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Mit dem Fahrrad nach Porto – eine „kleine“ Reise

Portugal badet in Regenschauern – und ich bin mitten drin. Meine Mutter macht sich Sorgen, aber ich beruhige sie mit den Worten „Eine Reise lässt sich planen – ein Abenteuer nicht“. Nach 28 Jahren hinterfragt sie gar nichts mehr von dem, was ich von mir gebe. Ich entschied mich dazu, mit dem Rad von A Ver-o-Mar nach Porto zu fahren. Zunächst legte ich aber einen Fußmarsch von anderthalb Stunden zurück, um zum nächsten Fahrradverleih zu kommen. Dort angekommen ging die Reise los.

Das Navi zeigte circa 2 Stunden Fahrradfahrt an – die gesamte Kurzreise sollte sich entlang des Strandes erstrecken. Also vertraute ich auf meine Intuition und ließ Google Maps ausgeschaltet, um Akku zu sparen. Vier Stunden später war ich noch immer unterwegs. Ich dachte, dass mein Hintern sich bald von mir verabschiedet und verkündet, dass wir nun getrennte Wege gehen sollten.

Auf dem Bild ist ein Holzsteg zu sehen, der sich entlang des Atlantischen Ozeans in Portugal erstreckt. Er ist mit Sand bedeckt und der Himmel ist grau.
Der Blick zurück: Im Hintergrund siehst du den monströsen Wellenbrecher von Póvoa de Varzim unter grauem Himmel.

Der Weg nach Porto: Ein Naturerlebnis mit Ozeanblick

Doch was ich während der verhältnismäßig langen Fahrt erlebt habe, kann ich nur schwer in Worte fassen. An der Küste Portugals finden Fußgänger zahlreiche Holzstege, die mitten durch die Natur führen. Von den meisten Stegen kann man den Atlantischen Ozean in all seiner Kraft und Pracht sehen. Nicht auf allen Wegen sind Fahrräder erlaubt, aber es gibt immer Möglichkeiten, sie zu umfahren. 

Also fuhr ich durch die kleinen Dörfer, durch die Dünen und durch all die Landschaften, die mein Auge noch nie erblickt hatte, während ich die Zeit, die Arbeit und all das andere, was mich davon abhält, wild zu sein, vergaß. Hier in Portugal ist es wirklich schwer, nicht stehen zu bleiben und inne zu halten. Mir begegneten viele Menschen, die auf einer Anhöhe standen und mit dem freien Blick in den Ozean in seine gigantischen Wellen hinein meditierten.

Zwei kleine Häuser mit Fliesenfassaden in einem portugiesischen Dorf auf dem Weg nach Porto.
Hier fuhr ich durch eines der portugiesischen Dörfer. Da ich dort zur Zeit der Siesta entlang fuhr, nahm ich die wunderbarsten Düfte der regionalen Küche wahr.

Ein Moment in Portugal: Die Macht des Ozeans

Als ich ihrem Beispiel folgte und meine Gedanken im Ozean versenkte, spürte ich diese aufkommende innere Freude. Sie entflammte allerdings aus dem Abgründen meiner Seele. Während ich die meterhohen Wellen nämlich bestaunte, war ich mir dessen völlig bewusst, dass jede davon mich mit Leichtigkeit verschlucken könnte. Dieser Gedanke ließ mich so bedeutungslos wie nur selten fühlen und die Erkenntnis dessen machte mich frei von all dem, was noch nie eine Rolle gespielt hatte.

Wie lange dieses Gefühl anhalten würde, war unklar. Deutlich spürte ich aber dieses Leuchten in meinen Augen, das ich auch bei meinem Vater beobachtete, während er durch die stürmischen Wellen des Schwarzen Meeres segelte. Es ist jedes Mal das Wasser und dessen Macht über den Menschen, das sich in den Augen widerspiegelt.

Der Atlantische Ozean und ein Holzsteg, der an der Küste entlang führt umgeben von Pflanzen und Gestein.
Die Schönheit dieser Natur ließ mich erstarren. Ich verliebte mich sofort in das Zusammenspiel der Gesteine, der scheinbar unberührten Natur und natürlich des Ozeans.

So lange brauchte ich mit dem Fahrrad nach Porto

Diese lockende, gar beängstigende Schönheit des Ozeans ist hypnotisierend und offenbar auch der beste Grund dafür, weshalb ich von A Ver-o-Mar nach Porto knapp fünf Stunden gebraucht hatte. Könnte natürlich aber auch teilweise daran gelegen haben, dass in einem Abschnitt der Holzsteg komplett mit Sand überschüttet war und ich das Fahrrad ein paar Kilometer lang schieben musste. Vielleicht war der – teilweise heftige – Wind für diesen sandigen Zwischenfall verantwortlich – vielleicht war es aber auch so gedacht. Ich werde es wohl nie erfahren.

Mit dem Fahrrad nach Porto: Ein Einmaliger Ausblick auf den rauschenden Atlantischen Ozean
Auch war ein Wegabschnitt des Holzsteges mit Treppen versehen, was mich dazu brachte, das Fahrrad zu packen und damit über das am Rande liegende Gestein zu klettern. Nichts für schwache Schultern – oder Nerven.

Aber ich genoss auch das Fahrrad-Schieben durch den scheinbar ewigen Sand. So konnte ich die Agaven, Kakteen und Silbergräser besser bestaunen und lernte auf meinem Weg auch einen hilfsbereiten Einheimischen kennen. Mir fiel schnell auf, dass die Portugiesen, die mir begegneten, sehr freundlich, interessiert und aufmerksam waren. In ihrem Land fühlte ich mich zu jeder Zeit willkommen und war von ihrer offenen, entspannten und lebendigen Art sehr angetan.

Mit dem Fahrrad nach Porto: Am Ende des Tages wartete auf mich der schönste Sonnenuntergang
Hier sah ich die untergehende Sonne in Porto und plötzlich wurde es ganz still um mich. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich noch gar nicht ahnen können, dass das erst der Beginn eines Abenteuers war.

Nachdem ich mich halbwegs traute, in den Wellen des Ozeans baden zu gehen, erreichte ich zum Sonnenuntergang Porto und buchte mir dort auf die Schnelle eine Übernachtung in einem Hostel. Am nächsten Morgen regnete es den ganzen Tag, doch dieses Abenteuer sollte dort auf mich warten.

