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So viel Porto steckt im „hessischen Porto“

Als das „hessische Porto“ bezeichnete ich ein kleines Städtchen am Neckar, als ich einen Artikel über Kurzurlaube in der Region schrieb. Auf den verwendeten Bildern erinnerte mich die Stadt mit ihren Promenadenhäuschen entfernt an meine fantastische Zeit in Porto – und so war der Titel geboren. Die Bilder des Städtchens gefielen mir so gut , dass ich am Tag darauf hinfuhr. Ich hatte nicht all zu viel versprochen: Fluss, Stadtbild vom anderen Ufer des Flusses sowie auch die bergigen kleinen Gassen versetzten mich sofort zurück nach Portugal. Dass ich mich in Deutschland befand, war allerdings deutlich spürbar.

Hirschhorn (Neckar): Ansicht aus der Höhe
Mein Ausblick auf dem Weg zum Schloss.

Hirschhorn (Neckar) – das „hessische Porto“

Während ich das kleine Örtchen Hirschhorn (Neckar) erkundete, fiel mir sofort die geleckte Sauberkeit auf. Jedes Blümchen hatte dort seinen Platz. Vom Kopfsteinpflaster hätte man wahrscheinlich essen können, so sauber war es. Die süßen Fachwerke und Ziegelhäuschen erinnerten zwar entfernt an die zarten Tafelhäuschen in Porto, gaben mir aber ein eindeutiges Hessen-Feeling. 

Beeindruckend fand ich die Natur. Vor allem hoch oben auf dem Schloss – dort lässt es sich über die ganze Region blicken. Fluss, Berge, Frühlingsgrün – es war wirklich traumhaft. Mein Aufenthalt auf dem Schloss war sehr schön, so auch mein Besuch in der kleinen Klosterkapelle. Ich wechselte die Flussseite und setzte mich ins Gras. Von hier hatte ich einen traumhaften Blick auf das „hessische Porto“. Dann malte ich es. Das war das erste Mal, dass ich mich für das Motiv Landschaft entschieden habe. Das sollte auf jeden Fall noch mal ordentlich geübt werden. Aber ich hatte Spaß – und das ist genau das, was zählt.  

Ich steh zur Zeit drauf, mit Tinte zu malen. Das mit der Landschaft üben wir aber noch mal ordentlich.

Hirschhorn am besten mit Heidelberg kombinieren

Was Hirschhorn von Porto unterscheidet, sind natürlich Stille und fatale Langeweile. Ein Tagesausflug lässt sich noch aushalten, ein Kurzurlaub wäre mir etwas zu viel des Guten. Die kleine Landstadt ist der perfekte Ort für alle, die ihre Ruhe suchen. Dort gibt es nämlich nicht all zu viel zu tun, außer spazieren, wandern, auf den Neckar starren und wahrscheinlich essen gehen. Aus den kleinen Restaurants der Ortsmitte roch es nämlich fantastisch. Ich jedoch hatte an diesem Tag nicht so Bock zu essen und hatte nur ein Wasser und einen Kaffee vom Mannheimer Bahnhof. Dafür, und für die Fahrt insgesamt, gingen vier Euro drauf. Bloß kein Beispiel an mir nehmen, man sollte in den Regionen immer Kohle liegen lassen, um die lokalen Unternehmen zu unterstützen.

Wie oft habe ich bereut, mein Fahrrad nicht mitgenommen zu haben? Ja. Mit dem Fahrrad könnte man wunderbar über Neckargemünd nach Heidelberg tuckern. Und in Heidelberg könnte man sich einen traumhaften Tag machen, indem man alles macht, was ich dort damals so gerne gemacht habe.

Hirschhorn: Kurzer Waldtrip durch das „Porto Hessens“

Später gab es noch eine kurze Action durch den Wald. Ich fand den historischen jüdischen Friedhof, der äußerst liebevoll gepflegt war – wie eigentlich alles in Hirschhorn – und genoss das zarte Grün der Bäume, das nur wenige Tage zuvor zum Vorschein kam. All zu lange war ich nicht im Wald, meine Schuhe brachten mich nämlich fast um.

Madlen Romanowna Trefzer in Hirschheim (Neckar)
Ich, wie ich Spaß in Hirschheim habe.

Es war ein fantastischer Tag, den ich mit mir selbst verbrachte. Es herrschte schönstes Wetter und Hirschhorn war mir eine Freude. Alle Menschen, die mir dort begegneten, strahlten mich an, lächelten, nickten und waren einfach genau so süß, wie ihr kleines Landstädtchen am Neckar.

Von Frankfurt fuhr ich 2,5 Stunden mit der Bahn. Mit dem Auto soll es etwas schneller gehen, aber ich wollte unterwegs natürlich wieder Leute in der Bahn malen.

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Wie ich heimlich Leute zeichne

Immer öfter erlaube ich mir diesen Spaß: Ich male Menschen in der Bahn. Ich finde es lustig, kann unterwegs meine Fähigkeiten trainieren und mache etwas Sinnvolles, während ich darauf warte, an meiner Station anzukommen. Ich meine auch, dass meine halb-geheime Übeltat kaum einem Mitreisenden auffällt. Denn bewaffnet bin ich mit einem winzigen Block, einem Stift und einer Sonnenbrille, die vor allem den Zweck erfüllt, dass das gemalte „Objekt“ nicht sieht, dass ich es in regelmäßigen Abständen anstarre.

In Frankfurt habe ich extrem viele Gesichter gesehen, die mich faszinieren. Die Frankfurter haben nun mal das „gewisse Etwas“. Seit ich im Thema Comic und Karikatur bin, sehe ich den Menschen viel intensiver in ihre Gesichter. Dort entdecke ich jedes Mal aufs neue faszinierende Züge, Besonderheiten und Charakteristiken. Ich achte viel mehr auf die Gesichtsausdrücke, seit ich sie zu Papier bringen will. Es erstaunt mich immer wieder, wie vielen Menschen die Emotionen ins Gesicht geschrieben sind. Zuvor fiel mir das nie auf. 

