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Woher kommen French Nails?

Die French Manicure, auch als „French Nails“ bekannt, ist zweifellos eine der zeitlosesten und elegantesten Nageltrends in der Welt der Schönheit. Doch woher stammt diese beliebte Nagelkunst und seit wann begleitet sie die Frauen auf der ganzen Welt? In diesem Artikel werfe ich einen Blick auf die faszinierende Geschichte der French Nails und ihre Entwicklung im Laufe der Jahre. Ich selbst halte sie für das schönste, was Frau ihren Nägeln nur antun kann. Selbst trage ich meine Nägel natürlich und lang – gerne mit Nagellack. Doch wenn ich mich jemals wieder für künstliche Nägel entscheiden sollte, dann nur French Nails.

Ursprung der French Manicure

Der Ursprung der French Manicure ist umstritten. Die einen behaupten, es gäbe sie seit dem 18. Jahrhundert. Damals soll es in Frankreich Mode gewesen sein, die Nagelspitzen weiß zu färben, um den Schmutz unter den Nägeln zu kaschieren, der als „bäuerlich“ galt.

Andere sagen, French Tips hätten ihren Ursprung im frühen 20. Jahrhundert. Dieser Theorie zufolge wurde die French Manicure auch gar nicht in Frankreich erfunden, sondern in den USA. Der Stil soll von Max Factor, einem Make-up-Künstler, entwickelt worden sein, der in Hollywood arbeitete. Er soll nach einer Möglichkeit gesucht haben, die Nägel der Schauspielerinnen für Filmaufnahmen natürlicher und eleganter aussehen zu lassen.

Fest steht, dass Max Factor mit verschiedenen Techniken und Materialien experimentierte, bis er schließlich die klassische French Manicure entwickelte. Diese bestand aus einer natürlichen rosa Nagellackbasis und einer weißen Spitze, die die Nagelspitzen akzentuierte. Das Ergebnis war ein zeitloses und universell schmeichelhaftes Nageldesign, das in der Beauty-Branche zu den Königsdisziplinen zählt und mich persönlich immer wieder aufs neue begeistert.

https://twitter.com/Mc_Phils/status/1738975328817549803

Die Verbreitung der French Manicure

Nachdem die French Manicure in Hollywood Fuß gefasst hatte, soll sie sich in den 1970er Jahren weltweit verbreitet haben. Dieser elegante Nagelstil eroberte die Herzen von Frauen auf der ganzen Welt und wurde zu einem beliebten Trend. Bis heute. Die Einfachheit und Vielseitigkeit der French Manicure trugen dazu bei, dass sie zu einem Klassiker wurde, der zu jedem Anlass passte – sei es eine formelle Veranstaltung, ein glamouröses Event oder der Alltag.

French Nails: Entwicklung im Laufe der Jahre

Im Laufe der Jahre hat sich die French Manicure weiterentwickelt und an die sich ändernden Trends und Vorlieben angepasst. In den 1980er und 1990er Jahren wurde sie oft mit längeren Nägeln und kreativen Verzierungen kombiniert. In den 2000er Jahren erlebte die French Manicure eine Neuauflage mit verschiedenen Farbvariationen, darunter Pastelltöne und metallische Akzente.

Heute gibt es zahlreiche Variationen der French Manicure, von Reverse French Nails bis hin zu bunten Interpretationen, Glitzer, Steinchen und vielen anderen Attributen der Nailart. Die Technik hat sich weiterentwickelt, um den modernen Geschmack und die individuellen Stile der Frauen von heute zu reflektieren. Erfahre hier alles über den neuen Nageltrend des Jahres – sowohl für natürliche als auch für künstliche Nägel geeignet.


Diesen Artikel habe ich teilweise mit KI generiert.

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Reisen

Du hast einen Tag in Frankfurt – tu DAS

In Frankfurt lebe ich seit einigen Monaten und muss sagen, dass mich diese Stadt mit ihrer Vielseitigkeit überrascht hat. Dennoch habe ich klare Favoriten, die mir jedes Mal aufs neue den Atem rauben, auch wenn sie ziemlich banal sind. So kann ich mich beispielsweise nicht an die Skyline gewöhnen – schon gar nicht bei Nacht und sage immer wieder gerne: „Das schönste an Frankfurt ist Frankfurt bei Nacht“.

Ein Tag in Frankfurt: Skyline und Altstadt sind ein MUSS

1.) Schau dir die Skyline an. Tu es einfach. Von nah und weit, von unten und oben. Es ist ein Erlebnis, das dich prägt – und das sage ich als jemand, der zuvor kein Fabel für moderne Architektur hatte. Nun – spätestens, seit ich in Frankfurt lebe, lasse ich mich immer wieder von der gläsernen Schönheit faszinieren und kann mein Auge kaum von ihr abwenden. Hier habe ich mal die 9 besten Aussichtspunkte auf die Frankfurter Skyline zusammengestellt.

2.) Die Frankfurter Altstadt ist einfach wunderbar und wird niemals alt, egal wie oft ich hingehe. Hühnermarkt, Römerberg – egal. Einfach mal hingehen und bei Gelegenheit auch im Kaiserdom St. Bartholomäus vorbei schneien. Es ist ein tolles Erlebnis mit vielen traditionellen und auch antiken Geschäften und Buchläden. Wenn du mit dem Besuch der Altstadt in Frankfurt soweit durch bist, kannst du weiter zum…

Skyline in Frankfurt aus einer Anhöhe mitten in der Stadt.
Ich will ja nicht angeben (doch), aber das ist der wunderbare Ausblick aus meinem Büro in Frankfurt.

Kunst erleben in Frankfurt am Main

3.) …Städel auf dem Museumsufer. Auch wenn die Sonderausstellungen manchmal nach der verschachtelten Konzepten zusammengestellt sind – hierbei spreche ich ausdrücklich nicht von der Guido Reni Ausstellung, diese war nämlich das Highlight schlechthin – lohnt es sich immer die Dauerausstellung im Städel Museum zu besichtigen. Einfach mal hingehen und staunen.