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Klassiker: Ich blamiere mich in einer polnischen Kirche

Wie ich so bin, musste ich mir während meiner Kunstreise durch Amsterdam, Hamburg, Berlin und Breslau natürlich auch die Kirchen in der jeweiligen Stadt ansehen. So kam es auch in Polen dazu, dass ich eine betrat, die mich schon von außen besonders angesprochen hat. 

Breslauer Kirche von innen: Man sieht den seitlichen Altar, die sakralen Gemälde und auch die Skulpturen
Die Breslauer Kirche von innen: Dieses Foto entstand Sekunden vor meiner Peinlich-Aktion

In der Breslauer Kirche: Ich dachte, ich sei allein

Da saß, stand und ging ich nun durch die sakralen Räume der Kirche in Breslau. Es war still und ich war allein. Scheinbar. Wie aus dem Nichts stürmten etwa 8 bis 10 junge Menschen in das Gotteshaus und platzierten sich auf den Bänken. Sobald sie knieten, fing es an: Ich hörte die schönsten Singstimmen, die ich seit Langem gehört hatte und befand mich wohl mitten in einem Gottesdienst. 

Unter der Gruppe der Singenden war nur ein Mädchen. Sie war etwa in meinem Alter und hellte den Gesang ihrer Kameraden auf. Ich wurde starr. Durfte ich überhaupt hier sein? Wäre es komisch, wenn ich jetzt ginge? Ich war etwas unentschlossen und darüber hinaus auch die einzige Person in der Kirche, die weder kniete noch sang. Sollte ich mitsingen? 

Peinlicher Abgang aus dem Gotteshaus in Breslau

Nachdem ich wieder bei Sinnen war, entschied ich mich zu gehen. Ich hoffte, die singenden Engel würden es mir nicht übelnehmen. Ich machte mich langsam aus dem Staub. Aber natürlich gelang es mir nicht, unauffällig zu verschwinden. Ich knallte mehrfach gegen die Kirchenbänke und kam einfach nicht mehr klar auf meine Tollpatschigkeit. Die knarrende Kirchentür war mir bei meinem dramatischen Abgang auch nicht gerade behilflich. Doch sie hinter mir zuzuziehen, brachte ich nicht übers Herz. 

So stand ich also mit dem Gesicht in der Kirche und mit dem Rest meines Körpers bereits in der eisigen Kälte. Die Sängerin bemerkte meinen bewundernden Blick und lächelte, während sie das Gebet weiter sang. Ich hätte bleiben sollen. 

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Meine Kunstreise: Art, Drugs and Rock ’n‘ Roll

Eines Tages brannte mir die Sicherung durch. Ich packte mein Geld und fuhr los. Der Plan war der, keinen richtigen Plan zu haben. Also fuhr ich nach Amsterdam, um vom dortigen Marihuana noch planloser zu werden. Da ich Kunst sehen wollte, wusste ich bereits zu Beginn meines Trips, dass das eine Kunstreise werden sollte. Zunächst besuchte ich die wichtigsten Museen der Stadt – bis auf das Van-Gogh-Museum, das habe ich nämlich noch vor mir.

Meine Kunstreise durch vier Städte: Man sieht den Kanal von Amsterdam durch ein Bullauge, das zu dem kleinen Hausboot gehört, auf dem ich gelebt habe.
Diesen Ausblick konnte ich in Amsterdam von meinem Bett aus genießen. Ich werde dieses Abenteuer niemals vergessen.

Meine Kunstreise startete in Amsterdam

Was soll ich sagen? Ich liebe diese Stadt. Ihre Dynamik, Offenheit, ihre Hausboote und die aufeinander abgestimmte Architektur gefielen mit schon immer. Ich verbrachte dort Tage des Glückes und lebte selbst auf einem kleinen Hausboot. Das fühlte sich so surreal an ­– vor allem in diesen Momenten, als ich von meinem Bett aus durch das Bullauge auf den Kanal blickte. In diesen Momenten verliebte ich mich aufs Neue in mich selbst und war dankbar für meine Spontanität, die Fähigkeit immer und überall alleine sein zu können und natürlich auch für meine Furchtlosigkeit vor Planlosigkeit.

Während meiner Kunstreise war ich im Rijksmuseum in Amsterdam. Dort habe ich Rembrandts Nachtwache gesehen.
Rembrandt van Rijn im Rijksmuseum, Amsterdam: Die Nachtwache, 1642 – Öl auf Leinwand (Ausschnitt)

Nachdem ich am letzten Tag in Amsterdam zwei weitere Kunsthäuser und den Hortus Botanicus besucht hatte, machte ich etwa vier bis fünf Bootstouren. Dann wurde es aller höchste Eisenbahn, meine Kunstreise nach Hamburg zu versetzen. Um nicht unnötig Zeit und Geld zu verschwenden, verzichtete ich zwischen den Städten auf Hotelzimmer. Ich buchte mir nächtliche Flixbusse und schlief während der Fahrt – nur zu empfehlen, wenn du einen trainierten Rücken hast, der es dir ermöglicht, in komplett verkrüppelten Positionen zu schlafen. 

Weiter geht’s nach Deutschland: Hamburger Kunsthalle

In Hamburg angekommen, ging ich in die Kunsthalle. Die dortige Ausstellung hieß „Femme Fatale“ und war sagenhaft. Am Abend ging ich auf die Reeperbahn – dort war auch mein Hotel – und kaufte mir eine absolut nuttige Hose in Hochglanz. Ich habe es voll gefühlt. In Hamburg blieb ich zwei Tage.

Herrmann Kaulbach (1846-1909) in der Hamburger Kunsthalle: Lucrezia Borgia, 1882 – Öl auf Leinwand

Ursprünglich wollte ich vom Hamburger Flughafen nach Portugal fliegen, doch habe es mir anders überlegt, als ich die Last-Minute-Preise sah. Laut einer Flughafenmitarbeiterin seien diese nach der Corona-Pandemie in die Höhe geschossen. Aus diesem Grund flog ich erst einige Monate später nach Porto – und war absolut überwältigt von dieser geilen Stadt.

Ich setzte meine Kunstreise in Berlin fort

Doch zunächst musste ich improvisieren. Kurzerhand entschied ich mich dazu, nach Berlin zu fahren. Dort würde ich in einer netten Absteige 3 Nächte verbringen und pflichtgemäß im „Homeoffice“ arbeiten. In Berlin tobte ich mich aus. Ich war in der Gemäldegalerie, im Museum für Kunstgewerbe und in der Neuen Nationalgalerie. Es war himmlisch. Die Gemäldegalerie ist mitunter einer der Gründe, weshalb ich Berlin zu der geilsten Stadt Deutschlands erklärt habe

Während meiner Reise sag ich in der Berliner Gemäldegalerie Giovanni Bellinis Madonna
Halleluja! Gleich in der zweiten Halle der Gemäldegalerie blieb ich wie angewurzelt stehen. Denn ich sah: Giovanni Bellinis Maria mit dem Kind (etwa 1460) – Tempera auf Pappelholz.