Versteckte Kunst in der Bahn: Gesichtszüge und Emotionen

Manchmal passiert es, dass ich Menschen zeichne, und die Zeichnung zwar durchaus aussieht wie ein eigener Charakter, jedoch nicht ansatzweise dem Modell ähnelt. Aber daran arbeite ich. Es gibt durchaus auch „einfache“ Gesichter. Nicht etwa, weil sie einfache Gesichtszüge haben, sondern weil sie derart charakteristische Merkmale in sich tragen, dass es mir als Anfängerin besonders gut gelingt, diese aufzugreifen und zu malen. 

Ich liebe jedes einzelne Gesicht in meinem winzigen Block. Zu jeder Person, die ich gemalt habe, hatte ich eine geheime Verbindung, von der die gemalte Person selbst nie erfahren wird. Die Endergebnisse bringen mich zum Lachen oder machen mich nachdenklich. Natürlich fühle ich mit und frage mich zwangsläufig, was in dem Leben meiner Modelle abgeht, wenn sie auf mich traurig, wütend ängstlich oder zerstreut wirken. 

Heimlich malen: So suche ich mir meine Modelle aus

Es ist auch schon vorgekommen, dass meine Modelle sofort ausgestiegen sind, nachdem ich sie angefangen habe zu malen. In diesen Situationen fantasiere ich den Rest ihres Gesichts einfach dazu.

Wie ich meine „Objekte“ aussuche, ist einfach: Ich male wahllos alle Menschen, die in meine Sichtweite kommen. Natürlich, wenn ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen uns herrscht. Schließlich will ich niemanden verunsichern oder gar jemandem zu nahe treten, wenn ich eine Karikatur überzogen darstelle – oder sie schlicht und einfach nicht so klappt, wie ich es will. Einen großen Bogen mache ich derzeit um schöne, junge Frauen: Noch habe ich es nicht gelernt, ihre Schönheit zu greifen und wiederzugeben. Aber auch daran arbeite ich.

Der König der Comics und Karikaturen: Erfahre hier alles über eine einzig wahren Loriot.

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Verborgenes Paradies in FFM: Schwanheimer Düne

Im Westen von Frankfurt verbirgt sich auf knapp 60 Hektar ein außergewöhnliches Naturschutzgebiet, das zu den bemerkenswertesten Standorten der Region zählt. Es handelt sich hierbei um die Schwanheimer Düne, eine der seltensten Binnendünen Europas.

Die Düne, die 1984 vom Land Hessen zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, ist Heimat für seltene Pflanzen und Tiere. Besucher können hier unmittelbar die faszinierende Natur der Dünen erfahren, ohne sie zu stören. Dies wird durch einen hölzernen Bohlenweg ermöglicht, der mitten durch die einzigartige Landschaft verläuft. Darüber hinaus sind weitere Teile des Gebiets über sandige Wanderwege zugänglich.

Schwanheimer Füne im Frühling: Ein einzigartiges Naturschutzgebiet in Frankfurt am Main
So wie’s aussieht, traf der diesjährige Frühling hier schon ein: Erste Sonnenstrahlen küssen die Dünen.

Die Entstehung der Schwanheimer Düne in Frankfurt

Die Schwanheimer Düne entstand vor etwa 10.000 Jahren. Winde trugen feinen Sand aus dem Flussbett des Mains hierher und formten dieses beeindruckende Landschaft. Doch auch der Mensch spielte eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des seltenen Naturschutzgebiets: Vor Jahrtausenden rodeten Siedler den bewaldeten Bereich und schufen Raum für die heutige Vegetation. Außerdem bauten sie die Streuopstwiesen an.

Die Düne in Schwanheim ist ein Biotop für eine Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten. So wächst dort Silbergras, typisch für Binnendünen, sowie Bauernsenf und Sand-Grasnelken. Die alten Kiefern verleihen der Gegend ihren einzigartigen Duft, der mich an subtropische Küsten erinnert. Jeder Besuch in den Schwanheimer Dünen ist einzigartig. Sowohl im Herbst als auch im Winter und Frühjahr ist die Natur und Atmosphäre hier sichtlich verändert. (Ich freue mich bereits auf dem Sommer, denn zu dieser Jahreszeit habe ich die Düne noch nicht erlebt).

Frankfurter Naturschtzgebiet
Der hölzerne Bolenweg führt durch den beeindruckenden Teil der Schwanheimer Düne, wo die alten Kiefern wachsen.

Diese Tiere leben in der Schwanheimer Düne

Unter den seltenen Tierarten befindet sich der Gelbe Pirol, ein Singvogel aus dem Norden und Westen Eurasiens. Auch Steinkäuze, Neuntöter und Grauspechte kann man während eines Spaziergangs durch dieses Areal beobachten.

Persönlich konnte ich bisher Eichelnäher, Greifvögel und Eidechsen beobachten. Menschen und Hunde sind aber auch hin und wieder zu sehen (höhö).

Die Schwanheimer Düne in Frankfurt-Schwanheim. Ein Naturerlebnis der Extraklasse
Zum Vergleich: So sieht die Schwanheimer Düne im Herbst aus.

Eine kleine Wanderung am Frankfurter Naturschutzgebiet

Das Schutzgebiet erstreckt sich über den hölzernen Bohlen weg hinaus bis hin zu Streuobstwiesen zwischen dem sandigen Bereich und dem Kelsterbacher Weg. Hier grenzen sie an das Territorium alter Eichen. Geht man den hölzernen Bolenweg bis zum Schluss, entdeckt man auch die vollständig eingezäunte Schmitt’sche Grube. Dran bleiben – vielleicht gelingt es mir, eines Tages einen legalen Weg zu finden, mir das Gewässer aus der Nähe anzusehen.

