Kirchentor zu einer Kirche in Breslau. Hier habe ich mich etwas blamiert...
Wie ich so bin, musste ich mir während meiner Kunstreise durch Amsterdam, Hamburg, Berlin und Breslau natürlich auch die Kirchen in der jeweiligen Stadt ansehen. So kam es auch in Polen dazu, dass ich eine betrat, die mich schon von außen besonders angesprochen hat.
Die Breslauer Kirche von innen: Dieses Foto entstand Sekunden vor meiner Peinlich-Aktion
In der Breslauer Kirche: Ich dachte, ich sei allein
Da saß, stand und ging ich nun durch die sakralen Räume der Kirche in Breslau. Es war still und ich war allein. Scheinbar. Wie aus dem Nichts stürmten etwa 8 bis 10 junge Menschen in das Gotteshaus und platzierten sich auf den Bänken. Sobald sie knieten, fing es an: Ich hörte die schönsten Singstimmen, die ich seit Langem gehört hatte und befand mich wohl mitten in einem Gottesdienst.
Unter der Gruppe der Singenden war nur ein Mädchen. Sie war etwa in meinem Alter und hellte den Gesang ihrer Kameraden auf. Ich wurde starr. Durfte ich überhaupt hier sein? Wäre es komisch, wenn ich jetzt ginge? Ich war etwas unentschlossen und darüber hinaus auch die einzige Person in der Kirche, die weder kniete noch sang. Sollte ich mitsingen?
Peinlicher Abgang aus dem Gotteshaus in Breslau
Nachdem ich wieder bei Sinnen war, entschied ich mich zu gehen. Ich hoffte, die singenden Engel würden es mir nicht übelnehmen. Ich machte mich langsam aus dem Staub. Aber natürlich gelang es mir nicht, unauffällig zu verschwinden. Ich knallte mehrfach gegen die Kirchenbänke und kam einfach nicht mehr klar auf meine Tollpatschigkeit. Die knarrende Kirchentür war mir bei meinem dramatischen Abgang auch nicht gerade behilflich. Doch sie hinter mir zuzuziehen, brachte ich nicht übers Herz.
So stand ich also mit dem Gesicht in der Kirche und mit dem Rest meines Körpers bereits in der eisigen Kälte. Die Sängerin bemerkte meinen bewundernden Blick und lächelte, während sie das Gebet weiter sang. Ich hätte bleiben sollen.
Während meiner Kunstreise in Amsterdam besuchte ich das Rijksmuseum. Hier stehe ich vor dem Gemälde "die Nachtwache" von Rembrandt. Vor dem berühmten Kunstwerk haben sich einige Menschen versammelt.
Eines Tages brannte mir die Sicherung durch. Ich packte mein Geld und fuhr los. Der Plan war der, keinen richtigen Plan zu haben. Also fuhr ich nach Amsterdam, um vom dortigen Marihuana noch planloser zu werden. Da ich Kunst sehen wollte, wusste ich bereits zu Beginn meines Trips, dass das eine Kunstreise werden sollte. Zunächst besuchte ich die wichtigsten Museen der Stadt – bis auf das Van-Gogh-Museum, das habe ich nämlich noch vor mir.
Diesen Ausblick konnte ich in Amsterdam von meinem Bett aus genießen. Ich werde dieses Abenteuer niemals vergessen.
Meine Kunstreise startete in Amsterdam
Was soll ich sagen? Ich liebe diese Stadt. Ihre Dynamik, Offenheit, ihre Hausboote und die aufeinander abgestimmte Architektur gefielen mit schon immer. Ich verbrachte dort Tage des Glückes und lebte selbst auf einem kleinen Hausboot. Das fühlte sich so surreal an – vor allem in diesen Momenten, als ich von meinem Bett aus durch das Bullauge auf den Kanal blickte. In diesen Momenten verliebte ich mich aufs Neue in mich selbst und war dankbar für meine Spontanität, die Fähigkeit immer und überall alleine sein zu können und natürlich auch für meine Furchtlosigkeit vor Planlosigkeit.
Rembrandt van Rijn im Rijksmuseum, Amsterdam: Die Nachtwache, 1642 – Öl auf Leinwand (Ausschnitt)
Nachdem ich am letzten Tag in Amsterdam zwei weitere Kunsthäuser und den Hortus Botanicus besucht hatte, machte ich etwa vier bis fünf Bootstouren. Dann wurde es aller höchste Eisenbahn, meine Kunstreise nach Hamburg zu versetzen. Um nicht unnötig Zeit und Geld zu verschwenden, verzichtete ich zwischen den Städten auf Hotelzimmer. Ich buchte mir nächtliche Flixbusse und schlief während der Fahrt – nur zu empfehlen, wenn du einen trainierten Rücken hast, der es dir ermöglicht, in komplett verkrüppelten Positionen zu schlafen.
Weiter geht’s nach Deutschland: Hamburger Kunsthalle
In Hamburg angekommen, ging ich in die Kunsthalle. Die dortige Ausstellung hieß „Femme Fatale“ und war sagenhaft. Am Abend ging ich auf die Reeperbahn – dort war auch mein Hotel – und kaufte mir eine absolut nuttige Hose in Hochglanz. Ich habe es voll gefühlt. In Hamburg blieb ich zwei Tage.
Herrmann Kaulbach (1846-1909) in der Hamburger Kunsthalle: Lucrezia Borgia, 1882 – Öl auf Leinwand
Ursprünglich wollte ich vom Hamburger Flughafen nach Portugal fliegen, doch habe es mir anders überlegt, als ich die Last-Minute-Preise sah. Laut einer Flughafenmitarbeiterin seien diese nach der Corona-Pandemie in die Höhe geschossen. Aus diesem Grund flog ich erst einige Monate später nach Porto – und war absolut überwältigt von dieser geilen Stadt.