Eines Morgens packte mich der Berlin-Vibe und ich stellte mich oberkörperfrei auf die Fensterbank. Ich blickte durch das offene Fenster über Charlottenburg, über die Autofahrer und Passanten hinweg ­– und sie blickten zu mir herauf. Aber fremde, nackte Frauen waren sie wohl alle gewohnt, weshalb es mir noch mehr gefiel, dort oben stehen zu bleiben und den Morgen anzutreffen.

Ab nach Breslau – ich bin zum ersten Mal in Polen

Wo sollte die nächste Reise hingehen? Ich hatte noch zwei Tage Zeit, bis unserer Redaktion endgültig der Homeoffice gestrichen wurde und fuhr spontan nach Polen. Nachts am Bahnhof in Breslau (polnisch: Wrocław) angekommen, hoffte ich darauf, Geld wechseln zu können – sonst wäre ich im Arsch. Dort hatte um die Uhrzeit tatsächlich alles offen und der Geldwechsel klappte binnen Sekunden. Ich hielt erstmals Złoty in meiner Hand. Jetzt konnte es losgehen. Die Innenstadt von Breslau gefiel mir sehr gut. Bunte, gepflegte Häuschen, wenig Touristen, Sauberkeit – soweit das Auge reicht. 

Bunte Häuserreihe, die ich während meiner Kunstreise in Breslau fotografiert habe.
Die ganze Innenstadt von Breslau sieht so aus – wie in einem kleinen, polnischen Märchen.

Es war ein netter Trip – mein erstes Mal in Polen übrigens. Doch die Museen haben mich dort nicht umgehauen. Denn im Breslauer Rathaus-Museum, wo ich war, warben die Aussteller mit Dalí und Miró. Ausgestellt wurden jedoch Werke von Amateurkünstlern, die sich von Dalí und Miró haben inspirieren lassen. Vielleicht war das auf dem Ausstellungsbanner auch so deklariert, das aber hätte ich gar nicht verstehen können. Egal – dafür habe ich dank anderen Exponaten, die dort dauerausgestellt waren, etwas über die Stadtgeschichte gelernt.

Besonders gefallen hat mir der unvergessliche Blick über die gesamte Stadt auf dem Turm einer Kirche. Von dort konnte man fast bis in die unendliche Weite sehen. Auch habe ich üppige Architektur bestaunen können. Insbesondere die Außenarchitektur von Kirchen fand ich in Breslau sehr ansprechend. Erfahre hier, wie ich mich blamiert habe, als ich eine der Polnischen Kirchen betreten habe.

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Alles Wissenswerte über Frankfurt am Main

Frankfurt am Main – die bevölkerungsreichste Stadt Hessens und die fünftgrößte Deutschlands – ist ein faszinierender Schmelztiegel der Kulturen. Mit ihren 773.068 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2022) zählt die Stadt Frankfurt zu einer kleinen Großstadt, die für ihre Vielfalt und Multikulturalität bekannt ist.

Frankfurts reiche Geschichte

Schon seit dem Mittelalter spielt Frankfurt eine bedeutende Rolle in der Geschichte Deutschlands. Im Jahr 794 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und war seit 1372 eine Reichsstadt. Über die Jahrhunderte hinweg wurden hier die meisten römisch-deutschen Könige gewählt und seit 1562 auch gekrönt. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 entwickelte sich Frankfurt weiter und wurde zum politischen Zentrum des Deutschen Bundes. Die Stadt war Sitz der Bundesversammlung und der Nationalversammlung von 1848/49.

Frankfurt am Main: Vom Aufstieg zur Europastadt

Nach dem Deutschen Krieg im Jahr 1866 wurde die Freie Stadt Frankfurt von Preußen annektiert, und die Industrialisierung brachte einen enormen Bevölkerungszuwachs. Seit 1875 hatte Frankfurt über 100.000 Einwohner, und seit 1928 sogar mehr als 500.000. Im Jahr 1998 nahm die Stadt den Titel „Europastadt“ an, als Zeichen ihrer Verpflichtung zur europäischen Einigung.

Wirtschaftliches Schwergewicht

Frankfurt am Main ist nicht nur für seine Geschichte bekannt, sondern auch als internationaler Finanzplatz und ökonomische Weltstadt. Hier haben die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und die Frankfurter Wertpapierbörse ihren Sitz. Zahlreiche Finanzinstitute wie die Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank und KfW sind hier ansässig.

Die Messe Frankfurt beherbergt die weltberühmte Frankfurter Buchmesse, die mich persönlich auf mein Leben traumatisiert hat, und die Musikmesse. Beide sollen als Weltleitmessen gelten.

Frankfurt ist auch ein Verkehrsdrehkreuz

Dank seiner zentralen Lage ist Frankfurt am Main ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und Europa. Der Frankfurter Flughafen, der Hauptbahnhof und das Frankfurter Kreuz spielen eine entscheidende Rolle im deutschen Verkehrsnetz.

Die Mainhattan-Skyline von Frankfurt am Main

Eine Besonderheit von Frankfurt ist die beeindruckende Hochhaus-Skyline, die zu den höchsten Europas gehört. Deshalb wird die Stadt oft scherzhaft als „Mainhattan“ bezeichnet.

Außer der gläsernen Innenstadt hat Frankfurt viele weitere Facetten. So musste ich während meinen Erkundungstouren durch FFM feststellen, dass die Stadt zahlreiche Gebiete hat, die nur aus kleinen, süßen, hessischen Häuschen bestehen. Mein persönlicher Favorit in FFM sind jedoch die Eiermann-Türme in Niederrad.

Eine weitere Besonderheit der Mainmetropole ist, dass mehr als 40 Prozent des Stadtgebiets von Parks und Landschaftsschutzgebieten bedeckt sind, darunter der Frankfurter Grüngürtel mit dem seit 1372 im Besitz der Stadt befindlichen Frankfurter Stadtwald.