Für Wanderfans bietet die Schwanheimer Düne attraktive Routen durch das Frankfurter Naturschutzgebiet. Eine beliebte Strecke startet an der Bushaltestelle „Alter Friedhof Schwanheim“ und führt über die Streuobstwiesen zu den Dünen bis hin zum Mainufer, von dem man mit der Fähre entweder nach FFM-Höchst tuckern kann, oder einfach am Fluss entlang spazieren kann. Hier findest du 5 weitere Orte in Frankfurt, die du unbedingt erlebt haben solltest.


Transparenzhinweis:

Diesen Artikel habe ich anhand eigener Informationen, die du hier vollständig einlesen kannst, durch die KI gejagt und nochmals nachredigiert. Der Ursprungstext ist natürlich um einiges lebendiger, aber zwei Mal das gleiche mit der gleichen Energy zu schreiben ist, glaube ich, Irrsinn.

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5 Dinge, die ich an Frankfurt liebe

Vor über einem halben Jahr zog ich nach Frankfurt am Main wegen meines Jobs. Ich brauchte erstmal Anlauf, aber ich habe in dieser Zeit die Stadt zu würdigen und zu lieben gelernt. Woanders will ich an diesem Punkt meines Lebens nicht sein. Die Mainmetropole hat mich aufgenommen und wir viben miteinander wie zwei verliebte Teenager. Diese Dinge liebe ich besonders an der Stadt:

Das macht mich an Frankfurt emotional

An Frankfurt liebe ich am meisten die Skyline. Klingt banal, ich weiß. Aber ich kann mich nicht an die Schönheit der gläsernen Hausfassaden gewöhnen. Immer wenn ich in meiner Redaktion arbeite und nach draußen blicke, überkommt mich ein Gefühl der Euphorie. Denn ich sehe von dort das Bankenviertel mit all seinen Wolkenkratzern und architektonischen Meisterwerken. Bei Nacht ist Frankfurt noch viel intensiver. Es raubt mir den Atem, auf die nächtliche Stadt zu blicken.

Die Kontroversen: Das, was mich anfangs noch so abgeschreckt hat, weiß ich mittlerweile zu schätzen. In Frankfurt siehst du sowohl den Glanz als auch die Schattenseiten des Lebens. Du erlebst täglich das Schöne und auch das Hässliche – das abgejunkte und nach Pisse stinkende und gleichzeitig das sanfte und unschuldige. Ich weiß nicht, wie es den anderen geht, aber ich fühle mich gewissermaßen am Leben, wenn mir beide Extreme vor Augen gehalten werden. Sich da mittendrin aufzuhalten fühlt sich manchmal surreal und verrückt an – gleichzeitig aber auch so echt, wie kaum etwas anderes.

Frankfurter Skyline
Guten Morgen, Frankfurt! So wunderschön ist es hier manchmal.

Das macht die Stadt so lebenswert für mich

    Die Menschen: Bevor ich in die Mainmetropole zog, hatte ich Angst vor den Menschenmassen, die dir hier beispielsweise an der Zeil oder Konsti täglich begegnen könnten. Mittlerweile komme ich gut damit zurecht und liebe das Gefühl der Anonymität. Ich liebe es, dass es hier keine Sau bockt, wer ich bin und was ich mache. Ich liebe es aber auch, dass viele Menschen – vor allem junge Menschen – hier so unerwartet süß und zugänglich sind.

    Stadtskandale habe ich schon immer geliebt. Genau genommen, über diese zu schreiben. In Frankfurt geht das natürlich etwas wilder zu, als beispielsweise in einem verkorksten Heidelberg. Stadtskandale aufzudecken, ist natürlich noch viel geiler, als nur von ihnen zu berichten. Das Letzte, was mir so gut gefiel, waren die Händler in der Kleinmarkthalle, die sich vom anstehenden Umbau hintergangen fühlen. Von diesem Termin habe ich lange nicht so viel erhofft, wie ich letztelendes bekommen habe. Besonders spannend waren auch die andauernden Recherchearbeiten und das ewige Warten auf ein Statement der Stadt.

    Die Schwanheimer Düne in Frankfurt-Schwanheim. Ein Naturerlebnis der Extraklasse
    Ja, auch das ist Frankfurt: Die Schwanheimer Düne genau genommen.

    Auch die Natur in und um Mainhattan ist buchstäblich wild: Der Frankfurter Stadtwald ist wunderschön, die Schwanheimer Düne, der Taunuswald – hier gibt es genug zu sehen. Und wenn dir das nicht reicht, dann solltest du unbedingt diese Orte in Frankfurt besuchen.

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    Zwei Nächte in München: Das habe ich getrieben

    Meine Zeit in München war im Großen und Ganzen schön. Dort angekommen stürmte ich sofort in die Alte Pinakothek. Auch wenn meine Begleitung versuchte, das renommierte Kunsthaus schlecht zu reden, ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Pinakothek eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt ist. Sie beherbergt eine umfangreiche Sammlung europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Auch zeichnet sich das Museum durch seine beeindruckende Architektur aus. Die Alte Pinakothek ist nicht nur ein Ort der Kunstgeschichte, sondern auch ein kulturelles Wahrzeichen Münchens, das ich niemals NIEMALS verpassen würde.

    Giovanni Bellini: Maria mit Kind zwischen Johannes dem Täufer und einer Heiligen (1500-1505). Dieses Gemälde kenne ich seit über 20 Jahren, erstmals gesehen habe ich es in der Sonderausstellung der Alten Pinakothek.

    Sonderausstellung in der Alten Pinakothek München

    In der Alten Pinakothek erwischte ich auch den vorletzten Tag der Sonderausstellung „Venezia 500“. Sie bezog sich insbesondere auf die Malerei während der Renaissance. Dabei wurden 15 Werke aus der Münchner Sammlung sowie etwa 70 Leihgaben aus internationalen Kunsthäusern gezeigt. Es war eine wirklich sagenhafte Ausstellung. Da ich unersättlich und verwöhnt bin, hätte ich mir mehr Bellini gewünscht – ganz egal ob Jacopo, Gentile oder Giovanni Bellini.