Ich setzte meine Kunstreise in Berlin fort
Doch zunächst musste ich improvisieren. Kurzerhand entschied ich mich dazu, nach Berlin zu fahren. Dort würde ich in einer netten Absteige 3 Nächte verbringen und pflichtgemäß im „Homeoffice“ arbeiten. In Berlin tobte ich mich aus. Ich war in der Gemäldegalerie, im Museum für Kunstgewerbe und in der Neuen Nationalgalerie. Es war himmlisch. Die Gemäldegalerie ist mitunter einer der Gründe, weshalbich Berlin zu der geilsten Stadt Deutschlands erklärt habe.
Halleluja! Gleich in der zweiten Halle der Gemäldegalerie blieb ich wie angewurzelt stehen. Denn ich sah: Giovanni Bellinis Maria mit dem Kind (etwa 1460) – Tempera auf Pappelholz.
Eines Morgens packte mich der Berlin-Vibe und ich stellte mich oberkörperfrei auf die Fensterbank. Ich blickte durch das offene Fenster über Charlottenburg, über die Autofahrer und Passanten hinweg – und sie blickten zu mir herauf. Aber fremde, nackte Frauen waren sie wohl alle gewohnt, weshalb es mir noch mehr gefiel, dort oben stehen zu bleiben und den Morgen anzutreffen.
Ab nach Breslau – ich bin zum ersten Mal in Polen
Wo sollte die nächste Reise hingehen? Ich hatte noch zwei Tage Zeit, bis unserer Redaktion endgültig der Homeoffice gestrichen wurde und fuhr spontan nach Polen. Nachts am Bahnhof in Breslau (polnisch: Wrocław) angekommen, hoffte ich darauf, Geld wechseln zu können – sonst wäre ich im Arsch. Dort hatte um die Uhrzeit tatsächlich alles offen und der Geldwechsel klappte binnen Sekunden. Ich hielt erstmals Złoty in meiner Hand. Jetzt konnte es losgehen. Die Innenstadt von Breslau gefiel mir sehr gut. Bunte, gepflegte Häuschen, wenig Touristen, Sauberkeit – soweit das Auge reicht.
Die ganze Innenstadt von Breslau sieht so aus – wie in einem kleinen, polnischen Märchen.
Es war ein netter Trip – mein erstes Mal in Polen übrigens. Doch die Museen haben mich dort nicht umgehauen. Denn im Breslauer Rathaus-Museum, wo ich war, warben die Aussteller mit Dalí und Miró. Ausgestellt wurden jedoch Werke von Amateurkünstlern, die sich von Dalí und Miró haben inspirieren lassen. Vielleicht war das auf dem Ausstellungsbanner auch so deklariert, das aber hätte ich gar nicht verstehen können. Egal – dafür habe ich dank anderen Exponaten, die dort dauerausgestellt waren, etwas über die Stadtgeschichte gelernt.
Besonders gefallen hat mir der unvergessliche Blick über die gesamte Stadt auf dem Turm einer Kirche. Von dort konnte man fast bis in die unendliche Weite sehen. Auch habe ich üppige Architektur bestaunen können. Insbesondere die Außenarchitektur von Kirchen fand ich in Breslau sehr ansprechend. Erfahre hier, wie ich mich blamiert habe, als ich eine der Polnischen Kirchen betreten habe.
Die eine oder andere Sportart habe ich bereits ausprobiert. Hier sind die Arten, die mir in Erinnerung geblieben sind – bewertet auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super gut):
Fitness und Pole Fitness – würde ich beides wieder machen
Fitness (7 von 10): Es ist wie eine toxische Liebe zu deinem Ex, zu dem du immer und immer wieder zurückkehrst. Ich kann es einfach nicht lassen. Ich gehe hin und es macht Spaß – doch irgend wann finde ich es zum kotzen langweilig. Dann gehe ich immer weniger und weniger und dann umgehe ich das Gym einfach komplett. Hasse es. Aber liebe es gleichzeitig auch. Krafttraining macht Spaß – könnte ich immer wieder machen. Cardio find ich doof – kann das Training aber ohne Cardio nicht gestalten. Aktuell gehe ich wieder regelmäßig (Stand: März 2024). Je häufiger ich gehe, desto mehr Spaß habe ich an der Sache.
Poledance (6 von 10): Nicht so gute Bewertung, da diese Sportart mit ziemlich heftigen Schmerzen verbunden ist. Zumindest, wenn man damit anfängt. Würde ich dennoch aber wieder machen, wenn ich etwas an Körpergewicht verliere. Da ich davor 10 Jahre on-off-Fitness gemacht habe, hat es schon ganz gut geklappt, aber es war mir zu dem Zeitpunkt, als ich es ausprobiert habe, einfach zu viel des Guten. Dennoch fand ich das Tanzen an der Stange unheimlich sexy und könnte Stunden und Tage dabei zusehen, wie andere Frauen das machen.
Schwimmen (10 von 10): Ich liebe es. Am Schwimmen ist alles perfekt. Als ich so richtig damit anfing, war ich noch relativ klein. Meine Schwimmer-Karriere endete circa 1,5 Jahre später, als mir mein Trainier Andreas sagte, ich sei „zu fett für die Olympiade“. Ich kam nie wieder. Auch mein lieber Trainer Ingo, der alle meine Rekorde sauber dokumentiert hat und mich über alle Maßen gelobt hat, konnte meine Motivation nie wieder zurück ins Leben rufen. Heute schwimme ich immer noch ganz gerne, aber ohne Anspruch auf Regelmäßigkeit oder Professionalität. Schmetterling habe ich immer noch nicht gelernt.
Fahrradfahren (9 von 10): Ich liebe Fahrradfahren. Allein meine Fahrrad-Tour durch Portugal ist der lebende Beweis dafür. Die einzigen beiden Nachteile sind: Wetterabhängigkeit und die unerträglichen Schmerzen an deinem Arsch, wenn du das zu lange machst.