Kultur und Bildung in der Mainmetropole

Das kulturelle Leben in Frankfurt ist geprägt von bürgerlichen Stiftungen, Privatinitiativen und mehr. Dies hat zu den Städtischen Bühnen mit Oper Frankfurt und Schauspiel Frankfurt geführt, ebenso wie zum Frankfurter Museumsufer, dem Senckenberg Naturmuseum, der Schirn Kunsthalle und dem Museum für Moderne Kunst. Des Weiteren findet man in Frankfurt folgende Museen:

Goethe-Uni in Frankfurt: Nobelpreisträger und Aktivisten

Dann gibt es in Frankfurt noch die Goethe-Universität, gegründet im Jahr 1914. Sie hat Leibniz- und Nobelpreisträger hervorgebracht und ist eine wichtige deutsche Bildungseinrichtung. Heute macht die Goethe-Uni Schlagzeilen damit, dass sie die alte Dondorf-Druckerei nicht rausrücken will. Erfahre hier alles Wissenswerte zum Gebäude der Dondorf-Druckerei, das im Besitz der Uni steht, jedoch vorübergehend von Aktivisten besetzt wurde.

Zusätzlich gibt es sieben weitere Hochschulen in der Stadt Frankfurt mit über 60.000 Studenten.
Frankfurt am Main ist eine Stadt voller Geschichte, Vielfalt und wirtschaftlicher Bedeutung, die Besucher und Einwohner gleichermaßen fasziniert. Vorausgesetzt, sie landen nicht im Bahnhofsviertel. Entdecke hier meine absoluten Lieblingsorte in Frankfurt.


Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Geprüft und überarbeitet wurde er von mir am 26. Dezember 2023. Habe ich die eine oder andere Stelle unzureichend recherchiert, freue ich mich auf einen kurzen, sachlichen Hinweis. Danke.

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Du hast einen Tag in Frankfurt – tu DAS

In Frankfurt lebe ich seit einigen Monaten und muss sagen, dass mich diese Stadt mit ihrer Vielseitigkeit überrascht hat. Dennoch habe ich klare Favoriten, die mir jedes Mal aufs neue den Atem rauben, auch wenn sie ziemlich banal sind. So kann ich mich beispielsweise nicht an die Skyline gewöhnen – schon gar nicht bei Nacht und sage immer wieder gerne: „Das schönste an Frankfurt ist Frankfurt bei Nacht“.

Ein Tag in Frankfurt: Skyline und Altstadt sind ein MUSS

1.) Schau dir die Skyline an. Tu es einfach. Von nah und weit, von unten und oben. Es ist ein Erlebnis, das dich prägt – und das sage ich als jemand, der zuvor kein Fabel für moderne Architektur hatte. Nun – spätestens, seit ich in Frankfurt lebe, lasse ich mich immer wieder von der gläsernen Schönheit faszinieren und kann mein Auge kaum von ihr abwenden. Hier habe ich mal die 9 besten Aussichtspunkte auf die Frankfurter Skyline zusammengestellt.

2.) Die Frankfurter Altstadt ist einfach wunderbar und wird niemals alt, egal wie oft ich hingehe. Hühnermarkt, Römerberg – egal. Einfach mal hingehen und bei Gelegenheit auch im Kaiserdom St. Bartholomäus vorbei schneien. Es ist ein tolles Erlebnis mit vielen traditionellen und auch antiken Geschäften und Buchläden. Wenn du mit dem Besuch der Altstadt in Frankfurt soweit durch bist, kannst du weiter zum…

Skyline in Frankfurt aus einer Anhöhe mitten in der Stadt.
Ich will ja nicht angeben (doch), aber das ist der wunderbare Ausblick aus meinem Büro in Frankfurt.

Kunst erleben in Frankfurt am Main

3.) …Städel auf dem Museumsufer. Auch wenn die Sonderausstellungen manchmal nach der verschachtelten Konzepten zusammengestellt sind – hierbei spreche ich ausdrücklich nicht von der Guido Reni Ausstellung, diese war nämlich das Highlight schlechthin – lohnt es sich immer die Dauerausstellung im Städel Museum zu besichtigen. Einfach mal hingehen und staunen.

4.) Und wenn du schon dabei bist, das Museumsufer in Frankfurt zu erkunden, dann statte dem Ikonenmuseum einen Besuch ab. Du brauchst maximal eine Stunde für die Ausstellung; der Eindruck bleibt jedoch für immer. Der Eintritt kostet 6 Euro. Erfahre hier, welche Ausstellung das Frankfurter Ikonenmuseum derzeit zeigt.

Russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum
Diese russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum.

Frankfurter Naturphänomen Düne – und mehr

5.) Zu guter Letzt: Die Schwanheimer Düne, die ein Naturerlebnis mit Faszinationsfaktor darstellt. Dieses Phänomen der Natur lockt mich immer wieder an und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Das Besondere an der Düne ist ihre Flora und Fauna. Sie hat sich über Jahrhunderte zu dem entwickelt, was sie heute ist und steht unter Naturschutz. Hier findest du alle Infos, die ich zur Schwanheimer Düne gefunden habe.

Die Schwanheimer Düne in Frankfurt-Schwanheim. Ein Naturerlebnis der Extraklasse
Das ist die Schwanheimer Düne im Spätsommer. An diesem fantastischen Tag habe ich sie entdeckt und sie sofort ins Herz geschlossen.

Natürlich gibt es in Frankfurt 1.000 weitere Dinge, die man besuchen könnte und sollte. Eine davon sind die Eiermann-Türme in Frankfurt-Niederrad (wenn du schon in Richtung Schwanheim fährst, dann geh dort unbedingt vorbei). Wenn ich einen einzigen Tag in Frankfurt hätte, würde ich genau diese Orte erleben wollen.

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Wen ich in Porto kennenlernte

Meine Bekanntschaft in Porto – Als ich lange nach der Dämmerung noch in Porto unterwegs war, wollte ich mir die Stadt von oben ansehen. Es war ein traumhafter Anblick, als ich am Mosteiro da Serra do Pilar stand und rüber auf das andere Ufer sah. Deutlich spürte ich das Leben, das unten tobte und war in dem Moment so glücklich, dass ich wiederum etwas traurig wurde, dass ich all das mit niemandem teilen konnte. 