4.) Und wenn du schon dabei bist, das Museumsufer in Frankfurt zu erkunden, dann statte dem Ikonenmuseum einen Besuch ab. Du brauchst maximal eine Stunde für die Ausstellung; der Eindruck bleibt jedoch für immer. Der Eintritt kostet 6 Euro. Erfahre hier, welche Ausstellung das Frankfurter Ikonenmuseum derzeit zeigt.

Russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum
Diese russische Ikone hängt im Frankfurter Ikonenmuseum.

Frankfurter Naturphänomen Düne – und mehr

5.) Zu guter Letzt: Die Schwanheimer Düne, die ein Naturerlebnis mit Faszinationsfaktor darstellt. Dieses Phänomen der Natur lockt mich immer wieder an und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Das Besondere an der Düne ist ihre Flora und Fauna. Sie hat sich über Jahrhunderte zu dem entwickelt, was sie heute ist und steht unter Naturschutz. Hier findest du alle Infos, die ich zur Schwanheimer Düne gefunden habe.

Die Schwanheimer Düne in Frankfurt-Schwanheim. Ein Naturerlebnis der Extraklasse
Das ist die Schwanheimer Düne im Spätsommer. An diesem fantastischen Tag habe ich sie entdeckt und sie sofort ins Herz geschlossen.

Natürlich gibt es in Frankfurt 1.000 weitere Dinge, die man besuchen könnte und sollte. Eine davon sind die Eiermann-Türme in Frankfurt-Niederrad (wenn du schon in Richtung Schwanheim fährst, dann geh dort unbedingt vorbei). Wenn ich einen einzigen Tag in Frankfurt hätte, würde ich genau diese Orte erleben wollen.

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Reisen

Wen ich in Porto kennenlernte

Meine Bekanntschaft in Porto – Als ich lange nach der Dämmerung noch in Porto unterwegs war, wollte ich mir die Stadt von oben ansehen. Es war ein traumhafter Anblick, als ich am Mosteiro da Serra do Pilar stand und rüber auf das andere Ufer sah. Deutlich spürte ich das Leben, das unten tobte und war in dem Moment so glücklich, dass ich wiederum etwas traurig wurde, dass ich all das mit niemandem teilen konnte. 

Als ich mich dazu entschied, eine Runde mit der Seilbahn über Porto zu schweben, war ich genau eine Minute zu spät, um mir Tickets an der Kasse holen zu können. Also beschloss ich die Stadt weiterhin aus der Höhe zu betrachten und begab mich auf die Brücke in unmittelbarer Nähe. Dabei handelte es sich um die Ponte Dom Luís I, einer Fachwerk-Bogenbrücke über den Douro zwischen Porto und Vila Nova de Gaia. Erbaut wurde sie von François Gustave Théophile Seyrig (* 19. Februar 1843 in Berlin; † 5. Juli 1923). 1869 gründete er zusammen mit Gustave Eiffel das Unternehmen „Eiffel et Cie.“. 10 Jahre später trennten sich beide wieder.

Die Brücke Ponte Dom Luís I in Porto bei Nacht – mit Blick über die gesamte Stadt
Das ist die Schönheit – erbaut wurde sie 1881-1886. Die Gesamtlänge beträgt 385,25 Meter und die Höhe etwa 60 Meter.

Eine Bekanntschaft in Porto: Wir begegneten uns auf der Brücke

Als ich auf diesem monströsen Bauwerk aus Metall stand, hörte ich – wie so selten in vergangener Zeit – russische Sprache. Zwei Touristen waren dabei, Fotos vor dem erhöhten Kloster Mosteiro da Serra do Pilar zu machen. Die Frau sagte zum Mann, der, wie sich kurze Zeit später herausstellte, ihr Sohn war, dass sie gerne ein Foto mit ihm zusammen hätte. Ich drehte mich zu den beiden um und bot meine Dienste an. Und so machte ich eine Bekanntschaft in Porto.

„Woher kommst du?“ Fragte mich Irina. In vergangener Zeit versetzt mich diese Frage in Schockstarre. Ich antwortete vorsichtig: „Aus Sochi.“ Es stellte sich heraus, dass die beiden aus St. Petersburg stammen. Eine Stadt, die ich liebe und ehre. Vor circa 18 Jahren seien die beiden ausgewandert und haben ihr leben in Finnland aufgebaut. Der Sohn, Alexej, lebt derzeit auf den Ålandinseln – einer Inselgruppe, die aus über 6700 Inseln und Schären besteht und zwischen Finnland und Schweden liegt.

Madlen Trefzer vor dem Mosteiro da Serra do Pilar in Porto, Portugal, bei Nacht. Das Kloster ist hell beleuchtet.
Natürlich revanchierte sich meine neue Bekanntschaft bei mit mit einem Foto von mir. Obwohl ich mich bis zuletzt dagegen gewehrt hatte; gegen Irinas Überredungskünste hatte ich keinerlei Chancen.

Meine Bekanntschaft und ich: Wir trafen uns am nächsten Tag

Eins führte zum anderen und meine neue Bekanntschaft und ich zogen zusammen durch die nächtliche Stadt. Wir erzählten einander von unserem Leben und teilten unsere Begeisterung für Porto. Ein Tag zuvor seien Irina und Alexej in Lissabon gewesen. Eine Stadt, die ich in den nächsten 2-3 Jahren auch unbedingt erleben will. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen. Es hatte aufgehört zu regnen und wir schlenderten durch die Gässchen, während ich von meiner langen Fahrradtour von A Ver-o-Mar nach Porto erzählt hatte, die ich ein paar Tage zuvor gemacht habe.

Am nächsten Tag überredete ich meine neue Bekanntschaft dazu, mit mir zusammen den Ozean anzusehen. Wir trafen uns in Póvoa de Varzim – und ich schleppte sie den ganzen Weg zu Fuß nach A Ver-o-Mar, bis ich um ein Haar meinen Flug zurück nach Frankfurt verpasst hatte. 

Atlantischer Ozean in Portugal: Der Strand von A Ver-o-Mar bei schönem Wetter.
Diese fantastische Aussicht auf den Atlantischen Ozean durfte ich mit Irina und Alexej teilen. Hier waren wir ungefähr auf halbem Wege von Póvoa de Varzim nach A Ver-o-Mar.

