterdam

Was soll ich sagen? Ich liebe diese Stadt. Ihre Dynamik, Offenheit, ihre Hausboote und die aufeinander abgestimmte Architektur gefielen mit schon immer. Ich verbrachte dort Tage des Glückes und lebte selbst auf einem kleinen Hausboot. Das fühlte sich so surreal an ­– vor allem in diesen Momenten, als ich von meinem Bett aus durch das Bullauge auf den Kanal blickte. In diesen Momenten verliebte ich mich aufs Neue in mich selbst und war dankbar für meine Spontanität, die Fähigkeit immer und überall alleine sein zu können und natürlich auch für meine Furchtlosigkeit vor Planlosigkeit.

Während meiner Kunstreise war ich im Rijksmuseum in Amsterdam. Dort habe ich Rembrandts Nachtwache gesehen.
Rembrandt van Rijn im Rijksmuseum, Amsterdam: Die Nachtwache, 1642 – Öl auf Leinwand (Ausschnitt)

Nachdem ich am letzten Tag in Amsterdam zwei weitere Kunsthäuser und den Hortus Botanicus besucht hatte, machte ich etwa vier bis fünf Bootstouren. Dann wurde es aller höchste Eisenbahn, meine Kunstreise nach Hamburg zu versetzen. Um nicht unnötig Zeit und Geld zu verschwenden, verzichtete ich zwischen den Städten auf Hotelzimmer. Ich buchte mir nächtliche Flixbusse und schlief während der Fahrt – nur zu empfehlen, wenn du einen trainierten Rücken hast, der es dir ermöglicht, in komplett verkrüppelten Positionen zu schlafen. 

Weiter geht’s nach Deutschland: Hamburger Kunsthalle

In Hamburg angekommen, ging ich in die Kunsthalle. Die dortige Ausstellung hieß „Femme Fatale“ und war sagenhaft. Am Abend ging ich auf die Reeperbahn – dort war auch mein Hotel – und kaufte mir eine absolut nuttige Hose in Hochglanz. Ich habe es voll gefühlt. In Hamburg blieb ich zwei Tage.

Herrmann Kaulbach (1846-1909) in der Hamburger Kunsthalle: Lucrezia Borgia, 1882 – Öl auf Leinwand

Ursprünglich wollte ich vom Hamburger Flughafen nach Portugal fliegen, doch habe es mir anders überlegt, als ich die Last-Minute-Preise sah. Laut einer Flughafenmitarbeiterin seien diese nach der Corona-Pandemie in die Höhe geschossen. Aus diesem Grund flog ich erst einige Monate später nach Porto – und war absolut überwältigt von dieser geilen Stadt.

Ich setzte meine Kunstreise in Berlin fort

Doch zunächst musste ich improvisieren. Kurzerhand entschied ich mich dazu, nach Berlin zu fahren. Dort würde ich in einer netten Absteige 3 Nächte verbringen und pflichtgemäß im „Homeoffice“ arbeiten. In Berlin tobte ich mich aus. Ich war in der Gemäldegalerie, im Museum für Kunstgewerbe und in der Neuen Nationalgalerie. Es war himmlisch. Die Gemäldegalerie ist mitunter einer der Gründe, weshalb ich Berlin zu der geilsten Stadt Deutschlands erklärt habe

Während meiner Reise sag ich in der Berliner Gemäldegalerie Giovanni Bellinis Madonna
Halleluja! Gleich in der zweiten Halle der Gemäldegalerie blieb ich wie angewurzelt stehen. Denn ich sah: Giovanni Bellinis Maria mit dem Kind (etwa 1460) – Tempera auf Pappelholz.

Eines Morgens packte mich der Berlin-Vibe und ich stellte mich oberkörperfrei auf die Fensterbank. Ich blickte durch das offene Fenster über Charlottenburg, über die Autofahrer und Passanten hinweg ­– und sie blickten zu mir herauf. Aber fremde, nackte Frauen waren sie wohl alle gewohnt, weshalb es mir noch mehr gefiel, dort oben stehen zu bleiben und den Morgen anzutreffen.