Karate (10 von 10): Alter, war das eine tolle Zeit, als ich das noch gut konnte. Ich hatte Spaß daran. Das Gefühl, in Extremsituationen klarkommen zu können, ist ebenfalls wild. Doch auch da hatte ich Stress mit dem Trainer. Er machte sich an meine unverschämt attraktive Mutter ran – sie gab ihm einen rücksichtslosen Korb. Seine Wut bekam ich dann beim Training ab. Ich spürte ganz deutlich, warum er mich auf einmal mit Vollkontakt schlug und plötzlich immer wieder nach vorne holte, um Übungen zu demonstrieren. Das war’s. Ich kam nie wieder. Doch die nächste Sportart ist mein Weg zurück in den Kampfsport.
Systema (10 von 10): Eine Kampfkunst aus meinem Heimatland, die sanft sein kann und viel Theorie beinhaltet. Das Training besteht aus Hand-zu-Hand-Kampf, Grappling und auch schwereren Geschützen – beschränkt sich aber nicht darauf. Ich persönlich hatte im Training in Frankfurt höchstens nur mit Zweikampf und Stöcken zu tun. Systema bedeutet vielseitiges Ausdauertraining, Physikverständnis, einen anspannungsfreien, beweglichen Körper und den minimalen Aufwand deiner körperlichen Betätigung, damit du Energie sparst. Darüber hinaus wird hier der Geist mit dem Körper verknüpft: Denn eine Ausgeglichenheit ist erfolgversprechend – vor allem, wenn man Wut, Ego und Angst hinter sich lässt. Würde ich zu 100% empfehlen.
Tanzen und Ballett: Die Sportarten, bei denen ich nur staune
Tanzen (3 von 10): Ich habe Latin, Jazz und Hip Hop ausprobiert. Alles nicht meins, da ich kein Bock habe, vorgeschrieben zu bekommen, wie ich zu tanzen habe. Am liebsten tanze ich frei und frivol. Doch wie auch beim Poledance bin ich absolut besessen davon, Tänzern beim ausführen ihrer Choreographien zuzusehen.
Ballett (8 von 10): Dehnbar bin ich – klassisch oftmals auch. Das ist die perfekte Kombination für alle Frauen, die ihre weibliche Seite entdecken wollen. Ich habe nie mit männlichen Balletttänzern getanzt, daher kann ich auch nicht beurteilen, was das Ballett in ihnen entfachen kann. Ich besuchte Kurse, die keine Choreographien vorsahen – nur rhythmische Ausdauer und Dehnübungen. War geil, keine Frage – Punktabzug gibt es wegen der großen Verletzungsgefahr.
Ski fahren (1 von 10): Nie wieder. Innerhalb meiner ersten 3 Versuche hab ich mir 2 Mal das rechte Bein verdreht, bin 3 Mal fast gestorben, vom Skilift gefallen und will mit dieser, wenn auch coolen, Sportart nie wieder zu tun haben. Snowboarden hingegen würde ich eine Chance geben.
Joggen (0 von 10): Als jemand, der monotones Cardio hasst und sich 2 Mal das Bein beim Skifahren verdreht hat, leide ich beim Joggen einfach nur. Gleichzeitig schiebe ich einen riesigen Hass darauf, was dabei in meinem Körper passiert. Ich beneide alle, die diese Sportart geil finden, doch verstehe gleichzeitig nicht ganz, was bei euch für ein verschickter Film abgeht. Joggen ist für mich wie Lakritze essen – einfach no fucking way.
Update vom 15. März 2024: Ich bin im Gym wohl so gut dabei gewesen, dass ich mich eines Tages aufs Laufband traute. Momentan schaffe ich etwa 20 Minuten Sprint ohne Knieschmerzen. Fühlt sich das geil an? Überwiegend ja. Habe ich vor, das Joggen bei gutem Wetter in den Frankfurter Stadtwald zu verlegen? Möglicherweise.
Frankfurt am Main – die bevölkerungsreichste Stadt Hessens und die fünftgrößte Deutschlands – ist ein faszinierender Schmelztiegel der Kulturen. Mit ihren 773.068 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2022) zählt die Stadt Frankfurt zu einer kleinen Großstadt, die für ihre Vielfalt und Multikulturalität bekannt ist.
Frankfurts reiche Geschichte
Schon seit dem Mittelalter spielt Frankfurt eine bedeutende Rolle in der Geschichte Deutschlands. Im Jahr 794 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und war seit 1372 eine Reichsstadt. Über die Jahrhunderte hinweg wurden hier die meisten römisch-deutschen Könige gewählt und seit 1562 auch gekrönt. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 entwickelte sich Frankfurt weiter und wurde zum politischen Zentrum des Deutschen Bundes. Die Stadt war Sitz der Bundesversammlung und der Nationalversammlung von 1848/49.
Frankfurt am Main: Vom Aufstieg zur Europastadt
Nach dem Deutschen Krieg im Jahr 1866 wurde die Freie Stadt Frankfurt von Preußen annektiert, und die Industrialisierung brachte einen enormen Bevölkerungszuwachs. Seit 1875 hatte Frankfurt über 100.000 Einwohner, und seit 1928 sogar mehr als 500.000. Im Jahr 1998 nahm die Stadt den Titel „Europastadt“ an, als Zeichen ihrer Verpflichtung zur europäischen Einigung.
Wirtschaftliches Schwergewicht
Frankfurt am Main ist nicht nur für seine Geschichte bekannt, sondern auch als internationaler Finanzplatz und ökonomische Weltstadt. Hier haben die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und die Frankfurter Wertpapierbörse ihren Sitz. Zahlreiche Finanzinstitute wie die Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank und KfW sind hier ansässig.