Als ich mich dazu entschied, eine Runde mit der Seilbahn über Porto zu schweben, war ich genau eine Minute zu spät, um mir Tickets an der Kasse holen zu können. Also beschloss ich die Stadt weiterhin aus der Höhe zu betrachten und begab mich auf die Brücke in unmittelbarer Nähe. Dabei handelte es sich um die Ponte Dom Luís I, einer Fachwerk-Bogenbrücke über den Douro zwischen Porto und Vila Nova de Gaia. Erbaut wurde sie von François Gustave Théophile Seyrig (* 19. Februar 1843 in Berlin; † 5. Juli 1923). 1869 gründete er zusammen mit Gustave Eiffel das Unternehmen „Eiffel et Cie.“. 10 Jahre später trennten sich beide wieder.

Die Brücke Ponte Dom Luís I in Porto bei Nacht – mit Blick über die gesamte Stadt
Das ist die Schönheit – erbaut wurde sie 1881-1886. Die Gesamtlänge beträgt 385,25 Meter und die Höhe etwa 60 Meter.

Eine Bekanntschaft in Porto: Wir begegneten uns auf der Brücke

Als ich auf diesem monströsen Bauwerk aus Metall stand, hörte ich – wie so selten in vergangener Zeit – russische Sprache. Zwei Touristen waren dabei, Fotos vor dem erhöhten Kloster Mosteiro da Serra do Pilar zu machen. Die Frau sagte zum Mann, der, wie sich kurze Zeit später herausstellte, ihr Sohn war, dass sie gerne ein Foto mit ihm zusammen hätte. Ich drehte mich zu den beiden um und bot meine Dienste an. Und so machte ich eine Bekanntschaft in Porto.

„Woher kommst du?“ Fragte mich Irina. In vergangener Zeit versetzt mich diese Frage in Schockstarre. Ich antwortete vorsichtig: „Aus Sochi.“ Es stellte sich heraus, dass die beiden aus St. Petersburg stammen. Eine Stadt, die ich liebe und ehre. Vor circa 18 Jahren seien die beiden ausgewandert und haben ihr leben in Finnland aufgebaut. Der Sohn, Alexej, lebt derzeit auf den Ålandinseln – einer Inselgruppe, die aus über 6700 Inseln und Schären besteht und zwischen Finnland und Schweden liegt.

Madlen Trefzer vor dem Mosteiro da Serra do Pilar in Porto, Portugal, bei Nacht. Das Kloster ist hell beleuchtet.
Natürlich revanchierte sich meine neue Bekanntschaft bei mit mit einem Foto von mir. Obwohl ich mich bis zuletzt dagegen gewehrt hatte; gegen Irinas Überredungskünste hatte ich keinerlei Chancen.

Meine Bekanntschaft und ich: Wir trafen uns am nächsten Tag

Eins führte zum anderen und meine neue Bekanntschaft und ich zogen zusammen durch die nächtliche Stadt. Wir erzählten einander von unserem Leben und teilten unsere Begeisterung für Porto. Ein Tag zuvor seien Irina und Alexej in Lissabon gewesen. Eine Stadt, die ich in den nächsten 2-3 Jahren auch unbedingt erleben will. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Es hatte aufgehört zu regnen und wir schlenderten durch die Gässchen, während ich von meiner langen Fahrradtour von A Ver-o-Mar nach Porto erzählt hatte, die ich ein paar Tage zuvor gemacht habe.

Am nächsten Tag überredete ich meine neue Bekanntschaft dazu, mit mir zusammen den Ozean anzusehen. Wir trafen uns in Póvoa de Varzim – und ich schleppte sie den ganzen Weg zu Fuß nach A Ver-o-Mar, bis ich um ein Haar meinen Flug zurück nach Frankfurt verpasst hatte. 

Atlantischer Ozean in Portugal: Der Strand von A Ver-o-Mar bei schönem Wetter.
Diese fantastische Aussicht auf den Atlantischen Ozean durfte ich mit Irina und Alexej teilen. Hier waren wir ungefähr auf halbem Wege von Póvoa de Varzim nach A Ver-o-Mar.

Das Teaserbild, das du oben siehst, ist übrigens auch auf unserem „kleinen“ Spaziergang an der Küste entstanden. Hier sieht man einen der vielen kleinen Holzstege, die oftmals entlang des Strandes führen.

Wir halten den Kontakt aufrecht

Irina und Alexej waren begeistert, von der Schönheit der Natur Portugals. Obwohl es all die Tage zuvor in Strömen geregnet hatte – das habe ich in Portugal übrigens bei Regenwetter unternommen – kam nun zu meinem Abschied die Sonne raus. 

Alexej und ich schreiben hin und wieder mal. Ich hatte den beiden versprochen, dass wenn sie jemals nach Deutschland kommen sollten, ich ihnen eine Städte- und Museumstour der Extraklasse organisiere. Vielleicht werden wir uns aber auch in Finnland wiedersehen. Wer weiß, welche Lieder das Leben noch spielt. 

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Deshalb ist Berlin die geilste Stadt Deutschlands

Ich weiß, ich weiß – schwieriges Thema. Mit meiner Argumentation habe ich allerdings sogar mal einen Hamburger davon überzeugt, dass Berlin der geilste Scheiß der Bundesrepublik ist. 

Wenn eine Person für die Kunst lebt, dann wird sie in Berlin vor lauter Emotionen und Eindrücken ertrinken. Die Stadt zählt insgesamt 175 Museen, in denen man mit Kunst, Geschichte, Kultur und Wissen in Kontakt kommt. Eine Perle der alten Meister ragt dabei besonders heraus: Die Gemäldegalerie (bitte mit Engelsgesang im Hintergrund lesen).

Gemäldegalerie Berlin: Ein rundes Gemälde von Sandro Botticelli. Darauf abgebildet ist die Madonna mit Kind und mehreren singenden Engeln
Sandro Botticelli in der Gemäldegalerie: Madonna mit dem Kind und singenden Engeln, oder auch Madonna mit Lilien und acht Engeln – um 1477.

Gemäldegalerie: Unfassbare Mengen Kunst in Berlin

Die Gemäldegalerie hat mich für andere Kunstsammlungen verdorben. Wenn ich auch gestehen muss, dass die Alte Pinakothek in München oder auch die Stuttgarter Staatsgalerie überaus konkurrenzfähig sind.

Neben der fantastischen, überragenden und Aufsehen erregenden Gemäldegalerie – die das Zuhause von etlichen Rembrandts und einigen eindrücklichen Bellinis, Caravaggios Amor, Cranachs Jungbrunnen, Tizians Venus und weiteren 1.000 Werken ist – hat Berlin etliche renommierte Kunsthäuser, die nur darauf warten, dass du dich in ihnen verlierst:

Das sind ein paar der Museen, die ich bereits ausfindig gemacht habe und sagen muss: Ich liebe diese Stadt mit jeder Faser meiner Seele. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie casual und unscheinbar diese Millionengemälde da vor sich her hängen, als wäre dies keine Besonderheit – da einen halben Meter weiter ein weiterer Künstler von Welt hängt. Und wo die Kunst in den Museen aufhört, fängt die Kunst im Alltag an. 