Das Teaserbild, das du oben siehst, ist übrigens auch auf unserem „kleinen“ Spaziergang an der Küste entstanden. Hier sieht man einen der vielen kleinen Holzstege, die oftmals entlang des Strandes führen.

Wir halten den Kontakt aufrecht

Irina und Alexej waren begeistert, von der Schönheit der Natur Portugals. Obwohl es all die Tage zuvor in Strömen geregnet hatte – das habe ich in Portugal übrigens bei Regenwetter unternommen – kam nun zu meinem Abschied die Sonne raus. 

Alexej und ich schreiben hin und wieder mal. Ich hatte den beiden versprochen, dass wenn sie jemals nach Deutschland kommen sollten, ich ihnen eine Städte- und Museumstour der Extraklasse organisiere. Vielleicht werden wir uns aber auch in Finnland wiedersehen. Wer weiß, welche Lieder das Leben noch spielt. 

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Kunst & Architektur

Museum für Angewandte Kunst – ein Fall für sich

Gestern war ich im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt. Durch seine Sammlungen will das Kunsthaus verborgene Schätze ans Licht bringen und Verbindungen zwischen den Geschichten und Ereignissen rund um die Objekte herstellen. Die wechselnden Ausstellungen erzählen von kulturellen Werten und den sich verändernden Lebensbedingungen.

Die Ausstellungen des Museums stellen außerdem immer die Frage, was angewandte Kunst in der heutigen Zeit sein kann. Dabei soll das Spannungsfeld zwischen Funktionalität und ästhetischem Mehrwert oftmals in den Vordergrund rücken. Es geht nicht mehr nur darum, die Objekte aus historischer Sicht zu betrachten, sondern auch zeitgemäße und unzeitgemäße Perspektiven miteinzubeziehen.

Eine verspiegelte Kommode im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
Kommode im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt: Dieser Raum gehört zu der Historischen Villa Metzler, die an das moderne Gebäude angeknüpft ist.

Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst

Während meines Besuchs lief die Ausstellung „Was wir sammeln“. Hier sah ich Alltagsgegenstände, die Gestalter aus dem Großraum Frankfurt privat gesammelt hatten: Leuchtreklame, bunte Spülschwämme, Sand, Plastikbesteck und viel mehr wurde ausgestellt und als Kunstobjekte präsentiert. 

Ausstellung "Was wir sammeln": Sammlung von bunten Schwämmen im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
Ausstellung „Was wir sammeln“: Kollektion bunter Schwämme

Die Idee an sich fand ich interessant und musste zwangsläufig daran denken, was ich so sammle: Bücher, Kunst-Postkarten, Kühlschrankmagnete und Spiegel mit güldenen Rahmen. Das was meine Mutter sammelt, finde aber interessanter: Designervasen und Weihnachtsfiguren aus Porzellan – sie hat mittlerweile so viele, dass ich mir hin und wieder Sorgen mache. Ich frage mich, ob wir alle eine Veranlagung dazu haben, Dinge zu sammeln. Schreibe in die Kommentare, was du sammelst, oder schon mal gesammelt hast.

Um ganz ehrlich zu sein, hat mich die Ausstellung „Was wir sammeln“ ästhetisch nicht wirklich angesprochen, mich dafür aber zum Nachdenken angeregt. Lese hier von der schlimmsten Ausstellung, die ich je gesehen habe.

Dauerausstellung „Elementarteile“  im Museum

Besonders gut gefallen hat mit im Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Elementarteile“, die 2014 eröffnet wurde. Diese Dauerausstellung ist sozusagen das Herzstück des Museums. Interessant finde ich, dass Objekte aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen räumlich ganz nah nebeneinander ausgestellt werden. Dadurch wird eine besondere Verbindung zwischen den einzelnen Exponaten hergestellt.

Chinesisches Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
Chinesisches Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen aus der Qing-Zeit / Qianglong-Perioden – Kupfer und Kupferstegen. Hörner, Schwanz und Ohren des Tieres sind aus vergoldeter Bronze gefertigt. Die Satteldecke in Cloisonné-Dekor ist eine separate Arbeit. Der Sattel selbst ist aus vergoldetem Kupfer – so auch der abnehmbare Knauf.

Das eine oder andere Highlight war schon dabei – wie etwa ein Räuchergefäß in Gestalt eines Ochsen aus China (Mitte 18. JH) oder der Entwurf für einen Liebestempel um 1750 aus Deutschland. Erfahre hier, welches Frankfurter Museum in umliegender Nähe sich viel mehr lohnt als das für Angewandte Kunst.

Das Artikelbild des zu einem Liegestuhl umgebauten Einkaufswagen, war übrigens auch in der Ausstellung „Elementarteile“. Das Design ist von Mike Bouchet, der 1970 in Kalifornien geboren wurde, jedoch in Frankfurt lebt.

Museum für Angewandte Kunst – Architektur

Besonders aufregend fand ich die Architektur des Kunsthauses. Beim Bau orientierte sich der 1934 geborene Architekt Richard Meier an die Bauweise der Klassischen Moderne. Diese ist bekannt für ihre sachliche Form und die klar gegliederten Raumkörper.

Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt Außenansicht bei Nacht
Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt: Außenansicht bei Nacht

Ich besuchte das Museum für Angewandte Kunst am Abend, konnte mir jedoch sehr gut vorstellen, wie lichtdurchflutet es tagsüber sein muss. Riesige Glasflächen und zahlreiche weiße Bauteile dominieren das gesamte moderne Bauwerk. Du bist in Frankfurt? Diese 5 Dinge musst du dort unbedingt gemacht haben.

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Beauty

Bauchnabel-Piercing: Eine glänzende Entscheidung?