Die Messe Frankfurt beherbergt die weltberühmte Frankfurter Buchmesse, die mich persönlich auf mein Leben traumatisiert hat, und die Musikmesse. Beide sollen als Weltleitmessen gelten.
Frankfurt ist auch ein Verkehrsdrehkreuz
Dank seiner zentralen Lage ist Frankfurt am Main ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und Europa. Der Frankfurter Flughafen, der Hauptbahnhof und das Frankfurter Kreuz spielen eine entscheidende Rolle im deutschen Verkehrsnetz.
Die Mainhattan-Skyline von Frankfurt am Main
Eine Besonderheit von Frankfurt ist die beeindruckende Hochhaus-Skyline, die zu den höchsten Europas gehört. Deshalb wird die Stadt oft scherzhaft als „Mainhattan“ bezeichnet.
Außer der gläsernen Innenstadt hat Frankfurt viele weitere Facetten. So musste ich während meinen Erkundungstouren durch FFM feststellen, dass die Stadt zahlreiche Gebiete hat, die nur aus kleinen, süßen, hessischen Häuschen bestehen. Mein persönlicher Favorit in FFM sind jedoch die Eiermann-Türme in Niederrad.
Eine weitere Besonderheit der Mainmetropole ist, dass mehr als 40 Prozent des Stadtgebiets von Parks und Landschaftsschutzgebieten bedeckt sind, darunter der Frankfurter Grüngürtel mit dem seit 1372 im Besitz der Stadt befindlichen Frankfurter Stadtwald.
Kultur und Bildung in der Mainmetropole
Das kulturelle Leben in Frankfurt ist geprägt von bürgerlichen Stiftungen, Privatinitiativen und mehr. Dies hat zu den Städtischen Bühnen mit Oper Frankfurt und Schauspiel Frankfurt geführt, ebenso wie zum Frankfurter Museumsufer, dem Senckenberg Naturmuseum, der Schirn Kunsthalle und dem Museum für Moderne Kunst. Des Weiteren findet man in Frankfurt folgende Museen:
Das Porzellan Museum Frankfurt und viele, viele andere
Goethe-Uni in Frankfurt: Nobelpreisträger und Aktivisten
Dann gibt es in Frankfurt noch die Goethe-Universität, gegründet im Jahr 1914. Sie hat Leibniz- und Nobelpreisträger hervorgebracht und ist eine wichtige deutsche Bildungseinrichtung. Heute macht die Goethe-Uni Schlagzeilen damit, dass sie die alte Dondorf-Druckerei nicht rausrücken will. Erfahre hier alles Wissenswerte zum Gebäude der Dondorf-Druckerei, das im Besitz der Uni steht, jedoch vorübergehend von Aktivisten besetzt wurde.
Zusätzlich gibt es sieben weitere Hochschulen in der Stadt Frankfurt mit über 60.000 Studenten. Frankfurt am Main ist eine Stadt voller Geschichte, Vielfalt und wirtschaftlicher Bedeutung, die Besucher und Einwohner gleichermaßen fasziniert. Vorausgesetzt, sie landen nicht im Bahnhofsviertel. Entdecke hier meine absoluten Lieblingsorte in Frankfurt.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Geprüft und überarbeitet wurde er von mir am 26. Dezember 2023. Habe ich die eine oder andere Stelle unzureichend recherchiert, freue ich mich auf einen kurzen, sachlichen Hinweis. Danke.
KI generiertes Artikelbild: Frauenhand mit French Nails / French Manicure
Die French Manicure, auch als „French Nails“ bekannt, ist zweifellos eine der zeitlosesten und elegantesten Nageltrends in der Welt der Schönheit. Doch woher stammt diese beliebte Nagelkunst und seit wann begleitet sie die Frauen auf der ganzen Welt? In diesem Artikel werfe ich einen Blick auf die faszinierende Geschichte der French Nails und ihre Entwicklung im Laufe der Jahre. Ich selbst halte sie für das schönste, was Frau ihren Nägeln nur antun kann. Selbst trage ich meine Nägel natürlich und lang – gerne mit Nagellack. Doch wenn ich mich jemals wieder für künstliche Nägel entscheiden sollte, dann nur French Nails.
Ursprung der French Manicure
Der Ursprung der French Manicure ist umstritten. Die einen behaupten, es gäbe sie seit dem 18. Jahrhundert. Damals soll es in Frankreich Mode gewesen sein, die Nagelspitzen weiß zu färben, um den Schmutz unter den Nägeln zu kaschieren, der als „bäuerlich“ galt.
Andere sagen, French Tips hätten ihren Ursprung im frühen 20. Jahrhundert. Dieser Theorie zufolge wurde die French Manicure auch gar nicht in Frankreich erfunden, sondern in den USA. Der Stil soll von Max Factor, einem Make-up-Künstler, entwickelt worden sein, der in Hollywood arbeitete. Er soll nach einer Möglichkeit gesucht haben, die Nägel der Schauspielerinnen für Filmaufnahmen natürlicher und eleganter aussehen zu lassen.
Fest steht, dass Max Factor mit verschiedenen Techniken und Materialien experimentierte, bis er schließlich die klassische French Manicure entwickelte. Diese bestand aus einer natürlichen rosa Nagellackbasis und einer weißen Spitze, die die Nagelspitzen akzentuierte. Das Ergebnis war ein zeitloses und universell schmeichelhaftes Nageldesign, das in der Beauty-Branche zu den Königsdisziplinen zählt und mich persönlich immer wieder aufs neue begeistert.
Nachdem die French Manicure in Hollywood Fuß gefasst hatte, soll sie sich in den 1970er Jahren weltweit verbreitet haben. Dieser elegante Nagelstil eroberte die Herzen von Frauen auf der ganzen Welt und wurde zu einem beliebten Trend. Bis heute. Die Einfachheit und Vielseitigkeit der French Manicure trugen dazu bei, dass sie zu einem Klassiker wurde, der zu jedem Anlass passte – sei es eine formelle Veranstaltung, ein glamouröses Event oder der Alltag.
