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Kunst

Die radikale Veränderung in Kandinskys Malstil

Wassily Kandinsky ist bekannt für seine farbenfrohe und ausdrucksstarke Malerei. Doch sein außerordentliches Werk „Roter Fleck II“ (1921) zeigt eine entscheidende Wendung in seiner künstlerischen Karriere.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, verließ Kandinsky Deutschland und kehrte in sein Heimatland Russland zurück. In dieser Zeit ruhte seine Kunst. Er widmete sich eher politischen und kulturellen Aufgaben.

Porträt von Wassiky Kandinsky. Der Künstler sitzt am Tisch und schaut in die Kamera
Wassily Kandinsky in seinem Studierzimmer. Copyright: IMAGO / Bridgeman Images

„Roter Fleck II“ von Wassily Kandinsky

Das Werk „Roter Fleck II“, das im Münchner Lenbachhaus hängt, steht symbolisch für den bedeutenden Wandel in Kandinskys Ausdrucksweise. Sein typischer lebendiger Farbauftrag wurde durch eine glattere Art der Farbgebung ersetzt. Seine Bilder wirken nun kühler und rationaler. Die geometrischen Formen wie Dreiecke, Kreise und Linien dominieren seine Werke. Das ist ein klarer Einfluss des russischen Konstruktivismus, einer Strömung in der Kunst, die Wert auf geometrische Strukturen legt.

Künstler des Konstruktivismus wie Ljubow Popowa, Wladimir Tatlin und Malewitsch haben sicherlich zu diesem Wandel beigetragen. Dennoch unterscheidet sich Kandinskys Arbeit von ihrer rein konstruktivistischen Ansatzweise. Denn obwohl er geometrische Formen nutzt, sind sie in seinen Werken nicht streng logisch angeordnet.

Ein besonderes Element ist dabei der Kreis – diese Form wird zu einem zentralen Aspekt während seiner Zeit am Bauhaus. Für Kandinsky repräsentiert der Kreis die perfekte Form für sein neues künstlerisches Schaffen. „Neues“, da sein Herz in der frühen Schaffensphase dem Expressionismus gehörte.

Wassily Kandinsky: Roter Felck II im Lenbachhaus München
1921: Roter Fleck II / Öl auf Leinwand

Konstruktivismus: Kandinskys streben nach reinen Formen

Mit seinen geometrischen Formen setzte er seine Suche nach immer reineren Formen fort. Diese sollten keine Erinnerungen oder ablenkende Assoziationen hervorrufen. Im Gegensatz zu anderen abstrakten Künstlern blieb Kandinsky jedoch stets bei der Darstellung von ‚Figuren‘, seien sie nun gegenständlich oder abstrakt.

Insgesamt betrachtet steht „Roter Fleck II“ als Zeichen eines neuen Kapitels in Kandinskys Werk. Es zeigt den Beginn seiner Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus und dem Streben nach reinen Formen. Erfahre hier von der größten Sammlung der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“, die Kandinsky mitbegründete.


Nicht ausdrücklich gekennzeichnete Bilder in diesem Artikel © avecMadlen

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Kunst

War Henri Matisse für die Kunst bestimmt?

Der Maler Henri Matisse, geboren am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis im Nordosten Frankreichs, war eigentlich für eine andere Karriere bestimmt. Wie er selbst sagte, sollte er als „Sohn eines Samenhändlers“ im Geschäft seines Vaters nachfolgen.

Henri Matisse: Vase d'anémones, 1946 auf der Art Basel 2024
Henri Matisse: Vase d’anémones (1946) – eines seiner Werke, die ich erst neulich sehen durfte. Dieses fand ich auf der Art Basel 2024.

Henri Matisse: Der lange Weg zu seiner Kunst

Matisse war kein Wunderkind wie Pablo Picasso; statt dessen entwickelte er seine Kunst langsam und kontinuierlich aus seiner Begeisterung für Farbe, Licht und Raum. Seine Eltern Emile Matisse und Héloïse Matisse (geb. Gérard) betrieben ein Lebensmittelgeschäft in Bohain mit angeschlossenen Samen- und Farbenabteilungen.

Ursprünglich absolvierte Matisse humanistische Studien am Henri-Martin-Gymnasium in Saint-Quentin (1882-1887). Es folgte ein zweijähriges Jurastudium in Paris. An wen erinnert uns das nur? Im Jahr 1889 wurde er Anwaltsgehilfe in Saint-Quentin.