Ab nach Breslau – ich bin zum ersten Mal in Polen

Wo sollte die nächste Reise hingehen? Ich hatte noch zwei Tage Zeit, bis unserer Redaktion endgültig der Homeoffice gestrichen wurde und fuhr spontan nach Polen. Nachts am Bahnhof in Breslau (polnisch: Wrocław) angekommen, hoffte ich darauf, Geld wechseln zu können – sonst wäre ich im Arsch. Dort hatte um die Uhrzeit tatsächlich alles offen und der Geldwechsel klappte binnen Sekunden. Ich hielt erstmals Złoty in meiner Hand. Jetzt konnte es losgehen. Die Innenstadt von Breslau gefiel mir sehr gut. Bunte, gepflegte Häuschen, wenig Touristen, Sauberkeit – soweit das Auge reicht. 

Bunte Häuserreihe, die ich während meiner Kunstreise in Breslau fotografiert habe.
Die ganze Innenstadt von Breslau sieht so aus – wie in einem kleinen, polnischen Märchen.

Es war ein netter Trip – mein erstes Mal in Polen übrigens. Doch die Museen haben mich dort nicht umgehauen. Denn im Breslauer Rathaus-Museum, wo ich war, warben die Aussteller mit Dalí und Miró. Ausgestellt wurden jedoch Werke von Amateurkünstlern, die sich von Dalí und Miró haben inspirieren lassen. Vielleicht war das auf dem Ausstellungsbanner auch so deklariert, das aber hätte ich gar nicht verstehen können. Egal – dafür habe ich dank anderen Exponaten, die dort dauerausgestellt waren, etwas über die Stadtgeschichte gelernt.

Besonders gefallen hat mir der unvergessliche Blick über die gesamte Stadt auf dem Turm einer Kirche. Von dort konnte man fast bis in die unendliche Weite sehen. Auch habe ich üppige Architektur bestaunen können. Insbesondere die Außenarchitektur von Kirchen fand ich in Breslau sehr ansprechend. Erfahre hier, wie ich mich blamiert habe, als ich eine der Polnischen Kirchen betreten habe.

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Alles Wissenswerte über Frankfurt am Main

Frankfurt am Main – die bevölkerungsreichste Stadt Hessens und die fünftgrößte Deutschlands – ist ein faszinierender Schmelztiegel der Kulturen. Mit ihren 773.068 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2022) zählt die Stadt Frankfurt zu einer kleinen Großstadt, die für ihre Vielfalt und Multikulturalität bekannt ist.

Frankfurts reiche Geschichte

Schon seit dem Mittelalter spielt Frankfurt eine bedeutende Rolle in der Geschichte Deutschlands. Im Jahr 794 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und war seit 1372 eine Reichsstadt. Über die Jahrhunderte hinweg wurden hier die meisten römisch-deutschen Könige gewählt und seit 1562 auch gekrönt. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 entwickelte sich Frankfurt weiter und wurde zum politischen Zentrum des Deutschen Bundes. Die Stadt war Sitz der Bundesversammlung und der Nationalversammlung von 1848/49.

Frankfurt am Main: Vom Aufstieg zur Europastadt

Nach dem Deutschen Krieg im Jahr 1866 wurde die Freie Stadt Frankfurt von Preußen annektiert, und die Industrialisierung brachte einen enormen Bevölkerungszuwachs. Seit 1875 hatte Frankfurt über 100.000 Einwohner, und seit 1928 sogar mehr als 500.000. Im Jahr 1998 nahm die Stadt den Titel „Europastadt“ an, als Zeichen ihrer Verpflichtung zur europäischen Einigung.

Wirtschaftliches Schwergewicht

Frankfurt am Main ist nicht nur für seine Geschichte bekannt, sondern auch als internationaler Finanzplatz und ökonomische Weltstadt. Hier haben die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und die Frankfurter Wertpapierbörse ihren Sitz. Zahlreiche Finanzinstitute wie die Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank und KfW sind hier ansässig.