French Nails: Entwicklung im Laufe der Jahre
Im Laufe der Jahre hat sich die French Manicure weiterentwickelt und an die sich ändernden Trends und Vorlieben angepasst. In den 1980er und 1990er Jahren wurde sie oft mit längeren Nägeln und kreativen Verzierungen kombiniert. In den 2000er Jahren erlebte die French Manicure eine Neuauflage mit verschiedenen Farbvariationen, darunter Pastelltöne und metallische Akzente.
Heute gibt es zahlreiche Variationen der French Manicure, von Reverse French Nails bis hin zu bunten Interpretationen, Glitzer, Steinchen und vielen anderen Attributen der Nailart. Die Technik hat sich weiterentwickelt, um den modernen Geschmack und die individuellen Stile der Frauen von heute zu reflektieren. Erfahre hier alles über den neuen Nageltrend des Jahres – sowohl für natürliche als auch für künstliche Nägel geeignet.
Diesen Artikel habe ich teilweise mit KI generiert.
In Frankfurt lebe ich seit einigen Monaten und muss sagen, dass mich diese Stadt mit ihrer Vielseitigkeit überrascht hat. Dennoch habe ich klare Favoriten, die mir jedes Mal aufs neue den Atem rauben, auch wenn sie ziemlich banal sind. So kann ich mich beispielsweise nicht an die Skyline gewöhnen – schon gar nicht bei Nacht und sage immer wieder gerne: „Das schönste an Frankfurt ist Frankfurt bei Nacht“.
Ein Tag in Frankfurt: Skyline und Altstadt sind ein MUSS
1.) Schau dir die Skyline an. Tu es einfach. Von nah und weit, von unten und oben. Es ist ein Erlebnis, das dich prägt – und das sage ich als jemand, der zuvor kein Fabel für moderne Architektur hatte. Nun – spätestens, seit ich in Frankfurt lebe, lasse ich mich immer wieder von der gläsernen Schönheit faszinieren und kann mein Auge kaum von ihr abwenden. Hier habe ich mal die 9 besten Aussichtspunkte auf die Frankfurter Skyline zusammengestellt.
2.) Die Frankfurter Altstadt ist einfach wunderbar und wird niemals alt, egal wie oft ich hingehe. Hühnermarkt, Römerberg – egal. Einfach mal hingehen und bei Gelegenheit auch im Kaiserdom St. Bartholomäus vorbei schneien. Es ist ein tolles Erlebnis mit vielen traditionellen und auch antiken Geschäften und Buchläden. Wenn du mit dem Besuch der Altstadt in Frankfurt soweit durch bist, kannst du weiter zum…
Ich will ja nicht angeben (doch), aber das ist der wunderbare Ausblick aus meinem Büro in Frankfurt.
Kunst erleben in Frankfurt am Main
3.) …Städel auf dem Museumsufer. Auch wenn die Sonderausstellungen manchmal nach der verschachtelten Konzepten zusammengestellt sind – hierbei spreche ich ausdrücklich nicht von der Guido Reni Ausstellung, diese war nämlich das Highlight schlechthin – lohnt es sich immer die Dauerausstellung im Städel Museum zu besichtigen. Einfach mal hingehen und staunen.
4.) Und wenn du schon dabei bist, das Museumsufer in Frankfurt zu erkunden, dann statte dem Ikonenmuseum einen Besuch ab. Du brauchst maximal eine Stunde für die Ausstellung; der Eindruck bleibt jedoch für immer. Der Eintritt kostet 6 Euro. Erfahre hier, welche Ausstellung das Frankfurter Ikonenmuseum derzeit zeigt.
Diese russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum.
Frankfurter Naturphänomen Düne – und mehr
5.) Zu guter Letzt: Die Schwanheimer Düne, die ein Naturerlebnis mit Faszinationsfaktor darstellt. Dieses Phänomen der Natur lockt mich immer wieder an und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Das Besondere an der Düne ist ihre Flora und Fauna. Sie hat sich über Jahrhunderte zu dem entwickelt, was sie heute ist und steht unter Naturschutz. Hier findest du alle Infos, die ich zur Schwanheimer Düne gefunden habe.
Das ist die Schwanheimer Düne im Spätsommer. An diesem fantastischen Tag habe ich sie entdeckt und sie sofort ins Herz geschlossen.
Natürlich gibt es in Frankfurt 1.000 weitere Dinge, die man besuchen könnte und sollte. Eine davon sind die Eiermann-Türme in Frankfurt-Niederrad (wenn du schon in Richtung Schwanheim fährst, dann geh dort unbedingt vorbei). Wenn ich einen einzigen Tag in Frankfurt hätte, würde ich genau diese Orte erleben wollen.
Meine Bekanntschaft in Porto – Als ich lange nach der Dämmerung noch in Porto unterwegs war, wollte ich mir die Stadt von oben ansehen. Es war ein traumhafter Anblick, als ich am Mosteiro da Serra do Pilarstand und rüber auf das andere Ufer sah. Deutlich spürte ich das Leben, das unten tobte und war in dem Moment so glücklich, dass ich wiederum etwas traurig wurde, dass ich all das mit niemandem teilen konnte.
Als ich mich dazu entschied, eine Runde mit der Seilbahn über Porto zu schweben, war ich genau eine Minute zu spät, um mir Tickets an der Kasse holen zu können. Also beschloss ich die Stadt weiterhin aus der Höhe zu betrachten und begab mich auf die Brücke in unmittelbarer Nähe. Dabei handelte es sich um die Ponte Dom Luís I, einer Fachwerk-Bogenbrücke über den Douro zwischen Porto und Vila Nova de Gaia. Erbaut wurde sie von François Gustave Théophile Seyrig (* 19. Februar 1843 in Berlin; † 5. Juli 1923). 1869 gründete er zusammen mit Gustave Eiffel das Unternehmen „Eiffel et Cie.“. 10 Jahre später trennten sich beide wieder.