    Im Museumsshop der Alten Pinakothek angekommen lauteten meine Worte: „Ich kauf’ hier safe nichts. Gar kein Bock, heute den ganzen Abend lang da so ne scheiß Tüte mitzuschleppen.“ Etwa 25 Sekunden später stand ich da – das Riesenbuch von Hans Baldung mit seiner frivolen Madonna auf dem Titel fest umschlossen.

    Spaß in München: So schön war’s

    Wenig später traf ich mich mit einer Kollegin und einem Kollegen aus der Münchner Redaktion. Ein Vibe die zwei. Habe es sehr genossen, sie wiederzusehen. Beide sind extrem lustig, gut gelaunt und intelligent. Ihre Geschichten und seine dazu passenden Witze sind eine fatale Kombination. In dem Restaurant, in dem wir saßen, lachte ich natürlich am lautesten und hatte wahrscheinlich auch den größten Spaß.

    Viel zu früh ging ich ins Bett und machte mich am nächsten Tag auf den Weg in die Münchner Residenz. Die pompösen Zimmer des Schlosses und das großzügig verteilte Gold darin haben ihren Eindruck hinterlassen. Es gab ziemlich viel zu sehen. Schimmernd und funkelnd wurde es ebenfalls. Erfahre hier, ob sich der beinahe-wuchere Ticketpreis für die Residenz in München lohnt.

    München: Rotes Zimmer in der Residenz
    An Üppigkeit ist die Münchner Residenz wohl kaum zu überbieten. Eine schöne Erfahrung, die mich eine Menge Geld gekostet hat.

    Die Münchener Nächte sind anders wild

    Dann wurde der Abend richtig spicy. Ich traf mich mit der gleichen Kollegin wie am Vorabend und einer weiteren Granate aus der Redaktion in München. Eigentlich wollten wir einfach nur eine Stunde unterwegs sein. Zwei Bars und mehrere Lachanfälle später landeten wir – eine im Dirndl, eine im Engelskostüm, eine im Feenkostüm – bei einer der beiden Granaten daheim. Das nächste, woran ich mich erinnere, ist die Münchner Redaktion am nächsten Morgen. Dann fuhr ich wieder schweren Herzens und Kopfes nach Frankfurt.

    Was mir bei dieser Reise in die bayerische Landeshauptstadt auffiel, waren die Menschen. Sie sind schön, weitaus besser angezogen als in den anderen Städten, in denen ich bisher gelebt habe; sie sind sexy, sie flirten ständig und sie können sich benehmen. Einfach angenehm. Darüber hinaus ist München extrem sauber und ist für mich allumfassend die schönste Stadt Deutschlands. Frankfurt liebe ich aber natürlich auch. Keine Frage.

    Bei einem vormaligen Besuch in München legte ich noch einen großen, nächtlichen Spaziergang durch die Innenstadt ein. Zu diesem Zeitpunkt herrschte noch der Sommer über die Straßen der Stadt. Ich werde diese Nächte niemals vergessen. 

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    Bad Homburg: Hier habe ich herumgelungert

    In Bad Homburg vor der Höhe hatte ich jede Menge Spaß. Ich trudelte dort spätnachmittags ein und ging planlos durch die Straßen. Das ist die Taktik, die ich immer anwende, wenn ich eine neue Stadt besuche. Enttäuscht hat sie mich noch nie. Nach der 20-minütigen Fahrt aus Frankfurt fand ich in Windeseile einen angemessenen Parkplatz. Dann machte ich mich auf zu den spitzen Dächern, die ich bereits aus der Ferne sah.

    Diese Kirche besuchte ich in Bad Homburg

    Nach einem kleinen Fußmarsch durch den Schnee strandete ich in der Katholischen Pfarrkirche St. Marien – dort endete gerade eine „wilde Party“. Während die Menschen aus dem Gotteshaus strömten, konnte ich mich reinschleichen, um die Innenarchitektur zu begutachten. Erbaut wurde diese Kirche 1892-1895 von Ludwig Becker, einem Dombaumeister aus Mainz. Die Architektur wurde eindeutig von der Früh- und Hochgotischen Bauweise inspiriert.

    Die Marienirche hat einen Grundriss mit einem einschiffigen Innenraum. Dieser Raum ist in zwei Teile geteilt: einen langen Hauptraum und einen besonderen Bereich mit kurzen Seiten. Im hinteren Teil gibt es einen fünfeckigen Abschnitt. Auch die Vorderseite der Kirche ist ein wahrer Augenfang. Die Wand des langen Hauptraums hat eine gigantische  Maßwerk-Rose – also, ein rundes Fenster in Form einer Blume.

    Marienkirche in Bad Homburg – Außenansicht, Froschperspektive
    So sieht die Bad Homburger Marienkirche von außen aus.

    Wer hätte das gedacht? Noch eine Kirche

    Weiter ging es zu einer anderen Kirche, die sich in unmittelbarer Nähe von der Marienkirche befindet. Die Evangelische Erlöserkirche, erbaut 1903-1908 von Franz Schwechten nach Plänen von Max Spitta, haute mich um. Selten berührt „moderne“ Architektur mein Herz – doch diese Kirche hat mich ergriffen. Vor allem, als ich sie betrat.

    Runde Kuppel mit Jesusbildnis in der Evangelischen Erlöserkirche
    Ist sie nicht absolut atemberaubend? Ich ging mit offenem Munde durch das Kirchenschiff der Erlöserkirche und erregte mit meiner Benommenheit die Aufmerksamkeit eines Kaffeekränzchens aus 5 Damen. Die Kränzchenanführerin erklärte den anderen gerade, warum diese Kirche nichts mit byzantinischer Architektur zu tun hatte, doch untermauerte ihre Argumente nicht mit Fakten. Sehr sympathisch.