Porträt des französischen Künstlers Henri Matisse; schwarz weiß
Henri Matisse, Ende der 1940er Jahre in Frankreich. Copyright: IMAGO/teutopress

Geschenk der Mutter entfacht Henris Leidenschaft

Einen entscheidenden Wendepunkt stellte eine lange Krankheitsphase dar, während der ihm seine Mutter einen Malkasten schenkte, um ihn aufzumuntern. Dieses Geschenk entfachte sein Interesse an der Malerei weiter. Denn es stellte sich heraus: Er hatte bereits zuvor Zeichenkurse besucht.

Nachdem er sich endgültig für die Malerei entschieden hatte, kehrte er spätestens Anfang 1891 nach Paris zurück, um sich auf der Académie Julian zu lernen. Trotz einer ersten gescheiterten Aufnahmeprüfung an der Ecole des Beaux-Arts, ließ Matisse sich nicht entmutigen. Schließlich wurde er im März 1895 offiziell als Schüler des symbolistischen Malers Gustave Moreau an der Kunstschule akzeptiert.

„Ich bemühe mich darum, eine Kunst zu schaffen, die für jeden Beschauer verständlich ist.“

Henri Matisse

Einflüsse: Die Entwicklung seines eigenen Malstils

Henri Matisse entdeckte den Impressionismus durch seinen Nachbarn und Kollegen Emile Wéry. Diese Entdeckung führte zu einer leidenschaftlichen Begeisterung für die Farben des Regenbogens, die Matisse etwa in seinem Werk „Servierter Tisch“ zum Einsatz brachte. Es ist ein von Camille Pissarro beeinflusster, maßvoller Impressionismus, der die Hinkehr zur reinen Farbe ahnen lässt.

Das wachsende Interesse von Matisse für diese Richtung der Malerei muss Gustave Moreau mit seiner symbolistischen Auffassung geärgert haben. Die Achtung des Lehrers für den Schüler erlitt dadurch dennoch keinen Bruch, da Interieurs, Porträts, Stillleben und Landschaften weiterhin dem System der Valeurs1 unterworfen blieben. Im Jahre 1897 verteidigte Moreau sogar den „Servierten Tisch“, der im „Salon de la Nationale“ ausgestellt wurde, gegen Kritiker.

Henri Matisse: Servierter Tisch
Henri Matisse: Der Servierte Tisch (1897), Öl auf Leinwand; Copyright: Volkmar Essers – Matisse (Taschen Verlag, 1986)

Henri Matisse: Eine neue Ära der Farben und Darstellungen

Matisse heiratete Amélie-Noémie-Alexandrine Parayre. Sie hatten eine Tochter, Marguerite, und zwei Söhne, Jean und Pierre. Im Jahr 1898 verließ Matisse die Ecole des Beaux-Arts. Dann fuhr er nach Korsika, wo er den Frühling und Sommer in Ajaccio verbrachte. Dort wurde seine Begeisterung für den Süden geweckt. Landschaftsbilder, Stillleben und Interieurs entstanden in zumeist kleinem Format. Das Licht des Mittelmeers hellte die Farbskala immer mehr auf.

Entdecke hier ein paar Impressionen aus der Matisse-Ausstellung in der Fondation Beyeler

Paul Cézanne übte zwischen 1900 und 1904 einen entscheidenden Einfluss auf Matisses Werk aus, wie etwa der Männliche Akt „Der Knecht“ zeigt. Männliche Aktbilder gibt es bei Matisse nur in der kurzen Periode von 1899 bis 1903, die mit der Phase seiner intensiven Cézanne-Begeisterung zusammenfällt. Über die Art, das Motiv zu behandeln, notierte er: „Ich betone seinen Charakter und scheue nicht das Risiko, den Charme dranzugeben, um eine größere Standfestigkeit zu erzielen.“

Henri Matisse, Männlicher Akt: Der „Knecht“ (1900), Öl auf Leinwand. Copyright: Volkmar Essers – Matisse (Taschen Verlag, 1986)

Was bei Bildern wie dem „Männlichen Akt“ an Cézanne erinnert, ist die Darstellungsart. Matisse wählte keine Ruhestellung, sondern eine Körperhaltung voll Spannung. Die gespreizte Stellung der Beine gewährt den festen Stand, von dem er sprach. Die Eleganz weicht der Konstruktion mit Farbflächen. Die Ebenen stoßen hart aneinander.


Quelle: Volkmar Essers – Matisse (Taschen Verlag, 1986)

  1. Das System der Valeurs (oder deutsch: Wertesystem) der Literatur und Kunst ist ein System der geistigen und künstlerischen Werte, die sich in literarischen und künstlerischen Werken kristallisiert haben und der Seele, dem Intellekt und der Persönlichkeit dienen. Das Wertesystem der Literatur und Kunst besteht aus zehn Werten, darunter Widerspiegeln der Tatsachen, Kreativität, Menschlichkeit, Nation usw. Mehr dazu liest du hier↩︎
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Kunst

Wer ist Selma Selman?