Das ist die Schönheit – erbaut wurde sie 1881-1886. Die Gesamtlänge beträgt 385,25 Meter und die Höhe etwa 60 Meter.
Eine Bekanntschaft in Porto: Wir begegneten uns auf der Brücke
Als ich auf diesem monströsen Bauwerk aus Metall stand, hörte ich – wie so selten in vergangener Zeit – russische Sprache. Zwei Touristen waren dabei, Fotos vor dem erhöhten Kloster Mosteiro da Serra do Pilar zu machen. Die Frau sagte zum Mann, der, wie sich kurze Zeit später herausstellte, ihr Sohn war, dass sie gerne ein Foto mit ihm zusammen hätte. Ich drehte mich zu den beiden um und bot meine Dienste an. Und so machte ich eine Bekanntschaft in Porto.
„Woher kommst du?“ Fragte mich Irina. In vergangener Zeit versetzt mich diese Frage in Schockstarre. Ich antwortete vorsichtig: „Aus Sochi.“ Es stellte sich heraus, dass die beiden aus St. Petersburg stammen. Eine Stadt, die ich liebe und ehre. Vor circa 18 Jahren seien die beiden ausgewandert und haben ihr leben in Finnland aufgebaut. Der Sohn, Alexej, lebt derzeit auf den Ålandinseln – einer Inselgruppe, die aus über 6700 Inseln und Schären besteht und zwischen Finnland und Schweden liegt.
Natürlich revanchierte sich meine neue Bekanntschaft bei mit mit einem Foto von mir. Obwohl ich mich bis zuletzt dagegen gewehrt hatte; gegen Irinas Überredungskünste hatte ich keinerlei Chancen.
Meine Bekanntschaft und ich: Wir trafen uns am nächsten Tag
Eins führte zum anderen und meine neue Bekanntschaft und ich zogen zusammen durch die nächtliche Stadt. Wir erzählten einander von unserem Leben und teilten unsere Begeisterung für Porto. Ein Tag zuvor seien Irina und Alexej in Lissabon gewesen. Eine Stadt, die ich in den nächsten 2-3 Jahren auch unbedingt erleben will. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Es hatte aufgehört zu regnen und wir schlenderten durch die Gässchen, während ich von meiner langen Fahrradtour von A Ver-o-Mar nach Portoerzählt hatte, die ich ein paar Tage zuvor gemacht habe.
Am nächsten Tag überredete ich meine neue Bekanntschaft dazu, mit mir zusammen den Ozean anzusehen. Wir trafen uns in Póvoa de Varzim – und ich schleppte sie den ganzen Weg zu Fuß nach A Ver-o-Mar, bis ich um ein Haar meinen Flug zurück nach Frankfurt verpasst hatte.
Diese fantastische Aussicht auf den Atlantischen Ozean durfte ich mit Irina und Alexej teilen. Hier waren wir ungefähr auf halbem Wege von Póvoa de Varzim nach A Ver-o-Mar.
Das Teaserbild, das du oben siehst, ist übrigens auch auf unserem „kleinen“ Spaziergang an der Küste entstanden. Hier sieht man einen der vielen kleinen Holzstege, die oftmals entlang des Strandes führen.
Alexej und ich schreiben hin und wieder mal. Ich hatte den beiden versprochen, dass wenn sie jemals nach Deutschland kommen sollten, ich ihnen eine Städte- und Museumstour der Extraklasse organisiere. Vielleicht werden wir uns aber auch in Finnland wiedersehen. Wer weiß, welche Lieder das Leben noch spielt.
Gestern war ich im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt. Durch seine Sammlungen will das Kunsthaus verborgene Schätze ans Licht bringen und Verbindungen zwischen den Geschichten und Ereignissen rund um die Objekte herstellen. Die wechselnden Ausstellungen erzählen von kulturellen Werten und den sich verändernden Lebensbedingungen.
Die Ausstellungen des Museums stellen außerdem immer die Frage, was angewandte Kunst in der heutigen Zeit sein kann. Dabei soll das Spannungsfeld zwischen Funktionalität und ästhetischem Mehrwert oftmals in den Vordergrund rücken. Es geht nicht mehr nur darum, die Objekte aus historischer Sicht zu betrachten, sondern auch zeitgemäße und unzeitgemäße Perspektiven miteinzubeziehen.
Kommode im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt: Dieser Raum gehört zu der Historischen Villa Metzler, die an das moderne Gebäude angeknüpft ist.
Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst
Während meines Besuchs lief die Ausstellung „Was wir sammeln“. Hier sah ich Alltagsgegenstände, die Gestalter aus dem Großraum Frankfurt privat gesammelt hatten: Leuchtreklame, bunte Spülschwämme, Sand, Plastikbesteck und viel mehr wurde ausgestellt und als Kunstobjekte präsentiert.
Ausstellung „Was wir sammeln“: Kollektion bunter Schwämme
Die Idee an sich fand ich interessant und musste zwangsläufig daran denken, was ich so sammle: Bücher, Kunst-Postkarten, Kühlschrankmagnete und Spiegel mit güldenen Rahmen. Das was meine Mutter sammelt, finde aber interessanter: Designervasen und Weihnachtsfiguren aus Porzellan – sie hat mittlerweile so viele, dass ich mir hin und wieder Sorgen mache. Ich frage mich, ob wir alle eine Veranlagung dazu haben, Dinge zu sammeln. Schreibe in die Kommentare, was du sammelst, oder schon mal gesammelt hast.