    Die dunkle Atmosphäre in der Erlöserkirche in Bad Homburg hatte etwas tief spirituelles. Winzige Mosaiksteinen aus Türkis oder mit Goldpigmenten zierten den gesamten Innenraum der Kirche. Hinzu kamen ornamentale Deckenmalereien, eine runde Kuppel und auch Glasfenster, wie ich sie nur in der Nürnberger St. Lorenz Kirche erlebt hatte. Ich habe noch nie etwas ähnliches gesehen. Schon gar nicht in Deutschland. Schon gar nicht aus diesem Jahrhundert. Mich überkam eine Euphorie und ich beschloss, Bad Homburg zu DER Kurstadt in Deutschland zu benennen. Doch es sollte anders kommen.

    Schloss und Schlosspark Bad Homburg – und dann die Innenstadt

    Nachdem ich nicht ins Bad Homburger Schloss reinkam, weil geschlossen, aber dennoch schlau genug war, von der anderen Seite in den Schlossgarten zu gelangen, stand ich da und betrachtete diese wunderbare, verschneite Natur. Unterhalb des Schlosses befindet sich nämlich ein Park mit See und Enten.

    Ich entschied mich, eine Runde durch die Stadt zu drehen. Gleich fiel mit die Gepflegtheit der Häuser auf. Sie sahen aus, als seien sie alle frisch renoviert und frisch gestrichen worden. Inmitten dieser ordentlicher, kleiner, farblich aufeinander abgestimmter Häuschen fanden sich auch hessische Fachwerke, die das Stadtbild Bad Homburgs märchenhaft gestalteten. Hie und da sah ich auch das eine oder andere Türmchen – vermutlich Wassertürmchen (aber ohne Gewehr). Dann betrat ich die Innenstadt und wurde sogleich ernüchtert. Nur mal zum Vergleich: Baden-Baden hat mich noch nie ernüchtert und bleibt (für mich) daher die schönste Kurstadt Deutschlands.

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    Kunst Reisen

    Romantische Altstadt in Hanau-Steinheim

    In der Hanau-Steinheim Altstadt landete ich direkt nach meinem Ausflug in die Alte Fasanerie. Die aufregende Architektur der beiden prominenten Türme (Alte Pfarrkirche und Schloss Steinheim) bemerkte ich bereits von der Autobahn aus. Im Ort angekommen, ging ich durch die Gassen, während es um mich herum schon zu Dämmern anfing. Diese wunderbaren Sehenswürdigkeiten habe ich dort entdeckt:

    Altstadt in Hanau-Steinheim: Alte Pfarrkirche

    Das erste Gebäude, das ich sah, war die Alte Pfarrkirche Sankt Johann Baptist. Man erwähnte die mittelalterliche Kirche erstmals im Jahr 1329 in einer Urkunde, zunächst als Kapelle. 1449 wurde das Gebäude unter Dietrich Schenk von Erbach, Kurfürst-Erzbischof von Mainz, zur Pfarrkirche erhoben. Die gotische Saalkirche hat viele Veränderungen durchgemacht. Zwischen 1504 und 1509 wurde auch noch ein Chor mit einem speziellen Abschluss und einem besonderen Gewölbe hinzugefügt.

    Der Turm der Kirche sieht im Vergleich zur zierlichen gotischen Architektur sehr stark und historisch aus. Er hat zwar keinen Helm, aber er ist mit vier kleinen Türmchen an den Ecken verziert. Dadurch erinnerte er mich etwas an eine mittelalterliche Burg. Im Jahr 1876 bis 1879 wurde die Kirche gründlich renoviert. Pierre Cuypers leitete die Renovierung, wodurch sich das Aussehen der Kirche stark veränderte. Zum Beispiel wurde das Gewölbe im Kirchenschiff durch eine Holzdecke ersetzt. Später, im Jahr 1950, wurde die Kirche erneut renoviert.

    Alte Pfarrkirche in der Altstadt in Hanau-Steinheim
    Ebendiese vier Türmchen da oben sah ich bereits von der Autobahn aus. Eine wirklich außergewöhnliche Architektur.

    Die Pressmauer von Steinheim

    Die Altstadt in Hanau-Steinheim überraschte mich erneut, als ich vor einer großen, alten Mauer stand. 1320 errichtete man diese Pressmauer. Die dicke Mauer war einst die Wehranlage von Steinheim. Möglicherweise entstand der Name „Pressmauer“, weil die Häuser wegen der Enge an die Stadtmauer gedrängt wurden.

    Pressmauer mit Blick auf Schloss Steinheim
    Ein Abschnitt der Pessmauer und die mittelalterliche Burg. Rechts im Bild (hinter der Laterne) ist der neuere Anbau zu sehen.

    Schloss Steinheim in der Hanauer Altstadt

    Vom einen Ende der Pressmauer aus sieht man am anderen Ende das Steinheimer Schloss. Man erwähnte das Steinheimer Schlossburg erstmals im Jahr 1222. Damals waren die Herren von Eppstein in ihre Besitzer. Früher nannten sie sich „von Hainhausen“ und besaßen außerdem auch einiges an Land in der Umgebung. Landvogt Ulrich I. von Hanau eroberte die Burg um 1300 in einem „Streit“ zwischen König Albrecht I. und dem Mainzer Erzbischof Gerhard II. von Eppstein und zerstörte sie teilweise. Nur wenige Jahre später wurde sie wieder aufgebaut.

    Wahrscheinlich hatten die Eppsteiner finanzielle Probleme und mussten die Burg zur Hälfte an die Grafen von Katzenelnbogen (kein Scheiß, die heißen wirklich so) und die Herren von Hanau verpfänden. Nachdem die Burg einige Male den Besitzer gewechselt hatte, baute man sie später zu einer Art Schloss aus. Im Jahr 1572 fügte man dem Hauptgebäude einen Treppenturm hinzu, der mit dem Wappen von Daniel Brendel von Homburg verziert war. Die Architektur des Schlossartigen Gebäudes passt nicht im Geringsten mit der mittelalterlichen Burg zusammen. Aber das kommt bei europäischen Schlössern oft vor. Vor allem wenn neue Herrscher einzogen und den Flair ihrer Epoche einbringen wollten. Zumeist taten sie das mithilfe von Bauwerken.