Das Bauchnabelpiercing gehört seit Jahren zum beliebtesten Schmuckstück überhaupt. Auch ich liebe mein Piercing über alles. Ich machte es mir aus falschem Anlass, doch habe es seither nicht bereut. Neben diversen (überwiegend ästhetischen) Vorteilen, bringt es natürlich auch seine Nachteile mit sich. Hier ein kleiner Überblick für Unentschlossene:

Vorteile eines Bauchnabelpiercings

  1. Ästhetik: Ein Bauchnabelpiercing kann ein echter Blickfang sein. Es ist sexy und es glitzert. Was will man mehr?
  2. Vielseitigkeit: Da es Tausende verschiedene Piercings auf dem Markt gibt, kannst du dir deine individuelle Kollektion zusammenstellen. Unterschiedliche Formen, Farben und Größen kannst du dabei zu verschiedenen Outfits ausprobieren.
  3. Sexy Accessoire: Bauchnabelpiercings sind wohl immer im Trend und können mit anderen Piercings oder Schmuckstücken kombiniert werden. Du hast eine „goldene Phase“? Hol dir ein 24-karätiges Gold-Piercing. Sieht sicher geil aus – vor allem bei brauner Haut.
  4. Selbstbewusstsein: Für viele ist das Tragen eines Bauchnabelpiercings eine Form der Selbstliebe und des Ausdrucks von Körperbewusstsein, was das Selbstvertrauen stärken kann.
Bauchnabelpiercing
Foto von Cheyenne Doig auf Unsplash

Nachteile eines Bauchnabelpiercings

  1. Risiko von Infektionen und Komplikationen: Wie bei jedem Piercing besteht auch hier das Risiko von Infektionen, besonders wenn es nicht ordnungsgemäß gepflegt wird. Zudem können Allergien gegen bestimmte Metalle auftreten.
  2. Heilungsprozess: Die Heilung eines Bauchnabelpiercings kann mehrere Monate dauern. Während dieser Zeit ist eine sorgfältige Pflege und Hygiene unerlässlich. Meins heilte knapp ein Jahr. Die ersten Wochen konnte ich mich kaum hinsetzen.
  3. Beeinträchtigung bei Sport und Aktivitäten: Sportliche Aktivitäten oder enge Kleidung können in der Heilungsphase unangenehm sein oder das Piercing irritieren. Gleiches gilt für High-Waist-Jeans.
  4. Potenzielle Narbenbildung: Beim Entfernen des Piercings kann es zu Narbenbildung kommen, insbesondere wenn das Piercing nicht richtig verheilt ist. Eine Bekannte von mir trug damals ein Bauchnabelpiercing mit einem Kettchen dran – ratsch! Und sie riss das Ding mit einer Handbewegung aus ihrem Bauchnabel heraus. Es verheilte – ratsch! Und es passierte allen ernstes zum zweiten Mal. Danach war an dieser Stelle nichts mehr zu retten und sie machte sich ein Implantat – weiter unten am Bauch. Schlimm sah das nach dem Heilprozess aber nicht aus. Dennoch sollte man immer bedenken, dass auch so etwas passieren könnte.
  5. Gewichtszunahme: Ich als Jojo-Effekt-Queen finde Bauchnabelpiercings an mir (wenn ich gerade schwer bin) ziemlich hässlich und unbequem. Für diese Phasen meines Lebens nehme ich die Dinger raus. Jetzt aber bin ich wieder kurz davor, mir ein Neues einzusetzen. Die Bestellung braucht halt leider ne halbe Ewigkeit. Habe bei „Crazy Factory“ bestellt, die liefern wohl aus der Schweiz.

Fazit: Piercing oder kein Piercing?

Mit einem Bauchnabelpiercing kannst du viel spaß haben. Allein das Funkeln, wenn du gerade bauchfrei trägst und an dir selbst runterschaust, ist es (für mich zumindest) wert. Es ist aber wichtig, dass du dich über die Pflege und die potenziellen Risiken im Klaren bist, um sicherzustellen, dass deine Erfahrung mit dem Bauchnabelpiercing positiv bleibt. Überlege dir gut, ob ein Bauchnabelpiercing zu deinem Lebensstil passt und konsultiere einen professionellen Piercer, um alle deine Fragen vorab zu klären.

Obwohl ein Bauchnabelpiercing manchmal seine Herausforderungen mit sich bringt, kann es bei richtiger Pflege und Aufmerksamkeit ein sicheres und schönes Accessoire sein. Bedenke, dass das Loch wohl nicht so schnell zuwachsen wird – wenn nicht sogar gar nie. Daher hast du natürlich – wie bei vielen anderen Piercings auch – für immer ein Loch, oder zumindest die Spuren eines Loches, in deinem Körper. Mir waren diese Punkte nicht klar, als ich mir das Piercing habe stechen lassen, aber ich bin glücklich und zufrieden mit dieser Entscheidung.

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Kunst & Architektur

Dondorf-Druckerei historisch bedeutsam? Das spricht dagegen

Nach meiner Reportage zur Dondorf-Druckerei muss ich herausfinden, ob das in Frankfurt stehende Gebäude historisch bedeutsam ist. Nachdem ich mir das ehemalige Fabrikgelände von innen und außen angesehen habe, muss ich sagen: Einen ästhetischen und funktionellen Wert hat das Bauwerk durchaus. Es muss nur etwas aufgefrischt werden.

Update vom 14. Dezember, 9:00 Uhr: Die Dondorf-Druckerei wird derzeit von der Polizei geräumt. Es seien auch Hubschrauber im Einsatz.

Das "Atelier" in der Druckerei Donbach in Frankfurt. Ein großer Raum mit Malereien und Graffiti an den Wänden
Dondorf-Druckerei heute: Ich kann dieses Bild nicht genug zeigen. Ich verliebte mich sofort in das helle Atelier mit den bunten Wandmalereien.

Wann die Dondorf-Druckerei erbaut wurde

1873 erbaute B. Dondorf ein Fabrikgebäude in Frankfurt-Bockenheim. Das Grundstück hat 6.000 Quadratmetern Fläche und der hohe Schornstein zeugt noch heute von der damaligen Dampfmaschinentechnik. Genutzt wurde das Gebäude zur Produktion der gleichnamigen Spielkarten. 

1929 wurde die Druckerei nach Plänen des Architekten Johann Wilhelm Lehr für 300.000 Mark umgebaut. Ich denke mal, dass das ziemlich viel ist und schließe daraus, dass der Umbau umfangreich ausfiel.

Der gute alte Schornstein der Dondorf-Druckerei. Der historischste Teil des gesamten Fabrikgeländes – aber dazu komme ich gleich.