Das ist der Berliner Goldhot aus der Bronzezeit. Ein Artefakt, aus dünnem Goldblech, das zu einer Gruppe dreier weiterer Goldhüte gehört, die jedoch bei weitem nicht so gut erhalten sind, wie das vorliegende Exemplar.

Berliner Straßen: Glas, Gold, gigantische Säulen

Berlin ist unverschämt… Hunderttausende eilen täglich an atemberaubenden Wandmalereien und Fresken in abgeranzten Treppenhäusern vorbei, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken. Diese Art von Kontrasten habe ich bisher nur in Russland erlebt. Und wo die Kunst im Alltag aufhört, fängt die Architektur im Alltag an. Unendlich hohe Decken, gigantische Säulen, Skulpturen, Gold, Glas, Marmor, Brutalismus – während zwei Meter weiter prachtvolle Bauten aus dem 16. Jahrhundert stehen. Solange du in Berlin bist, kommst du aus dem Staunen nicht mehr raus. 

Ich wette, du findest 1.000 andere Gründe, warum Berlin die geilste Stadt in Deutschland ist – und ebensoviele, warum sie es nicht ist. Schreib mir gerne deine Sicht der Dinge, ich freue mich auf deine Mitteilung. 

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Hier findest du Antiquitäten in Baden-Baden

Baden-Baden beherbergt eine wahre Schatzkammer für Vintage-Liebhaber und Antiquitäten-Enthusiasten. Wenn du aus der Kurstadt kommst, weißt du genau, was jetzt folgt.

Während ich in Baden-Baden, der Stadt, die für ihre Eleganz und ihren kulturellen Reichtum bekannt ist, lebte, musste ich so manch einen Scheißjob machen – und das natürlich für extrem wenig Geld. Meine Liebe zum Schönen und Wunderbaren war dabei keineswegs geringer, als sie es heute ist. Der großartige Laden, den ich dir nun vorstellen will, ist ein Juwel und ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die auf der Suche nach einzigartigen Schätzen sind, sich aber finanziell nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen können. Oder wollen.

Second-Hand Möbel und Antiquitäten in Baden-Baden

Den Laden namens „Heinzelmännchen-Service & Licht und Hoffnung e.V.“ kennt wohl jeder Baden-Badener. Er bietet eine beeindruckende Auswahl an Second-Hand Möbeln, die von Rustikal bis Modern reicht. Von Barock über Biedermeier bis hin zu Art Déco findest Du hier Stücke, die Geschichten erzählen und deinen Wohnraum mit ihrem zeitlosen Charme bereichern. Vintage-Sofas, Retro-Schränke, liebevoll restaurierten Esstische oder antike Kommoden – hier gibt es für jeden Geschmack und Stil das Richtige. Dabei geht der Erlös an einen guten Zweck. 

Zeichnung eines französischen Büros in den 1920er Jahren. Ausgestattet ist der Raum mit Art déco Möbelstücken. Besonders auffällig sind dabei die beiden Sessel.
Art déco (Symbolbild): Die Zeichnung eines kleinen Pariser Büros um 1925. Flächige und symmetriebetonte Motive sind typisch für Art déco. Die „Einfachheit“ der – damals neuen – Formen lässt sie bis heute modern erscheinen. Copyright: IMAGO

Sofern ich mich richtig erinnere, steht der Verein „Licht und Hoffnung“ für drogenkranke Menschen ein. Dort bekommen sie die Chance, sich handwerklich zu betätigen, indem sie kleinere und größere Reparaturarbeiten an Möbeln vornehmen. Im Gegenzug bekommen Unterstützung vom Verein. Die Arbeit dieser Menschen ermöglicht den Erwerb qualitativ hochwertiger Möbel – und das obwohl sie teilweise schon einige Jahrzehnte alt sind.

Kunst und Bücher kaufen in Baden-Baden

Damals holte ich mir dort alles Mögliche an Vintage-Möbeln und Antiquitäten. In Erinnerung geblieben ist mir eine Stehlampe aus den 1940er Jahren, diverse Kunstdrucke, CDs, Uhren, Vasen und natürlich meine heilige Goethe-Sammlung im Inselverlag. Schneeweißer, fester Einband – unbezahlbarer Inhalt. 

Ja, Bücherwürmer und Kunstliebhaber werden in diesem Geschäft ihr Paradies finden. Die umfangreiche Sammlung seltener Bücher und Gemälde ist Highlight-verdächtig. Hier kannst du in vergangenen Zeiten und vergessenen Welten schwelgen. Ein ehemaliger Nachbar meiner Mutter, Kunstsammler, erzählte mal, wie er dort angeblich ein Millionenkunstwerk für unter zehn Euro erworben hatte. Ich vergaß inzwischen, um welchen Künstler es sich dabei handelte, wage aber zu vermuten, dass es ein französischer Impressionist war.

Mit etwas Glück, nimmt die eine oder andere Verkäuferin dein Interesse für antike Bücher wahr und öffnet dir die „geheime Schranktür“, hinter der sich Erstausgaben, Unikate und andere Schätze befinden.

Porzellan und Co.: Antiquitäten-Alarm bei „Heinzelmännchen“

Das „Heinzelmännchen“ bietet eine erlesene Auswahl an Geschirr und Tischkultur. Von klassischem Porzellan über Vintage-Vasen in den verrücktesten Formen und Farben bis hin zu einmaligen Besteck-Sets aus vergangenen Epochen ist hier jedes kleine Detail dabei, mit dem Du dein Zuhause dekorieren und verschönern kannst. 

Ich holte mit damals Porzellantöpfe, -tassen und anderen Krimskrams. Das zweckentfremdete ich dann als Blumentöpfe. Waren mir die Behältnisse wiederum „zu weiß“, malte ich mit Acrylfarben auf ihnen. So erinnere ich mich an meine Version der Sternennacht von Van Gogh und eine AK-47 in Regenbogenfarben.

Zu finden ist der einzigartige Laden mit den Antiquitäten in der Ooser Hauptstraße 17a, 76532 Baden-Baden. Eine eigene Website gibt es nicht – oder aber ich habe sie nicht gefunden.