Die Künstlerin Selma Selman stammt aus Bosnien und Herzegowina und lebt und arbeitet in New York, Amsterdam sowie Bihać. Nach ihrem Bachelor of Fine Arts an der Fakultät für Malerei der Universität Banja Luka 2014 machte Selman weiter. Sie schloss ihr Studium an der Syracuse University 2018 ab. Und das mit einem Master of Fine Arts in Transmedia, Visual and Performing Arts.

Von 2021 bis 2023 war sie Stipendiatin an der Rijksakademie in Amsterdam. Ihre Werke wurden international gezeigt. Ausgestellt wurde sie unter anderem im Gropius Bau, Hamburger Bahnhof, documenta fifteen, Manifesta 14 in Pristina, Kunstraum Innsbruck, MO Museum Vilnius, Kasseler Kunstverein Museum Fridericianum, National Gallery of Bosnia and Herzegovina, acb Gallery in Budapest und FutuRoma Pavillon auf der Biennale di Venezia 2019.

Seit 2017 richtet Selma Selman in ihrer Heimatstad Bihać das Filmfestival „The Open Screen at Selma’s“ aus. Dieses soll den Austausch der ansässigen Rom*nja mit interessiertem Publikum fördern. Mit „Get the Heck to School” (seit 2017) gründete sie zudem ein Projekt, das insbesondere jungen Romnja-Mädchen eine Schulbildung ermöglichen soll.

Selma Selman in der Schirn Kunsthalle Frankfurt
Selma Selman in der Schirn von ihren eigenen Werken. © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2024, Foto: Esra Klein

Selma Selman in der Frankfurter Schirn Kunsthalle

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmete der Künstlerin vom 20. Juni bis zum 15. September 2024 eine Soloausstellung. Erst vor wenigen Jahren ist sie in die internationale Kunstwelt vorgedrungen und bezeichnet sich selbst als „gefährlichste Frau der Welt“. Zusammen mit ihrer Familie schlachtet Selman vor Publikum einstige Statussymbole aus. Dabei schlachtet knöpft sie sich etwa Mercedes Benzer vor, um an die wenigen noch verwendbaren Edelmetalle zu gelangen.

Besonders laut sind in der Regel auch die sprachlichen Performances der Künstlerin mit Rom*nja-Hintergrund. In ihnen kommen Wut und der Drang nach einer Umkehrung der Machtverhältnisse zum Ausdruck.

Selma Selman thematisiert Diskriminierung, Gewalt und Sexismus

Selmans Kunst behandelt in unterschiedlichen Medien die Erfahrungen mit Diskriminierung, Gewalt, Sexismus und dem Patriarchat. Ihr Werk umfasst Performances, Skulpturen, Malereien auf Autoteilen und Altmetall, Zeichnungen und Video.

In der Schirn präsentiert die Künstlerin Grafiken, kleine skulpturale Arbeiten aus Edelmetallen und zwei Performances. Die Installation Flowers of Life (2024) aus Mehrschalengreifern verweist auf die Lebensgrundlage ihrer Familie. Die soll auf dem Sammeln und dem Weiterverkauf von Metallschrott fußen.

Die Videoarbeit Crossing the Blue Bridge (2024) basiert auf den Erinnerungen ihrer Mutter an Erlebnisse in ihrer Heimatstadt Bihać während des Bosnienkrieges (1992–1995). Selman nimmt diese familiären Erfahrungen als Ausgangspunkt, um sich selbst als feministisch-aktivistische Künstlerin zu verorten. Heute setzt sich die Künstlerin international für ihre Community einsetzt.

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Kunst

Ikonenmalerei: Exklusives Interview mit Igor Kaplun

Ich freue mich, euch mitteilen zu dürfen, dass der Ikonenmaler Igor Kaplun sich auf ein exklusives Interview mit mit eingelassen hat. Entdecke seine faszinierende Welt der Ikonenmalerei! In unserem spannenden Gespräch erzählt der zeitgenössische Künstler über seinen Werdegang, seinen einzigartigen Stil und die Balance zwischen Tradition und Innovation. Erfahre auf tuellundtrueffel.com mehr über Kapluns Techniken, Inspirationen und wie er es schafft, klassische Ikonenmalerei in die moderne Kunstszene zu integrieren.

Du interessierst dich für Ikonenmalerei? Dann solltest du das Ikonenmuseum in Frankfurt unbedingt kennenlernen.