Druckerei Dondorf geprägt von tragischem Familienschicksal

Was die historische Relevanz erhöht, ist auf jeden Fall die Geschichte eines seht tragischen Schicksals. Ehemals gehörte die Druckerei der jüdischen Familie Dondorf, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

„Eine der vier Töchter dieser Familie, Helene Dondorf, wurde 1941 in das Ghetto Łódź verschleppt und starb dort drei Monate später. Die anderen drei konnten ins Ausland fliehen und überlebten den Krieg. Zuvor verkauften Dondorf die Druckerei, in der später das nationalsozialistische Frankfurter Volksblatt gedruckt wurde“, schrieb ich zuvor bei t-online.

Druckereigebäude größtenteils zerstört

Jetzt kommt der springende Punkt: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Dondorf-Druckerei zerstört. Dabei wurde das repräsentative Verwaltungsgebäude dem Erdboden gleichgemacht. Das Backsteingebäude brannte aus, blieb jedoch in Teilen erhalten. Unversehrt und somit auch authentisch blieb nur der Schornstein.

Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau der Druckerei. Seit 1961 wurden die Gebäude durch die benachbarte Goethe-Uni Frankfurt genutzt. Laut der Benny Fischer, Presseperson der Aktivistengruppe, die die Druckerei derzeit besetzt hat, wurden die Räumlichkeiten der Druckerei Dondorf als Archiv der Universität genutzt.

Protest gegen Abriss: Dondorf-Druckerei in Frankfurt wieder besetzt I hessenschau
So fing es am Samstag, den 9.12.2023 an – bis zu diesem Moment (14.12.2023 00:36 Uhr) befinden sich die Aktivisten in den Räumlichkeiten der Dondorf-Druckerei.

Abriss oder nicht Abriss? Das ist hier die Frage

Nun wollen Uni und Stadt die Druckerei abreißen und wieder neu bauen. Die neue Fassade soll dabei der bestehenden ähneln. 

Ich tendiere stark dazu, zu sagen, dass die Druckerei erhalten werden sollte. Auch wenn sie in meinen Augen wegen dem Nachkriegswiederaufbau kein authentisches Bauwerk des späten 19. Jahrhunderts ist und demnach auch kein historisches Gebäude ist. Doch sie repräsentiert ein Zeitalter der Industrialisierung und erinnert an die Geschichte der Familie Dondorf, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Das Gebäude sollte in meinen Augen nicht abgerissen werden. Trotz fehlender Barrierefreiheit und trotz hoher Energiekosten bleibe ich bei dieser Einschätzung. Hier kannst du über meinen Tag in der Dondorf-Druckerei nachlesen.

Diesen gruseligen Raum zeigte mir Benny Fischer bei unserem Rundgang durch die Dondorf-Druckerei. Es war finster und der Gestank des Verbrannten kroch ziemlich tief in meine Nase. Benny machte die Uni verantwortlich dafür, das es zu so etwas kommen musste. In der Obhut der Aktivisten wäre das Dondorf-Gebäude vor solchen Grausamkeiten verschont geblieben, so Benny.

Das Gymnasium in die den Hauptsitz der Alten Börse konnte die Stadt Frankfurt doch finanzieren, obwohl einige der Meinung waren, das sei eine Schnapsidee. Warum denn nicht auch die Erhaltung dieser armen Fabrik? Immerhin ist sie die letzte ihrer Art in ganz Frankfurt am Main.

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Von Aktivisten besetzt: Mein Tag in der Dondorf-Druckerei

Heute arbeitete ich an einer Reportage. Seit Samstag besetzen einige Aktivisten einer Gruppe namens „die Druckerei“ die ehemalige Dondorf-Druckerei in Frankfurt-Bockenheim. Damit wollen sie verhindern, dass das Gebäude abgerissen wird. Während ich dort war, war die Stimmung angespannt. Die jungen Besetzer waren unruhig und gingen auf und ab. 

Update vom 14. Dezember, 9:00 Uhr: Die Dondorf-Druckerei wird derzeit von der Polizei geräumt. Es seien auch Hubschrauber im Einsatz.

Zugegeben, ich kam auch „genau rechtzeitig“ – nämlich eine Minute, nachdem sie das Gebäude hätten räumen sollen. Mich empfing eine Presseperson, die auf den Namen Benny Fischer hört. Fischer zeigte mir das Innenleben der Druckerei Dondorf. Gemeinsam gingen wir durch die arschkalten Räumlichkeiten des Gebäudes, während ich einen Bericht zur Sachlage in einer professionellen, kühlen Distanz bekam.

Backsteingebäude aus der Froschperspektive: Hierbei handelt es sich um die Dondorf-Druckerei in Franlkfurt am Main, die derzeit von Aktivisten besetzt wird.
Die Backstein-Fassade der Druckerei Dondorf in Frankfurt

Upsi: Ich schaffe dann mal kurz eine cringe Situation

Ich schlug Benny Fischer vor, mich zu duzen – mit der Argumentation, ich sei ja gleichen Alters. Schnell bemerkte ich, dass die Person vor mir mit hoher Wahrscheinlichkeit viel jünger war als ich, jedoch um so ernster. Im weiteren Verlauf unseres Gesprächs hat mich Benny weder geduzt, noch gesietzt – aber das ist eigentlich gar nicht das Thema dieses Artikels. 

Das Artikelbild ist übrigens das Atelier der Druckerei. Benny meinte, dass die Malereien an den Wänden während der ersten Besetzung im Sommer entstanden sind. Ich sag’s dir, als ich dort stand ging mir so einer ab – ich hab mich kaum wieder eingekriegt. Ich sah mich selbst, wie ich dort in diesem riesengroßen, lichtdurchfluteten Raum ununterbrochen meine Comics zeichnete.

Déjà-vu: Ist Abriss der Dondorf-Druckerei richtig?

Seit ich in der Dondorf-Druckerei war und mir einiges an Räumlichkeiten ansehen durfte, frage ich mich fortwährend, ob die Stadt den Abriss berechtigterweise plant. Ich zweifle diese Entscheidung an.