Die Messe Frankfurt beherbergt die weltberühmte Frankfurter Buchmesse, die mich persönlich auf mein Leben traumatisiert hat, und die Musikmesse. Beide sollen als Weltleitmessen gelten.

Frankfurt ist auch ein Verkehrsdrehkreuz

Dank seiner zentralen Lage ist Frankfurt am Main ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und Europa. Der Frankfurter Flughafen, der Hauptbahnhof und das Frankfurter Kreuz spielen eine entscheidende Rolle im deutschen Verkehrsnetz.

Die Mainhattan-Skyline von Frankfurt am Main

Eine Besonderheit von Frankfurt ist die beeindruckende Hochhaus-Skyline, die zu den höchsten Europas gehört. Deshalb wird die Stadt oft scherzhaft als „Mainhattan“ bezeichnet.

Außer der gläsernen Innenstadt hat Frankfurt viele weitere Facetten. So musste ich während meinen Erkundungstouren durch FFM feststellen, dass die Stadt zahlreiche Gebiete hat, die nur aus kleinen, süßen, hessischen Häuschen bestehen. Mein persönlicher Favorit in FFM sind jedoch die Eiermann-Türme in Niederrad.

Eine weitere Besonderheit der Mainmetropole ist, dass mehr als 40 Prozent des Stadtgebiets von Parks und Landschaftsschutzgebieten bedeckt sind, darunter der Frankfurter Grüngürtel mit dem seit 1372 im Besitz der Stadt befindlichen Frankfurter Stadtwald.

Kultur und Bildung in der Mainmetropole

Das kulturelle Leben in Frankfurt ist geprägt von bürgerlichen Stiftungen, Privatinitiativen und mehr. Dies hat zu den Städtischen Bühnen mit Oper Frankfurt und Schauspiel Frankfurt geführt, ebenso wie zum Frankfurter Museumsufer, dem Senckenberg Naturmuseum, der Schirn Kunsthalle und dem Museum für Moderne Kunst. Des Weiteren findet man in Frankfurt folgende Museen:

Goethe-Uni in Frankfurt: Nobelpreisträger und Aktivisten

Dann gibt es in Frankfurt noch die Goethe-Universität, gegründet im Jahr 1914. Sie hat Leibniz- und Nobelpreisträger hervorgebracht und ist eine wichtige deutsche Bildungseinrichtung. Heute macht die Goethe-Uni Schlagzeilen damit, dass sie die alte Dondorf-Druckerei nicht rausrücken will. Erfahre hier alles Wissenswerte zum Gebäude der Dondorf-Druckerei, das im Besitz der Uni steht, jedoch vorübergehend von Aktivisten besetzt wurde.

Zusätzlich gibt es sieben weitere Hochschulen in der Stadt Frankfurt mit über 60.000 Studenten.
Frankfurt am Main ist eine Stadt voller Geschichte, Vielfalt und wirtschaftlicher Bedeutung, die Besucher und Einwohner gleichermaßen fasziniert. Vorausgesetzt, sie landen nicht im Bahnhofsviertel. Entdecke hier meine absoluten Lieblingsorte in Frankfurt.


Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Geprüft und überarbeitet wurde er von mir am 26. Dezember 2023. Habe ich die eine oder andere Stelle unzureichend recherchiert, freue ich mich auf einen kurzen, sachlichen Hinweis. Danke.

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Du hast einen Tag in Frankfurt – tu DAS

In Frankfurt lebe ich seit einigen Monaten und muss sagen, dass mich diese Stadt mit ihrer Vielseitigkeit überrascht hat. Dennoch habe ich klare Favoriten, die mir jedes Mal aufs neue den Atem rauben, auch wenn sie ziemlich banal sind. So kann ich mich beispielsweise nicht an die Skyline gewöhnen – schon gar nicht bei Nacht und sage immer wieder gerne: „Das schönste an Frankfurt ist Frankfurt bei Nacht“.