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Kunst

Kandinsky und Münter verfilmt: Eine bodenlose Liebe

Nach mehr als 100 Jahren kehren Gabriele Münter und Wassily Kandinsky in einem neuen Film erneut an den Starnberger See zurück. Marcus O. Rosenmüllers Film „Münter & Kandinsky“ beleuchtet die komplexe Liebesgeschichte des Künstlerpaares und wird vor dem Kinostart im Oktober auf dem Fünfseen-Filmfestival gezeigt. Das Drehbuch, geschrieben von Alice Brauner, basiert auf Dokumenten, Tagebucheinträgen und Briefen, wobei viele Dialoge aus Originalzitaten bestehen.

Der Film zeigt jedoch nur eine vereinfachte Darstellung der Beziehung: Ein erfolgreicher Mann verlässt seine kluge Partnerin für eine jüngere Frau. Die Realität war weitaus vielschichtiger.

Wenn ihr Interesse an Kandinsky und dem Blauen Reiter habt, ist das bundesweit das BESTE, was ihr euch ansehen könnt.

Das war Gabriele Münter für Wassily Kandinsky

Gabriele Münter wurde 1877 in Berlin geboren und wuchs in Koblenz auf. Sie kam 1901 nach München, nachdem sie zuvor zwei Jahre durch die USA gereist war und das Fotografieren für sich entdeckt hatte. In München schrieb sie sich in der Schule des Künstlerinnen-Vereins ein, da Frauen kein Studium an der Kunstakademie erlaubt war. Später wechselte sie zur Phalanx-Kunstschule, wo sie einen Bildhauerkurs bei Wilhelm Hüsgen belegte, der auch Abendaktunterricht bei Wassily Kandinsky einschloss.

Kandinsky stammte aus einer wohlhabenden russischen Teehändlerfamilie und hatte ein Jurastudium in Moskau absolviert, bevor er sich 1896 endgültig für die Malerei entschied. In München studierte er bei Franz von Stuck an der Kunstakademie und gründete 1901 die Künstlervereinigung „Phalanx“, wo er auch als Lehrer tätig wurde.

Lehrer und Schülerin verliebten sich schnell ineinander, obwohl Kandinsky verheiratet war. Er versicherte ihr jedoch seine unglückliche Ehe. Anfangs wies Münter ihn zurück, begleitete ihn dann aber doch zu Malferien nach Kochel.

Porträt von Wassiky Kandinsky. Der Künstler sitzt am Tisch und schaut in die Kamera
Kandinsky in seinem Atelier. Copyright: IMAGO / Bridgeman Images

Münter stellt Kandinsky ein Ultimatum

Als Kandinskys Ehefrau Anja Tschimiakin ihren Besuch ankündigte, bat er Münter abzureisen. Sie ging nach Bonn zu ihren Geschwistern und verlangte eine Entscheidung von ihm.

Kandinsky lebte wie auf der Flucht – immer unterwegs zwischen verschiedenen Orten wie Holland, Tunis oder Italien – oft auch am Starnberger See zum Malen oder Urlaub machen. Er schrieb Briefe voller Sehnsucht an Münter und arrangierte Treffen mit ihr in Starnberg. „Ich hoffe sehr, dass ich beim Aussteigen in Starnberg dich am Perron stehen sehe“, schrieb er ihr in einem Brief.

Münter zeigte große Geduld mit seinen unsteten Gemütszuständen, doch schrieb in einem ihrer Briefe: „Das Leben war zu provisorisch… um befriedigend zu sein.“

Kandinskys Kunst verändert sich

Am 17. Juni 1908 suchten beide erstmals aktiv nach einer festen Bleibe im Land – ihre erste Station war Starnberg. Der mondäne Kurort erschreckte sie jedoch; von der Einsamkeit Südtiroler Berge kommend suchten sie das Weite Richtung Murnau – wo sie schließlich heimisch wurden. Dort fanden sie zur neuartigen Malerei mit intensiven Farben; diese Phase veränderte bald darauf grundlegend die Kunstgeschichte.

Hier erfährst du welches Gemälde Kandinskys ein entscheidender Wendepunkt in seiner Kunst war.

Der Film „Münter & Kandinsky“ läuft erstmals am Mittwoch (4. September) um 17 Uhr in Gauting noch vor dem eigentlichen offizielle Veröffentlichungsdatum im Oktober. Ab dann wird eine Kinoformatierung starten, auf die ich natürlich hot hot hot bin. Vielleicht wird das mein erster Kinobesuch nach 5 Jahren (wenn nicht noch davor etwas derart interessantes rauskommt).