Langer leerer Gang im Dondorf-Druckereigebäude. Manche Türen stehen offen und es fällt das Sonnenlicht in den Gang. An den weißen Wänden sieht man bunte Graffitis und Aufschriften.
Leere Gänge, leichtes Echo und überall die wunderbaren Graffitis, die farblich sehr stilvoll aufeinander abgestimmt sind. Darin sah ich die Jugend ihrer Verfasser aufblühen – darin las ich das rebellische Hinterfragen aller Entscheidungen, die über ihre Köpfe hinweg getroffen wurden. Naja… zumindest in ein paar davon.

Mich erinnert der geplante Abriss an eine Story, die ich mal in Ludwigshafen gemacht habe. Darum ging es um den Abriss des Rathaus-Centers. Das Hochhaus wurde in den 1970ern erbaut und zwar auf eine sehr moderne Art und Weise. Als Presse bekam ich die „letzte Gelegenheit“, einen Rundgang durch das Bauwerk vor dem Abriss zu machen. 

Das Rathaus-Center war zur Zeit meines Besuchs in einwandfreiem Zustand. Der Projektleiter erzählte damals euphorisch, wie aufwendig und zukunftsorientiert gebaut wurde und wie hochwertig die Baustoffe seien, die dabei verwendet wurden. Bis heute habe ich keinen blassen Schimmer, weshalb das Hochhaus in der Ludwigshafener Innenstadt abgerissen werden muss – die sind derzeit immer noch dabei, das Ding Stück für Stück niederzumetzeln. Lese hier meine volle Reportage zum Rathaus-Center

Vielseitiges Gebäude in Frankfurt: Druckerei steht leer

Nun denn… Kommen wir zurück nach Frankfurt. Die Druckerei Dondorf ist nicht in einem solch wunderbaren Zustand. Sie ist etwas heruntergekommen. Mag sein, dass es daran liegt, dass sie seit einiger Zeit leer steht. Doch als (meistens) klar denkender Mensch wäre ich nur schwer auf die Idee gekommen, das Gebäude abreißen zu lassen. Ehrlich. Benny hat recht damit zu sagen, dass der Leerstand dieses wunderbaren, geräumigen Hauses mit monströsen Fenstern und unverschämt hohen Decken, absurd ist. 

Ein Raum mit großen Fenstern und Bildern, Malereien und Graffitis an der Wand. Dieser Raum gehört zur Dondorf-Druckerei.
Man könnte dieses Gebäude für alles mögliche nutzen. Als Atelier, Kino, Lernraum, Freizeitraum, Bedürftigenunterkunft – soweit die Fantasie eben reicht. 

Was ich jedoch anzuzweifeln wage, ist Benny Fischers Überzeugung davon, dass das Gebäude historisch von signifikanter Bedeutung ist. Erfahre hier, warum ich dieser Meinung bin.

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Kunst & Architektur Reisen

Deshalb ist Berlin die geilste Stadt Deutschlands

Ich weiß, ich weiß – schwieriges Thema. Mit meiner Argumentation habe ich allerdings sogar mal einen Hamburger davon überzeugt, dass Berlin der geilste Scheiß der Bundesrepublik ist. 

Wenn eine Person für die Kunst lebt, dann wird sie in Berlin vor lauter Emotionen und Eindrücken ertrinken. Die Stadt zählt insgesamt 175 Museen, in denen man mit Kunst, Geschichte, Kultur und Wissen in Kontakt kommt. Eine Perle der alten Meister ragt dabei besonders heraus: Die Gemäldegalerie (bitte mit Engelsgesang im Hintergrund lesen).

Gemäldegalerie Berlin: Ein rundes Gemälde von Sandro Botticelli. Darauf abgebildet ist die Madonna mit Kind und mehreren singenden Engeln
Sandro Botticelli in der Gemäldegalerie: Madonna mit dem Kind und singenden Engeln, oder auch Madonna mit Lilien und acht Engeln – um 1477.

Gemäldegalerie: Unfassbare Mengen Kunst in Berlin

Die Gemäldegalerie hat mich für andere Kunstsammlungen verdorben. Wenn ich auch gestehen muss, dass die Alte Pinakothek in München oder auch die Stuttgarter Staatsgalerie überaus konkurrenzfähig sind.

Neben der fantastischen, überragenden und Aufsehen erregenden Gemäldegalerie – die das Zuhause von etlichen Rembrandts und einigen eindrücklichen Bellinis, Caravaggios Amor, Cranachs Jungbrunnen, Tizians Venus und weiteren 1.000 Werken ist – hat Berlin etliche renommierte Kunsthäuser, die nur darauf warten, dass du dich in ihnen verlierst:

Das sind ein paar der Museen, die ich bereits ausfindig gemacht habe und sagen muss: Ich liebe diese Stadt mit jeder Faser meiner Seele. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie casual und unscheinbar diese Millionengemälde da vor sich her hängen, als wäre dies keine Besonderheit – da einen halben Meter weiter ein weiterer Künstler von Welt hängt. Und wo die Kunst in den Museen aufhört, fängt die Kunst im Alltag an. 

Das ist der Berliner Goldhot aus der Bronzezeit. Ein Artefakt, aus dünnem Goldblech, das zu einer Gruppe dreier weiterer Goldhüte gehört, die jedoch bei weitem nicht so gut erhalten sind, wie das vorliegende Exemplar.

Berliner Straßen: Glas, Gold, gigantische Säulen

Berlin ist unverschämt… Hunderttausende eilen täglich an atemberaubenden Wandmalereien und Fresken in abgeranzten Treppenhäusern vorbei, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken. Diese Art von Kontrasten habe ich bisher nur in Russland erlebt. Und wo die Kunst im Alltag aufhört, fängt die Architektur im Alltag an. Unendlich hohe Decken, gigantische Säulen, Skulpturen, Gold, Glas, Marmor, Brutalismus – während zwei Meter weiter prachtvolle Bauten aus dem 16. Jahrhundert stehen. Solange du in Berlin bist, kommst du aus dem Staunen nicht mehr raus. 

Ich wette, du findest 1.000 andere Gründe, warum Berlin die geilste Stadt in Deutschland ist – und ebensoviele, warum sie es nicht ist. Schreib mir gerne deine Sicht der Dinge, ich freue mich auf deine Mitteilung. 