    Mittelalterlicher Turm des Schlosses Steinheim in der Hanauer Altstadt
    Hier nochmal die Burg in ihrer Vollen Pracht. Wie bei der Alten Pfarrkirche auch, sehen wir hier diese mehreckigen kleinen Türmchen oberhalb des Bauwerks – entzückend.

    Heutige Nutzung des Schlosses in der Altstadt in Hanau-Steinheim

    Im Hauptgebäude des Schlosses gibt es heutzutage Wohnräume und das Museum Schloss Steinheim. Dieses zeigt vor allem die Geschichte von Steinheim und auch die Geschichte der Region, besonders die Zeit bevor es die Stadt Hanau überhaupt gab. Leider kam ich eine Minute nach Feierabend. Man kann auch den Turm des Schlosses besichtigen, wenn man an einer Führung teilnimmt.

    Des Weiteren sah ich den Marstall, spazierte durch die süßen Gässlein mit den traditionellen Fachwerkhäusern und genoss die friedliche Atmosphäre des Samstagabends. Es war wirklich schön und ich komme garantiert wieder, um diesen Ort jemandem zu zeigen.


    Quellen:

    • Wikipedia / St. Johann Baptist (Steinheim)
    • Beschilderung an der Pressmauer mit historischem Hinweis
    • Wikipedia / Schloss Steinheim
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    Reisen

    Alte Fasanerie – meine Highlights im Wildpark

    Der Wildpark Alte Fasanerie ist ein Wildgehege, das sich bei von Klein-Auheim befindet, einem Stadtteil von Hanau. Das Gehege erstreckt sich über eine Fläche von 107 Hektar und beheimatet eine vielfältige Gruppe von etwa 40 Tierarten aus Mittel- und Nordeuropa. Die Ursprünge dieses Geheges reichen bis ins Jahr 1705 zurück, als Erzbischof Lothar Franz von Schönborn die Fasanerie gründete. Heute ist das ein schönes Ausflugsziel mit Erlebnis-Faktor. Von Frankfurt fuhr ich 26 Minuten.

    Hier sieht man, wie ich ein Pony durch die Alte Fasanerie führe
    Ein süßer Moment vorweg: Ich durfte mir für 4 Euro ein Pony ausleihen und es eine kleine Runde um das Gehege führen. Es war ziemlich stur und uneinsichtig – aber ich habe es geliebt. Warum es einen Maulkorb trägt? Nun, entweder weil es a) ein bissiges Pony ist, oder b) weil es während des Rundgangs unter keinen umständen etwas vom Boden fressen darf. *

    Alte Fasanerie: Ein fantastischer Tag in Hanau

    Ich schrieb bereits einige Male über das tierische Treiben in der Alten Fasanerie. Heute beschloss ich jedoch, mir das ganze aus der Nähe anzusehen und fuhr nach Hanau. Mich erwartete ein riesiger Park mit süßen Tierchen und extrem wenig Besuchern, obwohl es Samstag war. Ich gehe davon aus, dass die winterlichen Außentemperaturen viele eingeschüchtert hatten. Doch ich wollte unbedingt wieder die kalte Luft an meinem Gesicht brennen spüren und verbrachte in dem Wildpark mehrere Stunden. 

    Der Eintritt kostet 8 Euro. Für 2 weitere Euro gibt es an der Kasse Futter, womit man die Mufflons, Hirsche und Wildschweine füttern kann. Los geht’s: Das erste was ich sah, waren freilaufende Pfauen. Schöne Tiere… Sie fraßen anderen Besuchern den getrockneten Mais aus der Hand, der in dem Futter – das eigentlich für die anderen Tiere bestimmt war – mit drin war. Ich traute mich nicht, weil ich nicht genau wusste, ob das den prachtvollen Vögeln nicht schadet. 

    Wildpark in Hanau: Von Auerochsen bis Wildkatzen

    Nachdem ich von den Mufflons vollständig ignoriert wurde, ging ich weiter zu den Auerochsen. Ich erkannte sie sofort von Weitem, weil ich letztens über ihren Nachwuchs berichtet hatte. Die kleinen Kälber waren absolut niedlich. In der Zwischenzeit muss noch ein drittes Kälblein hinzugekommen sein. Es war kleiner, als die beiden anderen und seine Fellstruktur war glatter und welliger. Ich schätze, es war zu diesem Zeitpunkt nur wenige Tage alt.

    Auerochsen in der Alten Fasanerie – dem Wildpark in Hanau. Neulich hatten die Tiere Nachwuchs – ich durfte die kleinen Kälber begutachten.
    Das kleine Kälblein hat einfach das Heu vom Rücken des Auerochsen gefressen. Das Jungtier war so tollpatschig und verspielt – ich wollte dort gar nicht mehr weg…

    Als nächstes ging ich zu den Wildkatzen. Da ich auch über sie berichtet hatte, war ich ganz aufgeregt, sie zu sehen. Ich sah nur eine – sitzend auf einem Baum – und war sehr erstaunt darüber, wie winzig sie war. Das Bild des Wildkaters, das ich in meinem Bericht verwendete, ließ mich mutmaßen, dass es sich hierbei um Tiere handelt, die so groß sind, wie Labradore. Doch die vom Aussterben bedrohten Wildkatzen sind kaum größer als Hauskatzen.

    Die Alte Fasanerie klärt darüber auf, dass die Reviere der Wildkatzen gefährdet sind. Der Bau von Straßen zerschneidet ihre Lebensräume – wie den vieler anderer Tiere auch. Laut Wildpark ist der einzige Weg, das Überleben der Katzen zu sichern, neue Waldgebiete zu schaffen. 