Quelle: sueddeutsche.de, „Stelldichein am See“

Artikelbild-Copyright: IMAGO / Heritage Images

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Kunst

Nur noch wenige Tage POLO im Caricatura

Die außergewöhnliche Kunst des 2022 verstorbenen Cartoonisten Andre Poloczek, besserbekannt als POLO, wird im Caricatura Museum in Frankfurt mit einer umfassenden Ausstellung gewürdigt. Die Ausstellung läuft vom 30. Mai bis zum 1. September 2024. Also bewegt lieber mal eure süßen kleinen Hintern, um noch einen Blick auf sie zu erhaschen. Denn diese Aussellung kann ich euch wärmstens empfehlen. Sie ist zum Lachen, sie ist zum Weinen, sie ist zum Nachdenken. Und sie ist eines der Gründe, warum das Caricatura Museum mein Lieblingsmuseum in FFM ist. Sie zeigt neben klassischen Cartoons auf Papier auch digitale Bildwitze, Malereien, Objekte und allerlei Spielereien.

Cartoonist Andre Poloczek alias POLO

Andre Poloczek alias POLO wurde in Wuppertal im Jahr 1959 geboren und zog später nach Haltern am See. Bereits als Schüler veröffentlichte er 1978 seine ersten Comics und Cartoons. Seine frühe Erfahrung beeinflusste seine künftige Karriere deutlich: Poloczek studierte Germanistik und Soziologie in Wuppertal und setzte seinen Fokus auf die absurden, alltäglichen Ereignisse der Gesellschaft.

Seine Karriere nahm Anfang der 1980er Jahre Fahrt auf. Neben seiner Arbeit als Fotograf schrieb er auch regelmäßig für die Westdeutsche Zeitung und die alternative Zeitung Wupper Nachrichten unter dem Pseudonym „Apo“. Dort erschuf er seine erste Cartoonfigur „Anton von de(r) Gathe“, die schnell sehr beliebt wurde.

Dann ging es mit Andre Poloczek Berg auf

Mitte der 1980er Jahre stellte POLO sein Talent bei ersten eigenen Ausstellungen unter Beweis. In den folgenden Jahren entwickelte sich sein Stil weiter, geprägt durch Comiczeichnenkurse bei namhaften Künstlern wie F.K. Waechter und F.W.Bernstein.

Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten: Im Jahr 2002 erhielt Andre Poloczek den Deutschen Karikaturenpreis in Silber. Seine Werke wurden in renommierten Zeitschriften veröffentlicht und erreichten ein breites Publikum. Von 2009 bis 2011 bildete er gemeinsam mit dem Satiriker und Grafiker Andreas Greve das Cartoon-Duo „Jünger und Schlanker“ und gewann hiermit den „Abräumer“-Sonderpreis des Deutschen Karikaturenpreises.

Zum Ende seiner Karriere engagierte sich POLO besonders für den künstlerischen Nachwuchs: Er leitete verschiedene Kurse im Bereich der Komischen Kunst und unterrichtete an der Junior Uni Wuppertal.

POLO im Caricatura Museum in Frankfurt

POLOs vielfältiges Werk, das von Cartoons über Malereien bis hin zu Illustrationen reicht, wird nun im Caricatura Museum in Frankfurt gewürdigt. Die Ausstellung zeigt nicht nur seine öffentlichen Arbeiten, sondern auch unveröffentlichte Skizzen, Montagen und Kinderbuch-Entwürfe. Persönliche Postkarten sowie extra für die Ausstellung angefertigte Zeichnungen runden die Schau ab.

Parallel zur Ausstellung erscheint ein Buch, das POLOs Schaffen als bedeutenden Vertreter der Komischen Kunst würdigt. Das Buch beinhaltet Texte von MC Graeff, Katharina Greve und Peter P. Neuhaus und ist im Lappan Verlag erhältlich. ISBN: 978-3-8303-3700-3. Wer es also in den wenigen Wochen nicht mehr schafft, das Caricatura zu besuchen, sollte sich unbedingt dieses Buch zulegen. Es ist auch im Museumsshop erhältlich.

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Kunst

Caspar David Friedrich verlässt Berlin

Der Run auf Caspar David Friedrich hat der Alten Nationalgalerie in Berlin eine erfolgreiche Ausstellung beschert. Bis zum abschließenden Sonntag, 4. August, kamen nach Angaben des Museums knapp 298.000 Menschen. Die Sonderausstellung „Caspar David Friedrich. Unendliche Landschaften“ lief seit April. Wegen des Andrangs auf die Werke des deutschen Romantikers Friedrich (1774–1840) waren die Öffnungszeiten mehrfach ausgeweitet worden.