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Kunst & Architektur Reisen

Hier findest du Antiquitäten in Baden-Baden

Baden-Baden beherbergt eine wahre Schatzkammer für Vintage-Liebhaber und Antiquitäten-Enthusiasten. Wenn du aus der Kurstadt kommst, weißt du genau, was jetzt folgt.

Während ich in Baden-Baden, der Stadt, die für ihre Eleganz und ihren kulturellen Reichtum bekannt ist, lebte, musste ich so manch einen Scheißjob machen – und das natürlich für extrem wenig Geld. Meine Liebe zum Schönen und Wunderbaren war dabei keineswegs geringer, als sie es heute ist. Der großartige Laden, den ich dir nun vorstellen will, ist ein Juwel und ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die auf der Suche nach einzigartigen Schätzen sind, sich aber finanziell nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen können. Oder wollen.

Second-Hand Möbel und Antiquitäten in Baden-Baden

Den Laden namens „Heinzelmännchen-Service & Licht und Hoffnung e.V.“ kennt wohl jeder Baden-Badener. Er bietet eine beeindruckende Auswahl an Second-Hand Möbeln, die von Rustikal bis Modern reicht. Von Barock über Biedermeier bis hin zu Art Déco findest Du hier Stücke, die Geschichten erzählen und deinen Wohnraum mit ihrem zeitlosen Charme bereichern. Vintage-Sofas, Retro-Schränke, liebevoll restaurierten Esstische oder antike Kommoden – hier gibt es für jeden Geschmack und Stil das Richtige. Dabei geht der Erlös an einen guten Zweck. 

Zeichnung eines französischen Büros in den 1920er Jahren. Ausgestattet ist der Raum mit Art déco Möbelstücken. Besonders auffällig sind dabei die beiden Sessel.
Art déco (Symbolbild): Die Zeichnung eines kleinen Pariser Büros um 1925. Flächige und symmetriebetonte Motive sind typisch für Art déco. Die „Einfachheit“ der – damals neuen – Formen lässt sie bis heute modern erscheinen. Copyright: IMAGO

Sofern ich mich richtig erinnere, steht der Verein „Licht und Hoffnung“ für drogenkranke Menschen ein. Dort bekommen sie die Chance, sich handwerklich zu betätigen, indem sie kleinere und größere Reparaturarbeiten an Möbeln vornehmen. Im Gegenzug bekommen Unterstützung vom Verein. Die Arbeit dieser Menschen ermöglicht den Erwerb qualitativ hochwertiger Möbel – und das obwohl sie teilweise schon einige Jahrzehnte alt sind.

Kunst und Bücher kaufen in Baden-Baden

Damals holte ich mir dort alles Mögliche an Vintage-Möbeln und Antiquitäten. In Erinnerung geblieben ist mir eine Stehlampe aus den 1940er Jahren, diverse Kunstdrucke, CDs, Uhren, Vasen und natürlich meine heilige Goethe-Sammlung im Inselverlag. Schneeweißer, fester Einband – unbezahlbarer Inhalt. 

Ja, Bücherwürmer und Kunstliebhaber werden in diesem Geschäft ihr Paradies finden. Die umfangreiche Sammlung seltener Bücher und Gemälde ist Highlight-verdächtig. Hier kannst du in vergangenen Zeiten und vergessenen Welten schwelgen. Ein ehemaliger Nachbar meiner Mutter, Kunstsammler, erzählte mal, wie er dort angeblich ein Millionenkunstwerk für unter zehn Euro erworben hatte. Ich vergaß inzwischen, um welchen Künstler es sich dabei handelte, wage aber zu vermuten, dass es ein französischer Impressionist war.

Mit etwas Glück, nimmt die eine oder andere Verkäuferin dein Interesse für antike Bücher wahr und öffnet dir die „geheime Schranktür“, hinter der sich Erstausgaben, Unikate und andere Schätze befinden.

Porzellan und Co.: Antiquitäten-Alarm bei „Heinzelmännchen“

Das „Heinzelmännchen“ bietet eine erlesene Auswahl an Geschirr und Tischkultur. Von klassischem Porzellan über Vintage-Vasen in den verrücktesten Formen und Farben bis hin zu einmaligen Besteck-Sets aus vergangenen Epochen ist hier jedes kleine Detail dabei, mit dem Du dein Zuhause dekorieren und verschönern kannst. 

Ich holte mit damals Porzellantöpfe, -tassen und anderen Krimskrams. Das zweckentfremdete ich dann als Blumentöpfe. Waren mir die Behältnisse wiederum „zu weiß“, malte ich mit Acrylfarben auf ihnen. So erinnere ich mich an meine Version der Sternennacht von Van Gogh und eine AK-47 in Regenbogenfarben.

Zu finden ist der einzigartige Laden mit den Antiquitäten in der Ooser Hauptstraße 17a, 76532 Baden-Baden. Eine eigene Website gibt es nicht – oder aber ich habe sie nicht gefunden.

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Reisen

Du hast 2 Tage in Heidelberg – das kannst du machen

Ich erinnere mich gerne an meine Zeit in Heidelberg zurück. Es ist auch gar nicht so lange her, dass ich dort gelebt und gearbeitet habe. Heidelberg ist eine weltoffene kleine Stadt mit einer sagenhaften Universität und einer süßen Altstadt. Der Besuch lohnt sich allemal – die Hotelpreise, ganz anders als die Mietpreise, sind angemessen und der Aufenthalt wird garantiert unvergesslich. 

Ich erinnere mich gerne an die Menschen dort zurück: Sie sind gastfreundlich und zurückhaltend – von den anderen Eigenschaften der Heidelberger sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. 

Heidelberg: Spazieren durch Natur und Altstadt

Besonders liebte ich es immer, nachts am Neckar entlang zu spazieren, oder eine Runde durch den herbstlichen Wald oberhalb von Schlierbach zu drehen. Das Naturspektakel ist dort unbeschreiblich schön und eignet sich gut für eine wilde Fahrt mit dem Mountainbike. Apropos Fahrrad: Lese hier meine „Beinahe-Lovestory“, die sich nachts auf dem Weg von Heidelberg nach Mannheim ereignete.