Um ganz ehrlich zu sein, hat mich die Ausstellung „Was wir sammeln“ ästhetisch nicht wirklich angesprochen, mich dafür aber zum Nachdenken angeregt. Lese hier von der schlimmsten Ausstellung, die ich je gesehen habe.
Dauerausstellung „Elementarteile“ im Museum
Besonders gut gefallen hat mit im Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Elementarteile“, die 2014 eröffnet wurde. Diese Dauerausstellung ist sozusagen das Herzstück des Museums. Interessant finde ich, dass Objekte aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen räumlich ganz nah nebeneinander ausgestellt werden. Dadurch wird eine besondere Verbindung zwischen den einzelnen Exponaten hergestellt.
Chinesisches Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen aus der Qing-Zeit / Qianglong-Perioden – Kupfer und Kupferstegen. Hörner, Schwanz und Ohren des Tieres sind aus vergoldeter Bronze gefertigt. Die Satteldecke in Cloisonné-Dekor ist eine separate Arbeit. Der Sattel selbst ist aus vergoldetem Kupfer – so auch der abnehmbare Knauf.
Das eine oder andere Highlight war schon dabei – wie etwa ein Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen aus China (Mitte 18. JH) oder der Entwurf für einen Liebestempel um 1750 aus Deutschland. Erfahre hier, welches Frankfurter Museum in umliegender Nähe sich viel mehr lohnt als das für Angewandte Kunst.
Das Artikelbild des zu einem Liegestuhl umgebauten Einkaufswagen, war übrigens auch in der Ausstellung „Elementarteile“. Das Design ist von Mike Bouchet, der 1970 in Kalifornien geboren wurde, jedoch in Frankfurt lebt.
Museum für Angewandte Kunst – Architektur
Besonders aufregend fand ich die Architektur des Kunsthauses. Beim Bau orientierte sich der 1934 geborene Architekt Richard Meier an die Bauweise der Klassischen Moderne. Diese ist bekannt für ihre sachliche Form und die klar gegliederten Raumkörper.
Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt: Außenansicht bei Nacht
Ich besuchte das Museum für Angewandte Kunst am Abend, konnte mir jedoch sehr gut vorstellen, wie lichtdurchflutet es tagsüber sein muss. Riesige Glasflächen und zahlreiche weiße Bauteile dominieren das gesamte moderne Bauwerk. Du bist in Frankfurt? Diese 5 Dinge musst du dort unbedingt gemacht haben.
Das Bauchnabelpiercing gehört seit Jahren zum beliebtesten Schmuckstück überhaupt. Auch ich liebe mein Piercing über alles. Ich machte es mir aus falschem Anlass, doch habe es seither nicht bereut. Neben diversen (überwiegend ästhetischen) Vorteilen, bringt es natürlich auch seine Nachteile mit sich. Hier ein kleiner Überblick für Unentschlossene:
Vorteile eines Bauchnabelpiercings
Ästhetik: Ein Bauchnabelpiercing kann ein echter Blickfang sein. Es ist sexy und es glitzert. Was will man mehr?
Vielseitigkeit: Da es Tausende verschiedene Piercings auf dem Markt gibt, kannst du dir deine individuelle Kollektion zusammenstellen. Unterschiedliche Formen, Farben und Größen kannst du dabei zu verschiedenen Outfits ausprobieren.
Sexy Accessoire: Bauchnabelpiercings sind wohl immer im Trend und können mit anderen Piercings oder Schmuckstücken kombiniert werden. Du hast eine „goldene Phase“? Hol dir ein 24-karätiges Gold-Piercing. Sieht sicher geil aus – vor allem bei brauner Haut.
Selbstbewusstsein: Für viele ist das Tragen eines Bauchnabelpiercings eine Form der Selbstliebe und des Ausdrucks von Körperbewusstsein, was das Selbstvertrauen stärken kann.
Risiko von Infektionen und Komplikationen: Wie bei jedem Piercing besteht auch hier das Risiko von Infektionen, besonders wenn es nicht ordnungsgemäß gepflegt wird. Zudem können Allergien gegen bestimmte Metalle auftreten.
Heilungsprozess: Die Heilung eines Bauchnabelpiercings kann mehrere Monate dauern. Während dieser Zeit ist eine sorgfältige Pflege und Hygiene unerlässlich. Meins heilte knapp ein Jahr. Die ersten Wochen konnte ich mich kaum hinsetzen.
Beeinträchtigung bei Sport und Aktivitäten: Sportliche Aktivitäten oder enge Kleidung können in der Heilungsphase unangenehm sein oder das Piercing irritieren. Gleiches gilt für High-Waist-Jeans.
Potenzielle Narbenbildung: Beim Entfernen des Piercings kann es zu Narbenbildung kommen, insbesondere wenn das Piercing nicht richtig verheilt ist. Eine Bekannte von mir trug damals ein Bauchnabelpiercing mit einem Kettchen dran – ratsch! Und sie riss das Ding mit einer Handbewegung aus ihrem Bauchnabel heraus. Es verheilte – ratsch! Und es passierte allen ernstes zum zweiten Mal. Danach war an dieser Stelle nichts mehr zu retten und sie machte sich ein Implantat – weiter unten am Bauch. Schlimm sah das nach dem Heilprozess aber nicht aus. Dennoch sollte man immer bedenken, dass auch so etwas passieren könnte.
Gewichtszunahme: Ich als Jojo-Effekt-Queen finde Bauchnabelpiercings an mir (wenn ich gerade schwer bin) ziemlich hässlich und unbequem. Für diese Phasen meines Lebens nehme ich die Dinger raus. Jetzt aber bin ich wieder kurz davor, mir ein Neues einzusetzen. Die Bestellung braucht halt leider ne halbe Ewigkeit. Habe bei „Crazy Factory“ bestellt, die liefern wohl aus der Schweiz.
Fazit: Piercing oder kein Piercing?