    In einem Gehege: Wildkatze sitzt auf einem Baum

    Ein Hirsch frisst mir aus der Hand

    Nachdem ich mich von den Samtpfoten verabschiedet hatte, ging ich weiter zu den Hirschen. Ein Exemplar fraß mir das Futter direkt aus der Hand. Der Hirsch war so vergnügt mit den Leckereien, dass er meinen kleinen Finger auch fast für eines hielt. Es war ein wirklich schönes Erlebnis, dieses große, wilde Tier so nah zu sehen und seine vorsichtigen Bisse durch den Handschuh zu spüren. Richtig „wild“ auf das Futter waren auch die Wildschweine. Sie kamen mit der ganzen Familie angerannt, um davon zu kosten. 

    Hirsch frisst mir aus der Hand
    Lecker… Dieser Hirsch hat mit viel Genuss an den Leckerlis geknuspert. Definitiv ein Highlight in der Alten Fasanerie, das ich nicht vergessen werde.

    Alte Fasanerie: Wölfe aus der Tundra

    Nachdem ich mir einen Kräutertee geholt habe, ging ich zu den Tundrawölfen – auch über diese anmutigen Tiere habe ich bereits berichtet. Bisher habe ich noch nie einem Wolf in die Augen geblickt. In der Alten Fasanerie war meine Premiere. Es fühlte sich sehr ungewöhnlich an. Mir war klar, dass eine Begegnung in der freien Wildbahn durchaus  tödlich enden könnte. Gleichzeitig bewunderte ich ihren wilden, gefährlichen und ungezügelten Blick. 

    Der Tundrawolf in der Alten Fasanerie
    Schönes Raubtier… Ich denke, der Tundrawolf war mein größtes Highlight in dem Wildpark.

    Der Tundrawolf ist in Finnland und Russland verbreitet. Jungtiere werden vom gesamten Rudel großgezogen. Nach ein bis drei Jahren verlassen die Jungtiere ihr Rudel. Sie siedeln sich in der Nähe an, oder wandern fort. Die weißen Wölfe erbeuten Rehe, Rothirsche und Wildschweine. In manchen Regionen sollen sie sogar Jagd auf Hirsche machen. In der Alten Fasanerie leben zwei Exemplare: sie sind Geschwister. Erstaunlich fand ich es, wie schnell und leise sie sich durch ihr Quartier bewegten. Kaum machte es den Anschein, als läge das Tier schlummernd auf dem Waldboden, schon sprang es geräuschlos auf und lief ans andere Ende des großen Geheges. Absolut sehenswert!

    Ich konnte trotz aller Anstrengungen nicht den gesamten Park und bei weitem nicht alle Tierarten erkunden. Die Alte Fasanerie beherbergt zusätzlich zu den bereits erwähnten Tieren auch Heckrinder, Wisente, Europäische Wölfe und Luchse. Neben Wildtieren sind auch verschiedene Haustierrassen wie Rhönschafe, Thüringer Waldziegen, Bentheimer Landschweine und Skudden zu bewundern. In kleineren Gehegen findet man Wildkatzen, Waschbären, Füchse, Dachse, Frettchen und Steinmarder. Die Vogelvolieren beherbergen Gold-, Silber- und Jagdfasan, Uhus, Schnee-Eulen, Krähen, Kolkraben sowie verschiedene Taubenarten. Ich freue mich schon riesig auf meinen nächsten Ausflug in den Hanauer Wildpark.


    b)… es ist b).

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    Greffern? Wtf ist Greffern?

    Greffern: Die Nähe zu Baden-Baden und Rastatt macht diesen Ort besonders attraktiv, aber lässt ihn auch gleichzeitig etwas verblassen. Denn Natur, Wald und Gewässer gibt es in dieser Region en masse. Greffern hat jedoch etwas Einzigartiges an sich, das es nur dort zu finden gibt – nämlich künstliche Gewässer und Wanderwege in beträchtlicher Anzahl.

    Kleines Boot treibt auf dem Baggersee in Greffern
    Die stille Idylle im Winter: An diesem Ort hört dich niemand schreien – Spaß, da sind schon viele Gassi-Gänger unterwegs.

    Das ist die Geschichte von Greffern

    Greffern, seit 1974 ein Ortsteil von Rheinmünster, ist ein kleines Dorf in Baden-Württemberg. Im Jahr 2018 zählte es 2051 Einwohner und ist damit der größte Ortsteil in der Gemeinde. Das Dorf liegt rechtsrheinisch am Rhein und grenzt unmittelbar an Frankreich. Südwestlich erstreckt sich der Altrheinarm Kirchhöfel, während westlich der Grefferner Altrhein zu finden ist. Auf der anderen Seite des Rheins liegen Dalhunden und Drusenheim.

    Greffern im Sommer: Ein kleiner Steg am Wasser und der sich andeutende Sonnenuntergang in der Ferne
    Der Traum im Sommer: Dank der vielen Gewässer ist auch die Flora und die Fauna entsprechend vielfältig – auf diesem kleinen Steg traf meine Mutter mal auf eine Wasserschlange. Sie kommt bis heute nicht auf diese Begegnung klar.

    Die Geschichte von Greffern ist eng mit dem Rhein verbunden. Vor der Rheinbegradigung musste das Dorf mehrmals verlegt werden, aufgrund der ständig wechselnden Flussverläufe. Im Jahr 2005 wurde der Polder Söllingen/Greffern fertiggestellt, um die unbesiedelten Rheinauen zwischen Freistett und Hügelsheim gezielt zu überfluten und somit zum Hochwasserschutz beizutragen. Das bedeutet, dass während wir hier in Hessen halber ertrinken – zumindest die Schafe – die Bewohner von Greffern friedlich durch die Wälder wandern können, ohne dabei auf Hochwasser zu stoßen.

    Sommerliche Pflanzen an einem klaren See
    Auch diese Aufnahme machte ich im Sommer – zu dieser Jahreszeit gibt es natürlich viel mehr Action an den Gewässern. Endeckt habe ich dort schon sämtliche Enten, Schwäne, Fische, Insekten, ein Ree, einen verwöhnten Chihuahua und weitere.