Dass die Heidelberger Altstadt ein kleines Märchen ist, ist an dieser Stelle womöglich eine überflüssige Information, da sie, wenn ich mich nicht irre, so ziemlich die erste Anlaufstelle aller Reisenden ist. Dennoch lohnt sich die Altstadt immer.

Heidelberger Buchläden und Shops der Extraklasse

Besonders aufregend kann es dabei sein, sich auch in die kleineren, verwinkelten Altstadt-Gässchen zu begeben. Dort kann man viel Einzigartiges entdecken. So fand ich eines Tages beim ziellosen Spazieren ein kleines Geschäft der Extraklasse, namens „Letter & Co.“, das Füllfederhalter verkaufte. Es gab sie aus Glas, in verschiedenen Federstärken und Farben – manche wurden in nahegelegenen Manufakturen hergestellt und manche waren einfach unbezahlbar. Tinte, edles Papier, Federn, Siegel und Wachs – dort findet man alles, was das Herz des alten Dichters begehrt.

Wer nicht so auf Handschriftliches abfährt, kann kleine Boutiquen und Second Hands entdecken – Heidelberg hat einige davon. Auch antike Buchläden sind recht gut auffindbar und haben ein reiches Angebot, das alle Gattungen umfasst. Nicht ganz so antik, aber um so aufregender für Philosophen und Kunsthistoriker könnte der Buchladen „Artes Liberales“ am Kronmarkt sein. Der nette, extravagante Herr dort verkauft erlesene Klassik, Fachliteratur, schwere Philo-Bretter und wurde 2015 mit dem Deutschen Buchhandlungspreis der Staatsministerin für Kultur und Medien ausgezeichnet. 

Die kleinen Geschäfte in Heidelberg sind oftmals authentisch. Die Stadt wird mit Sicherheit den Wunsch wecken, ein kleines Stück von ihr mitzunehmen, daher lohnt sich das Stöbern um so mehr.

Den Neckar entdecken

Wer Heidelberg im Sommer besucht, sollte gleich nach seiner Ankunft eine Runde Tretboot auf dem Neckar fahren. Den einen oder anderen Verleih gibt es direkt am Ufer. Nach Feierabend liebte ich es, mit meinen Kolleginnen dort Boot fahren zu gehen. Es macht die Gedanken frei und kann für viele Lacher sorgen.

Das sind meine ehemaligen Kolleginnen und ich, wie wir mit dem kleinen Bötchen über den Neckar fahren. Fotografiert von einer Kollegin, die in dem Boot hinter uns saß. Wir hatten viel Spaß an diesem Tag!

Wer so viel Glück hat, wie wir damals, lacht sich auch mal eine kleine abendliche Rundfahrt mit der Yacht an und entdeckt den Neckar aus ganz neuen Winkeln. Einfach mal frech sein und beim Bootsverleih fragen, ob das unter Umständen möglich wäre.

Kunst und Architektur in Heidelberg

Wenn du kunstinteressiert bist, könnte sich das Kurpfälzische Museum lohnen. Das kann besonders dann der Fall sein, wenn dort gerade eine starke Sonderausstellung ist. In Erinnerung geblieben ist mir die Ausstellung „Frauenkörper“ (24. Oktober 2021 bis 20. Februar 2022). „Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre“ (5. März bis 11. Juni 2023) fand ich auch nicht übel. 

Ein emotionales Erlebnis wird garantiert die Jesuitenkirche sein. Sie hat eine überragende Architektur – so auch die Peterskirche  in der Nähe der Unibibliothek. Hierbei spielt dein Glaube, oder gar dein Nicht-Glaube keine große Rolle. Lass diese Pracht einfach auf dich wirken und dreh am besten eine Runde um die Kirchen – du könntest viele versteckte Details finden.

Lohnt sich das Schloss? Natürlich lohnt sich das Schloss! Hier findest du meine Fotostory vom Heidelberger Schloss, aus der Zeit, als ich noch für die Medien in Heidelberg gearbeitet habe. Am besten erreichst du die Schlossruine zu Fuß, denn von der Altstadt läuft man lediglich 10 Minuten. Senioren und Rollstuhlfahrer haben die Möglichkeit, die Bergbahn zu nutzen. Auf der Scheffelterrasse des Schlosses kann man dann romantisch seinen Tee schlürfen und den Sonnenuntergang antreffen. 

So essen Heidelberger

Kommen wir zum Essen. Heidelberg achtet auf seine Veganer und Vegetarier – Auswahl gibt es genug. Ich war verhältnismäßig nicht in vielen Restaurants, aber die, in die ich immer wieder gerne ging waren folgende: „Mahmoud’s“ (libanesisch / Falafel & Schawarma) – gibt es einmal in der Altstadt und einmal in Bergheim. Die Filiale in der Altstadt ist meine liebste. Aber Vorsicht vor der Mittagszeit dort – Studenten könnten das kleine Lokal füllen wie Sardinen die Krosse Krabbe in dieser einen Spongebob-Folge. 

Des Weiteren gibt es „Sakura“ (japanisch / Sushi), „Soban“ (koreanisch / Ramen) und „Nomad“ (slow food aus aller Welt). Atmosphärisch ist die Roofbar „Schilling“ (Sushi und Cocktails) – hier wirst du die wahrscheinlich beste Aussicht auf Heidelberg haben und die Besonderheit dieser Stadt spüren, aber vor allem sehen. Das Essen und die Cocktails haben mich persönlich dort noch nie so richtig beeindruckt, aber der Ausblick ist Weltklasse und erklärt sowohl die hohen Preise, als auch die Tatsache, dass man sich nach zwei Stunden schon aus dem Staub machen muss, weil die nächste Reservierung im Anmarsch ist.

Fazit: Heidelberg ist geil. Wer auf eine entspannte Stadt-Tour Lust hat, ist hier genau richtig. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Hier gibt es genug Natur, viele Sehenswürdigkeiten und auch Unternehmungen für jedes Alter. Zum Studieren ist die Stadt sagenhaft – vorausgesetzt man kriegt genug Geld zusammen, um sich hier über Wasser zu halten. Aber auch das ist möglich, zeigt die Erfahrung.

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