Ein Tag in Frankfurt: Skyline und Altstadt sind ein MUSS

1.) Schau dir die Skyline an. Tu es einfach. Von nah und weit, von unten und oben. Es ist ein Erlebnis, das dich prägt – und das sage ich als jemand, der zuvor kein Fabel für moderne Architektur hatte. Nun – spätestens, seit ich in Frankfurt lebe, lasse ich mich immer wieder von der gläsernen Schönheit faszinieren und kann mein Auge kaum von ihr abwenden. Hier habe ich mal die 9 besten Aussichtspunkte auf die Frankfurter Skyline zusammengestellt.

2.) Die Frankfurter Altstadt ist einfach wunderbar und wird niemals alt, egal wie oft ich hingehe. Hühnermarkt, Römerberg – egal. Einfach mal hingehen und bei Gelegenheit auch im Kaiserdom St. Bartholomäus vorbei schneien. Es ist ein tolles Erlebnis mit vielen traditionellen und auch antiken Geschäften und Buchläden. Wenn du mit dem Besuch der Altstadt in Frankfurt soweit durch bist, kannst du weiter zum…

Skyline in Frankfurt aus einer Anhöhe mitten in der Stadt.
Ich will ja nicht angeben (doch), aber das ist der wunderbare Ausblick aus meinem Büro in Frankfurt.

Kunst erleben in Frankfurt am Main

3.) …Städel auf dem Museumsufer. Auch wenn die Sonderausstellungen manchmal nach der verschachtelten Konzepten zusammengestellt sind – hierbei spreche ich ausdrücklich nicht von der Guido Reni Ausstellung, diese war nämlich das Highlight schlechthin – lohnt es sich immer die Dauerausstellung im Städel Museum zu besichtigen. Einfach mal hingehen und staunen.

4.) Und wenn du schon dabei bist, das Museumsufer in Frankfurt zu erkunden, dann statte dem Ikonenmuseum einen Besuch ab. Du brauchst maximal eine Stunde für die Ausstellung; der Eindruck bleibt jedoch für immer. Der Eintritt kostet 6 Euro. Erfahre hier, welche Ausstellung das Frankfurter Ikonenmuseum derzeit zeigt.

Russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum
Diese russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum.

Frankfurter Naturphänomen Düne – und mehr

5.) Zu guter Letzt: Die Schwanheimer Düne, die ein Naturerlebnis mit Faszinationsfaktor darstellt. Dieses Phänomen der Natur lockt mich immer wieder an und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Das Besondere an der Düne ist ihre Flora und Fauna. Sie hat sich über Jahrhunderte zu dem entwickelt, was sie heute ist und steht unter Naturschutz. Hier findest du alle Infos, die ich zur Schwanheimer Düne gefunden habe.

Die Schwanheimer Düne in Frankfurt-Schwanheim. Ein Naturerlebnis der Extraklasse
Das ist die Schwanheimer Düne im Spätsommer. An diesem fantastischen Tag habe ich sie entdeckt und sie sofort ins Herz geschlossen.

Natürlich gibt es in Frankfurt 1.000 weitere Dinge, die man besuchen könnte und sollte. Eine davon sind die Eiermann-Türme in Frankfurt-Niederrad (wenn du schon in Richtung Schwanheim fährst, dann geh dort unbedingt vorbei). Wenn ich einen einzigen Tag in Frankfurt hätte, würde ich genau diese Orte erleben wollen.

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Von Aktivisten besetzt: Mein Tag in der Dondorf-Druckerei

Heute arbeitete ich an einer Reportage. Seit Samstag besetzen einige Aktivisten einer Gruppe namens „die Druckerei“ die ehemalige Dondorf-Druckerei in Frankfurt-Bockenheim. Damit wollen sie verhindern, dass das Gebäude abgerissen wird. Während ich dort war, war die Stimmung angespannt. Die jungen Besetzer waren unruhig und gingen auf und ab. 

Update vom 14. Dezember, 9:00 Uhr: Die Dondorf-Druckerei wird derzeit von der Polizei geräumt. Es seien auch Hubschrauber im Einsatz.