Die Ausstellung zog viele Museumskollegen, Wissenschaftler und Caspar-David- Friedrich-Experten aus aller Welt an. Besucher reisten etwa aus den USA, Japan, Norwegen oder Italien an. Auch zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wie Julie Mehretu, Leiko Ikemura, Thomas Demand und Mark Grotjahn seien vorbeigekommen. „Der Publikumserfolg belegt die bleibende Relevanz dieses bedeutenden Künstlers für die Gegenwart“, sagte Gleis.

Besucher vor der Alten Nationalgalerie: Alles will die Ausstellung „Caspar David Friedrich. Unendliche Landschaften“ sehen. Copyright: Jens Kalaene/dpa

„Mönch am Meer“ und „Kreidefelsen auf Rügen“

In Hamburg hatte Friedrich zu Jahresbeginn rund 335.000 Menschen angelockt. Eine weitere Schau gibt es in Dresden. Die Berliner Ausstellung ist Teil einer Reihe thematisch eigenständiger Schauen: Zum Jubiläumsjahr in der Hamburger Kunsthalle, der Alten Nationalgalerie und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die drei Häuser haben die bedeutendsten Bestände an Werken Friedrichs weltweit.

In Hamburg ging es um den Maler in Bezug auf moderne Kunst. Berlin konzentrierte sich auf Arbeit und Wirken Friedrichs. In Dresden haben sich Albertinum und Kupferstich-Kabinett einen Blick auf „Wo alles begann“ vorgenommen.

Neben dem berühmten Bilderpaar „Mönch am Meer“ (1808-1810) und „Abtei im Eichwald“ (1809-1810) waren in Berlin so bekannte Werke wie „Das Eismeer“ (1823/24), „Kreidefelsen auf Rügen“ (1818/1819) oder „Lebensstufen“ (1834) zu sehen. Insgesamt wurden in Kooperation mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin mehr als 60 Gemälde und 50 Zeichnungen aus dem In- und Ausland gezeigt.

Caspar David Friedrich
Caspar David Friedrich, „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (1818) Copyright: IMAGO / Heritage Images

Deutschen Romantiker dem US-Publikum näherbringen

Im kommenden Jahr leihen die beteiligten Häuser zudem Werke nach New York aus, wo das Metropolitan Museum von Februar bis Mai 2025 den deutschen Romantiker Friedrich dem US-amerikanischen Publikum näherbringen will. (dpa/mad)

Auch interessant: Das sind die besten 6 Museen der Bundesrepublik.

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Kunst

Tod & Erotik: Die Kunst von Hans Baldung

Hans Baldung, auch bekannt als Hans Baldung Grien wegen seiner angeblichen Vorliebe für die Farbe Grün, war ein bedeutender deutscher Maler, Zeichner und Kupferstecher der Renaissance. Geboren wurde er 1484 oder 1485 in Schwäbisch Gmünd. Im September 1545 verstarb er in Straßburg. Als einer der herausragenden Künstler seiner Zeit, arbeitete er eng mit Albrecht Dürer zusammen und hinterließ ein beeindruckendes Werk, das von Altarbildern bis zu Porträts reicht.

Hans Baldung Grien: Zwischen Nürnberg und Straßburg

1503 zog es Baldung nach Nürnberg, um bei Albrecht Dürer zu lernen. Dort wurde er schnell zu dessen wichtigstem Mitarbeiter. Während Dürers Abwesenheiten leitete er sogar dessen Werkstatt. Diese frühe Phase seiner Karriere krönte Hans Baldung mit der Schaffung zweier Flügelaltäre für die Maria-Magdalena-Kapelle der Moritzburg in Halle.

1509 kehrte er nach Straßburg zurück, erwarb das Bürgerrecht und gründete eine eigene Werkstatt, nachdem er als Meister von der Zunft „zur Steltz“ aufgenommen wurde. In dieser Zeit heiratete er auch Margarete Herlin, Tochter eines wohlhabenden Bürgers.

Dies sind die wunderbaren Bildnisse Baldungs, die ich bereits aus der Nähe betrachten durfte:

Das Hauptwerk des Renaissance-Künstlers

Zwischen 1512 und 1518 schuf Hans Baldung in Freiburg im Breisgau sein Hauptwerk: den Hochaltar des Münsters Unserer Lieben Frau. Nach seiner Rückkehr nach Straßburg im Jahr 1518 stieg seine gesellschaftliche Stellung weiter; er diente sogar als Ratsherr und nahm Schöffenamt in seiner Zunft wahr.

Sein künstlerisches Schaffen wandelte sich über die Jahre. Während religiöse Themen zunächst dominierten, widmete sich Baldung später verstärkt privaten Kunstliebhabern. Lese hier über seine erotisch aufgeladene Madonna, die zu ihrer Zeit regelrechte Forore machte. Neue Themen wie Schönheit und Tod sowie Hexen- und Pferdedarstellungen traten nun in den Vordergrund seines Werks. Seine Darstellungen von Hexen zeigen dabei oft eine verführerische Ästhetik, die sich deutlich von den damaligen Hexentraktaten abhebt.