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Du hast 2 Tage in Heidelberg – das kannst du machen

Ich erinnere mich gerne an meine Zeit in Heidelberg zurück. Es ist auch gar nicht so lange her, dass ich dort gelebt und gearbeitet habe. Heidelberg ist eine weltoffene kleine Stadt mit einer sagenhaften Universität und einer süßen Altstadt. Der Besuch lohnt sich allemal – die Hotelpreise, ganz anders als die Mietpreise, sind angemessen und der Aufenthalt wird garantiert unvergesslich. 

Ich erinnere mich gerne an die Menschen dort zurück: Sie sind gastfreundlich und zurückhaltend – von den anderen Eigenschaften der Heidelberger sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. 

Heidelberg: Spazieren durch Natur und Altstadt

Besonders liebte ich es immer, nachts am Neckar entlang zu spazieren, oder eine Runde durch den herbstlichen Wald oberhalb von Schlierbach zu drehen. Das Naturspektakel ist dort unbeschreiblich schön und eignet sich gut für eine wilde Fahrt mit dem Mountainbike. Apropos Fahrrad: Lese hier meine „Beinahe-Lovestory“, die sich nachts auf dem Weg von Heidelberg nach Mannheim ereignete.

Dass die Heidelberger Altstadt ein kleines Märchen ist, ist an dieser Stelle womöglich eine überflüssige Information, da sie, wenn ich mich nicht irre, so ziemlich die erste Anlaufstelle aller Reisenden ist. Dennoch lohnt sich die Altstadt immer.

Heidelberger Buchläden und Shops der Extraklasse

Besonders aufregend kann es dabei sein, sich auch in die kleineren, verwinkelten Altstadt-Gässchen zu begeben. Dort kann man viel Einzigartiges entdecken. So fand ich eines Tages beim ziellosen Spazieren ein kleines Geschäft der Extraklasse, namens „Letter & Co.“, das Füllfederhalter verkaufte. Es gab sie aus Glas, in verschiedenen Federstärken und Farben – manche wurden in nahegelegenen Manufakturen hergestellt und manche waren einfach unbezahlbar. Tinte, edles Papier, Federn, Siegel und Wachs – dort findet man alles, was das Herz des alten Dichters begehrt.

Wer nicht so auf Handschriftliches abfährt, kann kleine Boutiquen und Second Hands entdecken – Heidelberg hat einige davon. Auch antike Buchläden sind recht gut auffindbar und haben ein reiches Angebot, das alle Gattungen umfasst. Nicht ganz so antik, aber um so aufregender für Philosophen und Kunsthistoriker könnte der Buchladen „Artes Liberales“ am Kronmarkt sein. Der nette, extravagante Herr dort verkauft erlesene Klassik, Fachliteratur, schwere Philo-Bretter und wurde 2015 mit dem Deutschen Buchhandlungspreis der Staatsministerin für Kultur und Medien ausgezeichnet. 

Die kleinen Geschäfte in Heidelberg sind oftmals authentisch. Die Stadt wird mit Sicherheit den Wunsch wecken, ein kleines Stück von ihr mitzunehmen, daher lohnt sich das Stöbern um so mehr.

Den Neckar entdecken

Wer Heidelberg im Sommer besucht, sollte gleich nach seiner Ankunft eine Runde Tretboot auf dem Neckar fahren. Den einen oder anderen Verleih gibt es direkt am Ufer. Nach Feierabend liebte ich es, mit meinen Kolleginnen dort Boot fahren zu gehen. Es macht die Gedanken frei und kann für viele Lacher sorgen.

Das sind meine ehemaligen Kolleginnen und ich, wie wir mit dem kleinen Bötchen über den Neckar fahren. Fotografiert von einer Kollegin, die in dem Boot hinter uns saß. Wir hatten viel Spaß an diesem Tag!

Wer so viel Glück hat, wie wir damals, lacht sich auch mal eine kleine abendliche Rundfahrt mit der Yacht an und entdeckt den Neckar aus ganz neuen Winkeln. Einfach mal frech sein und beim Bootsverleih fragen, ob das unter Umständen möglich wäre.

Kunst und Architektur in Heidelberg

Wenn du kunstinteressiert bist, könnte sich das Kurpfälzische Museum lohnen. Das kann besonders dann der Fall sein, wenn dort gerade eine starke Sonderausstellung ist. In Erinnerung geblieben ist mir die Ausstellung „Frauenkörper“ (24. Oktober 2021 bis 20. Februar 2022). „Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre“ (5. März bis 11. Juni 2023) fand ich auch nicht übel. 

Ein emotionales Erlebnis wird garantiert die Jesuitenkirche sein. Sie hat eine überragende Architektur – so auch die Peterskirche  in der Nähe der Unibibliothek. Hierbei spielt dein Glaube, oder gar dein Nicht-Glaube keine große Rolle. Lass diese Pracht einfach auf dich wirken und dreh am besten eine Runde um die Kirchen – du könntest viele versteckte Details finden.

Lohnt sich das Schloss? Natürlich lohnt sich das Schloss! Hier findest du meine Fotostory vom Heidelberger Schloss, aus der Zeit, als ich noch für die Medien in Heidelberg gearbeitet habe. Am besten erreichst du die Schlossruine zu Fuß, denn von der Altstadt läuft man lediglich 10 Minuten. Senioren und Rollstuhlfahrer haben die Möglichkeit, die Bergbahn zu nutzen. Auf der Scheffelterrasse des Schlosses kann man dann romantisch seinen Tee schlürfen und den Sonnenuntergang antreffen. 

So essen Heidelberger

Kommen wir zum Essen. Heidelberg achtet auf seine Veganer und Vegetarier – Auswahl gibt es genug. Ich war verhältnismäßig nicht in vielen Restaurants, aber die, in die ich immer wieder gerne ging waren folgende: „Mahmoud’s“ (libanesisch / Falafel & Schawarma) – gibt es einmal in der Altstadt und einmal in Bergheim. Die Filiale in der Altstadt ist meine liebste. Aber Vorsicht vor der Mittagszeit dort – Studenten könnten das kleine Lokal füllen wie Sardinen die Krosse Krabbe in dieser einen Spongebob-Folge. 