Zugegeben, ich kam auch „genau rechtzeitig“ – nämlich eine Minute, nachdem sie das Gebäude hätten räumen sollen. Mich empfing eine Presseperson, die auf den Namen Benny Fischer hört. Fischer zeigte mir das Innenleben der Druckerei Dondorf. Gemeinsam gingen wir durch die arschkalten Räumlichkeiten des Gebäudes, während ich einen Bericht zur Sachlage in einer professionellen, kühlen Distanz bekam.

Backsteingebäude aus der Froschperspektive: Hierbei handelt es sich um die Dondorf-Druckerei in Franlkfurt am Main, die derzeit von Aktivisten besetzt wird.
Die Backstein-Fassade der Druckerei Dondorf in Frankfurt

Upsi: Ich schaffe dann mal kurz eine cringe Situation

Ich schlug Benny Fischer vor, mich zu duzen – mit der Argumentation, ich sei ja gleichen Alters. Schnell bemerkte ich, dass die Person vor mir mit hoher Wahrscheinlichkeit viel jünger war als ich, jedoch um so ernster. Im weiteren Verlauf unseres Gesprächs hat mich Benny weder geduzt, noch gesietzt – aber das ist eigentlich gar nicht das Thema dieses Artikels. 

Das Artikelbild ist übrigens das Atelier der Druckerei. Benny meinte, dass die Malereien an den Wänden während der ersten Besetzung im Sommer entstanden sind. Ich sag’s dir, als ich dort stand ging mir so einer ab – ich hab mich kaum wieder eingekriegt. Ich sah mich selbst, wie ich dort in diesem riesengroßen, lichtdurchfluteten Raum ununterbrochen meine Comics zeichnete.

Déjà-vu: Ist Abriss der Dondorf-Druckerei richtig?

Seit ich in der Dondorf-Druckerei war und mir einiges an Räumlichkeiten ansehen durfte, frage ich mich fortwährend, ob die Stadt den Abriss berechtigterweise plant. Ich zweifle diese Entscheidung an.

Langer leerer Gang im Dondorf-Druckereigebäude. Manche Türen stehen offen und es fällt das Sonnenlicht in den Gang. An den weißen Wänden sieht man bunte Graffitis und Aufschriften.
Leere Gänge, leichtes Echo und überall die wunderbaren Graffitis, die farblich sehr stilvoll aufeinander abgestimmt sind. Darin sah ich die Jugend ihrer Verfasser aufblühen – darin las ich das rebellische Hinterfragen aller Entscheidungen, die über ihre Köpfe hinweg getroffen wurden. Naja… zumindest in ein paar davon.

Mich erinnert der geplante Abriss an eine Story, die ich mal in Ludwigshafen gemacht habe. Darum ging es um den Abriss des Rathaus-Centers. Das Hochhaus wurde in den 1970ern erbaut und zwar auf eine sehr moderne Art und Weise. Als Presse bekam ich die „letzte Gelegenheit“, einen Rundgang durch das Bauwerk vor dem Abriss zu machen. 

Das Rathaus-Center war zur Zeit meines Besuchs in einwandfreiem Zustand. Der Projektleiter erzählte damals euphorisch, wie aufwendig und zukunftsorientiert gebaut wurde und wie hochwertig die Baustoffe seien, die dabei verwendet wurden. Bis heute habe ich keinen blassen Schimmer, weshalb das Hochhaus in der Ludwigshafener Innenstadt abgerissen werden muss – die sind derzeit immer noch dabei, das Ding Stück für Stück niederzumetzeln. Lese hier meine volle Reportage zum Rathaus-Center

Vielseitiges Gebäude in Frankfurt: Druckerei steht leer

Nun denn… Kommen wir zurück nach Frankfurt. Die Druckerei Dondorf ist nicht in einem solch wunderbaren Zustand. Sie ist etwas heruntergekommen. Mag sein, dass es daran liegt, dass sie seit einiger Zeit leer steht. Doch als (meistens) klar denkender Mensch wäre ich nur schwer auf die Idee gekommen, das Gebäude abreißen zu lassen. Ehrlich. Benny hat recht damit zu sagen, dass der Leerstand dieses wunderbaren, geräumigen Hauses mit monströsen Fenstern und unverschämt hohen Decken, absurd ist. 