    Mit der Fähre nach Frankreich

    Die Geschichte von Greffern reicht bis in die römische Zeit zurück. In der Nähe der Schule wurde ein römisches Fundstück, vermutlich ein Altarstein, öffentlich aufgestellt und zeugt von dieser langen Geschichte. Obwohl ich mit Valentina dort hin und wieder Gassi gehe, habe ich diesen Stein noch nie gesehen. Egal, nächstes Mal achte ich besser drauf. Erfahre hier, wo der Hund in Frankfurt am liebsten Gassi geht.

    Von Greffern aus gibt es eine Fähre, die den Rhein nach Drusenheim in Frankreich überquert. Dies verbindet die beiden Gemeinden auf charmante Weise und ermöglicht eine grenzüberschreitende Erkundung. Natürlich ist auch der Spaßfaktor nicht gerade gering, wenn man innerhalb von 5-10 Minuten Bootsfahrt in einem anderen Land steht.

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    Die besten Aussichtspunkte in Porto 

    Es gibt wohl tausende Aussichtspunkte in Porto. Doch von diesen erlebst Du die Stadt in ihrer vollen Pracht. Jeder einzelne Aussichtspunkt (bis auf den letzten) hat mich berührt und hat sich in meinem Herzen ganz tief verankert.

    Porto bei Nacht: Brücke und Kloster

    Mosteiro da Serra do Pilar: Steht man auf dem Gelände des historischen Nonnenklosters der Nossa Senhora da Serra do Pilar, so hat man die wahrscheinlich schönste Aussicht auf ganz Porto. Und das, auch wenn man sich hier genau genommen gar nicht mehr in Porto befindet, sondern auf der anderen Flussseite – in Vila Nova de Gaia. Als ich dort oben stand, war es schon dunkel und ich durfte die tausend Lichter der Stadt erblicken. Von dort hörte ich sogar die Sängerin, die ihre eigenen Songs am Flussufer von Porto sang.

    Ein wunderbarer Aussichtspunkt in Porto: Das historische Nonnenkloster Mosteiro da Serra do Pilar
    Auf diesem Bild sind beide Aussichtspunkte vereint: Hier stehe ich auch der Ponte Dom Luís I und fotografiere den Mosteiro da Serra do Pilar. Der Ausblick auf die Stadt ist im Teaserbild zu sehen.

    Ponte Dom Luís I: Da diese Brücke sich ganz in der Nähe des Klosters Mosteiro da Serra do Pilar befindet, kann man das historische Bauwerk auch von hier aus wunderbar begutachten. Darüber hinaus scheint man regelrecht über dem Fluss Douro zu schweben, während man auf der „zweiten Etage“ der Ponte Dom Luís I steht. Von hier aus hatte ich den Panoramablick über Porto und auch Vila Nova de Gaia. Die Brücke selbst ist natürlich ebenfalls ein wahrer Hingucker. Geplant wurde sie nämlich von Théophile Seyrig – Gustave Eiffels Geschäftspartner.

    Aussichtspunkte in Porto, die ich nie vergessen werde

    Igreja e Torre dos Clérigos: In dieser Kirche kann man ein kleines Kirchenmuseum und nachts die „Spiritus“-Lichtershow besuchen. Beides habe ich gemacht – am besten gefiel mir jedoch der Ausblick aus dem Kirchturm. Nach dort oben führen ein paar Treppen und ist man erstmal im Turm angekommen, kann man über die gesamte Stadt blicken. Ein fantastischer Aussichtspunkt – und das mitten in der City.

    Panoramablick über die gesamte Stadt: Porto im Nebel
    Porto badete im Nebel… Das Reisen außerhalb der Saison hat aber auch etwas Gutes: Es sind viel weniger Menschen unterwegs und man lernt viele Einheimische kennen.

    Vom Boot: Wird in einer Stadt, durch die ich gerade reise, eine Bootsfahrt angeboten, dann bin ich am Start. Auch während meiner Kunstreise habe ich mehrere Bootsfahrten gemacht, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Die jeweiligen Ausblicke sind anders wild – so insbesondere der Ausblick auf Porto und dessen Promenade. Mit dem Boot machte ich eine große Runde auf dem Douro und durfte währenddessen sogar ein paar Fakten zu den Brücken erfahren. Die Stadtgeschichte kam bei dieser Rundfahrt ebenfalls nicht zu kurz.

    Während meiner Bootstour konnte ich diese Stadt in Portugal aus einer ganz neuen Perspektive sehen.
    Die kleinen Häusergruppen waren das Süßeste, das ich je gesehen hatte. Ich hatte in dieser Stadt einfach durchgehend Glücksgefühle.

    Ausblick auf die gesamte Stadt

    Kleine Aussichtsplattform neben der Igreja da Misericórdia: Diesen Aussichtspunkt entdeckte ich völlig unverhofft. Doch er berührte mich um so mehr, da es mein erster Tag in Porto war. Als Orientierungspunkt habe ich mir die Kirche aus dem 16. JH gemerkt – die Igreja da Misericórdia. Es war ein schönes Erlebnis – und vor allem auch ein unvergesslicher Ausblick über all die roten Dächer Portos. Obwohl es regnete hatte ich hier ein breites, wenn auch nasses, Grinsen im Gesicht.

    Ausblick von einer Aussichtsplattform in Porto. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche, die ich im Text beschreibe.
    Ist das nicht traumhaft? Auf dieser kleinen Aussichtsplattform spürte ich erstmals den Spirit von Portugal.

    Seilbahn neben dem Mosteiro da Serra do Pilar: Da wären wir wieder – bei dem historischen Nonnenkloster in Vila Nova de Gaia. Unterhalb des gigantischen Bauwerks befindet sich eine Seilbahn. Ich wette ein Tütchen Gras darauf, dass man von hier aus einen ganz berauschenden Ausblick auf Porto und den Douro hat. Ich selbst bin die Seilbahn nicht gefahren, denn ich kam buchstäblich eine Minute nach Feierabend. Aber wäre ich nicht zu spät gekommen, hätte ich nie diese Bekanntschaft gemacht.

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