Baldungs Interesse an Pferden fand seinen Ausdruck in detailreichen Studien dieser Tiere, die neben sakralen Motiven auch das Triebhafte im Menschen symbolisierten.

Hans Baldung Grien Selbstbildnis
Hier ist der Gute: Hans Baldung Grien, Selbstbildnis, 1507.

Porträts als wichtiger Bestandteil Baldungs Schaffens

Ein weiterer wichtiger Bereich waren Porträts; hier hat Hans Baldung eine Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten seiner Zeit festgehalten. Zu den bekanntesten Porträts zählen Bilder des Markgrafen Christoph I. von Baden oder des Pfalzgrafen Philipp der Kriegerische.

Seine Arbeiten signierte Hans Baldung oft mit dem Monogramm HBG – ab 1510 – was ihm half, seine Werke auf dem Kunstmarkt zu bewerben.

Hans Baldung Grien bleibt durch seine innovativen Techniken und seinen individuellen stilistischen Ausdruck eine Schlüsselfigur der deutschen Renaissancekunst.

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Kunst

Bettina Heinen-Ayech: Die Künstlerin, die NRW prägte

Anfang Juni wurde Bettina Heinen-Ayech in den exklusiven Kreis der 50 wichtigsten historischen Frauenpersönlichkeiten in NRW aufgenommen. Der FrauenRat NRW zeichnete mit den „FrauenOrten NRW“ Frauenpersönlichkeiten aus, die die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen entscheidend mitgeprägt haben. Der FrauenRat ist ein Zusammenschluss von rund 50 Frauenverbänden und Gruppen. Ayech wurde als herausragende Künstlerin, als wichtigste Protagonistin der Solinger Künstlerkolonie „Schwarzes Haus“ und für ihr Engagement als Botschafterin der Völkerverständigung zwischen Orient und Okzident ausgewählt.

Selbstbildnis mit Zigarette, 1977.

Die Solinger Aquarellistin und Plein-Air-Malerin erregte internationale Aufmerksamkeit als Künstlerin. Die damals noch unbekannte junge Malerin wurde zu der bedeutenden Gruppenausstellung „Deutsche Kunst der Gegenwart 1955/56“ eingeladen. Dort zeigte sie Werke von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Käthe Kollwitz. Dann tourte sie durch Amerika, Afrika und Asien.

Apropos deutsche Expressionisten: Hier findest du eine Sonderausstellung der Extraklasse.

Das Leben der Künstlerin Bettina Heinen-Ayech

Sie war die Tochter des Journalisten und Lyrikers Hanns Heinen und Erna Heinen-Steinhoff, die in den Häusern der Künstlerkolonie „Schwarzes Haus“ ihren Kunst- und Literatursalon unterhielt. Hier lernte Bettina ihren wichtigsten Lehrer und Mentor kennen, den Maler Erwin Bowien (1899-1972). Sie blieb ihr Leben lang mit ihm verbunden und unternahm mit ihm zahlreiche Kunstreisen durch Europa.

Nach ihrer Ausbildung an den Kunsthochschulen in Köln, München und Kopenhagen führte Bettina Heinen-Ayech ein mehrmonatiger Aufenthalt im ägyptischen Luxor. Dort wurde ihr die Wüste und das Licht des Orients näher gebracht. 1963 zog die Malerin zu ihrem algerischen Ehemann, dem Bauunternehmer Abdelhamid Ayech, in dessen Heimatstadt Guelma.

Bis zu ihrem Tod im Jahr 2020 wird Algerien im Wechsel mit Solingen ihr Lebensmittelpunkt sein. Das Ausstellungsverzeichnis der Künstlerin umfasst über 90 große Einzelausstellungen in Museen und wichtigen Kulturinstitutionen in Europa und Nordafrika. Zahlreiche Museen besitzen Gemälde von ihr.


Quelle: presseportal.de, Pressemiteilung der Bettina Heinen-Ayech Foundation

Weitere Informationen findet iht unter: www.bettina-heinen-ayech-foundation.comwww.frauenorte-nrw.dewww.bettina-heinen-ayech.comwww.schwarzes-haus.com

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Kunst

Städelfrauen: Meisterwerke von Frauenhand

Künstlerinnen der Moderne rücken in einer neuen Sonderausstellung im Städel Museum in den Fokus. Die Schau feiert die Beiträge von Künstlerinnen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll sowie vielen anderen, die sich erfolgreich im Kunstbetrieb um die Jahrhundertwende behauptet haben. Die Ausstellung würdigt erstmals auch Namen wie Erna Auerbach, Mathilde Battenberg, Ida Gerhardi, Annie Stebler-Hopf, Elizabeth Nourse und Louise Schmidt.