Des Weiteren gibt es „Sakura“ (japanisch / Sushi), „Soban“ (koreanisch / Ramen) und „Nomad“ (slow food aus aller Welt). Atmosphärisch ist die Roofbar „Schilling“ (Sushi und Cocktails) – hier wirst du die wahrscheinlich beste Aussicht auf Heidelberg haben und die Besonderheit dieser Stadt spüren, aber vor allem sehen. Das Essen und die Cocktails haben mich persönlich dort noch nie so richtig beeindruckt, aber der Ausblick ist Weltklasse und erklärt sowohl die hohen Preise, als auch die Tatsache, dass man sich nach zwei Stunden schon aus dem Staub machen muss, weil die nächste Reservierung im Anmarsch ist.

Fazit: Heidelberg ist geil. Wer auf eine entspannte Stadt-Tour Lust hat, ist hier genau richtig. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Hier gibt es genug Natur, viele Sehenswürdigkeiten und auch Unternehmungen für jedes Alter. Zum Studieren ist die Stadt sagenhaft – vorausgesetzt man kriegt genug Geld zusammen, um sich hier über Wasser zu halten. Aber auch das ist möglich, zeigt die Erfahrung.

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Stadtwald Frankfurt: Ein grüner Riese mit Charakter

Die pulsierende Finanzmetropole Frankfurt mag auf den ersten Blick vor allem für ihre Wolkenkratzer und dunkle Ecken bekannt sein. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt ein verstecktes Juwel mitten in der Stadt – den Stadtwald. Dieser grüne Rückzugsort bietet eine Pause von dem hektischen Treiben des Lebens. Auch eine Fülle von natürlicher Schönheit erwartet dich dort.

Der Stadtwald Frankfurt, als die Blätter noch grün waren. Hier machten wir uns auf den Weg in ein kleines Abenteuer. Valentina, die kleine Chihuahua-Lady und ich auf einem Waldweg im Frankfurter Stadtwald. der Hund ist nur zu sehen, wenn man ihn wirklich sucht. Inmitten der grünen, frühherbstlichen Kulisse ist das kleine Wesen kaum zu sehen.
Hier starteten Valentina und ich unseren morgendlichen Spaziergang durch den Frankfurter Stadtwald. Na, wie schnell hast du den Hund entdeckt?

Mit kommt dieser eine verwunschene Herbsttag in den Sinn, an dem ich mit Valentina durch den Frankfurter Wald spazierte. Wir gingen auf große Entdeckungstour und starteten in Schwanheim. Es war mitten im Oktober, weshalb unser Weg mit bunten Blättern geschmückt war. Alleine wäre ich an diesem Tag mit Sicherheit nicht aus dem Haus gegangen, da aber diese kleine Chihuahua-Lady sportlich und voller Leben ist, ging ich ihren Wünschen nach und zwang mich dazu, weder Wind noch Wetter zu scheuen.

Im Frankfurter Stadtwald mit einem Chihuahua

Im Wald wartete auf uns ein pilziger Herbstduft und das goldene Licht der Sonne. Es sind eben diese Momente, für die ich unendlich dankbar bin, wenigstens hin und wieder mal auf diesen winzigen Hund aufpassen zu dürfen. Mit diesem Gedanken löste ich meinen verliebten Blick von Valentina und richtete ihn auf ein kleines Spektakel, das die Natur für uns vorbereitet hatte. Ich sah, wie der sanfte Wind die gelben Blätter von den Kronen der Laubbäume abholte und sie in einer Reihe durch die Lüfte wirbelte. Während die Sonne auf die Blätter schien, kreisten sie sich um die eigene Achse und sahen aus wie ein funkelnder Lametta-Regen.

Valentina, der Chihuahua posiert im Frankfurter Stadtwald vor einem Holzstapel. Die Atmosphäre ist herbstlich, es sind auch zwei Pilze zu sehen.
Hier blieben wir im Waldvor einem Holzstapel stehen. Ganz offensichtlich teilt der Hund meine Begeisterung für Waldpilze eher wenig bis gar nicht.

Der Wind spielte weiter. Er drehte mit den Blättern eine luftige Schleife und trieb sie weit über die höchsten Äste des Stadtwaldes. Es war wie ein Konzert und ich war wie eine versteinerte Zuschauerin, die auf diesen Auftritt der Natur nicht vorbereitet war. Meine Glücksgefühle überschlugen sich und ich richtete meinen Blick wieder auf Valentina. Offenbar bemerkte auch sie dieses Naturspektakel, doch war davon bei Weitem nicht so beeindruck wie ich. Viel lieber schnüffelte sie in der modrigen Erde, als wolle sie dort ihre niedliche Nase vergraben.

Wir setzen uns auf eine Holzbank und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Wie sich einige Zeit später herausstellte, waren es die letzten in diesem Jahr.

Stadtwald Frankfurt: Die Schönheit der Natur

Der Frankfurter Stadtwald erstreckt sich über 5.000 Hektar und bietet eine Vielzahl von Aktivitäten für Naturliebhaber und beherbergt darüber hinaus auch eine reiche Tierwelt. Mit etwas Glück kannst auch Du Nager, Rehe oder seltene Vogelarten beobachten.

Valentina und ich sahen während diesem und anderen Spaziergängen kleine Mäuse, Schmetterlinge, jede Menge Eichhörnchen. Zwei graziöse Spechte entdeckten wir auch und sahen ihnen fasziniert dabei zu, wie sie – wahrscheinlich – um die Wette flogen.

Stadtwald Frankfurt: Aktivitäten im Walde

Für aktive Besucher gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich im Frankfurter Stadtwald zu betätigen. Ein beliebter Ort ist der Opel-Zoo. Zwar ist er etwas außerhalb der Stadt, aber er beherbergt eine breite Palette von Tieren aus aller Welt – darunter die einzigen Elefanten Hessens. Ein weiteres Highlight, das ich auf meinen Spaziergängen entdeckt habe, ist der Kobelt-Zoo. Dort finden Besucher eine 17.000 Quadratmeter große Anlage, die das zu Hause für etwa 300 Tiere – darunter Affen, Ponys, Eichhörnchen und andere – ist. Und wenn das nicht genug ist, kannst du diese 5 besonderen Orte in Frankfurt besuchen.

Für Wanderer, Jogger und sogar Reiter gibt es im Frankfurter Stadtwald gut markierte Wege, die durch dichte Wälder und malerische Wiesen führen. Der Wald ist natürlich auch ein Paradies für Radfahrer: Seine Waldwege sind breit – und Erdlöcher habe ich bislang noch nicht entdeckt. Fährt man mit dem Fahrrad etwas aus Schwanheim und dem dort liegenden Wald hinaus, so kommt man zu den geilsten Türmen Frankfurts. Der Besuch der Eiermann-Bauwerke lohnt sich allemal!

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