Ein Raum mit großen Fenstern und Bildern, Malereien und Graffitis an der Wand. Dieser Raum gehört zur Dondorf-Druckerei.
Man könnte dieses Gebäude für alles mögliche nutzen. Als Atelier, Kino, Lernraum, Freizeitraum, Bedürftigenunterkunft – soweit die Fantasie eben reicht. 

Was ich jedoch anzuzweifeln wage, ist Benny Fischers Überzeugung davon, dass das Gebäude historisch von signifikanter Bedeutung ist. Erfahre hier, warum ich dieser Meinung bin.

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Kunst & Architektur Reisen

Deshalb ist Berlin die geilste Stadt Deutschlands

Ich weiß, ich weiß – schwieriges Thema. Mit meiner Argumentation habe ich allerdings sogar mal einen Hamburger davon überzeugt, dass Berlin der geilste Scheiß der Bundesrepublik ist. 

Wenn eine Person für die Kunst lebt, dann wird sie in Berlin vor lauter Emotionen und Eindrücken ertrinken. Die Stadt zählt insgesamt 175 Museen, in denen man mit Kunst, Geschichte, Kultur und Wissen in Kontakt kommt. Eine Perle der alten Meister ragt dabei besonders heraus: Die Gemäldegalerie (bitte mit Engelsgesang im Hintergrund lesen).

Gemäldegalerie Berlin: Ein rundes Gemälde von Sandro Botticelli. Darauf abgebildet ist die Madonna mit Kind und mehreren singenden Engeln
Sandro Botticelli in der Gemäldegalerie: Madonna mit dem Kind und singenden Engeln, oder auch Madonna mit Lilien und acht Engeln – um 1477.

Gemäldegalerie: Unfassbare Mengen Kunst in Berlin

Die Gemäldegalerie hat mich für andere Kunstsammlungen verdorben. Wenn ich auch gestehen muss, dass die Alte Pinakothek in München oder auch die Stuttgarter Staatsgalerie überaus konkurrenzfähig sind.

Neben der fantastischen, überragenden und Aufsehen erregenden Gemäldegalerie – die das Zuhause von etlichen Rembrandts und einigen eindrücklichen Bellinis, Caravaggios Amor, Cranachs Jungbrunnen, Tizians Venus und weiteren 1.000 Werken ist – hat Berlin etliche renommierte Kunsthäuser, die nur darauf warten, dass du dich in ihnen verlierst:

Das sind ein paar der Museen, die ich bereits ausfindig gemacht habe und sagen muss: Ich liebe diese Stadt mit jeder Faser meiner Seele. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie casual und unscheinbar diese Millionengemälde da vor sich her hängen, als wäre dies keine Besonderheit – da einen halben Meter weiter ein weiterer Künstler von Welt hängt. Und wo die Kunst in den Museen aufhört, fängt die Kunst im Alltag an. 

Das ist der Berliner Goldhot aus der Bronzezeit. Ein Artefakt, aus dünnem Goldblech, das zu einer Gruppe dreier weiterer Goldhüte gehört, die jedoch bei weitem nicht so gut erhalten sind, wie das vorliegende Exemplar.

Berliner Straßen: Glas, Gold, gigantische Säulen

Berlin ist unverschämt… Hunderttausende eilen täglich an atemberaubenden Wandmalereien und Fresken in abgeranzten Treppenhäusern vorbei, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken. Diese Art von Kontrasten habe ich bisher nur in Russland erlebt. Und wo die Kunst im Alltag aufhört, fängt die Architektur im Alltag an. Unendlich hohe Decken, gigantische Säulen, Skulpturen, Gold, Glas, Marmor, Brutalismus – während zwei Meter weiter prachtvolle Bauten aus dem 16. Jahrhundert stehen. Solange du in Berlin bist, kommst du aus dem Staunen nicht mehr raus. 

Ich wette, du findest 1.000 andere Gründe, warum Berlin die geilste Stadt in Deutschland ist – und ebensoviele, warum sie es nicht ist. Schreib mir gerne deine Sicht der Dinge, ich freue mich auf deine Mitteilung. 

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