Mit einem Bauchnabelpiercing kannst du viel spaß haben. Allein das Funkeln, wenn du gerade bauchfrei trägst und an dir selbst runterschaust, ist es (für mich zumindest) wert. Es ist aber wichtig, dass du dich über die Pflege und die potenziellen Risiken im Klaren bist, um sicherzustellen, dass deine Erfahrung mit dem Bauchnabelpiercing positiv bleibt. Überlege dir gut, ob ein Bauchnabelpiercing zu deinem Lebensstil passt und konsultiere einen professionellen Piercer, um alle deine Fragen vorab zu klären.
Obwohl ein Bauchnabelpiercing manchmal seine Herausforderungen mit sich bringt, kann es bei richtiger Pflege und Aufmerksamkeit ein sicheres und schönes Accessoire sein. Bedenke, dass das Loch wohl nicht so schnell zuwachsen wird – wenn nicht sogar gar nie. Daher hast du natürlich – wie bei vielen anderen Piercings auch – für immer ein Loch, oder zumindest die Spuren eines Loches, in deinem Körper. Mir waren diese Punkte nicht klar, als ich mir das Piercing habe stechen lassen, aber ich bin glücklich und zufrieden mit dieser Entscheidung.
Nach meiner Reportage zur Dondorf-Druckerei muss ich herausfinden, ob das in Frankfurt stehende Gebäude historisch bedeutsam ist. Nachdem ich mir das ehemalige Fabrikgelände von innen und außen angesehen habe, muss ich sagen: Einen ästhetischen und funktionellen Wert hat das Bauwerk durchaus. Es muss nur etwas aufgefrischt werden.
Dondorf-Druckerei heute: Ich kann dieses Bild nicht genug zeigen. Ich verliebte mich sofort in das helle Atelier mit den bunten Wandmalereien.
Wann die Dondorf-Druckerei erbaut wurde
1873 erbaute B. Dondorf ein Fabrikgebäude in Frankfurt-Bockenheim. Das Grundstück hat 6.000 Quadratmetern Fläche und der hohe Schornstein zeugt noch heute von der damaligen Dampfmaschinentechnik. Genutzt wurde das Gebäude zur Produktion der gleichnamigen Spielkarten.
1929 wurde die Druckerei nach Plänen des Architekten Johann Wilhelm Lehr für 300.000 Mark umgebaut. Ich denke mal, dass das ziemlich viel ist und schließe daraus, dass der Umbau umfangreich ausfiel.
Der gute alte Schornstein der Dondorf-Druckerei. Der historischste Teil des gesamten Fabrikgeländes – aber dazu komme ich gleich.
Druckerei Dondorf geprägt von tragischem Familienschicksal
Was die historische Relevanz erhöht, ist auf jeden Fall die Geschichte eines seht tragischen Schicksals. Ehemals gehörte die Druckerei der jüdischen Familie Dondorf, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.
„Eine der vier Töchter dieser Familie, Helene Dondorf, wurde 1941 in das Ghetto Łódź verschleppt und starb dort drei Monate später. Die anderen drei konnten ins Ausland fliehen und überlebten den Krieg. Zuvor verkauften Dondorf die Druckerei, in der später das nationalsozialistische Frankfurter Volksblatt gedruckt wurde“, schrieb ich zuvor bei t-online.
Druckereigebäude größtenteils zerstört
Jetzt kommt der springende Punkt: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Dondorf-Druckerei zerstört. Dabei wurde das repräsentative Verwaltungsgebäude dem Erdboden gleichgemacht. Das Backsteingebäude brannte aus, blieb jedoch in Teilen erhalten. Unversehrt und somit auch authentisch blieb nur der Schornstein.
Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau der Druckerei. Seit 1961 wurden die Gebäude durch die benachbarte Goethe-Uni Frankfurt genutzt. Laut der Benny Fischer, Presseperson der Aktivistengruppe, die die Druckerei derzeit besetzt hat, wurden die Räumlichkeiten der Druckerei Dondorf als Archiv der Universität genutzt.
So fing es am Samstag, den 9.12.2023 an – bis zu diesem Moment (14.12.2023 00:36 Uhr) befinden sich die Aktivisten in den Räumlichkeiten der Dondorf-Druckerei.
Abriss oder nicht Abriss? Das ist hier die Frage
Nun wollen Uni und Stadt die Druckerei abreißen und wieder neu bauen. Die neue Fassade soll dabei der bestehenden ähneln.
Ich tendiere stark dazu, zu sagen, dass die Druckerei erhalten werden sollte. Auch wenn sie in meinen Augen wegen dem Nachkriegswiederaufbau kein authentisches Bauwerk des späten 19. Jahrhunderts ist und demnach auch kein historisches Gebäude ist. Doch sie repräsentiert ein Zeitalter der Industrialisierung und erinnert an die Geschichte der Familie Dondorf, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Das Gebäude sollte in meinen Augen nicht abgerissen werden. Trotz fehlender Barrierefreiheit und trotz hoher Energiekosten bleibe ich bei dieser Einschätzung. Hier kannst du über meinen Tag in der Dondorf-Druckerei nachlesen.
Diesen gruseligen Raum zeigte mir Benny Fischer bei unserem Rundgang durch die Dondorf-Druckerei. Es war finster und der Gestank des Verbrannten kroch ziemlich tief in meine Nase. Benny machte die Uni verantwortlich dafür, das es zu so etwas kommen musste. In der Obhut der Aktivisten wäre das Dondorf-Gebäude vor solchen Grausamkeiten verschont geblieben, so Benny.
Das Gymnasium in die den Hauptsitz der Alten Börse konnte die Stadt Frankfurt doch finanzieren, obwohl einige der Meinung waren, das sei eine Schnapsidee. Warum denn nicht auch die Erhaltung dieser armen Fabrik? Immerhin ist sie die letzte ihrer Art in ganz Frankfurt am Main.