Diese Frauen schufen nicht nur Kunstwerke sondern knüpften auch von Paris und Frankfurt aus internationale Netzwerke, um sich gegenseitig zu unterstützen. Einige prägten als Lehrerinnen und Kunstagentinnen sogar die Geschichte des Städel Museums und der Städelschule.

Städelfrauen
Louise Catherine Breslau (1856-1927): Junge Frau und Chrysanthemen. Portrait von Mina Carlson-Bredberg, 1890. Öl auf Leinwand.

Städelfrauen: Meisterwerke erstmals öffentlich gezeigt

Besucher können rund 80 Gemälde und Skulpturen von 26 verschiedenen Künstlerinnen bewundern. „Wir stellen diese Künstlerinnen mit ihren individuellen Leistungen vor und machen ihre weitverzweigten Netzwerke sichtbar.“ Das erklären Alexander Eiling, Eva-Maria Höllerer und Aude-Line Schamschula, Kuratoren der Ausstellung im Städel Museum in einer Mitteilung. Sie betonen: „Es ist eine Ausstellung über die Selbstermächtigung von Künstlerinnen, die zu ihrer Zeit keine Ausnahmeerscheinungen waren“.

Die ausgestellten Exponate stammen aus renommierten US-amerikanischen und europäischen Museen sowie aus Privatbesitz. Einige dieser Arbeiten werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Auch bisher unveröffentlichtes Archivmaterial, darunter Fotografien und Briefe, die von internationalen Ateliergemeinschaften, professionellen Künstlerinnenverbänden und dem kontinuierlichen Streben nach Anerkennung erzählen ergänzen die Ausstellung.

Eugenie Bandell (1857-1918): Sonne am Mittag (Wilhelmsbad), 1913. Öl auf Leinwand.

Ausstellung im Städel Museum: Spiegel der gesellschaftlichen Umbrüche

Die ausgestellten Künstlerinnen zeichnen sich durch ihre Eigenständigkeit und Professionalität aus, in einem Kulturbetrieb, der zu ihrer Zeit von männlichen „Künstlergenies“ bestimmt wurde.

Die Ausstellung zeigt die stilistisch unterschiedlichen Herangehensweisen weiblicher Künstlerinnen und spiegelt die radikalen gesellschaftlichen und ästhetischen Umbrüche ihrer Zeit wider. Dabei setzten sie sich mit ihrer eigenen Existenz in einem männlich dominierten Umfeld auseinander und stellten traditionelle Geschlechterrollen infrage. Neben Malerei und Zeichnung eroberten sie auch die als „männlichste“ Gattung geltende Bildhauerei.

So fand ich die Städelfrauen im Städel

„Städelfrauen“ ist mal wieder eine gelungene Ausstellung. Ich bin sehr froh drum, dass die Kuratorinnen und Kuratoren des Städels sich wieder mal für ein klares Konzept entschieden haben. Jedes Mal freue ich mich über einfache und nachvollziehbare Strukturen einer Sonderausstellung, denn ich bin der Überzeugung, dass alles Geniale einfach ist.

Eugenie Bandell: Gelb und blau (Stillleben), um 1909. Öl auf Leinwand.
Fragment von: Eugenie Bandell, Gelb und blau (Stillleben). Ich liebe diese spachtelähnliche Technik, die hier so präzise mit einem Borstenpinsel ausgeführt wurde.

Ich war sehr gerührt. Es war schmerzhaft zu erkennen, dass Frauen um 1900 nicht ansatzweise die gleichen Chancen hatten, wie Männer. Auch in der Kunst nicht. Aber das ist natürlich nichts Neues. Die Tatsache, dass die Künstlerinnen trotz allen Schwierigkeiten Wege fanden, um ihre Träume zu verwirklichen und ihrem Bedürfnis, Kunst auszuleben, folgten, jagt mir Tränen in die Augen. Denn bisher wusste ich gar nicht zu schätzen, was für ein Glück ich habe, dieses Handwerk – wenn auch in einer ganz anderen Dimension; wir erinnern uns, ich bin werdende Karikatur- und Comiczeichnerin – erlernen zu dürfen, ohne auch nur den Hauch eines Widerstandes zu spüren bekommen zu haben. Und das alles, weil ebendiese Künstlerinnen damals dafür kämpften, dass meine Generation alles machen kann, worauf sie Bock hat.

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